
„Haar“ (Pseudonym)
Eine liebe Kollegin wurde von ihrem Partner - die beiden sind seit knapp 2 Jahren ein Paar und wollen demnächst heiraten - vor die Wahl gestellt:
Entweder trennt sie sich von ihrer langjährigen besten Freundin, mit der sie bereits seit dem Kindergarten befreundet ist, oder er trennt sich von ihr!
Er mag sie nicht und kommt wohl überhaupt nicht mit ihr klar. Die Gründe hierfür sind vielschichtig und nicht relevant, bzw. beeinflussend für die Beziehung der Beiden.
Meine Kollegin ist ganz niedergeschlagen und sie weiß nicht was sie tun soll... ^^
Ich finde diese Forderung von ihm einfach nur traurig und armselig und ich würde niemals meinen Partner vor solch' eine Wahl stellen und genau das habe ich ihr auch gesagt.
Nun liegt es bei ihr, wie sie sich entscheidet... ^^
Wie seht ihr das?
Würdet ihr eine langjährige Freundschaft aus Liebe zum Partner beenden?

Schon so eine Forderung müßte sie doch vor so einem Partner warnen.

„Pirmasens“ (Pseudonym)
ganz einfach...den Kerl in den Wind schießen...so eine Partnerschaft besteht nicht lange wenn er ihr noch vorschreibt mit wem sie befreundet zu sein hat..auch wenn er sie nicht leiden kann..
Stell Dir die Situation andersrum vor...sie würde sagen-meine Schwiegereltern gefallen mir nicht-was dann??

„Genf“ (Pseudonym)
Nein, würde ich nicht. Er muss doch nicht dabei sein, wenn sie sich treffen oder telefonieren.
Ganz ehrlich - sie sollte sich fragen, ob der Mann der richtige ist.

„Haar“ (Pseudonym)
Ich sehe das auch so!
Er kennt ihre beste Freundin ja nicht erst seit ein paar Tagen... ^^

„Haar“ (Pseudonym)
Genau Zitrone! So war es ja bisher auch, die beiden haben sich (meist) ohne ihn getroffen... manchmal liess sich ein Zusammentreffen nicht vermeiden, z. Bsp. auf Geburtstagen, aber ansonsten waren die beiden Mädels allein unterwegs.

„Bad Neuenahr-Ahrweiler“ (Pseudonym)
Erpressung ist schlechter Stil, also taugt der Gute nicht viel, trotzdem wären die Gründe interessant. "Vielschichtig" kann ja viel bedeuten, hat sie gegen ihn laufend Stimmung gemacht, hat sie ihn heimlich angebaggert, hat sie ihm gedroht? Sowas würde es zumindest etwas relativieren, aber der Zeitpunkt ist natürlich eine charakterliche Bankrotterklärung.

„Haar“ (Pseudonym)
@can´tstop, die Gründe beruhen wohl - lt. Aussage meiner Kollegin - rein auf Sympathie-Ebene.
Sie sagte, daß ihre Freundin in keinster Weise die Beziehung der Beiden beeinflussen würde und das sie nie ein "schlechtes" Wort über ihn gesagt hätte.
Und ja, ich sehe das genauso: Der "Gute" taugt nix!

„Dinslaken“ (Pseudonym)
...das sind keine guten Voraussetzungen für eine beständige Beziehung
wenn mir ein Freund meines Partners so gegen den Strich gehen würde... dann sollen sie eben alleine etwas unternehmen... und die 1 - 3 Abende im Jahr.. die man sich über den Weg läuft... kann ja wohl jeder mal die A - backen zusammen kneifen ;o)

Wer Unmögliches fordert, verbaut sich die Möglichkeiten. Wenn sie die Ablehnung ihres Partners gegenüber der Freundin nachvollziehen kann und verstehen kann, kann sie sich entscheiden. Wenn ihre Freundin ihm nichts getan hat und nicht auf die Beziehung einwirkt, sollte sie sich überlegen, welche Sonderlichkeiten wohl noch kommen werden, und ob ihr Leben durch ihn nicht zusehr eingeschränkt wird.

