Sind wir eigentlich wirklich mit uns im Reinen?

in „Rundum Leben“

Zu diesem Thema gibt es 245 Antworten

Danke Alea.iacta.est ... ich finde das einen nicht ganz unwesentlichen Punkt beim mit sich im Reinen sein.

Selbstakzeptanz und Selbstliebe ist deutlich leichter, wenn einem von der Umgebung nicht ständig das Gegenteil von Liebe entgegengebracht wird.

Es gibt keinerlei wissenschaftliche Evidenz dafür, dass man z.b. wie oft gesagt wird "zuerst sich selbst lieben muss" bevor man andere lieben kann. Oder zuerst sich selbst akzeptieren muss, bevor man von anderen erwarten kann, dass sie einem Akzeptanz und Respekt entgegenbringen.
Wie Alea.iacta.es schrieb, der Mensch ist ein soziales Wesen und Studien ergeben, dass ein unterstützendes, liebevolles Umfeld den Weg zu Selbstakzeptanz und Selbstliebe deutlich leichter machen und sogar notwendig sind.

Das ist ja das Perfide daran, dass man Dicken ständig das Gefühl gibt Menschen zweiter Klasse zu sein, zugleich aber wenn sie nicht brav abnehmen von ihnen verlangt in jeder Sekunde des Tages größtmögliche Selbstakzeptanz und -Liebe zu fühlen und zu zeigen und gefälligst zu beweisen, dass sie mit sich im Reinen sind.
Das ist eigentlich die Quadratur des Kreises.

Und die sogenannten "Liebhaber" runder Frauen machen es oft nicht besser.
Was sie als Unterstützung verstehen ist leider oft nur sexuelles Begehren und auch Abgrenzung zu Körperformen, die nicht ihrem Ideal entsprechen.

Was ich schon für Lästereien (von Männern UND Frauen) in dicken Foren über bestimmte dicke Körperformen gelesen habe, geht auf keine Kuhhaut. Da entsteht zwischen Dicken dann einfach nochmal eine Hierarchie. Dick sind wir alle ... dann gibt es die Molligen, die nicht "krankhaft" dick sind, die Apfelformen - oft als angeblich zu männlich bezeichnet, dabei ist ein runder Bauch eigentlich die weiblichste Form möglich, weil sie der einer schwangeren Frau entspricht, ein dicker Hintern gern, aber bitte nicht mit Orangenhaut, breite Schenkel, aber kleine Füße bitte, Hüfte im Verhältnis zu Taille bitte in diesem und diesem Verhältnis, und große Melonenbrüste natürlich ... es nervt oft hart, wenn Männer ihre frankensteinartigen Wunschlisten durchgehen und abhaken und das irgendwie noch als "Verehrung" und "Feiern" von Weiblichkeit verstehen. Das sind leider auch oft Männer, denen die Politik, die hinter dickem Aktivismus steht vollkommen am Arsch vorbei geht.

Im Gegenteil, über Diskriminierung möchte man(n) oft nichts hören, nicht mit Problemen belastet werden. Alles was vom reinen Abfeiern der eigenen Rundungen abweicht, ist dann schnell "jammern" oder "nicht mit sich im Reinen sein" und höchst unattraktiv.

So funktioniert das Leben aber nicht. Wenn man Fan der Birnenform ist, sollte man informiert sein, was es bedeutet mit Lipödem zu leben, wenn man Fan der Apfelform ist, sollte man das metabolische Syndrom kennen und wenn man Fan von dicken Menschen ist, sollte man auch als schlanker Mensch Vereine wie die "Gesellschaft gegen Gewichtsdiskriminierung" finanziell unterstützen, sich offen zur eigenen Vorliebe bekennen und für Dicke einstehen.

Und nein, damit meine ich nicht einen Sticker mit "Only Fat Chicks" am Auto, sondern zu seinem Partner stehen und auch im Alltag gegen Lästereien gegen Dicke laut werden.

Und auch wir Dicken untereinander sollten weniger garstig sein, wenn sie wirklich für Selbstakzeptanz und Selbstliebe bei jedem Gewicht sind. Eine Figurform ist nicht "besser" als die andere, ein Gewichtsbereich nicht akzeptabler als ein anderer.

Gebt auch euren Kindern die Liebe und Akzeptanz, die ihr als dicke Heranwachsende vielleicht nicht hattet.

Scham- und Schuldzuweisungen machen keinen schlanker, sie machen dicker. Auch das beweisen zahlreiche Studien.

Selbstliebe bei anderen erwarten, aber keine Liebe geben ... das passt nicht zusammen.

Puh, da muss ich jetzt mal einhaken.

