Interessante Veröffentlichungen zum Thema Adipositas

in „Gewicht reduzieren“

Zu diesem Thema gibt es 26 Antworten

Die Apotheken Umschau ist halt inzwischen auch nur noch eine einzige, riesige Reklameschleuder für Ozempic und Co.

Dass sie ihre "Artikel" offenbar nicht als Werbeanzeigen im redaktionellen Umfeld kennzeichnen müssen, wie das eigentlich im Journalismus üblich und vorgeschrieben ist, muss daran liegen, dass das gesamte Blatt als eine Art Werbebeilage zählt und es kein redaktionelles Umfeld gibt.

P.S
Und auch hier: Das gehört bitte in den Bereich "Gewicht reduzieren" davon handelt der "Artikel" nämlich... jetzt wurde der Bereich hier schon geschaffen und wird trotzdem nicht genutzt.

Glaube ich nicht, dann müsste ich ja exakt in der Sekunde auf Senden gedrückt haben, als Björn verschoben hat. Ich hab geguckt, in meinen Einstellungen ist der Bereich nicht ausgeblendet. War er aber definitiv. Ich kann mir nur denken, dass es was mit der Erweiterung meiner Mitgliedschaft vor einiger Zeit zusammenhängt.
Blende ich es eben nochmal aus 🙄

@Carla-1
Dieser Thread steht im Bereich "Gewicht reduzieren“ – und genau da habe ich ihn auch eröffnet! Wo auch sonst ???
Offenbar haben Einige den Thread auch noch woanders gesehen – dafür kann ich aber nichts. Ich bin nicht für die Technik hier verantwortlich.

Und dass sofort wieder reflexartig ein unsachliches Herumgenöle einsetzt, ist wohl dem Trend zur Verächtlichmachung ernsthafter und komplexer Themen geschuldet. Inhalte bei TikTok und Instagram sind natürlich leichter verdaulich…

Der bewusste Artikel betrifft eine notwendige Neubewertung der Adipositas in der Medizin (was Betroffene ja immer fordern) und ist nicht deshalb unbedeutend, nur weil er in der Apotheken-Umschau steht.

Silberdistel, das ist ein Missverständnis, das durch technische Schwierigkeiten entstand.
Der Thread wurde offenbar manchen Leuten angezeigt, die eigentlich diesen Bereich ausgeblendet haben. Ursache wohl noch ungeklärt, wie sich Einstellungen haben zurückstellen können.
Das tut mir leid, dass dich das verärgert und ich unwissentlich deshalb Unruhe in den Thread gebracht habe. Dafür entschuldige ich mich.

Inhaltlich stehe ich allerdings zu meiner Kritik.
Das ist nichts anderes als eine versteckte Werbeanzeige für die neuen Abnehmmedikamente.
Hier in diesem Bereich ist das ja auch ok es zu verlinken ... toll finden muss ich dennoch nicht, dass ein angebliches Fachblatt so etwas macht, und darf das schon anmerken.

Als "unsachliches Herumgenöle" möchte ich das bitte nicht bewertet haben.

Gerade im Netz über einen Artikel gestolpert.( Inhalt nicht ganz neu.) Es wird ja sehr häufig auf Zuckeraustauschstoffe zurückgegriffen, sei es bei Diabetes als auch bei der angestrebten Gewichtsreduktion.
Gesüsste Getränke, gesüsste Geschmackstropfen, gesüsste Molkereiprodukte, gesüsste Shakes, gesüsste Eiweissriegel, da kommt u.U. eine ganze Menge an verschiedensten Zusatzstoffen zusammen.



Schlaganfall: Bekannter Süßstoff erhöht Risiko – Studie offenbart Gefahr

Der Protein-Irrtum: Forscher warnen vor Folgen für den Stoffwechsel | mdr.de

Mal hü, mal hot. Ich erspare mir eine künstliche EW Substitution und versuche meinen Bedarf über pflanzliche und tierische möglichst wenig verarbeitete, abwechslungsreiche Lebensmittel zu decken.

Wie die Ringe an einem Baum misst sich inzwischen das Alter an Ernährungstrends.
Ich bin schon so alt, dass meine allererste Diät Low-Carb war 😅 😑 war "lustig" als Siebenjährige ohne Nudeln, Kartoffeln, Brot, Süßigkeiten 😑
Dann die Welle des Low-Fat, dann No-Fat, dann High-Carb, dann entdeckte man die gesunden Fette und das war der Zeitpunkt zu dem ich aus dem Karussell ausgestiegen bin, das sich immer schneller drehte. Low-Carb, No-Carb, High-Protein, Keto...