Wenn ich nicht so kluge Freundinnen gehabt hätte, hätte ich jetzt keine mehr. Mein Partner war in den ersten Jahren so ähnlich, und ich hatte keinen Rückzugsort, um zu telefonieren. Mittlerweile habe ich mich auf die Hinterbeine gestellt und tue das, was wichtig ist...es ist sehr schwer, wenn man den Fehler gemacht hat und dem Partner ein Diktat über das eigene Leben erlaubt hat.
Meine Mädels haben mir über die Jahre die Treue gehalten, und so bin ich in diesem Sommerurlaub größtenteils allein in der Republik unterwegs...:-))

Eifersucht? Aber warum auch immer so etwas zustande kommt:
Ich sehe das so wie cossi und contessa. Die Frage, was mir die Freundin wert ist, stellt sich gar nicht, sie hat mit der Entscheidung nichts zu tun.
Was bitte ist das denn für ein Kerl, der Freundschaften verbietet? Und was kommt dann noch? Bei mir würden auch alle Alarmglocken angehen. Eine Hochzeit mit jemandem, der mich so wenig respektiert, wäre mir nicht möglich.
Man muss die Freunde des Partners ja nicht alle mögen. Dann geht man sich eben aus dem Weg, soweit das möglich ist. Und versucht die/den auf größeren Festen eben zu umgehen. Aber den Umgang verbieten? Da muss schon etwas sehr Übles vorgefallen sein, wenn ich darum bitte, mich nicht öfter als nötig mit jemandem zu konfrontieren.

„Haar“ (Pseudonym)
@Susi und alle anderen: Volle Zustimmung! :-)
Mir tut meine Kollegin schrecklich leid! Sie liebt den "Typ" sehr... ^^
Edit: Ergänzung.

„Haar“ (Pseudonym)
@mollycrossy, ich habe die gleiche Vermutung:
Der Grund ist schlichtweg Eifersucht!
Er kann es wohl nicht verkraften wie vertraut die beiden miteinander umgehen und das sie seit Kindertagen eben auch all' die großen und kleinen Geheimnisse miteinander teilen.

Grundsätzlich halte ich diese Forderung für sehr fragwürdig. Ich denke, die Situation ist für deine Freundin ohnehin schon belastend genug. Und wenn es tatsächlich so ist, dass es nicht um Stimmungmache gegen den Partner geht, um so unverständlicher.
Wenn die zwei nun absolut nicht miteinader klar kommen, bleibt ja auch weiterhin die Möglichkeit der Freundinnen, sich alleine zu treffen. Und auf einer größeren Gesellschaft sollte es für ein paar Stunden ja auch möglich sein, sich aus dem Weg zu gehen.
Er fühlt sich wahrscheinlich wirklich ausgeschlossen aus der gemeinsamen Welt der Freundin und ist eifersüchtig. Vielleicht sollte man mal versuchen, den Grund dafür zu ergründen. Unter Umständen ist er sich dessen gar nicht bewußt.

„Böblingen“ (Pseudonym)
@amazing Wenn es so ist, wie du sagst, ist es nicht angemessen. Wenn es allerdings Freunde gibt, die immer wieder gegen die eigene Beziehung sticheln und versuchen, Ärger zu verursachen, muß man sich auch mal fragen, warum sie das tun.
Ein pauschales Urteil könnte ich in diesem Fall nicht fällen.

„Haar“ (Pseudonym)
@✿ErdbeerSchnittchen✿, seh ich auch so!
@Elenoire van Dijk, ich fälle auch kein Pauschalurteil. Ich kann nur das wiedergeben, was meine Kollegin mir erzählt.
Was ich überhaupt nicht nachvollziehen kann, ist die Tatsache, daß ein Partner der den anderen liebt solch' eine Forderung stellt ohne hierfür einen triftigen Grund zu haben... ^^

@Amazing, das können andere in der Regel auch nicht nachvollziehen. Geht mir ja genauso.
Aber genau deswegen ja auch mein Einwand, dass es Gründe für diese extreme Haltung geben wird. Wenn er natürlich total uneinsichtig ist und seine Forderung für die einzig richtige Möglichkeit hält, wird sie keine Chance haben.
Aber wenn ihm wirklich was an seiner Partnerin liegt, wäre es doch ein Versuch wert, ihn darauf hinzuweisen, sich mal mit der Situation auseinanderzusetzen. Notfalls eben mit professioneller Hilfe.
Vielleicht könnten ja auch erstmal gemeinsame Freunde, die die Situation ähnlich einschätzen, einen Versuch starten mit ihn zu reden.

„Elbe“ (Pseudonym)
beziehungen kommen und gehen. aber eine langjährige beste freundin ist was vom kostbarsten, das es gibt. ich glaube den mann, für den ich meine beste freundin in den wind schießen würde, den gibt es nicht. und jeder mann, der derartiges verlangen würde, disqualifiziert sich selber.

