Letztendlich wird es so sein, dass wenn man(n) was erreichen möchte, man(n) nicht drumrum kommt, in irgendeiner Form aktiv zu werden. Vielleicht zählt ja auch aktives Warten dazu? 🤷🏼♀️ Wie 'das alles' auszusehen hat, da gibt es nun mal kein Patent drauf.
Im Übrigen, muss für männliche Profile (die besuche ich wenn, deutlich häufiger) deren Text (sofern vorhanden) nicht zwingend im Einklang mit dessen Inhaber und seines eigens kreieirten persönlichen Relevanzkorridors sein.
Ich denke, manche sollten sich aus ihrem privaten Umfeld nochmal Feedback dazu holen. Bevor sie sich selbst nicht mehr als ein 'Hi' entlocken können. Sie sich jedoch als eloquenten Gesprächspart mit Wunsch auf Initiative der Frau schmücken. Das wird im Nachgang nämlich auch zu nichts führen.
Gleiches gilt natürlich auch umgekehrt, sofern das der Fall sein solle. Also Mann schreibt wortkarge Frau an. Nur weil ich jetzt aus meiner Perspektive geschrieben habe bezog es sich deshalb auf den Mann.
@Raumwunder
Was ist denn aktives Warten?
@Kurvenfan... bspw. sich hier rumtreiben und 'Eigenwerbung' ins Forum schieben... who knows!? 🙃😉😁
@Raumwunder
Ach so okay, der Begriff war mir nur nicht geläufig. 😅
Ich kenne RF seit 18 Jahren und habe meinen letzten Ehemann und die Beziehung davor hier kennengelernt. Als ich nach gut 10 Jahren vor 9 Monaten wieder hier aktiv wurde war ich erst verunsichert wie man mit 55 noch so hier ankommt. War erst überrascht wie gut aber schnell merkte ich wie oberflächlich und vor allem wie sexlastig jeglicher noch so netter Kontakt wird. Hatte in 9 Monaten viele Kontakte (ich schreibe auch selber an), viele Dates(ich lebe in der Realität) aber abgesehen von einer F+ war nichts dabei. Auffällig finde ich auch wie lange viele schon Single sind, das viele Männer in den 40igern bewusst ältere Frauen suchen und wie schön gesagt wurde oftmals die Jüngeren besseres Benehmen haben wie die Älteren.
"Ja, aber wie ist denn passiv auf eine Antwort warten aktiver als jemanden anschreiben?"
Ich habe ja nicht aktivER geschrieben, nur aktiv. Also eine Kontaktanzeige ist ja schon eine Form von Aktivität.
"Im ersten Fall hätte er nicht mal eine kostenpflichtige Mitgliedschaft benötigt.
Da fällt ihm alles quasi in den Schoß und er weiß obendrauf schon, dass Interesse besteht. Mehr aktiv hätte ich ja kaum sein können? 🤔"
Ne, ich hab das überhaupt nicht auf deinen Bericht mit dem "schreibt mich bitte an Typ" bezogen, da hatte ich ja auch schon berichtet, dass meine Erfahrungen* sehr durchwachsen sind, Tendenz negativ. Mir ging es nur um die Empfehlung "aktiv werden". Er schreibt zwar später auch noch konkret anschreiben, aber alleine das "aktiv werden", darunter kann man eine Kontaktanzeige "aufgeben" schon einordnen. Es ist eine gewisse Form von aktiv sein. Und mit der eher indirekten Form von aktiv werden, wie z.B. eine Notiz im Profil hinterlassen, ein Foto liken oder ähnliches, DA habe ich bessere Erfahrungen als mit dem Anschreiben. Vielleicht ist es das, was für Männer tendenziell ganz gut passt, schon ein gewisses Signal von Frauen, aber Anschreiben, die konkrete Kontaktaufnahme dann selbst.
* ich hab auch so einen, der mir da immer in Erinnerung bleiben wird. Ein Mann (nicht hier) hatte einen so genialen Nick und ich habe ihn sofort angeschrieben. Deshalb. Aber klar, wäre es nett gewesen, dann wäre vieles möglich gewesen. Er war komplett abweisend und kalt wie der Südpol (noch). Ja gut, dachte ich. Schad. Aber kann man nix ändern. Ein Jahr (oder so) später schrieb er mich ganz euphorisch an, war sehr interessiert und hat sich Mühe gegeben. Aber ich bin eben ein nachtragender Stinkstiefel und ich merk mir das wie man mal zu mir war.
Also eine Kontaktanzeige ist ja schon eine Form von Aktivität.
Ja, auch wieder wahr.
