Der Sprung in der Schüssel...Weisheiten und Methaphern

in „Smalltalk“

Zu diesem Thema gibt es 143 Antworten

Eine Arbeitslose bewirbt sich als Reinigungskraft bei IBM.
Der Personalleiter lässt sie einen Test machen (den Boden reinigen), darauf folgt ein Interview und schließlich teilt er ihr mit: "Sie sind bei IBM eingestellt. Geben Sie mir Ihre E-Mail-Adresse, dann schicke ich Ihnen die nötigen Unterlagen". Die Frau antwortet ihm, dass sie weder einen Computer besitzt noch eine E-Mail hat.
Der Personalmensch antwortet ihr, dass sie ohne E-Mail-Adresse virtuell nicht existiert und daher nicht angestellt werdenkann. Die Frau verlässt verzweifelt das Gebäude mit nur 10 $ Reisekosten in der Tasche.
Sie beschließt in den nächsten Supermarkt zu gehen und 10 Kilo Tomaten zu kaufen. Dann verkauft sie die Tomaten von Tür zu Tür und innerhalb von 2 Stunden verdoppelt sie ihr Kapital.
Sie wiederholt die Aktion 3 Mal und hat am Ende 160 $.
Sie realisiert, dass sie auf diese Art und Weise ihre Existenz bestreiten kann, also startet sie jeden Morgen und kehrt abends spät zurück.
Jeden Tag verdoppelt oder verdreifacht sie ihr Kapital.
In kurzer Zeit kauft sie sich einen kleinen Wagen, dann einen Lastwagen und bald verfügt sie über einen kleinen Fuhrpark für ihre Lieferungen.
Innerhalb von 5 Jahren besitzt sie eine der größten Lebensmittelketten der USA.
Sie beschließt an ihre Zukunft zu denken und einen Finanzplan für sich und ihre Familie erstellen lassen.
Sie setzt sich mit einem Berater in Verbindung und er erarbeitet einen Vorsorgeplan. Am Ende des Gesprächs fragt der Vertreter sie nach ihrer E-Mail-Adresse, um ihr die entsprechenden Unterlagen schicken zu können.
Sie antwortet ihm, dass sie nach wie vor keinen Computer und somit auch keine E-Mail-Adresse besitzt. Der Versicherungsvertreter schmunzelt und bemerkt: "Kurios - Sie haben ein Imperium aufgebaut und besitzen nicht mal eine E-Mail-Adresse.
Stellen Sie sich mal vor, was Sie mit einem Computer alles erreicht hätten!"
Die Frau überlegt und sagt: "Ich wäre Putzfrau bei IBM".
Lehre Nr. 1: Das Internet rettet nicht Dein Leben.
Lehre Nr. 2: Wenn Du bei IBM arbeiten willst, brauchst Du eine E-Mail-Adresse.
Lehre Nr. 3: Wenn Du diese Geschichte per E-Mail erhalten hast,
sind die Chancen Putzfrau zu werden größer als die, Millionär zu werden.
Na dann, frohes Schaffen!

P.S. Bin zum Hofer, Tomaten holen und ab jetzt per E-Mail nicht
mehr zu erreichen!!!!!!!!!!!!!!!!!

Signatur

Die Retterin der Nachrichtenzentrale

„Neuwied“ (Pseudonym)

Eines Nachts hatte ich einen Traum.
Ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn.
Vor dem dunklem Nachthimmel erstrahlten, Streiflichtern gleich, Bilder aus meinem Leben.
Und jedes Mal sah ich zwei Fussspuren im Sand, meine eigene und die meines Herrn.

Als das letzte Bild an meinen Augen vorübergezogen war, blickte ich zurück.
Ich erschrak, als ich entdeckte, dass an vielen Stellen meines Lebensweges
nur eine Spur zu sehen war.

Und das waren gerade die schwersten Zeiten meines Lebens.

