Wieso sind Diskussionen so schwierig?

in „Smalltalk“

Zu diesem Thema gibt es 368 Antworten

Kurvenfan, ich gehe in neue Threads unbelastet hinein.

Du schneist alle paar Jahre rein, machst einen riesigen Bohei und tauchst wieder ab. Zu einer anderen Frau, oder über sie habe ich dich in den letzten 10 Jahren noch nie etwas Nettes sagen hören. Nicht ein einziges Mal. Mit viel Glück vielleicht mal Männern, aber das Image des Sonnenscheins eilt dir wirklich nicht voraus.

Das ist nicht meine Auffassung von einem Diskussionsforum.

Du bist auch nicht meine Auffassung von einer fairen Leiterin einer Diskussion.
So hat halt jede:r seine/ihre Problemchen. 🤷‍♀️

@Kurvenfan

Zu unserer kürzlichen Diskussion hier würde mich interessieren, mit Bezug auf den Beitrag von

"stierfrau
Gestern, 19:04

Beim zweiten Video (Die Helden der Urzeit) in ..."

im Thread "Klima":


Würdest du den Beitrag von der Userin dann einordnen unter:

"Da würde ich behaupten, das sogar die Mehrheit den Klimawandel korrekt wahrnimmt und einsieht dass wir Menschen den Klimawandel mindestens beschleunigen."
(und lediglich WAS man tun muss wird unterschiedlich gesehen - meine eigene Zusammenfassung)

oder sind wir hier bei:

"So könnte man das jetzt mit anderen Punkten ebenso durchgehen, aber es geht nicht darum, dass man sich in kleinen Teilen, Details innerhalb jeweils dieser zwei Teile uneins ist und sich streitet, aber menschengemachter, sprich, sehr viel schnellerer als natürlicher Klimawandel: Ja oder Nein, da gibt es nichts dazwischen, sondern nur in den Details innerhalb einer dieser beiden Entscheidungen."

und die Userin sagt eben: Nein.


Nur, dass wir über das gleiche sprechen. Da würde mich jetzt deine Einschätzung interessieren.

@ Alea.iacta.est
Das kann ich nicht sagen, denn sie hat sich dazu ja nicht klar positioniert. Sie hat angemerkt, dass es Veränderungen des Klimas auch in der Erdgeschichte vorher schon gab. Da waren wir Menschen natürlich nicht vorhanden, es gab Eiszeiten und Warmzeiten. Ich glaube das ganze Thema wäre besser dran, wenn man dem einfach Rechnung tragen würde.

Und trotzdem ist meine persönliche Meinung, dass es durchaus sein kann, das neben dieser natürlichen klimatischen Veränderungen der Mensch natürlich jetzt in diesem Prozess eingreift. Ich würde hier auch ganz klar sagen, dass wir aufgrund unserer Masse und dem damit verbundenen Energieaustoß und auch der Produktion klimarelevanter Gase, sehr wohl einen Einfluss haben. Nehmen wir an, durch unser mitwirken wird ein Prozess beschleunigt, der sonst tausende von Jahren gedauert hätte. Oder er löst wie in den Videos angedeutet eine Kettenreaktion aus, deren Geschwindigkeit noch um ein vielfaches höher ist.

Ich stehe auf den Punkt, dass ich eben nicht sagen kann: "der Mensch wäre nicht verantwortlich". Dadurch dass ich es nicht ausschließen kann muss ich als gesunder Mensch schutzmaßnahmen ergreifen auch für den Fall, dass wir uns alle irren würden. Aber die Konsequenz so weiterzumachen wie bisher und nichts zu tun und am Ende sind wir doch verantwortlich, wäre für mich nicht tragbar.

Das ist aber eine eher rationale Überlegung, die frei von irgendwelchen emotionalen Abhängigkeiten ist und trotzdem Raum für viele Fragen offen lässt, die es ja auf beiden Seiten noch gibt. Die Diskussion um Klimawandel ist für mich schon fast so ein bisschen was wie Religion. Ich persönlich bin Agnostiker. Das bedeutet, ich sage Menschen die an Gott glauben nicht, dass das Quatsch wäre und es Gott nicht gibt. Denn ich kann genauso wenig beweisen, dass es Gott gibt wie ich auch nicht beweisen dass es ihn nicht gibt. Ich weiß nicht ob man das nachvollziehen kann. Aber genau vor der gleichen Patt-Situation stehen wir aktuell mit dem Klimawandel.

Mein Verantwortungsgefühl zwingt mich aber trotzdem zu handeln. Für mich gilt hier auch der Spruch: "Im Zweifel für den Angeklagten" und in dem Fall ist der Angeklagte unsere eigene Erde. Ich sehe auch nichts schlechtes darin Energieverbraucher zu reduzieren oder Emissionen von Klimagasen zu vermeiden. Der einzige Grund auf der Gegenseite ist ja fast ausschließlich ein wirtschaftlicher und kein ökologischer.

Wir sind uns auf der Welt nur leider nicht einig in diesem Thema und der Eindruck der entsteht ist ja der, dass die Menschen die genau diese von mir oben angesprochene Verantwortung übernehmen wollen dann wirtschaftlich im Nachteil stehen. Aber ich glaube, entweder muss man das dann mit seiner Überzeugung auch hinnehmen können oder wir werden anders keine Lösung finden.