Sexismus

in „Rundum Leben“

Zu diesem Thema gibt es 77 Antworten

„Altes Land“ (Pseudonym)

Meine Erfahrung aus persönlichem Umfeld in der Zeit werde ich wohl beurteilen können.

Okay, also ich finde es dahingehend eine dumme Aussage, weil wir von heute und hier und jetzt schreiben.
Und deine Aussage dazu ist: Vor einem halben Jahrhundert war es krass.

Du sprichst von Sexismus, der krass war, nehme ich an?

Das deutet an, dass du es eher nicht wert findest über die heutige Lage zu sprechen? Liege ich damit richtig mit der Vermutung?

Das ist 1. am Thema vorbei, passt auch nicht zu den Links von Alea.iacta.est und ist auch keine große Hilfe für Frauen heute.
Dass es früher NOCH heftiger war ist wohl allen bewusst. Da würde man sich eher konkrete Beispiele wünschen.
So generell festgestellt wirkt die Aussage auf mich wie: "Über was regt ihr euch auf? Früher war es viel krasser."
Das finde ich einen dummen Ansatz, ja. Damit könnte man so ungefähr allem begegnen.
Heizung kaputt und draussen -16 Grad?
Was regst du dich auf? In der Steinzeit hatte man überhaupt keine Heizung.
Nicht hilfreich, oder?
Zumal es ja die Frauen selbst waren, die sich die Rechte erkämpft haben.

Wenn du es anders verstanden haben willst, dann führe es weiter aus.

„Altes Land“ (Pseudonym)

Die Definition von Sexismus ist immer gleich. Wie stark er ausgelebt wird und wie sehr er überhaupt erkannt und benannt wird verändert sich.
Das ist auch nicht dein persönliches Erleben, dass Sexismus extremer ausgelebt wirde, das ist objektiv so.
Es ist an sich klar, dass man hinter einer Aussage , die so 'tief" wie: "Das Gras ist grün und der Himmel blau" ist, noch eine weitere Botschaft vermutet.

„Altes Land“ (Pseudonym)

heißt aber nicht, dass ich die heutige Handhabung für i. O. halte.

Hatte ich auch nicht behauptet.

"Ich habe mich auf die Definition des Sexismus bezogen und auf nichts anderes."

Wie meinst du das?

Auf was in deinem Beitrag bezog sich das?


Was ist Sexismus 2026 und ganz persönlich übrigens. Einfach auch mal zur besseren Selbsteinschätzung.
Da schriebst du in einem Thread über Datingerlebnisse von Frauen 2026 einige Kürzestbeiträge mit Inhalten wie: Abwehr oder Pfefferspray usw. und führst das auch auf Nachfrage nicht weiter aus. Daraufhin erklären dir mehrere Frauen ausführlich und begründet warum das einfach ein, äh, blöder, Einwand ist. Und die Antwort ist immer nur wieder: Aber trotzdem.
Dann kommt ein Mann und wiederholt EIN Argument dagegen (bereits zuvor von den Diskutantinnen ebenso geschildert und du dann: Danke. Ach, das hätte ich wohl im Text erwähnen sollen, das war mein Fehler.
Nicht, dass es dann insgesamt sinnvoller gewesen wäre, nur unabhängig davon, war es offensichtlich wurscht, was Frauen zu dem Thema schreiben, anders als wenn ein Mann etwas schreibt.


"heißt aber nicht, dass ich die heutige Handhabung für i. O. halte"

Alleine dieser Zusatz in deinem ersten Beitrag hätte gereicht um den Beitrag anders einzuordnen. Spätestens bei der Nachfrage. Aber das ist wie gesagt so, unausgeführt ist klar, dass man sich selbst Gedanken macht.

Die Sache mit dem Pfefferspray oder Selbstverteidigung ist ganz konkret auf eine entsprechende Situation hier und jetzt bezogen. Wenn Worte nicht mehr weiterhelfen sollte in solch einem Fall entsprechend gehandelt werden, um überhaupt eine Chance zu haben.
Es ist aber auch klar, dass das Bewusstsein (Gleichberechtigung) für das andere Geschlecht natürlich schon von Kindheit an von den Eltern erklärt und gelebt werden sollte, damit es gar nicht zu Übergriffen kommt.
Mit einfachen Worte meine Ansicht dazu.