"Das ist ja das Perfide daran, dass man Dicken ständig das Gefühl gibt Menschen zweiter Klasse zu sein, zugleich aber wenn sie nicht brav abnehmen von ihnen verlangt in jeder Sekunde des Tages größtmögliche Selbstakzeptanz und -Liebe an den Tag zu legen.
Das ist eigentlich die Quadratur des Kreises."
Wieso sollte das so schwierig sein, es gibt ja auch Heerscharen von dünnen Menschen die mit sich unzufrieden sind. Und natürlich darf jeder mit sich unzufrieden sein, aber wenn ich das nach außen transportiere oder ich mich sogar darüber beklage, dann mache ich mich natürlich noch angreifbarer. Das ist im übrigen eine Feststellung, die ich für alle treffen würde unabhängig vom Gewicht.
Auch da verliert man vielleicht stellenweise den Blick aus seiner Bubble heraus.

"Selbstakzeptanz und Selbstliebe ist deutlich leichter, wenn einem von der Umgebung nicht ständig das Gegenteil von Liebe entgegengebracht wird."
Das ist nämlich der Punkt, natürlich ist selbstliebe einfach wenn dich alle toll finden. Dann muss man nämlich im Grunde genommen gar nichts tun dafür. Selbstliebe würde ja bedeuten, dass man sich so gut findet wie man ist, auch wenn es andere eben nicht tun. Dass man seine eigenen Stärken erkennt und die eigene Person und vielleicht auch das eigene Aussehen dem eigenen aktiven Handeln entspringen.

"Und die sogenannten "Liebhaber" runder Frauen machen es oft nicht besser.
Was sie als Unterstützung verstehen ist leider oft nur sexuelles Begehren und auch Abgrenzung zu Körperformen, die nicht ihrem Ideal entsprechen."
Na ja, wie soll das denn in der realen Welt funktionieren? Auch das ist ja kein reines Problem von dicken oder dünnen Menschen. Auch wenn man dünn ist ist man nicht automatisch hübsch. Und was jemand als hübsch oder in dem Fall sogar attraktiv empfindet ist ja sehr individuell. Dadurch dass wir aber nicht mehr in der Lage sind das anzunehmen, kann es auch für beide Seiten kein schönes Gefühl mehr werden. Attraktivität hängt in meinen Augen immer von Körperformen ab, ganz egal welcher. Und ich würde sagen so schlimm ist sich anhört gibt es Menschen, die von der Natur an der Stelle einfach benachteiligt sind. Ich gehöre jetzt auch nicht gerade zu den Supermodels. Aber was will man denn machen? Man hat eigentlich nur zwei Optionen.

Option A: man läuft einem für sich ausgewählten Schönheitsideal hinterher, ist im Zweifel unzufrieden wenn man dieses nicht erreicht. Muss im Gegenzug meist sehr hohen Aufwand betreiben oder starken Verzicht üben. Wem diese optische Anerkennung genügend Energie gibt, der wird bereit sein diese Anpassung an das gewähle Schönheitsideal seiner Wahl vorzunehmen

Option B: man erkennt, wo man steht und was die eigenen Möglichkeiten sind. Man akzeptiert dass man die Welt um sich herum nur bedingt ändern kann. Man kann Personen ausfiltern die einem nicht gefallen oder man kann sie ignorieren. In erster Linie sollte man sich die Frage stellen, was ist schlimm an mir selbst? Bin ich selbst mit mir zufrieden? Und was würde ich selbst an mir ändern wollen? Unabhängig von den Einflüssen, Beleidigungen, Kommentaren oder Ansprüchen anderer. Dann kann ich immer noch entscheiden was ich selbst an mir ändern will und kann dies vielleicht auch mit Überzeugung tun. Diese Überzeugung sollte einem auch den nötigen Rückhalt geben, gesellschaftliche Kommentare zu ignorieren wenn sie einfach unangebracht sind.


"Alles was vom reinen Abfeiern der eigenen Rundungen abweicht, ist dann schnell "jammern" oder "nicht mit sich im Reinen sein" und höchst unattraktiv."
Ich glaube auch hier wird gerne übertrieben. Denn es geht eben nicht darum sich permanent positiv herauszustellen, wie es Prominente für Reichweite vielleicht gerne tun. Oder wie es Influencer auf den sozialen Plattformen machen. Eigentlich sollte doch der eigene Körper und das eigene Aussehen in erster Linie für die Allgemeinheit weder eine positive noch eine negative Rolle spielen.
Das heißt man braucht das weder hypen noch haten. Wenn sich daran die Menschen halten, dann sind sie zu uninteressant und unangreifbar für solche Mechanismen.