Was für ein "Schocker" 😱 künstliche Süßstoffe und nur noch Fleisch und Fett sind in Massen sind doch gar nicht so gesund?! Und mehr Protein, als man auf natürlichem Weg zu sich nehmen könnte auch nicht?! Wer hätte das nach all den "guten" Empfehlungen ahnen können, die Jahre später für völlig falsch erklärt und verteufelt wurden? Es ist schon unglaublich und deprimierend, wie Verbraucher an der Nase herumgeführt werden.
Es gibt inzwischen sogar Proteinwasser. Es fällt einem einfach gar nichts mehr dazu ein.

@Vieldrinvieldran Ich lese ja hin und wieder Ernährungsstudien, und mein bisheriges Fazit ist folgendes:

Für den Erhalt der Muskelmasse und optimale Sättigung wäre oft eine viel höhere Proteinaufnahme sinnvoll, als die meisten Deutschen sie durch klassische "deutsche" Ernährung haben. "Deutsche Kost" ist oft recht kohlenhydratlastig. Das ist aber die nur richtige Ernährung, wenn viel körperlich geleistet werden muss.

An Tagen mit wenig Bewegung kann es sinnvoll sein, den Schwerpunkt eher auf eine ausreichende Eiweißzufuhr aus hochwertigen Proteinquellen, viel abwechslungsreiches Gemüse, ausreichend Ballaststoffe und überwiegend gesunde Fette zu legen. Suppen eignen sich dafür oft gut: Sie lassen sich nährstoffreich zusammenstellen, liefern Flüssigkeit und – je nach Zutaten – auch Elektrolyte. Machen die Asiaten auch so: Wenn sie nicht groß über Ernährung nachdenken wollen, gibt es im Zweifelsfall als Standardgericht Suppen. Funktioniert dort überraschend gut, denn in denen ist "von allem etwas drin".

Protein sättigt im Durchschnitt stärker als viele andere Lebensmittel mit gleicher Kalorienmenge. Deshalb kann eine eiweißreichere Ernährung beim Abnehmen helfen und gleichzeitig den Erhalt der Muskelmasse unterstützen. Entscheidend ist aber nicht nur die Menge, sondern auch die Qualität der Lebensmittel. Fisch, Hülsenfrüchte, Milchprodukte, Eier, Tofu oder Nüsse schneiden in Studien meist besser ab als große Mengen stark verarbeiteter Fleischprodukte. Die MIkronährstoffe sind entscheidend und davon sind besonders viele in unverarbeiteten Lebensmitteln.

Bei der Berechnung des Proteinbedarfs sollte man berücksichtigen, dass die üblichen Formeln für Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht bei starkem Übergewicht nicht einfach auf das tatsächliche Körpergewicht angewendet werden können. Fettgewebe benötigt deutlich weniger Protein als Muskelgewebe. Wie hoch der persönliche Bedarf ist, hängt unter anderem von Alter, Körperzusammensetzung, Aktivitätsniveau, Kaloriendefizit und eventuellen Erkrankungen ab. KI kann dabei helfen, die relevanten Einflussfaktoren einzuordnen.

Mindestens genauso wichtig wie die Ernährung sind regelmäßige Bewegung – insbesondere Krafttraining – und ausreichend Schlaf. Beides trägt wesentlich dazu bei, Muskelmasse zu erhalten, den Stoffwechsel gesund zu halten und das Körpergewicht langfristig zu regulieren.

Ich halte außerdem regelmäßige Phasen zwischen angenehmer Sättigung und moderatem Hunger für sinnvoll. Es gibt Hinweise darauf, dass Essenspausen positive Auswirkungen auf Stoffwechsel und Hormonregulation haben können. Das verhindert bei der Abnahme auch unerwünschte Stillstände, hilft einen emotional zu stabilisieren ("statt und zufrieden", nichts ist grundsätzlich verboten) und hilft einem gleichzeitg im Kaloriendefizit zu bleiben. Oder wie es für unsere Vorfahren gewesen wäre: Manchmal ist man bei der Jagd erfolgreich, manchmal nicht...