„Altes Land“ (Pseudonym)

War eben weder dort noch hier die Frage oder etwas was nicht ohnehin jede:r weiß. Ich glaube deshalb kommen diese Einwürfe auch so schräg an.
Mir fehlt auch die Reflektion.
Thema ist nie, was Männer oder gar man selbst am eigenen Verhalten ändern könnte.
Im Hier und Jetzt müssen Frauen eben lernen NOCH vorsichtiger und wehrhafter zu sein. Generell sollen Eltern es richten (Mütter?)... als wären Männer sobald sie groß sind willenlose Wesen ohne Fähigkeit sich zu ändern. Sie sind zwar in der Lage Frauen jede Menge Tipps geben zu können wie sie sich besser anpassen können, aber warum sollte Mann an sich selbst arbeiten?
Sexistische Dinge tun ohnehin nur die anderen Männer und die kann man wohl schlecht kritisieren... sind ja Männer. 🤷

"kurvenlover
Heute, 13:19

Die Sache mit dem Pfefferspray oder Selbstverteidigung ist ganz konkret auf eine entsprechende Situation hier und jetzt bezogen."

Es ging um deinen Umgang mit Diskutantinnen vs. Diskutanten. Warum der Tipp bzgl der Situationen, die beschrieben wurden, Blödsinn war, wurde ja im anderen Thread ausführlich dargelegt.


"Es ist aber auch klar, dass das Bewusstsein (Gleichberechtigung) für das andere Geschlecht natürlich schon von Kindheit an von den Eltern erklärt und gelebt werden sollte, damit es gar nicht zu Übergriffen kommt."

Die ganze Welt "erzieht" Kinder. Eltern sind fraglos eine große und wichtige tragende Wand, aber weder im positiven, noch im negativen sind Eltern die einzigen Wegweiser im Leben. Die Gesellschaft, dazu gehören einfach alle, bilden ebenfalls Ansichten, Charakter, Wertvorstellungen usw. eines Kindes.

@Altes Land
"Thema ist nie, was Männer oder gar man selbst am eigenen Verhalten ändern könnte."
Das ist einfach erklärt, weil man nicht zu der Gruppe Männer gehört, die all die schlimmen Dinge tun, die hier erwähnt werden.
Das Problem ist sowohl bei Männern als auch bei Frauen, dass man sofort jegliche Unterstützung verspielt, wenn man(n) oder Frau allzu pauschal um sich schlägt.
Ist ja auch nicht weiter schlimm, aber dann sollte es auch nicht wundern, wenn dann widersprochen wird.
Ein weiteres Phänomen ist natürlich auch dass jegliche Gedanken die nicht in die Richtung einer betreffenden Person gehen grundsätzlich falsch sind oder eben nicht umgesetzt werden können, hier auch immer gerne ohne Angabe von Gründen. 😉
Das ist dann halt einfach so. Und diese gottgegebenen Zustände sorgen auch dafür, dass sich über ein gewisses Maß hinaus die Dinge wahrscheinlich nicht mehr ändern werden. Solange der Leidensdruck nicht groß genug ist, hat sich ja auch in der Geschichte nichts getan. 🤷🏻‍♂️

„Altes Land“ (Pseudonym)

Warum sollten Männer willenlose Wesen werden, wenn sie von ihren Eltern antisexistisch erzogen worden sind?

Das hatte ich zum einen nicht behauptet, zum anderen:
Männer sind NIE willenlose Wesen, die sich nicht ändern können. Egal wie sie erzogen wurden, sind sie als Erwachsene für ihr Tun verantwortlich und können ihr Verhalten anpassen.

Deine Lösung im Hier und Jetzt ist (grob heruntergebrochen): Frauen, passt besser auf euch auf.
Im Generellen: Eltern passt besser auf eure Kinder auf und erzieht sie frei von sexistischem Verhalten.
Mir fehlt was sexistisch handelnde Menschen tun können um die Situation zu verbessern. Jetzt. Sie leben damit z.b. ja auch den nächsten Generationen etwas vor.

