Kennenlernen mit Personalabteilung?

in „Rundum Leben“

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Ich finde den Gedanken „Aber was habe ICH davon?“ ziemlich zentral.

Ich musste dabei an diese inzwischen etwas abgenutzte Frage denken, „Was bringst du an den Tisch?“ Meine Gegenfrage wäre mittlerweile, steht da überhaupt ein Tisch, an dem ich sitzen möchte?

Ich habe bereits ein Leben, das ich mag und alleine gut führen kann. Natürlich bringe ich etwas in eine Beziehung ein aber das erwarte ich genauso vom anderen. Und damit meine ich nicht Einkommen, Status oder irgendeine klassische Rollenverteilung.

Was entsteht zwischen uns, das mein Leben schöner macht als es ohne diese Beziehung schon ist?

Deshalb finde ich Filtern auch überhaupt nicht negativ.

Mein Ziel ist es nicht, möglichst vielen Männern zu gefallen oder möglichst viele Dates zu haben.

Ich brauche am Ende genau einen, bei dem wir uns gegenseitig anschauen und beide denken an deinem Tisch möchte ich gerne sitzen. 😉

Und ich sehe auch, das viele Profile da nicht sehr viel bieten an dem mein Interesse hängen bleibt, wenn sie so leer sind. Bei "frag mich" bin ich direkt raus, ich habe kein Interesse die komplette Verantwortung für eine interessante Gesprächsführung zu übernehmen.

Ich habe definitiv mehr Männerprofile angesehen, als die von Frauen.
Und auch ich bin bei Männerprofilen raus, wenn man mich auffordert, Fragen zustellen und das Profil ansonsten nichts erzählt- meistens jedenfalls. Da muss das Foto schon sehr überzeugend sein, dass ich aktiv werde.
@Trudi: Mir geht es wie Dir oder auch Selfcare: mich interessiert ein charmanter Gesprächsfluss, den beide gestalten mehr als Status. Einzige Ausnahme: er sollte sein Leben bestreiten können, das finde ich wichtig. Ich habe Freude an schönen Dingen, aber der Mensch wird durch seinen Charakter, seine Ausstrahlung, sein Lächeln und Verhalten interessant oder eben auch uninteressant. Da hilft dann auch kein Kontostand, die Luxusuhr oder ein hübsches Zuhause.

Gut das du das ansprichst Selfcare, mir ist hier wirklich oft begegnet dass eine "traditionelle" Frau gesucht wird.

Was meinen wir eigentlich mit „traditionell“?

Je traditioneller die gewünschte Rolle der Frau, desto traditioneller müsste man konsequenterweise auch die wirtschaftliche Verantwortung des Mannes denken.

Wenn sie für Familie und Haushalt auf Einkommen, Karriere und Altersvorsorge verzichtet, gehört ihre langfristige Absicherung durch den Mann für mich zum selben Modell. Sonst ist „traditionell“ am Ende nur Rosinenpickerei. 😉

Wäre schon fast ein eigenes Thema wert.