Besorgt fragte ich den Herrn: " Herr, als ich anfing, dir nachzufolgen, da hast du mir versprochen, auf allen Wegen bei mir zu sein, aber jetzt entdecke ich, dass
in den schwersten Zeiten meines Lebens nur eine Spur im Sand zu sehen ist.
Warum hast du mich allein gelassen, als ich dich am meisten brauchte?"

Da antwortete er: " Mein liebes Kind, ich liebe dich und werde dich nie allein lassen,
erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten.
Dort, wo nur du eine Spur gesehen hast, da habe ich dich getragen."

"Der Seelenvogel"

Tief, tief in uns wohnt die Seele.
Noch niemand hat sie je gesehen,
Aber jeder weiß, daß es sie gibt.
In der Seele - in ihrer Mitte -
steht ein Vogel auf einem Bein.
Der Seelenvogel.
Und er fühlt alles, was wir fühlen.
Wenn uns jemand verletzt,
tobt der Seelenvogel in uns herum;
hin und her, nach allen Seiten,
und alles tut ihm weh.
Wenn uns jemand lieb hat,
macht der Seelenvogel fröhliche Sprünge,
kleine, lustige, vorwärts und rückwärts, hin und her.
Wenn jemand unseren Namen ruft,
horcht der Seelenvogel auf die Stimme,
weil er wissen will, ob sie lieb oder böse klingt.
Wenn jemand böse auf uns ist,
macht sich der Seelenvogel ganz klein
und ist still und traurig.
Und wenn uns jemand in den Arm nimmt
wird der Seelenvogel in uns größer und größer,
bis er uns fast ganz ausfüllt.
So gut geht es ihm dann.
Ganz tief in uns ist die Seele.
Noch niemand hat sie gesehen,
aber jeder weiß, daß es sie gibt.
Und noch nie - noch kein einziges Mal -
wurde ein Mensch ohne Seele geboren.
Denn die Seele schlüpft in uns,
wenn wir geboren werden,
und sie verläßt uns nie - keine Sekunde -
solange wir leben.
So, wie wir auch nicht aufhören zu atmen,
von unserer Geburt bis zu unserem Tod.
Der Seelenvogel besteht aus Schubladen.
Diese Schubladen können wir nicht einfach aufmachen,
denn jede einzelne ist abgeschlossen
und hat ihren eigenen Schlüssel.
Und der Seelenvogel ist der einzige,
der die Schubladen öffnen kann.
Wie? - Auch das ist ganz einfach:
mit seinem Fuß.
Der Seelenvogel steht auf einem Bein.
Das zweite hat er, wenn er ruhig ist,
an den Bauch gezogen.
Mit dem Fuß dreht er den Schlüssel
zu der Schublade um, die er öffnen will,
zieht am Griff und alles, was darin ist,
kommt zum Vorschein.
Und weil alles, was wir fühlen eine Schublade hat,
hat der Seelenvogel viele Schubladen.
Es gibt eine Schublade für Freude und eine für Trauer.
Es gibt eine Schublade für Eifersucht
und eine für Hoffnung.
Es gibt eine Schublade für Enttäuschung
und eine für Verzweiflung.
Es gibt eine Schublade für Geduld und eine für Ungeduld.
Auch für Haß und Wut und Versöhnung.
Eine Schublade für Faulheit und Leere
und eine Schublade für die geheimsten Geheimnisse.
Diese Schublade wird fast nie geöffnet.
Es gibt auch noch andere Schubladen.
Man kann selbst wählen, was darin sein soll.
Manchmal sind wir eifersüchtig,
ohne daß wir es wollen.
Und manchmal machen wir etwas kaputt,
wenn wir eigentlich helfen wollen.
Der Seelenvogel gehorcht uns nicht immer
und bringt uns manchmal in Schwierigkeiten.......
Man kann schon verstehen, daß die Menschen verschieden sind,
weil sie verschiedene Seelenvögel haben.
Es gibt Vögel, die jeden Morgen
die Schublade "Freude" aufmachen.
Dann sind die Menschen froh.
Wenn der Vogel, die Schublade "Wut" aufmacht,
ist der Mensch wütend.
Und wenn der Vogel die Schublade nicht mehr zuschließt,
hört der Mensch nicht auf, wütend zu sein.
Manchmal geht es dem Vogel nicht gut.
Dann macht er böse Schubladen auf.
Geht es dem Vogel gut,
macht er Schubladen auf, die uns guttun.
Manche Leute hören den Seelenvogel oft,
manche hören ihn selten.
Und manche hören ihn nur einmal in ihrem Leben.
Deshalb ist es gut, wenn wir auf den Seelenvogel horchen,
der tief, tief in uns ist.
- Vielleicht spät abends, wenn alles still ist.