@Altes Land
"Mir fehlt was sexistisch handelnde Menschen tun können um die Situation zu verbessern. Jetzt. Sie leben damit z.b. ja auch den nächsten Generationen etwas vor."

Du bist ja ein ganz schöner Scherzkeks. Wieso sollte denn ein sexistischer Mann sein Verhalten ändern wollen? Dazu müsste er ja glauben dass sein Verhalten falsch wäre? Ich denke nicht dass das in den meisten Fällen so ist. Und da wir es verpassen und da gehören auch die Frauen zu, diesen Männern zu zeigen dass ihr Verhalten falsch ist wird auch diese Erkenntnis nicht kommen.
Ich habe schon einmal gesagt und ich stehe dazu, dass ich eine unterdrückten Frau jegliche Hilfe zukommen lassen würde die nur irgend geht. Eine Sache werde ich jedoch nicht tun, diese Hilfe ihr ungefragt hinterher tragen. Und ich werde mich auch nicht mit Männern streiten, die so ein Verhalten an den Tag legen. Ich selbst habe solche Männer nicht in meinem Freundeskreis und schließe diese auch aktiv aus. Männer die sich so verhalten haben aber eine eigene Bubbel in der nach meiner Ansicht viele dann auch dieses Verhalten an den Tag legen oder eben nicht verurteilen.
Warum sollte ich als nicht Betroffener also mit Mistgabeln auf diese Männer losziehen wenn nicht mal die diskriminierten Frauen selbst in der Lage sind nur einfach um Hilfe zu bitten. Eine Problematik die natürlich keine Frau hören möchte ist auch immer es gibt jemanden der Sexismus ausübt und jemanden der es mit sich machen lässt.

Ich spreche dich ja nicht von körperlicher Gewalt oder direkten Straftaten. Ich denke die kann man sehr wohl direkt verurteilen, anzeigen und hier gibt es auch gute Chancen den Täter zu bestrafen. Der Sexismus über den wir gerade sprechen ist aber deutlich subtiler, da geht es in erster Linie nämlich nicht direkt um Straftaten. Da geht es um Grauzonen in den Frauen diskriminiert, verunglimpft, beschimpft und abgewertet werden. Dieses Verhalten von außen zu ändern von Menschen die eigentlich nicht direkt betroffen sind wird schwierig bis nicht lösbar sein. Denn jetzt wieder auf mich bezogen bin ich ja weder betroffen, noch habe ich überhaupt größeren Kontakt zu diesen Tätern. Wo soll ich also der Hebel sein, diese Veränderung anzustoßen?

Und ich glaube wenn man das nicht hören will und pauschal ablehnt das Frauen die von dieser Art Sexismus betroffen sind sich zumindest selbst wehren und darauf aufmerksam machen müssen, ja dann verliert man eben auch die Unterstützung. Und dann hilft es eben auch nicht pauschal einen rundumschlag machen zu wollen indem man einfach alle Männer beschimpft und behauptet jeder Mann wäre ein Sexist. Denn dann könnte es tatsächlich sein, dass man diesen Kampf alleine ausfechten muss...

"Bin auf den Einwand von Frau alea.iacta.est eingegangen."

Nicht im geringsten, denn diese Frau hat nichts gesagt, was damit:
"Warum sollten Männer willenlose Wesen werden, wenn sie von ihren Eltern antisexistisch erzogen worden sind?"
etwas zu tun haben könnte.

"Mir fehlt was sexistisch handelnde Menschen tun können um die Situation zu verbessern. Jetzt. Sie leben damit z.b. ja auch den nächsten Generationen etwas vor."

Ich fand das ziemlich cool als ich das damals sah, es ist sehr viele Jahre her, da gab es Workshops zu Rassismus in den USA und da saß ein älterer Herr, der berichtete, dass er vor einiger Zeit an einem schwarzen Mann in einem großen Geländewagen(?) vorbei fuhr und sich dachte "was macht denn der Schwarze in der fetten Karre?" (meine Worte) und sich dachte, dass er ganz schön rassistisch denkt. Und genau das ist doch ein Punkt, an dem man ansetzen kann. Denn, es ist ja so, wie in dem Video von Moritz Neumeier, wir sind ja alle nicht absichtlich rassistisch, ok, einige schon, aber die meisten, viele, wie auch immer, nicht. Und genau damit kann man doch arbeiten. Mit denen, die eigentlich nicht rassistisch, hier wäre es eben sexistisch, sein wollen und bereit sind, alte verkrustete Stereotypen aufzulösen.

