Kulinarische Kindheitserinnerungen - die Gruseledition

in „Kochen, Backen und Genießen“

Zu diesem Thema gibt es 65 Antworten

Ich komme vom Bauernhof und es musste gegessen werden was auf den Tisch kam . Sehr zu meinem Leidwesen , denn es gab oft Sachen die ich gerne auf dem Teller gelassen hätte . Pfefferpotthast war eins davon , oder Himmel und Erde . Den Geruch und Geschmack von Milch fand ich auch eklig zumal ich oft mithelfen musste den kühen die verschi.... Euter abzuwaschen ;-)

„Wismar“ (Pseudonym)

Meine schlimmste Essen- Erinnerung war ein Teller "Kälberzähne". Ich weiß nicht, ob der Name bekannt ist. Eine Art Graupen, ziemlich große, die es als Suppe mit Gemüse und Fleisch gab.
Ich konnte das nicht essen, es gab Tränen und Brechreiz...ein Drama! Vor meinem geistigen Auge sah ich damals arme Kälbchen mit zahnlosem Maul... :-/
Als ich später selbst Mutter war, habe ich mein Kind nie gezwungen, irgendetwas aufzuessen, was sie nicht mehr wollte, weil ich immer an dieses Erlebnis denken musste. Ich habe meine Mutter damals gehasst deswegen.

Eigentlich habe ich als Kind fast alles gegessen--was aber gar nicht ging, waren Schwarzwurzeln und eingelegte rote Beete.....mochte meine Mutter aber gerne. Zum Glück musste ich die nie essen, da meine Mutter auch etliches nicht mochte und Verständnis dafür hatte.
Ganz schrecklich war das Essen am Karfreitag : da gab es "Knudeln" , das sind in Salzwasser gekochte Hefeteigklumpen--BAH..dazu eine Soße aus getrockneten Pflaumen (die war lecker)....Alle mochten das --nur ich nicht! Zum Glück machte meine Oma dann Fisch (den gab es nie bei uns!) und es wurde getauscht ;-)
Meine Cousine hat dann übrigens die Knudel-Tradition weiter fortgeführt..und meine Mutter dazu eingeladen...

„Münster“ (Pseudonym)

@Solaria
Ganz genau!
Schwarzwurzeln und eingelegte rote Beete...gruuusel
Und:
Innereien
Fenchel- und Selleriegemüse
"saures" Obst zB Johannisbeeren
und exotisches Obst zB Mango ...grusel
(allerdings würde ich den Exoten in ihrem Herkunftsland noch ne Chance geben ;.))

und moderiger Karpfen....wäääääh
(Mein Vater war Angler...)

@XXLady
Ich kannte die Bezeichnung "Kälberzähne" bisher nur für sehr grob geschnittene Gemüsezwiebeln...Aber wenn die Phantasie einmal ein Nest (im Kopp) gebaut hat, dann ist es total egal WAS es tatsächlich ist.. ;-))

Kutteln mit heller Sosse

Gekochter Rosenkohl

rote Beete (gekocht oder aus dem Glas als Salat)

Gurkensalat oder Fisch mit Dill (Gurke und Fisch gut, Dill nicht)

Rouladen waren immer viel zu trocken und die warme Essiggurke zu labberig im Mund

Sosse aus den kleinen, viereckigen Päckchen

Maggi-und Fondorgewürz

Suppe mit Sellerieknolle oder Fenchel

Loorbeerblätter, Wacholderbeeren, Kümmel

Muskat auf Kartoffelbrei und der noch aus der Tüte

Spinat

Zwiebeln in Sossen, die nicht angebraten sondern nur glasiert waren (wenn überhaupt)

Kapern in Königsberger Klöpse Sosse (und generell)

Hühnerfrikassee (die Kombination der Zutaten und wie das zusammen riecht ist komisch für mich)


Das Meiste esse ich heute noch nicht und mich schüttelts wenn ich es rieche oder sehe.

Damals wurde gegessen was auf den Tisch kam, ohne Wenn und Aber. Schrecklich war das manchmal für uns, auch weil wir nicht selbst schöpfen durften und die Portion zu essen hatten die uns hingestellt wurde und da lag dann auch von Allem drauf.