@Alea "Aber ich bin eben ein nachtragender Stinkstiefel und ich merk mir das wie man mal zu mir war." Gegen ein wenig gerechtfertigtes Grummeln ist nichts einzuwenden. Das ist aktiver Selbstschutz! ☝️☝️☝️
"Gegen ein wenig gerechtfertigtes Grummeln ist nichts einzuwenden. Das ist aktiver Selbstschutz! ☝️☝️☝️"
Es ist ja auch immer so, dass manches Verhalten einen gewissen Charakterzug offenbart, den ich einfach nicht mag, auch wenn ich gerade nicht selbst betroffen bin, es ist eine grundsätzliche Frage.
Hallo,
bitte habt Verständnis dafür, dass ich zwei Beiträge aus Gründen entfernt habe.
@MiezeHH: Ich habe heute den Michael Nast ("Generation Dating Burnout") ausgelesen und am Ende hat mich das Buch doch ein wenig ratlos zurückgelassen. Neben der oben schon beschrieben Tatsache, dass er Seiten dafür braucht zu der Erkenntnis zu kommen, bei einem Date nichts zu trinken, endet bei ihn ja nahezu jede Schilderung eines Dates oder eines Treffens mit "und wir schliefen miteinander" (es sei ihm/ihnen gegönnt). Am Ende löst er sich dann in "Ich melde mich an, ich melde mich ab, ich melde mich ab" (bei den Datings-Apps) auf und kommt dann doch wieder (nur) zu dem Schluss, in die sogenannte Wirklichkeit zu gehen, um dort jemand kennen zu lernen. Und selbst endlich mal eine Therapie zu machen (auch das sei ihm gegönnt).
Habe mir daraufhin ein Gespräch mit ihm und Jürgen Wiebicke (der ASMR-Stimme des WDR) angehört, wo Nast ziemlich unterging und eigentlich kaum einer Nachfrage von Wiebicke standhalten konnte. Die, die Partner auf den Apps finden, wissen also, wie man sie nutzt und alle anderen (so wie er, als Bindungsunsicherer Typ) eben nicht. Und alle sind schrecklich oberflächlich, und die Frauen sehen nie so aus wie auf den Bildern (was bei Nast dann zu einer, wie er sagt, Form der Paranoia geführt hat, wenn er im Restaurant (wahrscheinlich schon beim Alkohol ;)) auf ein Date wartet) und eh, wenn Du scheiße auf dem Bild aussiehst, liest auch keiner mehr Deinen tollen eloquenten Text (feel it :)).
Ich habe versucht, mir den Schuh einfach nicht anzuziehen, nach 15 Jahre Beziehung (und Ehe) bin ich vielleicht, bei allen Problemen, ein wenig sicherer als er... und dennoch weiß ich nicht, was „man“ (in dem Fall ich) davon mitnehmen soll. Der von mir erst in den letzten Monaten mehr geschätzte Christian Thiel sagte einmal, dass bestimmte Gruppen kaum noch Chancen haben jemand "da draußen" kennen zu lernen ohne App. Das mag sicher in seiner Absolutheit nicht ganz stimmen, in der Tendenz bin ich aber bei ihm...
Okay... das war nun auch Tapete.
"Der von mir erst in den letzten Monaten mehr geschätzte Christian Thiel sagte einmal, dass bestimmte Gruppen kaum noch Chancen haben jemand "da draußen" kennen zu lernen ohne App."
Ich kenne weder das Buch, von dem du schreibst, noch eine der Personen, aber das stimmt z.B. für mich definitiv so, seit ich sehr dick geworden bin. Im Realleben hatte sich absolut niemand mehr interessiert für mich dann.
"und eh, wenn Du scheiße auf dem Bild aussiehst, liest auch keiner mehr Deinen tollen eloquenten Text (feel it :)). "
Sofern und sobald du übrigens bereit sein solltest, dir meine Ansicht zu deinen Fotos anzulesen, gib Bescheid. :)
@Tbs. He, als kommunikativer Mann fällst du hier unter "schützenswerte Gattung". Her mit deinen Tapeten. 😉
In dem Buch, das du da gelesen hast, scheint es mehr um "Casual Dating" zu gehen, also eher Dating ohne Bindungsabsicht?
Meine, letztendlich ist Onlinedating auch nur eine Gelegenheit andere Singles kennenzulernen. Eine Garantie gibt es für gar nichts. Man muss ja auch nicht nur das eine oder andere machen. Wenn dir im realen Leben vielleicht mal eine Frau ins Auge fällt, die dir gefallen könnte, solltest du sie ruhig ansprechen, oder zu Clubs, Vereinen etc. gehen, bei denen man sich über gemeinsame Hobbys kennenlernen kann.
