Mich würde Eure Meinung interessieren.
Ich hab die Erfahrung gemacht, wenn ein Mensch mich verletzt, belügt oder betrügt kommt es bei der Person in irgendeiner Weise zurück . Dann denke ich mir immer. Karma regelt das schon, auch wenn es etwas länger dauert. Was sagt ihr dazu ? Gibt es so etwas wie Karma ?
@ * Manamana .......*
Ich glaube leider nicht. Sonst müssten einige Menschen schon halb tot sein. 😅
Leider habe ich sogar den gegenteiligen Eindruck, dass es den größten Arschlöchern ganz hervorragend geht. Nicht immer, ja, es gibt Ausreißer und das freut mich dann auch diebisch, aber im Großen und Ganzen würde ich sagen, zumindest im AKTUELLEN Leben (das Karma, das sich auf den Glauben dazu bezieht, das kann ja auch in einem späteren Leben kommen), erkenne ich kein gerechtes Karma.
@ kurvenfan
Ist dir das noch nicht passiert? Wo du dachtest, das geschieht dir recht, gedacht hast das passiert der richtigen Person ?
Übrigens die Gefängniskleidung ist nicht so schön 😉
Ne, definitiv funktioniert das in meiner Welt nicht. Ich könnte ad hoc 5 bis 10 Menschen aufzählen, denen müsste das Karma bitte mal sowas von den Arsch versohlen, aber leider scheint denen eher dauerhaft die Sonne aus Selbigem.
Leider ist das eine schöne Vorstellung, dass alles was man gibt, egal ob gut oder schlecht, irgendwann zurück kommt. Es funktioniert weder in die eine, noch in die andere Richtung.
Manchmal klappt das sicher, aber ganz sicher nicht quasi gesetzmäßig und immer. Eher zufällig...manchmal.
@Alea
Reinkarnation ? Ist ja noch besser, dann wünsche ich einigen ein verdammt hartes Leben
@ * Manamana .......*
"Ist dir das noch nicht passiert? Wo du dachtest, das geschieht dir recht, gedacht hast das passiert der richtigen Person ?
Übrigens die Gefängniskleidung ist nicht so schön 😉"
Nein nicht wirklich oder wenn viel zu selten und was meinst du mit Gefängniskleidung?
"Reinkarnation ? Ist ja noch besser, dann wünsche ich einigen ein verdammt hartes Leben"
Müsste es dafür geben. Also, ich bezog mich mit meiner Aussage ja auf den Glauben um das Karma herum. Wenn man das glaubt, dann kann man auf das Karma im nächsten Leben hoffen.
Ich sehe Probleme dabei.
Dazu zunächst eine buddhistische Geschichte.
Ein Priester führt eine Ziege zum Opfer. Die Ziege lacht. Der Priester fragt, warum sie denn lachen würde, ihr werde gleich mit dem Messer die Kehle aufgeschlitzt. Und die Ziege antwortete: "weil du der tausendste bist. Einst war ich ein Priester und opferte eine Ziege. Nach meinem Tod nun musste ich tausendmal als Ziege geopfert werden um zu sühnen. Wenn du mich nun geopfert hast, dann habe ich gesühnt."
Siehst du, was passiert? Das ist eine Spirale der Gewalt. Mit dieser Theorie gibt es immer mehr Gewalt, statt weniger. Als Abschreckung ist es eine gute Idee, aber wenn es dann wirklich passiert, dann wird es nie einen Frieden geben, nie das allumfassende Nirwana, das ja wiederum das Ziel ist. Alles ist immer noch mehr Sühne, noch mehr Gewalt.
Ein weiteres Problem ist, dass man dazu neigen könnte, sich einzureden, dass derjenige, der gerade Gewalt erfährt, es schon irgendwie verdient haben wird, wenn nicht im Jetzt, dann in einem früheren Leben.
Ich kann den Grundgedanken verstehen. Persönlich bin ich ein rachsüchtiger Mensch und außerdem finde ich es unendlich schwer zu ertragen, dass all die unendlichen Grausamkeiten, die täglich auf der Welt geschehen, einfach so bestehen bleiben können, aber, die Theorie von Karma und Reinkarnation hat große Lücken für mich.
@ Alea.iacta.est
Ja das sehe ich auch so.
Daher vertrete ich ja den Standpunkt man sollte sich in der passenden Situation wehren oder es dabei belassen. Natürlich gibt es vergehen oder verbrechen, die so schwerwiegend sind, dass sie auch im Nachhinein bestraft werden müssen. Aber die kleinen Dinge im Alltag kann man meist nur selbst klären oder sie werden eben ungesühnt bleiben. Ich bin durchaus auch für Rache zu haben, jedoch muss Rache auch ein Ende finden. Wenn man sich nicht für sein Recht einsetzen will oder kann, dann sollte man auch nicht nach Rache schreien, die dann andere im eigenen Namen verüben sollen. So halte ich das zumindest. 🤷♂️
Ich bin fest davon überzeugt, dass die negative Energie, die man abgibt, irgendwann zu einem zurück kommt - manche nennen es Karma, andere Physik. Ich nenne es das Gleichgewicht im Universum.