"und wenn man Fan von dicken Menschen ist, sollte man auch als schlanker Mensch Vereine wie die "Gesellschaft gegen Gewichtsdiskriminierung" finanziell unterstützen, sich offen zur eigenen Vorliebe bekennen und für Dicke einstehen."
Auch das ist z.B. so eine Einstellung die ich nicht teilen kann. Natürlich stehe ich auf dicke Frauen und würde mir auch wünschen eine zu finden die Option B oben für sich gewählt hat. Nur weil ich dicke hübsch finde, bedeutet das aber nicht automatisch dass ich alles gut finden muss was so ein Verein tut. Es gibt viele Dinge wo ich als Außenstehender sagen würde diese Vereine erweisen dicken und insbesondere den Frauen eher einen Bärendienst. Natürlich wird das jetzt wieder zerrissen. Aber und das ist der Punkt, es macht mir nichts. Wenn jemand meine Person, mein Aussehen oder meine Meinung jetzt attackiert, dann nehme ich das zur Kenntnis aber in den meisten Fällen berührt es mich nicht.

Für mich persönlich sind Äußerungen aus dem näheren Umfeld viel ernstzunehmender als von irgendwelchen anonymen Personen. Wenn also mein bester Freund mir sagen würde: "Hey, dieses oder jenes finde ich nicht so gut an dir oder auch mal richtig scheiße..." Dann würde ich wahrscheinlich eher darüber nachdenken. Und sollte ich zu dem Schluss kommen, dass dieser Anspruch trotzdem nicht gerechtfertigt ist in meinen Augen, dann werde ich auch diesen ignorieren. Und sollte das in letzter Konsequenz zu einer Spannung in unserem Verhältnis führen, dann muss man sich überlegen was einem wichtiger ist.

Es geht im Leben eben um aktive Entscheidungen. Und so wie es eine aktive Entscheidung von Idioten ist Menschen zu belästigen, Menschen herabzuwürdigen oder Menschen zu bedrängen, kann man im virtuellen Raum wo es nicht um körperliche Auseinandersetzung geht finde ich schon in der Lage sein dies mit der entsprechenden Gelassenheit abzulehnen. In dem Moment wo ich mich wie eine Furie darüber aufrege, selbst dann hat das Gegenüber ja sein Ziel erreicht. Denn vielfach geht es einfach nur um Aufmerksamkeit, ganz egal welche, ganz egal ob positiv oder negativ. Und wenn die Leute sich ärgern und rumzetern, dann habe ich auch ihre Aufmerksamkeit, die ist dann halt nur nicht positiv. 🤷🏻‍♂️ Und jeder selbst sollte sich fragen, ob er diesen Menschen diese Aufmerksamkeit zu teil werden lassen möchte. Man darf gerne zurückspiegeln was man von den Menschen hält. Das mache ich im Forum auch mit Vorliebe. Aber ich tue das nur noch auf dem gleichen Niveau wie mein gegenüber. Wenn es also nur um plumpe Beleidigungen geht, dann mache ich auch plumpe Beleidigung. Wenn es um einen konstruktiven Dialog geht, dann mache ich auch einen konstruktiven Dialog. Das ist eine einfache Geschichte und sehr effektiv. Es erfordert nur auch an der Stelle, eine gewisse Beherrschung.

"...zu seinem Partner stehen und auch im Alltag gegen Lästereien gegen Dicke laut werden."
Weißt du, dass ist eben das perfide daran, das man als Mann dazu im Grunde kaum eine Möglichkeit hat. Denn wir sehen ja wie kompliziert das Ganze ist und wie wenig dieser Beziehung wirklich gefunden werden.
Alea schrieb das nett, dass ihr aktueller Mann ja auch nicht gezielt nach dicken gesucht hätte sondern für Sie quasi sein Schema erweitert hat. Das ist für so eine Frau auch die dankbarste Variante. Ich glaube jede dicke Frau wünscht sich eher ein Mann, der sie zwar ganz okay findet, dem das Aussehen aber nicht zu entscheidend ist. Das macht das nämlich einfach. Einfach insofern, dass wenn man sich selbst nicht einig ist wie man denn aussehen möchte man sehr sehr variabel ist. Im Zweifelsfall stört es den Partner einfach nicht und man will sich auch nicht festlegen.
Von daher ist es ja gut, dass es solche Männer gibt und ein Stück weit beneide ich sie auch.
Wenn aber ein Teil der männlichen Libido eben von der Attraktivität des Partners abhängig ist und diese z.B in meinem Fall schon so gelagert ist, dass ich Runde Frauen deutlich attraktiver finde, dann muss ja auch ich irgendwie damit umgehen.
Wenn meinem Gegenpart das schon zu viel ist, ja dann sind wir halt einfach nicht füreinander gemacht. Und wenn das unterm Strich bedeutet, dass meine Forderung nicht erfüllbar ist, ja dann bleibe ich halt allein.
Trotzdem mache ich mir aber selbst keinen Vorwurf, weil ich einfach nicht aus meiner Haut kann. Hätte ich einen Knopf den ich drücken könnte und ich würde auf schlanke Frauen stehen. Ich würde ihn sofort drücken.
Das ist in etwa das gleiche Problem wie bei euch Frauen auch. Es wäre einfach alles viel einfacher. Nur leider gibt es diesen Knopf nicht. Und daher muss ich mit mir selbst auskommen und mit dem leben was ich habe. Und wenn man das erkannt hat, dann ist man auch weniger angreifbar und zufriedener mit sich. 🤗


PS:
"Selbstliebe bei anderen erwarten, aber keine Liebe geben ... das passt nicht zusammen."
Selbstliebe sollte wie der Name schon sagt aus einem selbst kommen. Wenn ich mich selbst für andere Liebe ist es keine Selbstliebe. Wie ich mich fühle, sollte vollkommen losgelöst davon sein was andere möchten oder mir zutragen. Und ob mich jemand liebt oder nicht sollte doch gerade bei Selbstliebe keine Rolle spielen. Ich sollte mir eher überlegen, ob diese Person und ihr Umgang für mich dann das richtige ist...

