„Haren“ (Anonymer Beitrag)
Ich wünsche Dir ganz viel Glück für Dein Leben 2.0 - ich bin Ende Februar 2025 auch diesen Weg der OP gegangen … bin ich froh.
Der Weg ist das Ziel 💖
„Rhein-Kreis Neuss“ (Anonymer Beitrag)
Gratulation für Deine Entscheidung @ Kaltenkirchen und alles Gute für den Weg.
Es lohnt sich, allein der Schmerzen wegen, die weniger werden, Senkung der Entzündungswerte, Normalisierung des Blutdrucks und evtl. Zuckerwerte, auch wieder Spaß an Bewegung zu haben.
Harte Arbeit wird es immer bleiben.
„Kaltenkirchen“ (Anonymer Beitrag)
Lieben Dank an " Haren" und "Rhein-Kreis-Neuss" 🥰
Auch Euch weiterhin alles Gute!!💐
„Rostock“ (Anonymer Beitrag)
Hallo Ihr Lieben!
Ich stehe auch vor der Entscheidung innerhalb der nächsten sechs Wochen, ob ich mir einen Schlauchmagen machen lasse oder nicht. Wie wahrscheinlich die meisten hab ich schon viel ausprobiert, jedoch war nichts von Dauer.
Ich habe mich dann im Viadukt Programm der Universitätsklinik Tübingen angemeldet. Hier geht es um Ernährungsumstellung, Sport und auch psychische Aspekte. Das hat mir schon mal sehr viel gebracht, alle Probleme mal von einer anderen Seite zu sehen.
Nun zweifle ich wirklich. Mach ich’s so oder mache ich’s nicht.Die Berichte, die ich hier gelesen habe sind für mich sehr hilfreich und ich danke jedem einzelnen für seine Offenheit, dass er seine Geschichte hier teilt.
Wie sieht es denn aus mit dem Dumping? Wie ist eure Erfahrung damit? Und wie ist es mit Kohlensäure? Man soll ja auf Getränke mit Kohlensäure nach einem Schlauchmagen verzichten. Das fällt mir schwer. Die zwei Sachen würden mich sehr interessieren. Vielleicht findet sich jemand, der mir darauf eine Antwort geben kann.
„Kaltenkirchen“ (Anonymer Beitrag)
Soweit ich es weiß gibt es beim Schlauchmagen kein Dumping.
Das gibt's nur beim Magenbypass.
Und beim bei Bypass gibt's nochmal bis zu 20versch. Varianten, die der Chirurg vorher mit Dir bespricht.
Und ja, vor Kohlensäure wird vorallem anfangs gewarnt, da sie ja zusätzlichen Raum im winzigen Magen beansprucht, der besser für echte Nährstoffe genutzt werden sollte.
„Rhein-Kreis Neuss“ (Anonymer Beitrag)
Auch beim Schlauchmagen gibt’s Dumping, sofern man dem Magen zu viel zuführt. Vor allem bei Lebensmittel, die nachträglich quellen, zu fettig oder auch zu süß sind.
Meine SchlauchmagenOP ist mittlerweile über 2 Jahre her. Ich bereue es nicht. Hatte allerdings auch eine sehr gute Zeit danach, denn bei jedem ist es anders.
Eine gute Vorbereitung vor der OP ist wichtig, der Kopf muss mitmachen. Wichtig auch die Flüssigphase vorher, ist zwar hart, stellt aber den Körper schon mal auf die Zeit nach der OP ein, besonders die Entfettung der Leber.
Nach der OP lernt man wie ein Baby neu zu Essen, das muss man sich bewusst werden. Zuerst flüssig, dann Brei und langsam feste Nahrung. Der Magen bestimmt die Menge und wenn man ihn strapaziert, rächt er sich. Kohlensäure geht gar nicht. Auch nach mehr als zwei Jahren vertrage ich Kohlensäure nicht.
In den ersten Monaten schwindet das Gewicht sehr schnell. Regelmäßig die empfohlenen Supplemente, eiweißreiche Kost, Bewegung sowie Krafttraining unterstützen das Wohlbefinden. Trinken nicht vergessen und nicht zu den Mahlzeiten. Um Verstopfung zu vermeiden, das war für mich das, was mich am meisten belastet hat und wird leider wenig publiziert, auch von der Ernährungsberatung, empfehle ich regelmäßig Macrogol, z.B. flüssige Sticks zum einnehmen.
Da der Magen ein Muskel ist, kann/wird er sich auch nach einer OP ausdehnen. Deshalb und darüber muss man sich von vornherein bewusst sein, ist eine lebenslange Disziplin (ja viele hassen dieses Wort) notwendig um das erreichte Gewicht zu halten bzw. nicht wieder zuzunehmen.
Für mich war es die Beste Entscheidung, ich habe 4 Jahre überlegt und es mir bestimmt nicht einfach gemacht. Das neu gewonnene Leben, die Beweglichkeit fast ohne Schmerzen, kein Diabetes, kein Bluthochdruck, keine Kurzatmigkeit uvm., dafür hat es sich gelohnt.
„Werne“ (Anonymer Beitrag)
Meine Schlauchmagen-OP ist inzwischen 5 Jahre her.
Ja, auch ich habe schon Dumpings gehabt. Das gibts definitiv nicht nur beim Bypass. Allerdings ist das bei mir wirklich gut händelbar. Ich merke es, indem ich Unterzuckerungssymptome bekomme. Ich fange an zu schwitzen, werde zittrig und habe das Gefühl, ich klappe ggf. gleich ab. Ich habe daher seit 5 Jahren Traubenzucker in der Tasche. Bei mir handelt es sich ausschließlich um Spätdumpings. Also wenn die Nahrungsaufnahme schon einige Zeit her. Ich empfinde das aber wirklich nicht als anstrengend oder belastend. Ich hatte das in 5 Jahren vielleicht 3 oder 4 mal. Also wirklich wenig.
Am Anfang konnte ich keine Kohlesäure trinken. Beim Trinken haben viele frisch Operierte ziemliche Probleme. Ich konnte kein Wasser mehr trinken. Habe ich als regelrecht ekelhaft empfunden. Aber das wird alles besser. Ausdehnungserscheinungen habe ich bei mir noch nicht festgestellt. Ganz im Gegenteil. Der Magen funktioniert 1 a. Er zeigt mir sehr gut, wenn er genug hat. Kohlesäure ist kein Problem mehr bei mir. Aber das muss man probieren.
Ich habe wirklich so gut wie keine negativen Folgen der OP festgestellt. Lebenslange Disziplin: ja. Nahrungsergänzungsmittel: ja (aber hier ist ein regelmäßiges Blutbild wichtiger, um festzustellen, ob man überhaupt irgendwelchen Mangel hat)
Ich habs ja weiter oben schon geschrieben, die positiven Folgen überwiegen in vollem Umfang. Blutdruck normalisiert, kein Schnarchen mehr, keine Migräne mehr, kein Restless-Leg-Syndrom mehr. Ich kann wieder kilometerlang laufen, mache Sport, bin nicht mehr kurzatmig, habe keine Atemnot mehr, bei der kleinsten Anstrengung. Das wurde, je älter ich wurde, immer schlimmer.
Letztes Jahr wurde mir die überschüssige Haut am Bauch entfernt. Das war nochmals anders lebensverändernd. Mit fast 60 nochmals ein komplett anderes und neues Körpergefühl. Ich hätte das nicht zu träumen gewagt.
Alles Gute für dich egal, wie du dich entscheidest.