
@Brünkel
Alkohol und Insolvenz, das waren die größten Brocken im Rucksack

@Berneck: schöner Post, und ich freue mich immer wieder, wenn ich über Euch zwei lese. Euch strahlt die wahre Liebe aus allen Knopflöchern. Freue mich für Euch. ;)

„Neubrandenburg“ (Pseudonym)
@berneck RESPEKT! *Daumen hoch*

„Dessau-Roßlau“ (Pseudonym)
@Berneck: Ich bin wirklich beeindruckt, das schaffen die wenigsten. Gratulation.

„Markkleeberg“ (Pseudonym)
...wenn Insolvenz und Alkohlsucht zur Lebensuntüchtigkeit gehört...also da kenn ich ganz andere Dinge die ich dazu zähle.
Okay eine aktuelle, akute Sucht wäre wohl auch ein KO-Kriterium, aber eine Insolvenz?
Hier zeigt sich mal wieder, dass sich Ehrlichkeit nicht immer auszahlt.

„Bornheim“ (Pseudonym)
Toll Berneck!!
Klar..Liebe versetzt Berge.
Auch wenn es hier so rüber gekommen ist...
das sind für mich nicht automatisch KO-Kriterien.ö.ö.
habe einfach nur festgestellt, dass ich öfter davon höre.
Dass man mir hier Oberflächlichkeit etc. unterstellt, amüsiert mich , aber ich kann damit leben.
Die, die mich kennen, wissen, dass dem ganz sicher nicht so ist.
Und das reicht mir auch.
Muss keine Massen überzeugen, die mich eh nicht kennen und die ich nicht kenne :)

„Neubrandenburg“ (Pseudonym)
@why Kommt auf den Grund der Insolvenz an.

„Warstein“ (Pseudonym)
@ Why so serious: Wenn der Kerl ein hart arbeitender Handwerksmeister oder Freiberufler ist, der nur wenige, dafür große Auftraggeber hat, die - ohne sein Verschulden- die Hufe hochgerissen und ihrerseits Insolvenz angemeldet haben, ihm dadurch sechsstellige Honorare entgehen und er daraufhin seine Firma schließen muss, okay. Kein Thema, das kann ein super fähiger toller intelligenter tüchtiger Mensch sein,der auch sicher bald wieder mit ehrlicher Arbeit da raus ist, und das wäre für mich auch kein Hindernis gewesen. Das ist allerdings die ganz große Ausnahme.
Wenn der Couchadel auf Pump immer größere Flatscreens bestellt hat, um sein RTL2 zu schauen, sich ganze Versandhauskataloge rauf und runter bestellt hat, auf Raten, und sich, kaum den Führerschein bestanden, erstmal nen 5er BMW (auf Pump...) zulegen musste, einen auf dicke Hose zu machen, irgendwelche "todsicheren Tipps" und "lohnende Geschäfte" ebenso erfolglos wie auf Pump finanziert, sich täglich die Pizzen nach Hause liefern lässt statt selbst preiswert zu kochen, sich die Getränke im teuren Dosen kauft statt billige Pfandflaschen, jedes Jahr nen Handyvertrag fürs neueste Smartphone Tablet subventioniertes Notebook, zig Abos, irgendwelches teure Bezahlfernsehen abonniert, mit der Taxe zur Tanke um Nachts die Alkvorräte nachzufüllen weil einen das ja immer so überraschend trifft, dass man das nicht tags preiswert kaufen kann, nie gelernt hat, bescheiden und vernünftig zu wirtschaften, und nach der vierten oder fünften EidVers dann mal wieder ein Insolvenzverfahren abgesessen wird... Sorry, das mag nicht nach deiner Definition "lebensuntüchtig" sein, aber nach meiner Definition verschlagen, dumm, und absolut zu meiden.
Aber ich bin da auch altmodisch, habe noch gelernt, dass man nicht über seine Verhältnisse lebt, Schulden nicht macht oder wenn dann pünkltich bezahlt, dass es auch was mit Ehre und Disziplin zu tun hat, und man auch einfach mal verzichtet wenns nicht drin ist. Ich bin halt auch nicht vom Stamme "nimm". Ich habe mein Studium beispielsweise hart erarbeitet und mein erstes Auto und ersten Telefonanschluss besessen, als ich das erste feste Einkommen nach dem Studium hatte. Verträge mit langen Kündigungsfristen meide ich noch heute und Kredite werde ich niemals aufnehmen. Dass heutzutage diese Werte nicht mehr zählen bei vielen Menschen, und dass heute viele Leute meinen, sie hätten das Recht, über ihre Verhältnisse auf Kosten anderer zu leben, ist bedauerlich, aber wohl Fakt.
Schade nur, dass du mit deinem Satz "Ehrlichkeit lohnt sich nicht" suggerierst, dass hochverschuldete Pleitiers also zwingend die "Ehrlichen" und Guten sind und Menschen wie die TE, die da erstmal vorsichtig sind wenn sie so jemanden frisch kennenlernen, also "unehrlich" oder die Schlechten.
Ebensogut könnte man dir nun Oberflächlichkeit vorhalten, wenn du pauschal davon ausgehst, es wäre immer unverschuldet und harmlos, wenn jemand mehr Schulden aufgehäuft hat, als er jemals würde bezahlen können, und sich nun zu Lasten seiner Gläubiger da rausmogelt, die dann nämlich ihre ansonsten auf 30 Jahre vollstreckbaren Titel verlieren, nie wieder gegen den Pleitier vorgehen können, auf seinen Schulden sitzen bleiben, und zuschauen können, wie der sich mit Hilfe eines Insolvenzverwalters da rauswindet.

