....hatte fix zwischendurch geantwortet, sorry für den seltsamen Satzbau 😉
@Westoverledingen
Das sollte aber finde ich selbstverständlich sein. Da muss sich sowohl der Mann als auch die Frau überlegen was man denn wirklich will. Man kann sich entweder die finanzielle Last teilen, indem beide arbeiten gehen oder ein Part bleibt zuhause, wenn man es sich finanziell erlauben kann. Das wäre meine präferierte Lösung und da wäre es mir auch egal, ob der Mann oder die Frau zuhause bleibt. Insbesondere wenn Kinder noch zur Diskussion stehen. Wenn man sich so ein "klassisches" Modell wünscht, dann muss ja klar sein, dass derjenige der Geld verdient anders herum mit Haushalt, Kindererziehung und Nebentätigkeiten unterstützt wird. Dabei spielt das Geschlecht für mich keine Rolle und ich würde auch selbst zuhause bleiben und den Haushalt schmeißen, wenn die Frau z.B. mehr verdient oder lieber im Job bleiben würde. Das ist eine Sache, über die man als Paar gemeinsam entscheiden sollte. Was natürlich nicht geht ist, dass ein Partner arbeitet und dann alles andere auch noch an ihm hängen bleibt. So eine Verteilung fände ich dann ehrlich gesagt "seltsam" und passt auch nicht zu meinem Verständnis von einer Beziehung in der man sich gegenseitig unterstützt und Lasten gerecht verteilt.
Der Gedanke kam bei mir tatsächlich durch ein Gespräch hier auf.
Mich hat ein Mann angeschrieben, der ausdrücklich eine „traditionelle Frau“ sucht. Ich habe ihn gefragt, was er darunter versteht, und er wünschte sich im Grunde das klassische Umsorgtwerden, Haushalt, kochen, sich um ihn kümmern usw..
Daraufhin habe ich das einmal konsequent zu Ende gedacht und quasi ein Preisschild drangehängt. 😅
Wenn ich die traditionelle Rolle übernehmen, meinen Beruf aufgeben und mich um Haushalt und Partner kümmern soll, dann gehört für mich zur anderen Seite dieses Modells, dass der Mann die finanzielle Verantwortung auch vollständig übernimmt inklusive meiner langfristigen Absicherung und Altersvorsorge.
Das fand er allerdings überhaupt nicht selbstverständlich. Ich sollte weiterhin arbeiten gehen und zusätzlich die traditionelle Frauenrolle übernehmen.
Und genau da wird „traditionell“ für mich interessant. 😄 Wenn man sich die traditionelle Care-Arbeit einer Frau wünscht, aber gleichzeitig erwartet, dass sie finanziell weiterhin selbst für sich sorgt, ist das für mich keine klassische Arbeitsteilung. Dann bekommt einer die Vorteile beider Modelle und der andere die Pflichten aus beiden.
Gilt natürlich auch anders rum, ich habe halt nur zu Männern Kontakt. Von Kindern war da überhaupt nicht die Rede.
@Westoverledingen
Also dass der Mann "umsorgt" werden muss finde ich fast schon ein wenig lustig. Keine Ahnung was der Kerl sich so denkt. Vielleicht sollte er sich eine Putzfrau besorgen und keine Partnerin. 😂
So etwas empfinde ich gerade als Mann auch eher störend. Deine Aussage zum Preisschild finde ich dabei richtig gut, denn im "traditionellen" Modell war es dann eben auch so, dass der Mann für diesen Luxus, der Frau eben genau diese finanzielle und soziale Absicherung geben hat. Mag sein, dass dann dieses Modell einigermaßen fair ist.
Auch wenn es unter diesen Bedingungen nicht unbedingt mein Modell wäre. Wenn man keine Kinder hat sehe ich auch nicht, wieso nicht beide Partner selbstständig sein können und sich dann zum Beispiel Aufgaben im Haushalt teilen können. Auch da kann man nach den persönlichen Stärken gerne aufteilen, aber dann die Frau als Haushaltshilfe haben zu wollen, wenn sie selbst voll arbeiten geht empfinde ich weder als gerecht noch als sinnvoll. 🤔
Ich finde es immer wieder erstaunlich, was ihr so berichtet. 😂
Wenn ich mir die niedrigen gesetzlichen Renten so ansehe und gleichzeitig betrachte, wie wenig Wohnungseigentum es in Deutschland gibt und wie hoch mittlerweile die Mieten sind, ist es m. E. nicht mehr möglich, das „alte Modell“ aufrechtzuerhalten.