Wenn ich an Karma denke kommen mir gleich die Nornen in den Sinn. Das sind mächtige Asen.. große Geister die weit über Gut und Böse oder Recht und Unrecht stehen und vor allem über dem Willen das Leben und seine so derbe Bitchhaftigkeit verstehen zu wollen.
Die Nornen spinnen die Netze unserer Schicksale, sie führen uns Menschen an dünnen und unscheinbaren Fäden durch all unsere Leben.. ich würde sagen Nudging ist ein guter Ausdruck dafür wie die Nornen arbeiten.. und die erfüllen auch nur einen Plan den sogar sie nicht überblicken können, sogar sie können ihn nicht verstehen.
manche nennen es (...) Physik
Das halte ich allerdings für ein Gerücht.
Generell glaube ich nicht an Karma. Weder den eigentlichen Glauben, noch das popkulturelle 'Karma is a bitch'. Dafür gibt es viel zu viele liebe Menschen denen es beschissen geht und Umgekehrt müsste Trump nicht nur täglich beim Aufstehen barfuß in frische Hundhäufchen treten sondern er müsste schon längst in der Hölle sein.
Es ist magisches Denken.
Den Spruch 'Karma wird es richten' verwende ich trotzdem manchmal, weil ich denke Gemeinheiten, die man mit innerer Lust tut (Tierfallen aufstellen, Kindern ihren Fußball nicht herausgeben, der im Garten landete, andere mit Absicht versetzen etc) hinterlassen bei einem kein gutes Gefühl... und klar wirkt sich das auch auf einen selbst aus.
Jeder weiß wie gut es sich anfühlt jemandem z.b zu helfen. Und umgekehrt ist es genauso. In diesem Sinne denke ich, dass Karma wirkt. So direkt als Instant Karma leider nur zufällig und viel zu selten
Ich glaube Karma gibt es ein bißchen, weil Menschen eine gewisse Energie ausstrahlen. Wer immer negativ, missgünstig, bösartig ist, wird Menschen die anders sind und eher positiv nach und nach aus seinem Leben vergraulen. Es bleiben die, die eben auch nicht wirklich nett sind und die machen dann das eigene Leben nicht gerade angenehmer.
Von daher glaube ich ganz grundsätzlich daran, dass sich positiv zu sein "lohnt", gerade im Kleinen, im Sozialen. Das im größeren Kontext fiese Menschen, denen andere bestmöglich egal sind, aber oft besonders gut leben, sehe ich aber auch und möchte Alea da zustimmen. Wer die eigene negative Energie durch die entsprechenden gesellschaftlichen oder z.B. wirtschaftlichen Strukturen gut "maskieren" kann, kann damit auch sehr gut und erfolgreich durchs Leben gehen.
Von daher: Karma strikes back - sometimes.... 😉
...Von daher glaube ich ganz grundsätzlich daran, dass sich positiv zu sein "lohnt", gerade im Kleinen, im Sozialen. Das im größeren Kontext es Menschen, die fiesen Menschen, denen andere bestmöglich egal sind, besonders gut leben, sehe ich aber auch und möchte Alea da zustimmen. Wer die eigene negative Energie durch die entsprechenden gesellschaftlichen oder z.B. wirtschaftlichen Strukturen gut "maskieren" kann, kann damit auch sehr gut und erfolgreich durchs Leben gehen...
Das käme dem Karma, kamma mal machen oder doch nicht, wohl als Erklärung evtl. näher.
Menschen möchten sich gut fühlen und fühlen sich von positiven Vibes angezogen.
Das überträgt sich ggf. von Fall zu Fall dann auch.
Aber ich frage mich, wenn es Karma gäbe, warum ist das Gefälle dann schon immer so enorm gewesen? (Dabei Einzelschicksale mal aussen vor gelassen)
Kleine Sünden mag "der liebe Gott" sofort bestrafen, was ist dann mit den wirklich großen?
Wenngleich nicht 'alles' was für gut oder 'schlecht' befunden wird, es letztendlich auch ist.
Kann es sein, dass ihr Karma und Aura vermischt? Ihr redet eigentlich über die sogenannte Aura. Das was du ausstrahlst ist nicht Karma.
Wenn du mit deiner Faust in das Universum haust, entsteht ein Abdruck deiner Faust im Universum. Das und nichts anderes ist das Karma. Der Abdruck. Und dieser Abdruck deiner theoretischen Faust wird ausgeglichen.. das ist dann die Erfüllung des Karma.