@Kurvenfan

Erstmal danke für die lange Antwort. Ich habe gerade nicht so viel Zeit und werde später darauf eingehen.

Ganz grundsätzlich ist es aber tatsächlich so (wissenschaftlich erforscht), dass Selbstliebe und Selbstwert erlernt wird. Das tatsächlich eigentlich schon in der Kindheit. Sie nachzuholen, wenn man sie da nicht erlernen durfte, ist ohnehin unheimlich schwierig, ohne Liebe von außen aber fast unmöglich.
Wichtig ist das im Zusammenhang mit dicken Menschen eben auch, weil viele von uns schon in der Kindheit "zu" dick waren und deutlich mehr an Kritik und an Bedingungen geknüpfte Liebe erfahren haben.
Das macht es für dicke Menschen im späteren Leben im Besonderen nochmal umso schwieriger.
Bei Übergewicht ist es eben auch nicht wie bei einer Zahnspange, wo man aufwächst und jeder sagt wie albern es war, dass man als Kind dafür gehänselt wurde. Die Abwertung geht ja einfach so weiter. Auch als Erwachsener.

Dazu empfehle ich ein Video von Dr. K, der sich in Präsentation und Form eher auf junge, männliche Gamer spezialisiert hat, es aber für mein Empfinden viel besser und kompakter erklärt und auf den Punkt bringt als andere.
Leider in Englisch, aber nicht so schnell gesprochen, also für mein Empfinden ganz gut zu verstehen.

Er erklärt die Hintergründe und geht auch auf Studien ein:

Why You Can’t Love Yourself
(HealthyGamerGG)

HealthyGamerGG, Why You Can’t Love Yourself

Ich würde empfehlen das Video zu schauen, ist relativ lang, klärt aber über den Mythos auf, dass Selbstliebe nur und ohne Hilfe aus einem selbst entsteht ... das ist wirklich einfach nicht so. Das ist keine angeborene Eigenschaft, das ist eine erlernte Fähigkeit.

Was für schöne, mit viel Inhalt gefüllte Texte.

Ich hatte das ja schon einmal angedeutet. Wenn ich im normalgewichtigen Bereich wäre, dann würde ich mich auf meine fehlenden Haare konzentrieren (Philip Roth hat dazu, als ihm die Haare ausgingen, eigentlich alles Notwendige geschrieben: "Nicht das auch noch.") oder meine leichte Trichterbrust. Ich gehöre leider auch zu den Menschen, die nicht aus dem perfekten Umfeld kommen, dass einem da die nötigen Gedanken und Stärken mitgegeben hat, aber wie heißt es auch hier: Wer mit 40 Jahren noch seine Eltern für sein Leben verantwortlich macht, hat es nicht unter Kontrolle.

Ich selbst bin bei den Körpern anderer wahnsinnig eklektisch. Ich finde so unendlich viel schön, weil auch so unendlich viel schön ist. Als ich jedoch meine letzte Beziehung mit einer dickeren Frau hatte, da hat auch sie mir nicht geglaubt, dass ich das schön finde. Sie hat sogar mal den Gedanken geäußert, ich finde es nur schön, weil sie mir dann nicht weglaufen könne (was nicht nur symbolisch gemeint war). Am Ende ist sie mir, kann man es glauben, "wegelaufen" (aber zurück zu ihrem Ex, den sie geheiratet hat und zwei Kinder bekommen hat, so ist das wohl, wie bei "High Fidelity" Schicksal, gegen das ich nicht ankommen kann ;)).

Wieso sollte das so schwierig sein, es gibt ja auch Heerscharen von dünnen Menschen die mit sich unzufrieden sind.

(...)

aber wenn ich das nach außen transportiere oder ich mich sogar darüber beklage, dann mache ich mich natürlich noch angreifbarer.


Ich arbeite mich mal Stück für Stück vor.

Es behauptet ja auch keiner, dass dünne Menschen nicht betroffen sind. Hier geht es nur gerade speziell um dicke Menschen. Davon abgesehen entsteht die Unzufriedenheit bei dünnen Menschen auf den Körper bezogen ja oft durch die gleichen Mechanismen. Wir leben alle im gleichen System.