Wer überwiegend unverarbeitete Lebensmittel isst, auf ausreichend Protein achtet, viel Gemüse und Ballaststoffe integriert und sich regelmäßig bewegt (und da reichen schon die täglichen 30min Spaziergang), hat wahrscheinlich schon einen Großteil dessen umgesetzt, was die Ernährungsforschung derzeit für sinnvoll hält.

Für mich persönlich funktionieren auch grüner Tee, Ingwer, Beeren und Kurkuma in der Ernährung als kleine Wohlfühl-Gesundheitskicks gut. Wenn ich die regelmäßig mal einbaue, läuft das gesamte System einfach "runder".

ABER: Immer an der individuellen Gesundheitssituation orientieren. Wer an einer Nierenerkrankung oder bestimmten anderen Erkrankungen leidet, sollte eine proteinreichere Ernährung nicht ohne ärztliche Rücksprache umsetzen. In diesen Fällen können andere Empfehlungen gelten.

Ja SelfCare, so versuche ich es zu handhaben. Ich mag das ganze "Zero-Zucker-high Protein-Chemie-Zeug" nicht, vor billig Wurstwaren graust mir, zu viel Gemüse essen muss ich mich zwingen.
Mich nervt dieser hyperaktiv beworbene Proteinhype. Ernährung ist in meinem Haushalt gerade ein grosses Thema. Fisch mag ich überhaupt nicht, Fleisch hingegen sehr gerne aber nicht täglich. Ich bin so ein wenig am experimentieren was gut tut und was weniger. Und ja, Suppe ist toll. Ich baue die gerne auf lange gekochte Knochenbrüche auf, ich schwöre auf deren Inhaltsstoffe.

Das funktioniert gut, bei mir scheitert es meist an der Umsetzung: Zu müde, zuviel Stress, alles andere in meinem Kopf wichtiger etc.. Ich arbeite aktiv daran mir Dinge einfacher zu machen und/oder eben so toll, dass ich gar nicht mehr ohne will. Es muss nicht jede Entscheidung perfekt sein, jede gute ist eine in die richtige Richtung...

Knochenbrühe habe ich noch nie selbst gekocht ehrlicherweise. Das riecht doch so stark, oder? Wie machst du das haltbar, oder machst du das immer frisch?

Im Slowcooker auf dem Balkon mit viel Wurzelgemüse gekocht und dann portionsweise als Konzentrat eingefroren. Schmeisse dann einfach ein paar "Würfel" davon mit in Eintöpfe oder Suppen. Ich mags! Gerade auch wenn man kränkelt finde ich es sehr wohltuend und stärkend.

"Für den Erhalt der Muskelmasse und optimale Sättigung wäre oft eine viel höhere Proteinaufnahme sinnvoll, als die meisten Deutschen sie durch klassische "deutsche" Ernährung haben. "Deutsche Kost" ist oft recht kohlenhydratlastig. Das ist aber die nur richtige Ernährung, wenn viel körperlich geleistet werden muss."
"Protein sättigt im Durchschnitt stärker als viele andere Lebensmittel mit gleicher Kalorienmenge. Deshalb kann eine eiweißreichere Ernährung beim Abnehmen helfen und gleichzeitig den Erhalt der Muskelmasse unterstützen."


Hattest du den Artikel gelesen? Denn genau darum geht es, dass diese aktuell als Ernährungswahrheiten geltenden Annahmen (möglicherweise?) falsch sind oder sein könnten. Aus dem Artikel z.B.:


"Besonders auffällig ist ein Befund aus den Studien der Forschungsgruppe selbst: Wer sich 43 Tage lang eiweißarm ernährte, verlor Körpergewicht und Fettmasse und hatte einen niedrigeren Nüchternblutzucker – und das, obwohl die Teilnehmer insgesamt mehr Kalorien aufnahmen als zuvor."

"Eine Auswertung der britischen UK Biobank fand bei über 50-Jährigen ein geringeres Risiko für Gebrechlichkeit bei höherer Eiweißzufuhr.

Andere Untersuchungen zeigen jedoch das Gegenteil: Eine Studie an älteren britischen Zwillingen verband eine höhere Eiweißzufuhr mit einem höheren Risiko für Muskelschwund. Ein Teil des Widerspruchs könnte an der Eiweißquelle liegen – pflanzliches Protein war in einer weiteren Untersuchung mit weniger Gebrechlichkeit verbunden, tierisches nicht."