"Ich fand das ziemlich cool als ich das damals sah, es ist sehr viele Jahre her, da gab es Workshops zu Rassismus in den USA und da saß ein älterer Herr, der berichtete, dass er vor einiger Zeit an einem schwarzen Mann in einem großen Geländewagen(?) vorbei fuhr und sich dachte "was macht denn der Schwarze in der fetten Karre?" (meine Worte) und sich dachte, dass er ganz schön rassistisch denkt. Und genau das ist doch ein Punkt, an dem man ansetzen kann. Denn, es ist ja so, wie in dem Video von Moritz Neumeier, wir sind ja alle nicht absichtlich rassistisch, ok, einige schon, aber die meisten, viele, wie auch immer, nicht. Und genau damit kann man doch arbeiten. Mit denen, die eigentlich nicht rassistisch, hier wäre es eben sexistisch, sein wollen und bereit sind, alte verkrustete Stereotypen aufzulösen."

Ja, das ist ein tolles Beispiel! Ich habe auch rassistische Denkweisen. Und auch sexistische Denkweisen. Frauenfeindliche Denkweisen. Wahrscheinlich auch ableistische Denkweisen.

Das bleibt gar nicht aus in der Gesellschaft, in der ich - in der wir eigentlich alle - aufgewachsen sind. Ich bin dankbar, wenn ich darauf aufmerksam gemacht werde und ich bin froh, zu den Menschen zu gehören, die nicht nur bei anderen, sondern v.a. bei sich selbst über solche Denkweisen stolpern. Das ist das Wichtige, wie ich finde: Ein Bewusstsein für (eigene) problematische Gedanken haben und sich selbst (weiter)bilden(!).

"Das bleibt gar nicht aus in der Gesellschaft, in der ich - in der wir eigentlich alle - aufgewachsen sind."

Exakt. Deshalb eben auch, die ganze Welt erzieht Kinder. Es ist so, dass mir als alter Frau so langsam die Geduld ausgeht, aber im Großen und Ganzen, mit Abstand betrachtet KANN sich eine Gesellschaft ja auch nicht über Nacht ändern und Strukturen, welche über Jahrhunderte und gar Jahrtausende gewachsen sind, die sind auch nicht in einer Generation vollständig verändert.

Benachteiligung ist immer schlecht ... was Menschen denken ob bzgl. Herkunft, Farbe oder Geschlecht ist für die Betroffenen schlimm/problematisch

Man kann die Sprache, das Verhalten steuern aber nicht das Denken um neutrales interagieren aller Menschen zu ermöglichen.

Leider gibt es keine Welt völliger Gleichbehandlung... wenn alles gleich wäre dann wäre nichts besonders ...

Wenn Geschlecht definierbar, wählbar und wechselbar ist oder gsr nicht mehr besteht verschwindet leider dennoch nicht eine Andersartigkeit oder Benachteiligung.

Ich als Mann lebe mit der erfahrenen Benachteiligung oder dem Sexismus der einem widerfährt, ohne mich über das Verhalten aufzuregen oder etwas anderes zu fordern. Eine Welt ohne Krieg, Gewalt, Unrecht oder Sexismus zu erwarten, wäre m.a.n. recht naiv und surreal. Repekt, Achtung und Würde gegenüber jedem ist ein guter Anfang des Miteinanders.Aber jeder kann das ja für sich selbst entscheiden.

„Altes Land“ (Pseudonym)

Ich als Mann lebe mit der erfahrenen Benachteiligung oder dem Sexismus der einem widerfährt, ohne mich über das Verhalten aufzuregen oder etwas anderes zu fordern.

Welche Benachteiligungen sind das denn... für dich als Mann... also so ganz konkret. Was kann man sich darunter denn vorstellen? Kannst du das ausführen?