Die maximale Bruttorente - also vor Abzug von KV, PV und Steuern - liegt bei ca. 3.700 €, das entspricht knapp 3.100 €. So eine hohe gesetzliche Rente bekommen momentan bundesweit jedoch nur ein paar Dutzend Personen. Die durchschnittliche Rente liegt bei Männern bundesweit nur bei 1.449 €, für Frauen bei 994 €.
Für die Miete einer durchschnittlichen Wohnung für zwei Personen sind inklusive Nebenkosten 1.000 € anzusetzen. Dazu kommen Telefon/Internet, Strom mit 150 €. Und natürlich Lebensmittel, Versicherungen, Mobilität? Wie soll das ein Durchschnittsrentner bzw. ein Ehepaar bezahlen?
Ohne eine Altersabsicherung für beide Partner geht gar nichts mehr. Und ja, selbst Beamte mit ihren höheren Pensionen kommen wahrscheinlich ins Trudeln, wenn sie nicht gerade im höheren Dienst mit der vollen Dienstzeit waren.
Mein Fazit: Finger weg von der Abhängigkeit von einem einzigen Einkommen.
@Sangerhausen
Ich halte deine Darstellung für falsch. Ja es gibt Menschen mit niedriger Rente, insbesondere dann, wenn sie spät angefangen haben zu arbeiten oder in einem Bereich gearbeitet haben, wo die Löhne niedrig sind.
Da ich mit 24 schon Wohneigentum finanziert habe, besitze ich den Luxus und habe heute kein Problem mit steigenden Mieten. Und nur um allen klar zu machen, was das heißt, ich habe in der ganzen Zeit nie mehr für die Tilgung einer Immobilie bezahlt als ich für eine ortsübliche Miete auch gezahlt hätte. Natürlich ist man dann auch an die Wohnung gebunden und kann nicht alle 2 Jahre umziehen, ok. Aber dafür überwiegen eben die finanziellen Vorteile bei weitem, wenn man sich denn rechtzeitig entscheiden kann. Das ist mal das Erste.
Dann würde ich sagen, dass deine Darstellung der durchschnittlichen Rente schlichtweg falsch ist. Da muss man nämlich auch nicht raten, für diese Zahlen gibt es das statistische Bundesamt. Laut diesem verdienen im Schnitt die Männer 2400€ und die Frauen 1820€, im Schnitt wohl bemerkt. Schnitt heißt dann eben auch, dass es Menschen gibt, die deutlich unter diesen Zahlen verdienen und ebenso Menschen, die auch deutlich mehr bekommen.
Was viele gerne vergessen ist, dass Einkommen zwar schön sind, aber nichts nutzen, wenn man Geld dafür an anderer Stelle mit beiden Händen zum Fenster raus wirft. Wenn ich also arbeiten gehe, dann aber sage ich brauche eine Putzfrau und auch nicht mehr nach Angeboten z.B. bei Lebensmitteln schauen muss, dann ist das natürlich eine persönliche Entscheidung. Ich sehe es so, dass dann die Prioritäten falsch gesetzt sind und viele Menschen nur deswegen in einer finanziellen Notlage sind, weil sie mit Geld auch einfach nicht umgehen können. Wenn man Geld wie Heu hat ist es egal wie man damit umgeht. Es zeigt sich erst wenn man WENIG Geld hat, wer wirklich in der Lage ist zu Haushalten und wer nicht. Eine Studie hat erst vor kurzem gezeigt, dass zum Beispiel die Nutzung von Angeboten und eine Vorratshaltung beim Einkaufen Ersparnisse von ca. 30% bringen kann bei gleichen Produkten wohlgemerkt.