Auch da sind es künstliche Schönheitsideale von außen, die oft zu Zweifeln führen. Bei dicken Menschen nur mehr.

Es ist aber ein Unterschied, ob ichein fitter, durchschnittlich aussehender Typ bin, oder ob mir täglich und überall vermittelt wird, dass ich nicht in diese Welt passe und mich bitte ändern soll. Das verschärft die Sache schon enorm.

Und zum Punkt 'nach außen tragen'... nicht jeder Frust über äußere Hürden (Diskriminierung im Job und im medizinischen Bereich, fehlende medizinische Versorgung, zu enge Stühle, Schwierigkeiten schöne, modische, bezahlbare Kleidung in großen Größen zu finden) ist Ausdruck dessen, dass man mit sich selbst nicht im Reinen ist. Ich kann mit mir selbst innerhalb einer widrigen Welt durchaus im Reinen sein und die (änderbaren) Bedingungen im Äußeren trotzdem Scheisse finden und kritisieren. Das ist keine Jammerei, das ist einfach Kritik.

Zudem wird kaum etwas mehr in Frage gestellt als dicke Selbstakzeptanz.
Selbst dicke Menschen untereinander bringen den Spruch, dass man "so" dick (das meint immer dicker als man selbst ist) nicht zufrieden und glücklich sein kann, so als würden alle Dicken im gleichen Körper leben und das gleiche empfinden.
Wie oft wird denn behauptet: Ich darf sowas sagen, ich bin ja selbst dick.?

Und wenn man hier z.b kritische Beiträge zu den Abnehmspritzen liest, folgt sofort der Konter, die Person klammere sich an ihr Übergewicht und rede es sich schön.

Man kann als dicke Person in dieser Gesellschaft gar nicht gewinnen, Kurvenfan. Wer z.b in den sozialen Medien sich als dicker Mensch einfach in seinem Leben präsentiert, also aktiv, im Schwimmbad, unterwegs ein Eis essend, der oder die hat ratz-fatz einen Rattenschwanz von Hass und den Vorwurf Übergewicht und ungesunde Lebensweisen zu glorifizieren.
Alleine nur aus dem Grund weil ein normales Leben gezeigt wird statt Selbstkasteiung und Diätcontent.

Lob kannst du in dieser Gesellschaft (leider auch oft unter Dicken) nur bekommen, wenn du dich klein machst, deine Sünden bereust und gefälligst etwas dafür tust abzunehmen.

Und in der Atmosphäre soll man dann Selbstakzeptanz und Selbstliebe aus sich selbst generieren.
Wie?

Da mache ich schon auch FAs wie dir den Vorwurf die Augen davor zu verschließen. Weil es komplex ist und nicht einfach zu lösen und es ein Licht darauf wirft, dass auch ihr Teil des Problems seid, wenn ihr euch nicht bewusster macht was in dieser Gesellschaft grundsätzlich falsch läuft und euren Partner:innen die Verantwortung für den Kampf um mehr Akzeptanz aufbürdet.

Wenn es also nur um plumpe Beleidigungen geht, dann mache ich auch plumpe Beleidigung. Wenn es um einen konstruktiven Dialog geht, dann mache ich auch einen

Du stehst aber nicht im Leben unter Dauerbeschuss wegen einer Eigenschaft, die weniger persönliche Entscheidung ist als du vielleicht glaubst.

Du stehst nicht beim Arzt, der die Behandlung verweigert und dich wenn es dumm läuft noch obendrauf beleidigt und ein̈ach strukturell am längeren Hebel sitzt als du.

Und du unterschätzt vielleicht auch, dass nicht jede:r von Haus aus zum ewigen Kämpfen gemacht ist, Frauen anders als du in der Regel zum brav und still sein erzogen wurden und sich den Mut und Willen zum Widerspruch selbst erarbeiten mussten.

Du nimmst die enormen Privilegien, die du als weisser Cis-Mann mit einem Körper innerhalb akzeptierter Normen hast nicht wahr, glaubst alle haben selbstverständlich die gleichen Voraussetzungen. Das haben sie nicht.

Auch wenn das vielleicht provokante Schlagworte für dich sind, versuch das bitte zu sehen, dass dicke Frauen in dieser Gesellschaft einfach sehr viel anders erleben als du.

" "...zu seinem Partner stehen und auch im Alltag gegen Lästereien gegen Dicke laut werden."
Weißt du, dass ist eben das perfide daran, das man als Mann dazu im Grunde kaum eine Möglichkeit hat."

Warum hat man/n keine Möglichkeit zu seiner übergewichtigen Partnerin zu stehen?
Haben Frauen dann z.B. auch keine Möglichkeit zu ihrem Partner zu stehen wenn er z.B. sehr lichtes Haar hat, Segelohren, ein "kleiner Mann" ist?
Oder habe ich das falsch verstanden?

