Hier geht es ums Wasser.
Wasser ist das wichtigste was ich brauche, wenn ich mich auf die Kanaren absetze. Ein Grundstück mit einem Wasseranschluss ist allerdings wahnsinnig teuer, stellenweise zahlt man dort eher für das Wasser als für den Boden. So kommt für mich so ein Grundstück nicht infrage. Ein Grundstück was für mich erschwinglich ist, wird entweder auf La Gomera oder Teneriffa liegen. An den Hängen des Pico del Teide auf Teneriffa, der 3718 Meter hoch ist, aber auch auf Gomera wird schon seit längerem mit sogenannten Nebelfängern Wasser aus den Wolken geerntet. Dabei drückt der Wind die Wolken durch Netze, die Wassertropfen verfangen sich darin, fließen in eine Rinne darunter und werden in einer Zisterne gesammelt.
Für meinen zukünftigen Garten werde ich 400 Quaratmeter Netz benötigen um ihn zu bewässern der Nahrung für zwei Personen und bis zu 50 Tiere (Kleinvieh) abwirft. Dazu kommt noch das Trink- und das Brauchwasser.
Zur Zeit stellen allerdings nur sehr wenige Firmen Netze im hohen Maßstab her. In Kanada machen sie die Netze aus Plastik was ich persönlich aber ganz schlimm finde denn die sind wegen der hohen Windbelastung nicht lange haltbar und müssen daher öfters gewechselt werden, was einen großen Müllberg hinterlässt.
In München allerdings hat sich Industriedesigner Peter Trautwein rangesetzt um Netze für diese Welt herzustellen die keimfreies Trinkwasser aus den Wolken „melken“ können. Diese sind aus rostfreiem Metall, stabil und klug durchdacht. Allerdings sind sie teuer, ich muss sie für 50.000 bis 80.000 Euro kaufen, doch dann habe ich am richtigen Standort genug Wasser um komplett autark leben zu können, vorausgesetzt ich bin bereit genug Arbeit in meine Finca zu investieren. Ich bin fit genug dafür und nicht zu alt. Das Ding ist, meine Netze könnte ich sogar selber herstellen, in der ersten Ausbildung als Schlosser habe ich mir alle Fähigkeiten angeeignet um das alleine zu schaffen. Die Münchner Netze sind also ein Luxus.
Hier sind Links zu den Netzen, allerdings auf Englisch
Hier noch ein sehr interessanter Artikel über die Münchner Netze mit einem informativen Video.
Hier geht es auch um die Münchner Netze
Ein weiterer Artikel über die Plastiknetze
Die ARD hat auch darüber berichtet.
@Berchtesgadener Land
Ich sehe diese Netze aus ökologischer und biologischer Sicht kritisch.
Erst einmal entziehen Sie der Luft durch Kondensierung eine Menge Feuchtigkeit, das will der Besitzer ja auch erreichen. Das ist jedoch wieder Feuchtigkeit, die als Oberflächenwasser der Umgebung und vor allem der Vegetation vorenthalten wird.
Daher weiß ich nicht, ob das in Summe für die Umwelt in diesen Gegenden jetzt so toll wäre, wenn jeder solche Netze aufstellt und damit der Bodennebel zurückgehalten oder durch Kondensierung stark entfeuchtet wird.
Ein weiteres Problem ist die so genannte "Keimfreiheit" des Wasser. Das Wasser kann nur dann überhaupt genutzt werden, wenn es nicht mit schadstoffbelastetem Tau oder Wind in Berührung kam. Es gibt für die Aufstellung solcher Netze daher konkrete Ausschlusskriterien wie z.B. Windschneisen aus Städten oder von Industrie.
Diese Luft ist durch Stäube und Schadstoffe so stark belastet, dass sie sich maximal zur Gewinnung von Brauchwasser eignet, aber für die Verwendung als Trinkwasser wieder aufwändig aufbereitet werden müsste. Selbst die Edelstahlnetze müssen regelmäßig gereinigt werden um einwandfreies Trinkwasser zu liefern. Auch hier geht wieder ein Teil des Wassers für die Reinigung verloren. Immerhin müssen sie nicht so schnell ausgetauscht oder erneuert werden. Dies natürlich zu einem bedeutend höheren Preis.