Das sind alles so Dinge wie z.B. auch Handy und Internet-Tarife wo ich jedes Mal heulen könnte, wenn ich sehe was meine Kunden dafür bezahlen. Von Versicherungen im Allgemeinen will ich gar nicht reden. Wenn man also sein Leben selbst in die Hand nimmt und dafür benötigt man natürlich auch ZEIT, dann glaube ich, dass der Verlust an Einkommen und der Gewinn an Selbstbestimmung und Organisation in seinem eigenen Haushalt sich sehr gut ausgleichen!
Erschreckend für mich ist viel mehr, dass viele lieber arbeiten gehen, als sich um diese Dinge zu kümmern, weil ein gut organisiertes und selbstbestimmtes Leben scheinbar "anstrengender" ist als in Vollzeit einen Job zu machen. Für mich ist klar, dass ich gerne arbeite aber auf der anderen Seite auch den Anspruch habe von dieser Wertschöpfung das meiste raus zu holen. Für mich ist Arbeiten ein Mittel zum Zweck, um Geld zu verdienen und selbst wert-schöpfend tätig zu sein. Das ermöglicht es mir in meiner Freizeit frei zu entscheiden, was ich gerne machen will. Wohin ich in Urlaub fahre, welches Auto ich habe oder welchen Fernseher ich mir kaufe. Da bin ich im Rahmen meiner finanziellen Möglichkeiten für meine Ansprüche vollkommen Wahlfrei und das ist ein gutes Gefühl die Wahl zu haben und auch die Sicherheit sein Leben so aufgebaut zu haben, dass man gegen viele Widrigkeiten abgesichert ist. Wenn man das dann noch mit einem Partner tun kann, der ähnlich empfindet und die daraus gewonnene Freiheit und Zeit gemeinsam verbringen will, dann wäre das für mich die Erfüllung all meiner Wünsche. Denn eins ist klar, Liebe und Geborgenheit kann man sich nicht mit Geld kaufen. Sicherheit und Komfort kann jeder mit großer Brieftasche erhalten, aber ehrliche Zuneigung und Verbundenheit ist eben etwas, was für mich außerhalb des Arbeitens entsteht. Das ist die andere Seite der Medaille, die man dann am besten genießen kann, wenn man sich vorher gemeinsam abgesichert hat.
@Kurvenfang Guck mal in deine eigene Grundschulklasse zurück. Von dem was ich weiß, was Viele machen oder gemacht haben, eben vor allem die Frauen, die früh Kinder bekommen haben, oder auch Männer ,die eher körperliche Jobs gemacht haben, für die sie früh "verbrannt" waren (Rücken, Knie), werden mindesten 50% später Rentensprobleme bekommen. Geh nicht immer nur von dir aus. Du bist auch privilegiert UND extrem rational UND gesund. Sei froh, dass das alles so gut geklappt hat, wie es geklappt hat.
Wir alle werden wahrscheinlich Rentenprobleme kriegen, weil das System so instabil ist.
@Gronau
Das habe ich doch gar nicht in Frage gestellt, wenn du meinen Beitrag gelesen hast.
Nur die Darstellung des Durchschnittswertes war eben falsch und JA es gibt Menschen, die deutlich weniger verdienen und auch das habe ich in meinem Beitrag bereits geschrieben.
Und eigentlich ist es schon fast traurig, dass man als gesunder Mensch, der auch aktiv auf seine Gesundheit achtet und rational denkender Mensch schon zu den "Privilegierten" gehören soll.
Gegendarstellung bzw Richtigstellung.
Moin from Satrup, the Headquarter of Angeln.
Die Daten von Frau Patty sind korrekt zu den Daten des Bezuges der gesetzlichen Rente.
Durchschnittliche Altersrente (Gesetzliche Rentenversicherung)
Männer: ca. 1.400 bis 1.449 Euro brutto monatlich (bzw. rund 1.300 bis 1.340 Euro als Zahlbetrag nach Abzug von Kranken- und Pflegeversicherung).
Frauen: ca. 970 bis 994 Euro brutto monatlich (bzw. rund 981 bis 986 Euro als Zahlbetrag).
