Jens Spahn und das gekaufte Kind

in „Politik und Weltgeschehen“

Zu diesem Thema gibt es 57 Antworten

„Gevelsberg“ (Anonymer Beitrag)

Dass gerade Kanzler Merz jetzt die Klappe so aufreißt in Bezug auf Glaubwürdigkeit und so, ist schon fast ein wenig komisch. Gerade er, der so viel Mist erzählt im Wahlkampf, man könnte es sogar als Lügen bezeichnen, sollte sich echt bedeckt halten, mit solchen Sprüchen.

Wenn man sich das erste Bild von Spahn und seinem Mann mit dem Kinderwagen ansieht, dann meine ich bereits an seinem Gesichtsausdruck zu sehen, wie unsicher er ist und auch ein wenig ängstlich darüber, was das Foto und die dazugehörigen Infos jetzt auslösen. Vielleicht hat er es wirklich unterschätzt oder irgendwie gehofft, dass ein Kind jetzt nicht zum großen Politikum wird.

Aber er ist ja nicht dumm. Er wird sicher geahnt haben, dass das auch völlig nach hinten losgehen wird. Ich glaube schon, dass er sich schlussendlich vollster Überzeugung für sein Privatleben entschieden hat, mit allen Konsequenzen rechnend.

In Bezug auf Wasser predigen, Wein saufen, ist er ja bei Gott kein Einzelfall, wenn ich mir so manchen hohen Kirchenvertreter ansehe. Möchte nicht wissen, was wir alles nicht wissen.

Aber am Ende sind es alles nur Menschen und jeder Mensch ist fehlbar. Auch wenn manch einer glaubt, er könne über Wasser laufen.

Dass er sich jetzt für Mann und Kind entschieden hat, macht ihn mir fast wieder ein Stückweit sympathisch, obwohl ich wahrlich kein Fan von ihm war bisher.

„Homburg“ (Anonymer Beitrag)

Betr Jens Spahn würde es mich nicht wundern, wenn er demnächst mit der AfD anbandelt. Da kann er politisch noch was werden, erhofft er sich zumindest 🥴
Seine Sympathien zu dieser politischen Richtung und Partei hat er ja schon häufiger deutlich gemacht.
Und wenn eine lesbische Frau mit Partnerin mit Migrationshintergrund Vorsitzende dieser Partei sein kann ..., dann wird auch ein homosexueller Vater mit Kind einer Leihmutter, genügend kognitive Dissonanz aufbringen bzw die AfD 😈

„Alsdorf“ (Anonymer Beitrag)

@Warburg: Ich persönlich wäre insofern bei dem Thema nachsichtiger, weil ich schon unterscheide, ob jemand eine Meinung in seiner politischen Funktion vertritt oder ob es seine persönliche Meinung ist, die er vertritt. Da kann es schon unterschiede geben. Allerdings habe ich keine Recherche angestellt, ob er persönlich als Jens Spahn vorher anderer Auffassung war. Selbst dann würde ich jemandem zugestehen, dass er seine Meinung revidiert. Die Frage ist nur, wie wird das kommuniziert, sofern er vorher als Jens Spahn die Haltung vertreten hat.

„Gummersbach“ (Anonymer Beitrag)

Glaube man kann ausschließen, dass Jens Spahn in die Politik gegangen ist, um den Menschen zu helfen. Ist und war immer ein Karriero, bedacht auf den eigenen Vorteil.

„Gevelsberg“ (Anonymer Beitrag)

Zeig mir einen Politiker, der das nicht ist. Den Pokal für herausragendes Gutmenschentum sollte sich da keiner abholen dürfen.

„Gummersbach“ (Anonymer Beitrag)

Bei Habeck, Lange, Kühnert und Reichinek habe und hatte ich nicht das Gefühl, das ihre politische Karriere ein einziger Machtmissbruch war. Unabhängig davon, ob man ihren Thesen zugestimmt, kann ich das anerkennen Von der alten Garde haben sich auch Merkel und z.B. Gysi eher in den Dienst des Volkes gestellt.

„Nürnberger Land“ (Anonymer Beitrag)

Der Rücktritt war längst überfällig. Und das nicht nur wg des jüngsten Skandales. Was mich stört, ist das Schwulenbashing, dass allerorts herausgekotzt wird. Die sexuelle Orientierung ist einfach eine persönliche Sache und ebenso ein gleichgeschlechtlicher Kinderwunsch. Nur diese Doppelmoral finde ich verwerflich, und die ist ja in der Politik (und Religion) zuhause. Wein saufen und Wasser predigen.
Herr Spahn hat ausgesorgt, er wird weiter ordentlich Steuergelder einkassieren. Zusätzlich zu den Millionen, die er im Vorfeld dem Steuerzahler ungestraft entzogen hat. Aber z.B. eine alleinerziehende Mutter die auf Sozialleistungen angewiesen ist schämt sich dessen.
Und die Politmillionäre handeln parteiübergreifend jenseits aller Moral. Und ich sehe weit und breit keine wählbare Alternative für mich.

„Gummersbach“ (Anonymer Beitrag)

Ja, wir haben mittlerweile echt ein Problem, dass uns die integren Politiker ausgehen.

Deshalb wurden die Grünen auch über Medienkampagnen todgemobbt, als die noch ein paar aufgestellt hatten. Und jeder, der in die Politik geht, der sich gegen diese Machteliten stellt, weiß ihm wird es genauso ergehen.

„Kreuztal“ (Anonymer Beitrag)

Der Rücktritt von Herrn Spahn war richtig. Aber allgemeines Politiker-Bashing finde ich albern, es gibt Tausende von Politikern in Deutschland, viele sind schon integer, wollen politisch etwas gestalten, bewegen und den Menschen helfen.
Viele Politiker verdienen überhaupt nichts mit ihrem Einsatz, weil sie nie ein bezahltes politisches Amt erreichen - für den Bundestag mit 630 Sitzen gab es über 4000 Kandidaten. Und selbst wenn - vergleichbare Jobs in der freien Wirtschaft sind meist finanziell auch sehr viel attraktiver . Sogar für Herrn Merz ist der Job als Kanzler finanziell ein Rückschritt im Vergleich zu seinen Posten bei der Investmentfirma Blackrock.