Es ist nicht schlecht, wenn man auch ein bißchen Spaß am Prozess hat und nicht zuviel erwartet. Ich weiß, ist leichter gesagt als getan.
@Selfcare: Nast (der Autor) ist halt sehr in sich selbst gefangen und so ist es das auch mit seinen Gedanken. Die große Erkenntnis ist genau das, was Du schreibst, SelfCare, dass er eigentlich gar keine Bindungsabsichten hat und sich immer wieder selbst torpediert (indem er sich gezielt jene Frauen sucht, von denen er weiß, dass er ihnen und sie ihm nicht gut tun würden - so eine Art Möbiusband der schlechten Laune). Klar, die Gefahr, an ein Arsch (hier genderneutral) zu geraten, ist immer gegeben, egal wo man Leute anspricht/anschreibt, aber Nast schreibt sie halt an, weil er es unbewusst will (und so wie ich nun sein Seelenleben darlege, ist auch das ganze Buch. ;))
Danke auch für das... Kompliment? Nicht jeder Tapezierer sollte unter Naturschutz stehen. ;)
@Gefallene Würfel: Danke Dir, aber außer hier bin ich im Moment eh nicht aktiv unterwegs, habe aber schon für neue Bilder extra einen Kameramann angefragt (kein Witz, allerdings auch mein Nachbar ;)) und muss dazu in Stimmung sein. Außerdem liest ja hier jeder jede eloquenten Tapeten unabhängig, ob man phänomenologisch eher die Glocken in größeren Kirchen hütet. ;)
@Tbs.: Ich habe das Buch selbst nur verschenkt und nicht komplett gelesen- war allerdings bei seiner Lesung und sehe mir das Eine oder Andere in den sozialen Netzwerken an. Tut mir leid, dass Deine Erwartungen an das Buch nicht erfüllt wurden.
Ja, in der Tat, scheint er sich selbst zu sabotieren in seinem Wunsch. Das tun aber vermutlich gar nicht so wenig Menschen. Unterhaltsam ist es ganz bestimmt- zumindest in den homöopathischen Dosen, in denen ich das bisher gesehen habe und es gibt vielleicht doch den einen oder anderen Denkanstoß.
@Selfcare: Nein, es geht nicht um Casual Dating. Grundsätzlich gibt Michael Nast an, schon ernsthaft zu suchen. Berichtet aber, für mich ganz unterhaltsam davon, was auf dem Weg passiert und was er bei sich selbst festgestellt hat.
@Tbs. " Nicht jeder Tapezierer sollte unter Naturschutz stehen. ;) "
Stimmt schon, aber jeder Handwerker verdient eine faire Chance. 😉
Glaube, die reale Gefahr sich selbst zu sabotieren kennt jeder. Das mag bei jedem aufgrund des individuellen Charakters und der individuellen Geschichte anders aussehen, aber wir sind ja alle nicht perfekt. Nicht optisch, nicht charakterlich und im fortgeschrittenen Alter auch im bezüglich der mitgeführten Traumata bestenfalls noch im Zustand eines gepflegten Gebrauchtwagens mit der einen oder anderen gut reparierten (oder kaschierten) emotionalen Delle. Wir können alle nur das bestmögliche daraus machen. Versuchen aus den eigenen Lebens-Autounfällen zu lernen, bestmöglichen den Wagen zu polieren und in Zukunft den größtmöglichen Unfallgefahren aus dem Weg zu gehen. Im besten Fall vergessen wir nicht, dass Fahren Spaß macht und das Leben schöner ist, wenn man die Möglichkeit hat neue Dinge an neuen Orten zu entdecken.
Und zu deinen Fotos: Ich hab hier schon deutlich schlechtere gesehen. Es ist keine Kloschüssel im Hintergrund, du trägst Kleidung und man erkennt, das die Bilder nicht 20 Jahre alt sind. 😄
Hat Nast denn Recht? Sehen wir nicht aus, wie auf unseren Bildern? Was er ja nur für die Frauen behauptet.
In einem anderen Podcast meinte nebenbei eine Frau, dass es so viele Bilder von Männern mit Fischen geben würde (egal, ob diese Angeln oder nicht im Profil als Hobby angeben würden).