@jana, ich gebe dir vollkommen Recht. Langjährige Freundschaften sind mit das Kostbarste was es gibt.
Aber wenn der „Gegenpart“ der Mann ist, den ich liebe und der mich liebt und bereits eine Hochzeit im Gespräch ist, sollte man meiner Meinung nach aber auch diese Beziehung nicht leichtfertig auf’s Spiel setzen.
Ich würde zunächst erstmal alles in meiner Macht stehende versuchen, beides in Einklang zu bringen. Vor allem die Ursachen für das Handeln Einzelner ergründen. Erst wenn man sich eingestehen muss, dass es wohl keine für alle Beteiligten zufriedenstellende Lösung geben wird, sollte man klar zu seinen Prioritäten stehen.

„Niederkassel“ (Pseudonym)
Viele Frauen schießen eine Freundschaft wegen einem Mann in den Wind, (das tun nur Frauen) wenn´s dann vorbei ist kommen sie angekrochen - für mich ein nogo
Wer mich will, muss meine Freunde auch nehmen

„Ludwigslust-Parchim“ (Pseudonym)
Vor ettlichen Jahren hatte ich auch einen Freund, der mit meiner besten Freundin (mittlerweile seit 23 Jahren) so überhaupt nicht konnte.
Sie lernten sich kennen und waren sich total unsymphatisch. Noch dazu hatte meine Freundin einen sprunghaften Lebenswandel und er war ständig nur am klammern wenn ich ihn mal auf Veranstaltungen mitnahm, wo sie auch war.
Ich hab mir das Ganze ein paar mal angeschaut und bin dann nur noch alleine mit den jeweiligen Personen ausgegangen.
Ich wurde damals auch vor die Wahl gestellt und habe sofort gesagt, das er die Konsequenzen aus seiner Intoleranz selbst ziehen muß und nicht auf mich abwälzen darf.
Meine beste Freundin gehört zu mir wie auch die Tatsache, daß ich in der Beziehung auf eine "entweder-oder" Forderung nicht eingehe... . Getreu nach dem Motto "its up to you to make your decision"
Mehr als den Kontakt zwischen den Beiden auf ein Minimum zu beschränken, kann ich nicht tun.
Er muß tun, was er für Richtig hält. Aber ein Ultimatum ist inakzeptabel für mich. Mit dieser Reaktion mußte er leben denn nur weil meine Freundin eine wilde Zeit mit wechselnden Geschlechtspartnern hatte heisst das ja noch lange nicht, daß dies abfärbt auf mich. Dafür müsste er mich ja auch gut genug kennen.
Es hat nach dieser Forderung auch nur noch ca. nen halbes Jahr gedauert, bis ich mich dann von ihm trennte... Ich hatte einfach nach dieser Aktion die Augen geöffnet und gesehen, daß ich mit ihm nicht auf Dauer glücklich geworden wäre.
"Beste Freundin"... Sowas verstehen Männer oftmals nicht, weil sie solche Freundschaften i.d.R. nicht haben. Es kommt zwar vor, aber es ist selten.
In einer Partnerschaft geht es darum, sein Leben zu bereichern und nicht einzuschränken. Und solange solch eine Forderung aus Egoismus des Partners und nicht aus einer Sorge heraus gestellt wird, läuft dies in meinen Augen unter "Erpressung" und hat in einer Beziehung überhaupt nichts verloren!

„Henstedt-Ulzburg“ (Pseudonym)
Mein Mann kann eine meiner Freundinnen auch nicht leiden. Er geht ihr möglichst aus dem Weg, ich lade sie möglichst nur dann ein, wenn er nicht da ist (mein Mann arbeitet in Schichten, da geht das ganz gut) und ansonsten gehe ich eben entweder mit meinem Mann weg, oder mit ihr.
Mein Mann würde nie auf die Idee kommen, mich vor die Wahl zu stellen. Er wüßte ganz genau, dass unsere Beziehung dann zuende ist. Nicht, weil ich meine Freundin lieber mag, aber weil ich mich grundsätzlich nicht "erpressen" lasse!

„Idar-Oberstein“ (Pseudonym)
und es geht auch umgekehrt:
mein ehemals "bester" freund hat mir vor 10 jahren und nach 36 jahren die freundschaft gekündigt.
nach seiner scheidung hat er eine frau kennengelernt, die nicht verstehen konnte,daß meine frau und ich nach wie vor kontakt zu seiner ex-frau hielten, mit der wir ja ebenso befreundet waren. seine neue partnerin hatte wohl angst das die ex-frau uns nach ihr ausfragen würde.
dies war nie der fall. dieser bruch hat mich damals sehr mitgenommen und verletzt,weil ich einfach nicht verstehen konnte, wie man (und das war wohl ein trugschluss)eine so tiefe und langjährige freundschaft einfach in den wind schiessen kann!
heute weiß ich, er war nie mein bester freund. :-(

„Haar“ (Pseudonym)
Daran erinnere ich mich leider noch zu gut... :-((