@Laani "In meiner Wahrnehmung gibt es hier in Deutschland verstärkt Werbung um sich in Tschechien, Bulgarien, Ungarn, ... die Zähne sanieren zu lassen."
Kenne Selbstständige, die das machen. Bei einfachen Sachen wohl ganz okay, bloß bei allem was Nachsorge erfordert eher nicht. Ich checke tatsächlich auch auf Reisen schon mal die Angebote vor Ort. Südostasien ist für dünne Leute ein Mekka für sowas. Leider sind die nun so gar nicht auf dicke Menschen eingestellt.
Mein Vater hatte dreimal, zu unterschiedlichen Zeitpunkten, in Osteuropa (dort machen sie immer Urlaub in unterschiedlichen Ländern, Tschechien, Ungarn, ...) einen bestimmten komplizierten Beinbruch, rechts und links. Ich gebe zu, ich hatte Vorurteile. Mir war nicht wohl, dass er sich bei Bruch eins und zwei jeweils dort operieren lassen musste. Meine Vorurteile stellten sich als Vorurteile heraus. Ausstattung der Krankenhäuser veraltet und nicht ansprechend, aber die Behandlung muss offensichtlich hervorragend gewesen sein. Es ging alles sehr zügig, sehr reibungslos, die Ärzte sehr freundlich, fachlich absolut fit. Bei der Nachbehandlung in Deutschland wurde die kompetente Behandlung anerkannt. Lediglich beim Material der Schrauben wurde bemerkt, dass man in Deutschland inzwischen andere Materialien verwendet, problematisch wurde es allerdings nicht gesehen. Ich muss zugeben: das hätte ich definitiv so nicht erwartet. Der dritte Bruch fand im Grunde auf dem Heimweg statt. Deshalb wurde da mein Vater in Absprache mit den Ärzten dort zunächst notversorgt und verarztet und transportbereit gemacht, die OP war dann aber in Deutschland vorgesehen. In Deutschland wurde dann gesagt, dass sie SO nicht operieren würden, das sei geschwollen. Das war so. Übrigens exakt so wie bei Bruch 1 und 2. Mein Vater musste bei einem KKhaufenthalt darauf warten, dass das Bein abschwillt. In der Zeit gab es dann eine Infektion. Auch das musste dann abgewartet werden. Irgendwann wurde dann operiert. Ein paar Wochen nach der OP gab es Komplikationen und er musste nochmals operiert werden.
Kann das alles völliger Zufall sein? Natürlich, kann es. Aber insbesondere die Wartezeit vor der OP klingt schon ein wenig nach finanziellen Aspekten, zumal das Ergebnis ja dann schlechter und nicht besser war, obwohl die Art des Bruches nicht anders war.
Ich wäre dafür das das Gesundheitswesen gekoppelt würde mit dem was man einzahlt
So verbesserungswürdig die Gesundheitsversorgung ist, ist es keine gute Idee ein System, das auf Solidarität beruht so umzustellen.
Vielleicht hast du das auch nicht zuende gedacht, MuD?
Das würde bedeuten, dass Kinder, Kranke, Behinderte und Alte... also exakt die Gruppen, die die Versorgung am meisten benötigen die geringste Versorgung erhalten würden. Survival of the fittest in einem Bereich, der für geschwächte Menschen wichtig ist und damit wieder zurück zur natürlichen Auslese. Das kann doch nicht ernsthaft deine Vorstellung einer zivilisierten, fortschrittlichen Gesellschaft sein?
Ich halte es für vollkommen indiskutabel, dass wir irgendein System einführen, das in Richtung USA oder ähnlichem führt.
Es ist doch im Grunde sowieso so, dass persönliche Wirtschaftskraft viel darüber entscheidet wie es einem gesundheitlich so geht in Deutschland. Da spreche ich noch gar nicht von Privatversicherungen oder auch IGeL Angeboten, von den besseren Materialien beim Zahnarzt, manchmal auch überhaupt einer Behandlung, sondern schon sehr banalen Dingen: ich habe einen nachgewiesenen "chronischen" sehr starken VitaminD Mangel. Geht oft einher mit Störungen der Schilddrüse. Nun muss ich nicht nur das hochdosierte VitaminD selbst zahlen (ich brauche es wie gesagt dauerhaft), ich muss auch die Blutuntersuchung selbst zahlen. Was mache ich also? Ich lasse es nicht untersuchen oder nur alle Jubeljahre und dazwischen schätze ich einfach nach meinem Wohlbefinden wie viel ich brauche.
Wegen meiner Erbkrankheit benötige ich diverse Verbandsmaterialien. Die fallen nicht unter Heilmittel, sondern unter Hilfsmittel, die zumindest dabei, nicht bezahlt werden. Eine Zeitlang hatte ich mit der Niederlassung bei mir eine Art Gentleman Agreement und ich bekam ein paar Jahre einen Teil bezahlt, dann schloss die Niederlassung und wurden an die nächstgrößere Filiale angeschlossen und es gab kein Agreement mehr.
Es geht mir nicht um Alte oder kranke sondern nur um die sozial Schmarotzer die auf unsere Kosten sich ein gutes Leben machen
Eine Grundversorgung muss gewährleistet sein
@ MuD
Wer soll das denn konkret sein?