@Alea.iacta.est Ja, aber ich habe Zweifel daran, dass das so pauschal auch auf den Menschen übertragbar ist. Das sind Mäusetests und was ich nach einer kurzen Bekanntschaft mit einer Wissenschaftlerin, die mit Versuchstieren arbeitet, weiß, ist das die halt normalerweise ein wirklich fieses Wachstumsfutter bekommen. Der Vergleich dazu kann auch die Analyse verzerren. Es kann also sein, dass auch einfach die Umstellung da problematisch war. Desweiteren werden ja auch nicht die Nachteile einer Kohlhydrathaltigen Ernährung beleuchtet: Die gibts ja auch. Außerdem ist das angerissene Amminosäuren-Thema ultra komplex: Es gilt nicht per se "Davon weniger oder davon mehr", sondern es ist auch noch das Wechselspiel angepasst auf die Lebenssituation. Beschäftige mich damit seit einigen Jahren, weil ich damit etwas Probleme habe. Wir wissen im Grunde immer noch nicht so ganz genau, wie das eigentlich alles zusammenspielt UND es kann auch noch von Mensch zu Mensch ganz anders sein - bei Mäusen bestimmt auch und die Mäuse, die als Versuchtiere verwendet werden, sind meist genetisch identisch oder sehr ähnlich.

Deutsche mit Standardernährung würden einfach selten Gefahr laufen, zuviel Protein zu essen unser Proteinanteil ist tendenziell recht niedrig. Was ich auch nicht glaube, ist das wir wirklich "Proteinwasser" etc. brauchen oder das das gesund ist. Ein paar Löffel Quark oder Joghurt oder ein paar Hülsenfrüchtez.B. in der Tomatensauce können schon sinnvoll sein - hochwertiges Protein.

Es gibt immer wieder Studien, die den Fokus auf gewisse Aspekte legen.
Bei diesen ganzen Studien habe ich eines bisher noch nicht gesehen: Eine Studie, das Gemüse und abwechslungsreiche Kost schlecht für einen ist.

"Ja, aber ich habe Zweifel daran, dass das so pauschal auch auf den Menschen übertragbar ist. Das sind Mäusetests"

Ich habe grundsätzlich an allen Ergebnissen, die auf Tierversuchen basieren große Zweifel, aber lies den Artikel nochmals. Es geht keineswegs lediglich um Ergebnisse aus Tierversuchen.

Ist leider ähnlich wie bei den Abnehmspritzen, Alea.iacta.est. Die eigentlichen Studien werden oft nicht gelesen, sondern den Heilversprechen mehr oder weniger blind gefolgt. Erst wenn es in fünf bis sieben Jahren Influencer, Ernährungsdocs und Co von den Dächern pfeiffen wusste es dann jeder plötzlich immer schon und überhaupt hat einem das künstlich süße Eiweißzeug eh nie geschmeckt. 😅

@Alea.iacta.est Die wesentlichen Erkenntnisse der Meta-Studie, die besondere Aussagekraft hat, weil eben so viele verschiedene Daten und Ansätze konsolidiert werden, basieren schon auf Tierversuchen (" Ihr Befund: Bei Hefen, Fliegen, Ratten und Mäusen verlängert eine eiweißarme Kost das Leben, oft um zehn bis 50 Prozent."). Die Forschungsgruppe hat noch eigene, kleiner Studien durchgeführt an denen aber nur 38 Männer mittleren Alters beteiligt waren: Männer, in einer Lebensphase in der schon kontinuierlicher Muskelverlust ein wichtiges Thema ist. Um das zu vermeiden wird ja eigentlich immer gesagt "Esst genug Protein." Es wäre interessant gewesen zu wissen, wie hoch der Verlust an Muskelmasse war - glaube es wurde nur der Fettverlustanteil am Gewichtsverlust gemessen und unklar ist, wieviel sie sich bewegt haben.
Die Studien deuten ja auch darauf hin, dass sich das ganze bei dem Hormonhaushalt von Frauen ganz anders verhalten könnte. Wie immer: So Studien sind ja Hinweise für mögliche Zusammenhänge, dafür ist es bestimmt interessant.

Aber ich glaube auf Basis der Studie nicht, dass man als von der deutschen Esskultur sozialisierter Mensch jetzt hochwertiges Protein streichen oder "weniger" essen sollte.