In Summe sind die Kosten für beide Varianten und die Folgen für die Umwelt ebenso groß wie z.B. eine Brunnenbohrung oder andere Varianten, die Süßwasser beanspruchen. Kein Eingriff an der Stelle verläuft gänzlich ohne Folgen für die Umwelt.
Wenn man in diesen Gegenden dann sehr weit ab vom Schuss wohnt, dann ist die Schaffung von Infrastruktur halt ein großes Problem. Abwässer kann man meist noch in Klärgruben sammel und auch hier ist die Entsorgung teuer und aufwändig.
Sind die Einwände falsch @Berchtesgadener Land?
Mit dem rede ich nicht.
@Berchtesgadener Land
Das ist das beste Argument.
"Nein, ich esse meine Suppe nicht!" 🤣
Verstehe ich @Berchtesgadener Land, aber inhaltlich? Weil du gelacht hast. Würde mich eben interessieren. Klar, es ist wohl(?) dein Traum, den möchtest du dir nicht vermiesen lassen, aber losgelöst davon, nur rein auf der sachlichen Ebene?
Eine kleine, weiße Schönwetterwolke (Cumulus) enthält etwa 500 bis 1.000 Tonnen Wasser (rund eine Million Liter).. hab grad gegoogelt.. einen minimalsten Bruchteil davon füge ich und die anderen Leute die das Wasser der Atmosphäre entziehen dem überaus trockenen Boden zu, sei es zB durch eine ökologische Filtration meiner Exkremente oder durch die Bewässerung. Ich schätze mal, das beantwortet das lächerliche Argument vom Kurvenfan.
@Berchtesgadener Land
Aber auch nur wenn du hoch genug bist, dass du auch in die Wolkenschicht kommst.
Alles andere ist nämlich Bodennebel und eben keine Cumulus Wolke. Aber ich denke das hast du auch schnell gegoogelt. Und deswegen gibt es diese Stationen bis jetzt auch nur in sehr hohen Bergen mit kilometerlangen Rohrnetzen. Aber du machst das sich schon mit deinem Netz da oben auf dem Teide. 🤗
Diese Technik der Wassergewinnung aus Nebel und Wolken wird vllt mal in den Alpen z.B wichtig, um die Vegetation der Almwiesen zu wässern 🤔
Diese Dürre dieses Jahr sorgte ja dafür, daß die Bauern das Vieh sehr verfrüht ins Tal bringen mußten, weil die Almwiesen vertrocknet waren.
Beim fortschreitenden Klimawandel vllt eine Möglichkeit.
Wassergewinnung habe ich schon vor 10 Jahren mir angeschaut auf La Gomera wo Wolken in den höheren Bergregionen gemolken wurden.
Vielfach ist Wasserspeicher Wasserbedarf Gewinnung und Nutzung effizienter möglich.
Aber Wasser wird viel zu oft verschwendet im Tourismus, Luxus, schwimminpools, Herstellung von unnötigen Kleidungsstücken und Nahrung.
Auch wir privaten Otto-Normalverbraucher verblödeln viel zu viel Wasser in unseren Haushalten. Seit mehr als 30 Jahren steht die Forderung im Raum, alle bewohnten Gebäude bei Neubau oder Renovierung mit einer Grauwasseranlage auszustatten...getan hat sich bisher genau nichts...
Was soll denn bitte dagegen sprechen, die Toilettenspülung mit dem Wasser zu betreiben, das vorher beim Duschen an uns runtergelaufen ist??
Naja Grauwasser Thema erfordert tank und gewisse neue getrennte Leitungen aber auch das Kanalnetz müsste generell auf 2 Kammer-System modernisiert werden und wenn bei Neubau darauf geachtet würde, es würde helfen... aber weniger waschen hilft auch.. und ist eh besser für die Umwelt... auch wegen mikroplastik.... eigentlich ist unsere wasserverbrauch seit einigen Jahren um ca 20 Liter pro Tag gesunken... Wassersparen verursacht bei Leitungen und Abwasser aber auch höhere Reparaturkosten und Kanal Spülkosten... so dass Abwasser trotz Abnahme in den letzten Jahren deutlich teurer geworden ist.
Aber die Mehrkosten müssten die Verbraucher dann auch zahlen.. und in Zeiten von Geldknappheit ist das nicht so einfach für viele...
Nebenkosten und Kosten werden im den nächsten Jahren um weitere 10-15% steigen.. Versicherungen, Wasser, Strom, MwSt... wird auch teurer...