.
Die später genannten Zahlen sind das GESAMTEINKOMMEN und dann im Durchschnitt, der hier wahrscheinlich eine statistische Fehlmasse erzeugt, da
Zitat (auch hier Statistisches Bundesamt)
"Rentnerhaushalte beziehen ihr Einkommen zu 92 % aus Renten oder Pensionen"
was bedeutet, dass die Ausreißer WEIT nach oben gehen und die Statistik schönen.
Das heißt ein paar sind richtig weit drüber und eben die meisten (92%) mit den Geldern der GRV auskommen müssen.
Das wirds auch von mir dazu gewesen sein und so gesehen kein Einstieg in eine Diskussion.
M
@Werder
Dann musst du dich besser informieren und vor allem genauer lesen:
"9. April 2026 - Frauen haben im Schnitt deutlich geringere Alterseinkünfte als Männer. Frauen ab 65 Jahren, die eine Rente oder Pension bezogen, erhielten nach Endergebnissen der Erhebung über Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC) 2025 im Schnitt brutto rund 1 820 Euro Alterseinkünfte pro Monat. Bei Männern waren es rund 2 400 Euro."
Selbst wenn man korrekterweise die 92% Rentenanteil mit einbezieht, dann sind 92% von 2400€ bei einem Mann auch 2208€ und nicht 1400-1449€.
Was dann Netto davon übrig bleibt ist auch immer abhängig von der individuellen Steuersituation. Also immer schön lesen und möglichst nah an der Wahrheit bleiben.
Oder wo sollen deine Zahlen herkommen?
Der unterschied ist in dem Wort PENSION @Kurvenfan
Hohe Beamtenpensionen schieben den Durchschnitt nach oben. Patty und Monolith sprachen aber ausschliesslich über die gesetzliche Rente. Und da sieht es eben ganz anderes aus
@Gelnhausen
Ich habe auch nur gefragt, ob es dazu dann auch belastbare Zahlen oder Statistiken gibt?
Ich kann bei manchen Aussagen nur noch den Kopf schütteln. Ich habe mein Leben lang verdammt hart gearbeitet, mich permanent weitergebildet. Ich hatte nie die Möglichkeit, so viel Geld zu verdienen, dass ich Wohneigentum hätte finanzieren können. Ich habe zwei Kinder groß gezogen und nebenbei in Vollzeit gearbeitet, da es finanziell notwendig war. Ich habe Angst vor Altersarmut!!! Obwohl ich einen Haupt- und einen Nebenjob habe. Die Mieten und sonstige Lebenshaltungskosten sind nur noch der Horror. Ich lebe jetzt seit zwei Jahren in einem Zimmer und könnte nur noch kotzen. Nachrichten schau ich gar nicht mehr an, denn dann würde ich mich noch mehr aufregen.
@Kurvenfan: ist dir der Unterschied zwischen gesetzlicher Rente und Pension eigentlich bekannt? Scheint mir nicht so.
Aber Wurscht, du möchtest ja eh nur widersprechen. Träum weiter. Und - du tust meine Zahlen wieder als „falsch“ ab. Wie kann es auch anders sein. 🙈
Zu Pensionen:
Zu gesetzlichen Renten - allerdings für 2022. Die meisten aktuellen Statistiken, die ich finden konnte, beziehen sich auf die Einkommen aus Renten und Pensionen, sind insofern verzerrt.
Es wird politische Gründe geben, warum beim statistischen Bundesamt die Methodik geändert wurde… 🤷🏼♀️
@Büren
Wie schon gesagt, jeder der eine Miete zahlt kann auch eine Wohnung kaufen. Das war früher sogar noch deutlich einfacher als heute. Du hast ja leider nicht gesagt, warum es nicht geklappt hat. Aber das vermisst man bei den Leuten ja meistens. Es wird immer nur pauschal behauptet es geht nicht, Gründe werden dafür nie genannt.
@Sangerhausen
Da irrst du dich. Fakten bin ich nie abgeneigt und da lohnt es sich auch zu diskutieren und zu analysieren in meinen Augen, auch wenn das vielen dann schon wieder zu anstrengend ist.