"Alea schrieb das nett, dass ihr aktueller Mann ja auch nicht gezielt nach dicken gesucht hätte sondern für Sie quasi sein Schema erweitert hat. Das ist für so eine Frau auch die dankbarste Variante. Ich glaube jede dicke Frau wünscht sich eher ein Mann, der sie zwar ganz okay findet, dem das Aussehen aber nicht zu entscheidend ist. Das macht das nämlich einfach. Einfach insofern, dass wenn man sich selbst nicht einig ist wie man denn aussehen möchte man sehr sehr variabel ist. Im Zweifelsfall stört es den Partner einfach nicht und man will sich auch nicht festlegen"

Dann sollen wir voluminösen Frauen also doch gefälligst dankbar sein wenn sich mal ein Mann dazu herablässt sich mit uns einzulassen, wenn es ihm egal ist wie seine Partnerin ausschaut oder ich Glück habe das ihn meine Pfunde nicht stören?
Und auch hier....wie meinst du das? Oder hast du dich nur etwas unglücklich ausgedrückt?

Bevor Missverständnisse entstehen. Ich denke, ihr habt Alea.iacta.est missverstanden.

Sie beschrieb ja die Situation, dass man je nach Verteilung des Gewichts eben sogar in der Community der Dicken dann wieder die Arschkarte gezogen hat.
Es ist nicht so, als gälten da keine Schönheitsstandards. Auch wenn man dick ist, sollte man ja idealerweise große Brüste, breite Hüften und einen dicken Hintern haben, also eine Sanduhrfigur, dabei möglichst wenig Bauch und eine schmale Taille. Das gilt auch unter Dicken als Königsklasse und wird von manchen Männern geradezu obzessiv gesucht. Sie beschreibt, wie sie entdeckte, dass es Männer gibt, die auf dicke Frauen stehen, sich freute und dann ernüchtert feststellte, dass sie dennoch wieder durchs Raster der Schönheitsideale fiel.
Bei der Suche nach ihrem Ideal gehen Männer oft nicht gerade zimperlich mit Frauen um, die dem nicht entsprechen. (Mal angemerkt: Kein Mensch hat einen Einfluß darauf wo er oder sie Speck ansetzt, das ist genetisch festgelegt.
Der Mann den Alea.iacta.est beschreibt (so verstehe ich sie) hat seinen Geschmack im Spektrum dicker Körperformen erweitert. Auf dicke Frauen stand er ohnehin, aber eher auf eine etwas andere Verteilung des Specks, als sie es hat.

. Das ist für so eine Frau auch die dankbarste Variante.

Also für mich war das nie eine "Variante" die ich gesucht, oder mir gewünscht habe. Ich hatte zwar eine lange Beziehung zu einem Mann, der beides schön fand, dick und schlank und mich gegebenenfalls bei einer Abnahme unterstützt hätte, gezielt gesucht habe ich aber danach nicht. Davor nicht und danach auch nicht.

Auch das ist z.B. so eine Einstellung die ich nicht teilen kann. Natürlich stehe ich auf dicke Frauen und würde mir auch wünschen eine zu finden die Option B oben für sich gewählt hat. Nur weil ich dicke hübsch finde, bedeutet das aber nicht automatisch dass ich alles gut finden muss was so ein Verein tut. Es gibt viele Dinge wo ich als Außenstehender sagen würde diese Vereine erweisen dicken und insbesondere den Frauen eher einen Bärendienst.

Hast du dich mit dem Verein beschäftigt, den ich genannt habe? Ich vermute nicht, denn er verfolgt Ziele, die mir als dicker Frau, die einfach nur in ihrem dicken Körper in Frieden leben und lieben wil und dir als Mann, der dicke Frauen anziehend findet, eigentlich ausschließlich zum Vorteil gereichen würden.
Eine damals dort bekannte und sehr beliebte User:in des Forums mit dem großen M, aus dem wir uns kennen, hat den Verein mit aufgebaut. Ich glaube, du schätzt ihn falsch ein.
Welchen Bärendienst erweist er deiner Ansicht nach einer Frau wie mir?

Hätte ich einen Knopf den ich drücken könnte und ich würde auf schlanke Frauen stehen. Ich würde ihn sofort drücken.


Das merkst du aber schon, Kurvenfan, dass du deine Vorliebe zwar sofort ändern würdest (ohne Zweifel und sofort) und Frauen, die etwas ändern wollen, das weit mehr als nur ihr Sexleben betrifft, Verlogenheit und Schwäche vorwirfst?
Etwas das ihr Sexleben UND ihre Beziehung UND ihre soziale Stellung UND ihre Karrierechancen UND ihre Bewegungsfreiheit UND möglicherweise sogar irgendwann ihre Gesundheit betrifft ... das findest du unfair und fürchterlich, wenn sie dahingehend theoretisch eine Veränderung wünschen würden ... aber für dich ist klar, du würdest dich selbst sofort ändern, obwohl es bei dir sogar nur einen kleinen Teil deines Lebens betrifft.