Mal ehrlich, es gibt so viele
ko-kriterien bei der partnersuche und jeder, der nicht wahllos jeden nimmt, hat seine ganz individuellen. Zu groß, zu klein, zu dick, zu dünn, zu arm, zu reich, etc...
Ob irgendwem davon irgendwas zu oberflächlich ist, ist total uninteressant, weil das jeder für sich selber entscheiden darf! Und es ist anmaßend zu urteilen, weil man selbst vielleicht nicht diese eine Präferenz hat, dafür aber eine andere...

„Neubrandenburg“ (Pseudonym)
Ob irgendwem davon irgendwas zu oberflächlich ist, ist total uninteressant, weil das jeder für sich selber entscheiden darf! Und es ist anmaßend zu urteilen, weil man selbst vielleicht nicht diese eine Präferenz hat, dafür aber eine andere...
--> Stimme absolut zu.

Es muss das gewisse etwas da sein, kann man nicht mit materiellen oder sonstigen dingen verschönern. ist es da, kommen die herzschläge am hals an, dann ist das doch erstmal das wichtigste. arm und glücklich, ist besser als reich und unglücklich.

„Bad Waldsee“ (Pseudonym)
Sorry, aber in der heutigen Zeit glaub ich nicht an das Märchen "Arm und glücklich"

„Markkleeberg“ (Pseudonym)
Ich habe hier keinen Einzelfall gelesen, sondern nur pauschale Schlagwörter.
Auch der hart arbeitende Couchadel kann durch wirdrige Umstände zahlungsunfähig werden.
Und wenn man bei ner 40 Stundenwoche mit 1000€ nach Hause geht finde ich es völlig legitim, sich auch das ein oder andere auch mal auf Pump anzuschaffen.
Nun bricht man sich morgen das Bein und hat nach 6 Wochen nur noch Krankengeld...und schon is man der RTL2 Gucker der lebensuntüchtig ist???
Das ist mir zu einfach!

„Willich“ (Pseudonym)
also ich arbeite im sozialen bereich . . . in einem wohnheim für randständige menschen. als bekennender mann habe ich mit erschrecken festgestellt, dass die meisten randständigen männer sind . . . männer ohne frauen sind teilweise lebensunfähig . . . das mein ich nicht als witz und will es auch nicht verallgemeinern. es gibt sicher lebensfähige männliche singles . . . aber hinter einem grossteil lebensfähiger oder sogar erfolgreichen männlichen individien steht eine frau . . . da würd ich es mal von der positiven seite her sehen, wenn diese männer ne starke frau zur seite haben, klappts auch wieder mit dem strom und der heizung in der wohnung . . . aber das ist dann wohl nur eine einseitige befriedigung einer beziehungspartei . . . frauen haben es oftmals satt, die mutterrolle für den partner zu übernehmen hab ich so im laufe meines kurzen lebens festgestellt.

„Neubrandenburg“ (Pseudonym)
aber hinter einem grossteil lebensfähiger oder sogar erfolgreichen männlichen individien steht eine frau . . .
Ist auch bei erfolgreichen Frauen so, da ist es dann nur gelegentlich ein Mann. Gegenseitige Unterstützung ist immer wichtig. Wenn man einen Partner findet, mit dem man ein gutes Team bildet, kann man zusammen viel mehr erreichen und sich in Krisensituationen stützen.

„Warstein“ (Pseudonym)
@Why so serius, bei einem Umstieg von Gehalt auf Krankengeld hat man bei Deinem Gehaltsbeispiel in der Regel 90 % vom früheren Nettogehalt zur Verfügung. Also statt 1.000 netto, noch 900. Selbst, wenn man ein Jahr lang arbeitsunfähig wäre, bedeutet das also, 1.200 Euro weniger in dem Jahr netto gehabt zu haben.
Wenn man seine Kreditkäufe, Abos und Ratenverträge so eng strickt, dass einen das schon in die Insolvenz reißt, sorry, da muss man schon ganz schön schlecht kalkuliert haben. Insolvenz bedeutet im übrigen, die letzte Notbremse wenn gar nichts mehr geht - keine Ratenzahlungen, vorübergehende Ratenabsenkung zum Beispiel ist ja auch möglich, keine Verhandlungen mehr usw.
10% vom Netto kann man auffangen für die Dauer eines gebrochenen Beines. Angefangen damit, dass man so lange nicht zur Arbeit fahren muss (also die eine oder andere Tankfüllung spart), deutlich weniger Kosten für auswärtige Ernährung usw. hat, sich nicht täglich herausbrezeln muss, billige Sonderangebote kaufen kann während die arbeitende Bevölkerung ebenda ist - auf der Arbeit- und so weiter. So knapp zu kalkulieren mit Verschuldung ist mindestens grob fahrlässig!
Und mit Couchadel meinte ich einen Schlag, der mit harter Arbeit nichts am Hut hat.
Edit meint noch: Wenn ich mir nichts leisten konnte, habe ich ERST gespart und DANN gekauft, und nicht ERST gekauft und DANN abgestottert. Wie sich die Prioritäten doch verschieben können. Ich sag ja, für manche ist es ein Menschenrecht, auf Kosten anderer über ihre eigenen Verhältnisse zu leben... Aber heutzutage scheint es ja schon keinen Teenie mehr zu geben, der nicht mindestens mal 1.000 Euro Handyschulden hatte im Leben. Argh.