Warum das so ist, weiß ich nicht. Vielleicht möchte das Universum keine Abdrücke von irgendwelchen Fäusten auf sich haben.. Gott hat ja die beste aller möglichen Welten geschaffen 🤷♀️
Der enormen Anzahl der wundersamen Wiedergeburten, die gerade frisch reanimiert (von Reinkarnation kann man bei diesen nicht tot zu kriegenden Wiedergängern wohl kaum sprechen) als tägliches Murmeltier 🤓 mit schief angeklebtem Schnurrbart und Fensterglasbrille das Forum mit künstlichen Texttapeten "bereichern" würde man allerdings schon ein kräftiges Karma wünschen.
Warum hat Rosi Einhorn einen Daumen runter für den Beitrag? Es wäre nicht meine Formulierung, aber im Kern trifft es das schon (bis auf die beste aller möglichen Welten und dass der Buddhismus an sich ja sowieso keine theistische Religion ist).
Karma heißt ja Handeln, damit ist übrigens nicht nur
"Wenn du mit deiner Faust in das Universum haust"
also die Tat gemeint, sondern auch das Wort und sogar auch der Gedanke.
Dieses Handeln ergibt dann eine Reaktion darauf.
So einfach wie wir das hier besprechen funktioniert aber Karma sowieso nicht, denn Voraussetzung für ein funktionierendes Karma ist außerdem, dass andere Eckpfeiler des buddhistischen Glaubens erfüllt sind und im Bezug auf Karma ist da ganz vorne dran die Loslösung vom Ich, die Abwendung vom Egoismus. Das heißt unter anderem, dass alleine schon der Wunsch jemand möge für sein Handeln gegen einen selbst bestraft werden, Karma unmöglich macht, es verpufft, der Ausgleich bleibt aus, weil für Karma die ganzheitliche Betrachtung nötig ist, das eigene Ich muss "abgekoppelt" (mir fällt der richtige Begriff dazu nicht mehr ein) sein, sonst passiert gar nix. Im Grunde ist alleine schon der Gedanke oder die Aussage "Karma wird es richten", wenn einem jemand etwas böses getan hat ein Grund dafür, dass Karma es nicht richten wird.
Es ist alles ganz schön komplex, ist eben eine Religion.
Karma-hm,schwieriges Thema
ich denke es gibt viel mehr zwischen Himmel und Erde als das,was uns die Schulen lehren können oder wollen etc
ich persönlich halte mich daran,das ich niemand etwas negatives wünsche,egal wie er oder sie sich mir gegenüber verhalten haben,denn nach meinem dafürhalten kommt das,was man jemanden negatives wünscht stärker zu einem zurück
es ist keine wissenschaftliche studie sondern nur mein persönliches denken
Wobei ich den Spruch 'Karma wird es richten' nicht für eine Religion (oder Teil dessen) halte, sondern für ein vom ursprünglichen Sinn abgespaltenen Begriff, der als Schlagwort in unseren Sprachgebrauch übergegangen ist.
Mit der eigentlichen Bedeutung des Wortes hat das fast nichts mehr zu tun (obwohl ich den Ausflug dorthin wichtig und hochinteressant finde.
Wenn man "Gottseidank" sagt, betet man ja auch nicht wortwörtlich zu Gott.
Der Spruch 'Karma wird es richten' ist für mich tatsächlich weniger ein Wunsch, als ein Schulterzucken in Situationen , wo mit größerem Aufwand eine direkte Strafe oder Rache zwar möglich wäre, es mir das aber nicht wichtig oder wert genug ist, weil es mir selbst dann zusätzliche Arbeit, Ärger, schlechte Laune einbrocken würde. Davon abgesehen, dass ich für Rache oft viel zu faul bin, wäre es in vielen Fällen m.E. auch zu viel der Ehre jemandem diese Aufmerksamkeit zu schenken.
'Karma wird es richten' soll (bei mir) eher heißen, dass ich denke, dass die Person früher oder später doch ohnehin über die eigenen Füße stolpern wird und ich mir nicht zusätzlich den Tag versauen oder die Finger schmutzig machen will, um ihr eine Lehre zu erteilen, die das Leben ihr ohnehin, nur eben nicht mit sofortiger Wirkung, erteilen wird.
Jemand der z.b. ständig auf der Autobahn andere mit der Lichthupe bedrängt, den muss ich nun nicht dadurch belehren, dass ich aus Trotz auf der linken Spur bleibe, weil die Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Strecke 120 km/h ist und ich mich daran halte. Statt ihn nun (wie manche es tun) z.b. mit kurzen Bremsspielchen zu ärgern und mich und andere in Gefahr zu bringen, wechsle ich zügig auf die rechte Spur.