@Tbs. Naja, in den einschlägigen Apps, die Michael Nast genutzt hat/nutzt, finden sich schon Stereotype und der Hang, tausend Filter zu verwenden ist auch nicht ganz neu. Rennräder, Sprünge am Strand, Wassersport oder Bilder vom Ski fahren finden sich neben Badezimmer-Selfies. :-)
"Und zu deinen Fotos: Ich hab hier schon deutlich schlechtere gesehen. Es ist keine Kloschüssel im Hintergrund, du trägst Kleidung und man erkennt, das die Bilder nicht 20 Jahre alt sind. 😄"
Ich habe übrigens nie gesagt, dass sie schlecht sind, ich hätte nur ein paar Ideen dazu. Nicht, dass das jetzt irgendwann so verselbsständigt ist, dass das von mir gekommen wäre.
"Hat Nast denn Recht? Sehen wir nicht aus, wie auf unseren Bildern? Was er ja nur für die Frauen behauptet."
Hab mich das auch gefragt nach ein paar ghostingähnlichen Abgängen. Und danach habe ich das meine Dates gefragt. Angeblich würde ich so aussehen. Ich glaube das übrigens auch. Auch wenn ich sehe, dass die Kameras ein wenig liebevoll sind mit den grauen Haaren. Ich sehe in natura ein paar mehr als auf den Fotos.
Mir hat mal ein sehr dating-erfahrener Mann gesagt, dass man als Mann Bilder mit Tieren nutzen sollte, um heterosexuelle Frauen anzusprechen. Angeblich zieht das extrem, weil viele Frauen dazu neigen, irgendetwas zu dem Tier zu fragen.
Es gibt sicher Menschen, die extrem viel Beauty-Filter benutzen und ich bin ehrlich, vielleicht ist das auch notwendig, um online nicht blöd angemacht zu werden und einem entsprechenden Beautystandard, den sich die Mehrheit wünscht, zu entsprechen. Wer es nicht tut, riskiert blöde Sprüche: Ist mir ja neulich wegen eines Foto fast ohne Make-up passiert: Aus meiner sehr blassen Haut wurde ein "Horror-Clown". Aber würde das "den richtigen" stören? Ist es nicht besser ein paar blöde Kommentare auszuhalten, wenn man halt so aussieht, wie man aussieht? Meine, ich kann eh nichts daran so schnell ändern. Ne sexy Latina wird nicht mehr aus mir. 😉Okay mit GANZ viel Selbstbräuner, aber wäre das dann wirklich ein Standard, den ich in einer Beziehung, die im Alltag funktionieren sollte, halten wollen würde?
Oder sollte ich nicht hoffen, dass mich einfach jemand so gut findet, wie ich bin und der morgens, wenn ich ungeschminkt neben ihm aufwache, sich vielleicht eher freut als einen Schock kriegt. Geschmäcker sind super verschieden.
Ich kenne weder das Buch, von dem du schreibst, noch eine der Personen, aber das stimmt z.B. für mich definitiv so, seit ich sehr dick geworden bin. Im Realleben hatte sich absolut niemand mehr interessiert für mich dann.
Ich würde das auch für Alter unterschreiben. Wobei das für Männer und Frauen sehr unterschiedlich ist.
Du Tbs bist eigentlich in einem guten Alter.
Für Frauen wird es ab 40 zäh und ab 50 wirklich SEHR schwer. Das auch unabhängig vom Gewicht. Das erzählen mir auch schlanke Singlefreundinnen.
Eine Freundin von mir ließ sich (in Freundschaft) scheiden. Ihr Mann hätte quasi abendlich Dates haben können, bei ihr sah es sehr finster aus. Sie waren beide bei E-Partner und alleine die Liste von potenziellen Vorschlägen war bei ihm überwältigend viel länger. Und sie war/ist schlank und normschön.
Das Erleben von Onlinedating als Frau ab 50 ist wirklich sehr ernüchternd. Ich hätte mir das vorher gar nicht so ausmalen können. Mich hat das wirklich ganz kalt erwischt.
Ich glaube, du hast als Mann eher gute Karten auf eine Partnerschaft, Tbs, habe aber offen gesagt den Eindruck, dass du die Trennung noch nicht so ganz verarbeitet hast. Auf der Suche nach unverbindlichen Flirts ist die Konkurrenz sicher (gerade in Apps) bei Männern enorm.
Wenn du wieder wirklich bereit für eine Partnerschaft bist, wirst du glaube ich ruck zuck wieder unter der Haube sein. Ist aber nur so ein Gefühl. Wirklich wissen wie die Suche als Mann ist, kann ich natürlich nicht.
Die Frauen, die ich gedatet habe, sahen jetzt halbwegs auch so aus wie auf ihren Bildern - überrascht war ich da nie. Diese Geschichten von 10 Jahre alten Bildern, 30 kg mehr als auf den Fotos usw. habe ich nie erlebt.
Was nicht auf jeden Online-Kontakt zutrifft - da habe ich schon erhebliche Differenzen erlebt 😄.