Und das ist im Grunde ein Risiko, das JEDER Mensch eingeht, das du als Mann, der exklusiv auf schlanke Frauen steht genauso noch hättest.
Männer die auf große Brüste stehen, wissen auch nicht, ob ihre Frau mal Brustkrebs bekommt, oder die Brüste verkleinern lässt, weil die Rückenschmerzen unerträglich werden.
Männer, die ausschließlich auf zierliche Frauen stehen, wissen auch nicht, ob ihre Frauen mal, spätestens in den Wechseljahren, deutlich zunehmen werden und dann weniger attraktiv für sie werden.
Es gibt sogar Paare, bei denen einer der beiden entdeckt, dass einer trans ist, die Person eine Transition durchläuft und trotzdem sind die beiden hinterher noch ein Paar.

Jeder Mensch auf diesem Planeten geht das Risiko ein, dass der Partner, den er wählt irgendwann anders aussehen wird oder anders aussehen will ... das ist doch kein exklusives Problem von Männern, die auf dicke Frauen stehen?

Wie gut meinst du denn, dass ich mich als dicke Partnerin mit einem Mann fühlen würde, der so denkt ... also der seine Vorliebe für meine Figur SOFORT ablegen würde wenn er könnte? Der diese Vorliebe als Last und Makel empfindet?

Mal von einer ganz anderen Seite betrachtet:

Hier wird davon ausgegangen dass bei Dicken das Dick-Sein das einzige und ausschließliche Problem und gleichzeitig Problemursache ist.

Ist natürlich bequem, jedoch ist die Frage ob frau dies nicht auch einfach dazu nutzt sich eben nicht mit sich selbst zu beschäftigen und alles auf das Dick-Sein schiebt?

Es ist im Grunde genommen ein Henne-Ei-Problem:
Ist man dick weil man ein Problem hat, oder hat man ein Problem weil man dick ist?

Ich kenne genügend Frauen die, nachdem das vermeintlich einzige Problem des dick-sein's durch diverse Brachialmethoden weg war, dafür mit anderen Problemen zu tun hatten die bisher lediglich hinter dem Dick-Sein versteckt wurden.

"Alea schrieb das nett, dass ihr aktueller Mann ja auch nicht gezielt nach dicken gesucht hätte sondern für Sie quasi sein Schema erweitert hat. Das ist für so eine Frau auch die dankbarste Variante. Ich glaube jede dicke Frau wünscht sich eher ein Mann, der sie zwar ganz okay findet, dem das Aussehen aber nicht zu entscheidend ist. Das macht das nämlich einfach. Einfach insofern, dass wenn man sich selbst nicht einig ist wie man denn aussehen möchte man sehr sehr variabel ist. Im Zweifelsfall stört es den Partner einfach nicht und man will sich auch nicht festlegen"


Wo hat Alea denn so etwas geschrieben? 🤔🤔🤔 und warum sollte DAS denn irgendeine dankbare Variante sein?? 🧐😳

Nein, also absolutes Missverständnis, es ist eher so, dass ICH niemals eine wie auch immer geartete Verbindung ausserhalb von Freundschaft mit einem Mann eingehen würde, der nicht explizit auf sehr dicke Frauen steht. Er hatte speziell auf einer Plattform für Dicke gesucht (nicht hier) und ich auch. Es war sogar so, dass er nach dem letzten gescheiterten Versuch davor für sich entschieden hatte, dass es keine schlanke Frau mehr werden wird, dann im Zweifel keine Partnerin und keinen Sex mehr. Das hat er btw. auch länger durchgezogen. Carla-1 hatte richtig gelesen und dann nochmals erklärt, dass es um die Körperform ging. Er hatte dann einfach seine Vorliebe um meine Körperform erweitert.

Ist man dick weil man ein Problem hat, oder hat man ein Problem weil man dick ist?

Also ich bin dick, weil ich eine körperliche chronische Erkrankung und lange eine Essstörung hatte. Letztere hat sich aus einer komplexen PTBS entwickelt und einer erst mit 40 diagnostizieren ADHS. Den Rest durch zum Teil ärztlich verschriebene und von der KK finanzierten Crashdiäten in die ich in jungen Jahren gedrängt wurde. Dafür würde ich die Ärzte heute gern verklagen. Danach Jojo- Effekt vom Feinsten.
Dick-sein war nie Ursache all dessen, sondern bei mir immer Symptom und Folge.

Die Zeit in der ich schlank war, war mit die schlimmste Zeit meines Lebens. Ich kann sehr sicher sagen, dass das Übergewicht nicht Ursache von mind. 85 % meiner Probleme ist.

Für mich war übermäßiges Essen Trost, Beruhigung, Belohnung, diente der Gefühlsregulation, machte mit körperlich und seelisch satt.
Und vieles mehr.