@zirkel, was bitte sind denn "randständige" Menschen? Das hab ich noch nie gehört.
@MirellaTivEgal, das kann ich nicht bestätigen. Es gibt viele erfolgreiche Frauen, die eben keinen Mann haben und sich sehr bewusst sind, dass sie mit einem Mann an ihrer Seite auf beruflichen Erfolg verzichten müssten...

„Warstein“ (Pseudonym)
Ich habe das so verstanden, dass es Menschen mit Problemen bezeichnet, die am Rand der Gesellschaft stehen aus welchen auch immer Gründen.

90% als Krankengeld vom letzten Gehalt? Woher hast du denn sowas? Es sind in aller Regel 70%...und darf höchstens 90% sein. Trotzdem sind es eben in aller Regel nicht mehr als 70%.

„Warstein“ (Pseudonym)
70% vom BRUTTO, aber nicht mehr als 90% vom NETTO, und die Grenze ist die BBG, wo das Beispiel mit den 1.000 Netto aber drunter liegt.

„Wallenhorst“ (Pseudonym)
@ ``<< Hauptstadtfrau >>``
Im Prinzip richtig, in der Theorie. Ein paar Dinge sollte man aber nicht außer Acht lassen:
Je nach Erkrankung können die Kosten für Heil-, Hilfsmittel und Arztfahrten (Taxi usw.) mächtig ins Geld gehen. Auch wenn man einen Teil oder gar alles hinterher wiederbekommt, muß man sie erst mal aufbringen. Es gibt auch tagsüber nicht immer jemanden, der Zeit hat, einen zu fahren.
Ich hab das mit einer Freundin durch und da mehrere Meinungen eingeholt werden mußten, es x OP's und mehrere Rehas gab, war der Lebensstil in diesem Fall extrem teurer.
Der Unterschied zur auswärtigen Ernährung war bei ihr nicht gegeben, da sie sich generell immer ihr Essen mitgenommen hat und das Herausbrezeln fiel bei ihr auch nicht ins Gewicht, da Arbeitskleidung. Ihren Arbeitsweg bewältigte sie zudem zu Fuß, hatte noch nicht mal ein Auto.
Wenn man viel zu Hause ist, erhöht das zudem die Heiz- , Wasser- und Stromkosten beträchtlich, selbst wenn man noch so spart

„Warstein“ (Pseudonym)
Ja das stimmt natürlich, Flause. Wobei wie Du richtig schreibst, hinterher gibts von diversen Trägern und nicht zuletzt dem Finanzamt ordentliche Erstattungen, zur Überbrückung entsprechende Hilfen, und das wissen natürlich auch Gläubiger. Ich kann mir daher tatsächlich nur ganz wenige Ausnahmefälle vorstellen, die in einer solchen Situation sofort Insolvenz anmelden müssen.
ps. Wenn jemand in so eine Situation kommt, sofort den Max-Zuzahlungsbetrag entrichten und sich entsprechenden Befreiungsausweis von der Kasse holen, dann muss man nicht bis Jahresende warten mit Erstattungen, weil man nicht mehr in Vorleistung gehen muss.

„Wallenhorst“ (Pseudonym)
Zur Insolvenz hätte das wahrscheinlich nur geführt, wenn es über Jahre ohne Unterstützung gegangen wäre.
Den Befreiungsausweis haben wir damals fix beantragt. Trotzdem wäre es ohne finanzielle Überbrückung und Unterstützung nicht gegangen, da sie als Geringverdiener kaum Rücklagen hatte und manches einfach nicht zu stemmen war.

„Bad Homburg“ (Pseudonym)
Zum Thema selbst... Wenn ich so durchlese, kommt mir noch ein Gedanke. Ein Mann/Mensch, der gar nichts durch hat und nie eine Krise bewältigt hat, wäre für mich auch schwierig. Kenne so "Überflieger", die nicht mal wissen wie man "Not" buchstabiert. Wehe, wenn denen dann mal ein Pfurz quer sitzt. Da muss Frau starke Nerven haben.
Also wie gesagt, was und warum sind nicht so interessant wie die Frage "wie komm ich raus/bin ich rausgekommen". Da würde ich ganz genau hinschauen.

„Coburg“ (Pseudonym)
@Roll_Mops
Applaus...Applaus...Applaus...