„Hamm“ (Pseudonym)

Eines Tages du warst allein und traurig,
dachtest über den eigentlichen Sinn deines Lebens nach...

du fragtest dich immer und immer wieder:"

Warum ICH???"

während du da sahst und nachdachtest, kam
ein Kind, es setzte sich zu dir und sprach:"

Komm ich zeige dir etwas..."

Das Kind nahm dich an die Hand und zeigte
dir das, was du tagtäglich vor dir hast, aber
bisher nie wirklich wahrgenommen hattest....

"Fühle die warmen Strahlen der
Sonne..." sagte es...

Du fühltest eine wohlige Wärme...plötzlich
ging es dir gut...du lächeltest....

Das Kind zeigte dir Dinge die du vorher nie
wahr genommen hattest...

Dieses Kind war ein Engel und er sprach:

“Öffne deine Augen und siehe die
wunderschönen kleinen Dinge die direkt vor dir sind an,
zweifel nie an dir...denn wenn du die Augen
schließt und die Wärme der Sonne
spürst, spürst du auch mich ,auch wenn du
mich nicht sehen kannst-.....

Nichts im Leben ist unerreichbar...mache
dich auf den Weg..
du wirst Berge erklimmen und
Hänge hinunter gehen müssen,
um an dein Ziel zu kommen...

Es wird windig werden, du wirst frieren, aber
danach kommt die Sonne...
und wärmt dich wieder...."

So langsam verstandest du den Sinn des Lebens...

"Man muß an sich glauben um den Berg
erklimmen zu können,
nur wenn du deinen Weg weiter gehst,und nach
jedem hin fallen wieder aufstehst...
kannst du die Spitze erreichen...."
Verliere nie den Glauben an dich,denn du
bist ein starker und wundervoller liebenswerter
Mensch!!“

Der alte Großvater und sein Enkel

Es war einmal ein Großvater, der schon sehr, sehr alt war. Seine Beine gehorchten ihm nicht mehr, die Augen sahen schlecht, die Ohren hörten nicht mehr viel und Zähne hatte er auch keine mehr.
Wenn er aß, floss dem alten Mann die Suppe aus dem Mund. Der Sohn und die Schwiegertochter ließen ihn deshalb nicht mehr am Tisch essen, sondern brachten ihm sein Essen hinter den Ofen, wo er in seiner Ecke saß.
Eines Tages, als man ihm die Suppe in einer Schale hingetragen hatte, ließ er die Schale fallen und sie zerbrach. Die Schwiegertochter machte dem Greis Vorwürfe, dass er ihnen im Haus alles beschädige und das Geschirr zerschlage, und sagte, dass sie ihm von jetzt an das Essen in einem Holzschüsselchen geben werde. Der Greis seufzte nur und sagte nichts.
Als der Mann und die Frau einige Tage später zu Hause beisammen saßen, sahen sie, dass ihr Söhnchen auf dem Fußboden mit kleinen Brettern spielte und etwas zimmerte.
Der Vater fragte ihn: "Was soll das denn werden, Mischa?"
Und Mischa antwortete: "Das soll ein Holzschüsselchen werden, Väterchen. Daraus werde ich dir und der Mutter zu essen geben, wenn Ihr alt geworden seid."
Der Mann und die Frau sahen sich an und weinten. Ihnen wurde plötzlich bewusst, wie sehr sie den Greis gekränkt hatten und sie schämten sich. Fortan ließen sie ihn wieder am Tisch sitzen und waren freundlich zu ihm.