Ich habe ein gestörtes Verhältnis zum Essen mit ungefähr 10- 12 bekommen. Meine Eltern wurden geschieden , ich mußte beim Vater bleiben, mein Bruder bei der Mutter..... kaum Kontakte.
Und letztlich interessierte sich keiner mehr für meine Gefühlslage bzw ich hatte gefälligst zu funktionieren.

Ich hatte mehr als nur 1 Problem und wurde dann dicker und dicker und schlanker und dicker und wieder schlanker und dicker als je zuvor....

Wenn ich schlanker war, waren meine Probleme ( mit mir) immer noch da.
Psychotherapie hat da schon etwas gebracht.
Aber das Ventil Essen verschwindet nicht einfach so.Es ist halt eine Bewältigungsstrategie, die man zwar umpolen kann. Aber ob man etwas adäquates findet, oder aufgeben kann, bleibt die Frage.
Und mit dem Übergewicht hatte ich noch ein zusätzliches Problem..... zu alle den anderen.
Und ein anderes Ventil " Sport" ist weggefallen.


So kann es auch aussehen.

Teja, es freut mich für dich, dass du dies so klar und deutlich erkennen und reflektieren kannst.

Im Rahmen meiner ehrenamtlichen Tätigkeit habe ich u.a. auch mit Menschen mit Suchtproblemen zu tun, und es hat sich auch in der Mehrheit der Fälle ergeben dass die Sucht nur eine Folge von etwas ganz anderem war was mit Alkohol und anderen Drogen überhaupt nichts zu tun hatte sondern die Sucht daraus resultierte.

Das Ergebnis ist im Grunde genommen dasselbe:
Man sieht selbst nur das offensichtliche Problem, welches auch von allen anderen gesehen wird.
Das dahinter ein ganz anderes Problem die Ursache ist, wollen Betroffene meist gar nicht wissen und sich schon gar nicht damit beschäftigen.

Du unterstellst hier im Thread allen Nicht-Dicken, die du u.a. als "alte weiße Männer" betitelst dass sie ja keine Ahnung haben und ausschließlich das Dick-Sein ja das einzige Problem sei und überhaupt ja als dicke Frau blaaaaa.......


Ich mache bitte was?
Wo denn? Ich weiß nicht was du da harausliest, aber das war nicht die Botschaft die ich transportieren wollte.
Nicht mal das mit dem alten, weißen Mann stimmt?

Hier:

Gut, es war weißer cis-Mann, das Ergebnis ist dasselbe.
Hauptsache irgendwelche pauschalisierende diskreditierende Schlagworte benutzen.

Für dich sind schlicht und einfach alle anderen schuld, alle anderen böse zu dir und du die arme Unschuld.
Eigentlich kannst dich da echt mit dem yournextloser und Helene zusammentun.

Das Problem ist, mit deiner Vergangenheit (bzw. Vergangenheiten) hier und wie du hier schon Gift und Galle versprüht hast glaubt dir deine Geschichten eh keiner.

Ja, rk76de nicht in dem Ton, bitte. Keine Ahnung was dich daran so ansticht und reizt, ich bin es nicht.
Ich fand es eigentlich ganz gut, dass hier auch mal Dinge besprochen werden können, die tiefer gehen als Modetips und Off-Topic, die dickes Leben betreffen.
Schade. Das meine ich ernst. Echt schade. Man muß ja nicht meine Meinung teilen, aber ansprechen müsste möglich sein. Offenbar nicht.
Letztlich demonstrieren die Reaktionen aber, dass ich da durchaus einen (wunden) Punkt getroffen habe.

Und wo ist nun das Problem bei dem Screenshot ?

Es ist doch nun mal so das niemand der noch nie dick war, also so richtig dick und nicht
nur ein paar Pfündchen zu viel hat, gut reden kann und sich nicht vorstellen kann was einem so alles im Alltag für Steine in den Weg gelegt werden.

Ich lese da auch nicht raus das ALLE anderen Schuld sind, ich sehe es eher als eine Zusammenfassung von Erfahrungen.

Es ist eben genau diese Unterstellung dass man dem Gegenüber jegliche Empathie, Mitgefühl und Kompetenz abspricht, sich selbst als die einzige kompetente wissende Person hinstellt und sich als sozusagen Exklusivmeinungshabendürfende hinstellt und dies noch mit diskreditierenden Zuordnungen unterstreicht.

Finde ich eben ziemlich arrogant, überheblich und an der Grenze zu Narzissmus.

Anders gesagt: um ein Pferd zu verstehen und mich in seine Situation hineinzufühlen und zu spüren was es braucht muss ich nicht zwangsläufig selbst ein Pferd sein.

Na ja, mal Hand aufs Herz, wann hat dir jemand zuletzt "Schlanke Sau" hinterhergerufen? So als Beispiel.
Glaubst du nicht, dass unser Erleben der Welt aufgrund unseres Äußeren einfach deutlich anders sein könnte?