Also der Unterschied einer Pension und einer Rente ist mir bekannt. Die Höhe der durchschnittlichen Pensionen wird ja mit 3416€ angegeben. Es gibt laut Statistik 1,5 Millionen Pensionäre. Renter gibt es im gleichen Zeitraum ca. 21 Mio.
Leider ist der zweite Link von 2022 und die Erhöhungen der Renten sind da natürlich nicht enthalten. Persönlich finde ich es auch eigenartig, dass es keine entsprechende Statistik mehr gibt, die das Renteneinkommen der Bürger betrachtet. Es wird jetzt nur noch das Gesamteinkommen betrachtet.
Die Renten wurden von 2022 bis heute kumuliert um ca. 24% gegenüber 2022 angehoben. Würde man jetzt hergehen und die Beträge mit diesem Faktor multiplizieren läge man bei ca. 1600€ für einen Mann. Das bedeutet die Wahrheit liegt wahrscheinlich irgendwo dazwischen.
Ich bin nur allzu gern bereit solche Berechnungen zu prüfen oder wirklich belastbare Zahlen zu nutzen, was ich jedoch nicht gut finde ist eine Behauptung in den Raum zu werfen und dann beleidigt zu sein, wenn andere diese mit gutem Recht hinterfragen.
Ich denke es ist in diesem Forum nicht oft vorgekommen, dass ich der Beleidigte war, wenn jemand mich hinterfragt hat, oder? Das kommt ja auch nicht so selten vor nur gehe ich etwas erwachsener damit um.
"KF: dass ich der Beleidigte war, wenn jemand mich hinterfragt hat, oder"
Die Challenge war hier eher, dass du voller Überzeugung behauptet hast, andere hätten einen Fehler gemacht, ohne ganzheitlich recherchiert und Begriffe hinterfragt zu haben. Die Quelle der Zahlen (Jahresberichte Deutsche Rentenversicherung) wäre mit einer Suchanfrage ermittelbar gewesen. Was nerven kann, weil es den Fokus von der eigentlichen Diskussion zu einer Rechtfertigungsrunde lenkt. Du brauchst jetzt auch keine künstlichen Hochrechnungen machen, die veröffentlichten Zahlen sind von Dezember 2025, die sind aktuell genug.
Wir können jetzt gerne auch über statistische Feinheiten reden a la reden wir beim Durchschnitt über den Mittelwert oder den Median, oder wir können mal festhalten: Viel ist das nicht, wenn man davon leben muss.
Hab mal eben geschaut, wenn die Menschen 35 Beschäftigungsjahre geschafft haben, liegt die Rente ca. 300€ höher d.h. ein Großteil der Bevölkerung hat keine 35 Beschäftigungsjahre in seinem Arbeitsleben gearbeitet. Das ist halt dann auch nicht viel.
Vor rund 10 Jahren wurde übrigens schon - z.B. in meinen Volkswirtschaftsvorlesungen - ziemlich offen diskutiert, dass Deutschland den Wohlstand der Bevölkerung zu Gunsten von hoher Beschäftigung undeiner Stabilisierung des auf Umverteilung basierenden Rentensystems opfert. Tendenziell wurde versucht die Gehälter im hochproduktiven Deutschland eher niedrig zu halten, damit die Firmen nicht in günstige Länder abwandern. Es gibt bewußt in Deutschland kein gutes Förderprogramm für (erstes) Wohneigentum, dafür aber eine extrem günstige Steuergesetzgebung für Immobilienbesitzer, die vermieten. Dadurch haben selbst die teilweise verarmten Griechen mehr freies Geld verfügbar als manche Deutsche - die müssen keine Mieten aufbringen. Meine, Deutsche klagen immer noch auf einem hohen Niveau, aber von einem Wohlstandsversprechen für alle sind wir inzwischen auch weit entfernt.
Und um zur eigentlichen DIskussion zurück zu kommen: Die wenigsten Männer, die wenigsten Partnerschaften und Familien können sich noch eine traditionelle (Haus-)Frau leisten.