Der andere hat freie Fahrt und das Gefühl gewonnen zu haben, donnert aber vermutlich mit 170 km/h in die nächste Blitzerfalle. Verloren habe nicht ich ein Bußgeld und meinen Lappen, sondern er. Zumindest habe ich mich nicht selbst in Gefahr gebracht und am Ernde wird Karma es doch eh richten. Wer immer rast und drängt wird unweigerlich mal stolpern. 🤷♀️ Kein Wunsch, eher das Feststellen einer Gewissheit. So verwende ich den Begriff.
Also eher wie: Wer anderen eine Falle gräbt fällt selbst hinein. Vielleicht nicht gleich und jetzt, aber früher oder später schon.
ich persönlich halte mich daran,das ich niemand etwas negatives wünsche,egal wie er oder sie sich mir gegenüber verhalten haben,denn nach meinem dafürhalten kommt das,was man jemanden negatives wünscht stärker zu einem zurück
Ausser bei "Sozialschmarotzern" offenbar. 🤐
Alea.. Karma zu verstehen ist glaub ich sehr kompliziert, da hast du 100% recht.. wer kann schon in bereits gelebte Leben schauen? Das dann auch noch zu verstehen was man sieht, bedeutet für mich, mein Schicksal zu verstehen. Warum bin ich in diesem Körper? Warum ist dieses lästige ADS? Die Antwort darauf aber ist nicht wichtig weil ich das eh nicht ändern kann. Das wichtigste für mich ist, alles zu akzeptieren und so hinzunehmen ohne die Ursache und den Grund zu hinterfragen. Der liegt nämlich außerhalb meines Verständnisses.
Ich kann mich kennenlernen und verstehen lernen und ich kann mich in einem gewaltigen Kunstrukt dabei finden, in welches ich mich seit vielen Jahrtausenden immer wieder einzufügen habe in jedem Leben seit Anbeginn unserer Existenz als Menschen.
Wir alle werden nie aufhören zu lernen.. das Nirwana ist ein Trugbild Alea.
Warum ist dieses lästige ADS?
Neurologische Störung, die eine veränderte Signalübertragung im Gehirn zur Folge hat.
Das hat nun bitte wirklich nichts mit Karma zu tun. 😣
Viele verstehen Karma als Strafe oder unabwendbares Schicksal, was es aber nicht ist. Das ist ein sehr komplexes Thema und es dauert Jahre, bis man langsam anfängt einen Hauch davon zu verstehen. Ich bin seit 2012 Buddhistin und am Anfang kann man vieles vom Verstand nicht erfassen und mit den Jahren hat man immer wieder mal tiefgehende Wow-Erfahrungen.
Wenn man Karma verstehen will, kommt man um das Thema Ich-Losigkeit, Geistesstrom, Befreiung uvm. nicht dran vorbei. Wir empfinden Karma als etwas persönliches, da wir nicht zwischen Geist und Körper trennen können. Jemand der schon mal eine Nah-Todes-Erfahrung und damit unweigerlich die Trennung von Geist und Körper erlebt hat, weiß dass wir nicht unser Körper sind.
Unabhängig davon: Man lebt am besten mit guten Taten und Gedanken. Mit Wut schadet man sich nur selbst. Dabei ist es nicht der Sinn, Wut zu unterdrücken, sondern die Fähigkeit, aufkommende Gefühle rechtzeitig zu erkennen und so schnell wie möglich umzuwandeln. Das geht nicht von heute auf morgen, aber man kann es üben.
@ Carla den wünsche ich auch nix schlechtes nur das ich im Endeffekt nicht für sie bezahlen möchte
@Calypso69,
wenn du zum Buddhismus konvertiert bist, ist deine Argumentation offensichtlich.
Allerdings leben weltweit Menschen in unterschiedlichen Religionsentwürfen. Manche Menschen leben als Atheisten, Agnostiker oder glauben (wieder) an etwas anderes.
Der Buddhismus stellt eine Weltreligion dar. Diese lehrt Karma und Wiedergeburt. Selbst wenn man(n) den religiösen Aspekt weglassen würde, ist Karma in Ethnologie und der Philosophie beheimatet.
Für alle die an das Universum glauben, würde Karma auch dort nicht wirklich hinein passen. Denn das Universum besteht zum größten Teil aus dunkler Materie, die sich immer zügiger ausbreitet. Die Gravitation müsste diese Ausdehnung der dunklen Materie gesetzesmäßig ausbremsen, genau das, tut sie aber nicht. Zumindest wäre das eine unterhaltsame Erklärung, (jedenfalls für mich) warum das Gefälle sich eher in eine ungute Richtung ausbreitet.