Das sind Menschen die zu faul zum arbeiten sind und uns allen in allen Bereichen auf der Tasche liegen
@ MuD
Wer soll das denn deiner Meinung nach konkret sein? Also auch die Millionen Deutsche die nicht arbeiten?
Du willst wegen ca. 16 000 Menschen ein System umstellen, das 83 Millionen betrifft? Mit den entsprechenden Kosten und negativen Folgen der Umstellung für alle?
Wegen 16000 Menschen?
Meiner Meinung nach leben Millionen Menschen vom Geld vom Staat
@ MuD
Das ist korrekt. Aber eben auch Millionen Deutsche, oder? Die sind ja auch "Schmarotzer" wie du schreibst, nicht?
"Wegen 16000 Menschen?
Meiner Meinung nach leben Millionen Menschen vom Geld vom Staat"
Wer denn konkret?
"MuD
Heute, 10:51
Es geht mir nicht um Alte oder kranke sondern nur um die sozial Schmarotzer die auf unsere Kosten sich ein gutes Leben machen
Eine Grundversorgung muss gewährleistet sein"
Also so wie es ist?!
Menschen die ohne zu arbeiten Geld vom Staat erhalten aber nicht diejenigen die Erwerbsunfähig sind
Ein Beispiel
Ich war vor kurzem in der Reha
Ca 200 Patienten von denen round about 10 % die Reha als Urlaub ansahen und Anwendungen wegen Erdbeeren holen oder Faulheit abgesagt haben und damit unter den Patienten geprahlt haben und dadurch Menschen die den Platz benötigt hätten ausgebremst haben
"MuD
Heute, 11:47
Ein Beispiel
Ich war vor kurzem in der Reha
Ca 200 Patienten von denen round about 10 % die Reha als Urlaub ansahen und Anwendungen wegen Erdbeeren holen oder Faulheit abgesagt haben und damit unter den Patienten geprahlt haben und dadurch Menschen die den Platz benötigt hätten ausgebremst haben"
Und die Patienten arbeiten alle nicht? Und waren freiwillig da und nicht etwa, weil das System das von ihnen verlangt z.B. für eine Erwerbsminderungsrente?
@MuD
"Ca 200 Patienten von denen round about 10 % die Reha als Urlaub ansahen und Anwendungen wegen Erdbeeren holen oder Faulheit abgesagt haben und damit unter den Patienten geprahlt haben und dadurch Menschen die den Platz benötigt hätten ausgebremst haben"
Okay und du weißt dass diese 10% Erwerblose waren woher? Oder werden hier gerade wieder Dinge wild durcheinander gewürfelt? Und Argument a hat mit Argument b wieder nichts zu tun?
Ich glaube du willst nicht verstehen
Es geht um Personen die eine Reha in Urlaub verwandeln viele ihrer Anwendungen aus Unlust absagen und anderen Menschen den Platz wegnehmen und damit prahlen die Renten-Versicherung etc verarscht zu haben
@MuD
Nein ich verstehe das tatsächlich nicht.
Also sind es Rentner? Oder Leute mit Erwerbsminderungsrente? Wäre gut wenn du dich etwas klarer ausdrückst.
Reha hat jetzt nichts mit dem System zu tun es war nur ein Beispiel das ich vor kurzem erlebt habe wie im Prinzip Gelder verschwendet werden weil manche Personen Möglichkeiten ausnutzen
"Reha hat jetzt nichts mit dem System zu tun"
Doch, natürlich. Wie ich schrieb:
"und nicht etwa, weil das System das von ihnen verlangt z.B. für eine Erwerbsminderungsrente?"
Gibt auch noch andere Gründe fürs unfreiwillig.
Und wegen 10 % von denen du nicht weißt, ob sie wirklich zu faul waren oder vielleicht zu erschöpft z.b. soll jetzt für 90 % das System so umgestellt werden, dass sie anhand dessen was sie eingezahlt haben Behandlungen erhalten?
Für dich, als Mann ohne Topgehalt, also dann demnächst eine Reha mit Jugendherbergsartiger Unterkunft auf dem Trimm dich Pfad vor der Tür?
@MuD
"Reha hat jetzt nichts mit dem System zu tun es war nur ein Beispiel..."
Ach so also war es doch nur ein vollkommen aus dem Zusammenhang gerissen das Argument? Und es geht jetzt eigentlich um ein zweites Thema?
Nach dem Exkurs zum Stammtischsozialneid auf die ganz unten, bitte wieder daran denken, dass die eigentliche Frage ist wie zufrieden ihr persönlich mit eurer Gesundheitsversorgung seid.
Wir haben das große Glück, dass unser Hausarzt alle 6 Wochen zum Hausbesuch zu Mutter ins Haus kommt. Das wurde nach ihrer schweren OP so vom Arzt eingeführt. Das ist die einzige Praxis, die überhaupt Hausbesuche macht.
Und somit habe ich den Vorteil, falls etwas anliegt, es gleich mit zu besprechen.
Spart mir manche Wege.
Wie gesagt ein großes Geschenk.
Was Fachärzte angeht, ist es allerdings eine Katastrophe. Monatelange Wartezeiten und zig Kilometer Weg. Da gibt's vor Ort keine Praxen.
Ich hoffe, dass unser Hausarzt noch ein paar Jährchen macht denn sonst sehe ich für unseren Ort schwarz.