Aber es gab Schlimmeres, im Nachhinein haben wir zumindest das unbeschadet überstanden und zum Glück bestimme ich schon lange selbst, was ich esse, wie viel und wie ich es zubereite :)

„Moosburg an der Isar“ (Pseudonym)

Milchreis, Griesbrei, Hirn mit Ei grusel, Nieren in Sauce

und im Klosterinternat Pommes mit Blaukraut. Die schwammen in der blauen Brühe. Sowie das allersauerste Sauerkraut, welches ich jemals bekam, mit Polsterzipfeln (Schmalzgebäck), sowie übel riechendes, zerkochtes Gulasch ohne Paprika

„Moosburg an der Isar“ (Pseudonym)

Berith, im Internat herrschte Aufessenszwang. Ich gebe das Mal nicht im Detail wieder.

„Bamberg“ (Pseudonym)

Christstollen, vor allem auf Orangeat und Zitronat zu beissen... puh

„Seevetal“ (Pseudonym)

Ganz ganz viele...bin eine Supertasterin und als Kind hat man da es noch schwerer. Und dann noch in einer Familie aufzuwachsen, wo alle alles gegessen haben...komm ich dann und bin in deren Auge einfach nur etepetete oder auch nur verwöhnt. Teilweise wußten sie nicht, was sie mir zu essen geben sollten, da ich fast alles rausspuckte bzw später extrem wählerisch war. Hätten sie es gewußt, hätten sie Verständnis gehabt und für mich ein bisschen anders gekocht bzw andere Sachen gegeben und es nicht als Machtkampf betrachtet.
Ich kann mich erinnern an arakas laderos, Erbsen in Öl gekocht mit Kräuetern und Tomaten...ich konnte es nicht essen und nachdem alle fertig waren musste ich in der Wohnküche sitzen bleiben bis der Teller leer sei. Ich habe versuchte Erbse um Erbse zu essen, aber ich bekam ständig Würgereiz und ich saß Stunden drin, bis mein Vater irgendwan kam und sagte ich darf raus und spielen gehen.
Frische Erbsen habe ich jedoch direkt im Garten gegessen...das konnten die nicht verstehen.
Auch Gerüche spielen bei mir eine große Rolle...gerade bei Essen...bah...wenn ich von der Schule nach Hause kam und im Treppenhaus Blumenkohl oder Broccoli gerochen habe...Würgereize
Oder der typische Patsas...das wird bei uns sofort nach einer Schlachtung zubereitet...das sind die Innereien und der Kopf inklusive Hirn...bah....oder wie früher bei uns alles an Gemüse lang gekocht wurde...schrecklich.

„Waghäusel“ (Pseudonym)

@Doa Habe gerade mal "Supertaster" gegoogelt, kannte das bisher auch nicht und habe festgestellt, dass ich wahrscheinlich das genau Gegenteil davon bin. Die Liste der Dinge, die Supertaster in der Regel verschmähen liest sich wie eine Liste meiner bevorzugten Lebensmittel. ;)

„Seevetal“ (Pseudonym)

Meine Eltern wären entzückt von dir hehehe ;)

„Waghäusel“ (Pseudonym)

@Doa The more bitter the better. ;)

„Ostfildern“ (Pseudonym)

gekochter Rosenkohl, Möhrengemüse, Himmel&Erd, Graupensuppe, Rote Beete in jeglicher Form, gekochtes Sauerkraut, Fenchelgemüse, Schwarzwurzelgemüse, nichts davon mag ich bis heute *grusel*

„Wismar“ (Pseudonym)

Möhren mochte ich gekocht auch gar nicht! Bäh...

„Wülfrath“ (Pseudonym)

Graupensuppe mit Schweineschwänze...
Wenn Papa die abgenagt hat ,wurde ich fast ohnmächtig!

Pferdebeefteak und Pferdewurst..da habe ich regelrecht gehungert!

Kohlrabi..einmal danach gebrochen....musste ich nie wieder essen!

„Bühl“ (Pseudonym)

was ist Himmel und Erd?

„Bühl“ (Pseudonym)

oh ....dankeschön!

„Bad Salzungen“ (Pseudonym)

Das hört sich doch zuuu simpel an ;-))

Es ist ein deftiger Kartoffelstampf, dazu ein Apfel Kompott oder Mus. Und bestenfalls geröstete Zwiebeln und gebratene Blutwurst dabei

Göttlich lecker