Ich weiß aus persönlichen Berichten, dass auch potentielle Sugerdaddys gerne mal unterschätzen, was es kosten würde, eine Frau fair abzusichern. Das bedeutet nämlich eben nicht, ihr nur das Essen und mal neue hübsche Unterwäsche zu kaufen. Unternehmer, die ihre Frauen lieben, sichern ihre Familien schon immer über eigene Versicherungen z.B. Rentenversicherungen ab, oder übertragen auch Werte auf sie, über die sie verfügen können. Dafür braucht es aber nicht nur ein bißchen Wohlstand, dafür braucht es schon ein nettes Niveau an Wohlstand und das haben wenige.
Die einzigen, die ich kenne, die das "fair" geregelt haben, waren Familien, in denen einfach sehr viel unternehmerischer Wohlstand da war. Dann gibt es auch im Falle einer Trennung/Scheidung (deswegen) kein böses Blut und kein Elend eines verarmten Partners danach.
@ Kurvenfan: Du hast weder Kinder großgezogen, noch warst du alleinerziehend. Du hast in vielen Dingen keine Ahnung.
@Büren
Und du hast nicht auf meine Frage geantwortet.
Aber dann ist das eine eben auch kein Argument für das andere.
Denn es scheint ja Menschen mit Kindern zu geben, die wie durch ein Wunder auch eine Wohnung finanzieren können.
@Gronau
"Die wenigsten Männer, die wenigsten Partnerschaften und Familien können sich noch eine traditionelle (Haus-)Frau leisten. "
Auch das halte ich nicht für Korrekt. Zumindest dann nicht, wenn man auch vor hat sein Leben als Paar zu verbringen. Wenn man quasi schon einplanen muss als Ausstand die Hausfrau allein finanziert ziehen zu lassen, ja dann mag die Rechnung nicht aufgehen, aber das hat für mich eben auch nichts mit einer langfristigen Beziehung zu tun. Wer so denkt, der sollte vielleicht besser erst gar keine Partnerschaft eingehen. Im übrigen ist dann eine Ehe-Schließung die beste Absicherung, die ein Partner haben kann wenn man fair ist. Denn dann ist vieles von dem du eben geschrieben hast automatisch geregelt. Das Erbe im Todesfall und auch die Verteilung von Rentenpunkten und Vermögen im Trennungsfall.
@Kurvenfan Sowas planst du halt nicht, Trennungen können einfach passieren und im besten Fall ist dann halt einer von beiden nicht völlig gearscht. Ich weiß, du hast das Bedürfnis ALLES immer ganz genau zu planen, aber gib zu: Es funktioniert nicht. Menschen ändern sich. Leben ändern sich. Also hör auf das als Anspruch an die Lebensplanung anderer zu formulieren.
Meines Wissens nach (in dem Bereich bin ich keine Expertin), hat Anfang der 2000er mal das Unterhaltsrecht ganz massiv geändert, so dass eben aus einer Ehe (und einem gemeinsam geplanten Lebensentwurf) nicht zwingend mehr ein langfristiger Unterhaltsanspruch entsteht. Du kannst da als der Partner, der lange nicht gearbeitet hat und eben quasi im Beruf "von vorne anfangen muss" schon sehr große Probleme kriegen. Eine Ehe ist keine lebenslange wechselseitige Absicherung mehr.
@Gronau
Ich sag mal so, bis jetzt war das weder bei meinen bisherigen Beziehungen ein Thema noch halte ich es wirklich für realistisch.
Aber es ist schon so wie du sagst, jeder darf an das glauben was er möchte. Nur wenn es eine rein emotionale Komponente ist und es hier nicht um Fakten geht, dann kann man letztlich auch alles schreiben. Das muss man dann nur dazu sagen.
@Kurvenfan Naja, du hast mit keiner Frau gemeinsame Kinder, du hast mit keiner Eigentum, du warst nie verheiratet. Vielleicht haben die Partnerinnen mit dir nicht langfristig geplant? Und getrennt bist du auch von allen, also wessen idealistische Vorstellung von Trennungen ist da vielleicht nicht ganz realistisch?