Geschichte nach Lew Tolstoi

Das rosa Tütchen

Als ich eines Tages traurig durch den Park schlenderte
und mich auf einer Parkbank niederließ,
um über alles nachzudenken was in meinem Leben schief läuft,
setzte sich ein fröhliches kleines Mädchen zu mir.

Sie spürte meine Stimmung und fragte: "Warum bist du so traurig?"

"Ach" sagte ich „ ich habe keine Freude im Leben.
Alle sind gegen mich. Alles läuft schief.
Ich habe kein Glück und ich weiß nicht, wie es weitergehen soll".

"Hmmm", meinte das Mädchen,
„Wo hast du denn dein rosa Tütchen?
Zeig es mir mal. Ich möchte da mal hineinschauen."

"Was für ein rosa Tütchen?" fragte ich sie verwundert.

"Ich habe nur ein schwarzes Tütchen."

Wortlos reichte ich es ihr.

Vorsichtig öffnet sie mit ihren zarten kleinen Fingern den Verschluss und
sah in mein schwarzes Tütchen hinein.
Ich bemerkte, wie sie erschrak.

"Es ist ja voller Alpträume, voller Unglück und voller schlimmer Erlebnisse!"

"Was soll ich machen? Es ist eben so. Daran kann ich doch nichts ändern."

"Hier nimm,"
meinte das Mädchen und reichte mir ein rosa Tütchen.

"Sieh hinein!"

Mit etwas zitternden Händen öffnete ich das rosa Tütchen und konnte sehen,
dass es voll war mit Erinnerungen an schöne Momente des Lebens.
Und das, obwohl das Mädchen noch jung an Menschenjahren war.

Wo ist dein schwarzes Tütchen?" fragte ich neugierig.

"Das werfe ich jede Woche in den Müll und kümmere mich nicht weiter darum",
sagte sie.

"Für mich ist es wichtig, mein rosa Tütchen im Laufe des Lebens voll zu bekommen.
Da stopfe ich soviel wie möglich hinein.

Und immer wenn ich Lust dazu habe oder ich beginne traurig zu werden,
dann öffne ich mein rosa Tütchen und schaue hinein.
Dann geht es mir sofort besser."

Noch während ich verwundert über ihre Worte nachdachte,
gab sie mir einen Kuss auf die Wange und war verschwunden.

Neben mir auf der Bank lag ein rosa Tütchen.
Ich öffnete es zaghaft und warf einen Blick hinein.

Es war fast leer, bis auf einen kleinen zärtlichen Kuss,
den ich von einem kleinen Mädchen auf einer Parkbank erhalten hatte.

Bei dem Gedanken daran musste ich schmunzeln und mir wurde warm ums Herz.

Glücklich machte ich mich auf den Heimweg, nicht vergessend,
am nächsten Papierkorb mich meines schwarzen Tütchens zu entledigen.

(Autor unbekannt)

„Hameln-Pyrmont“ (Pseudonym)

Es liegt in deiner Hand

Es war einmal ein weiser Mann, der immer zur rechten Zeit die richtigen Ratschläge gab. Darum wurde er auch viel befragt und genoss großes Ansehen bei der Bevölkerung. Dies ärgerte die Oberen des Landes sehr. Und sie überlegten, wie sie dem weisen Mann eine Falle stellen könnten.
Nach langem Überlegen hatten sie eine Idee: Einer der Ihren sollte mit einer Maus in der geschlossenen Hand vor den weisen Mann treten und ihn fragen, was er in dieser Hand verberge. Sollte wider Erwarten der weise Mann die Maus benennen, könnte durch die Zusatzfrage:
- Ist das, was sich in der Hand befindet, lebend oder tot - der weise Mann bloßgestellt werden.
Lautete die Antwort tot, würde die Hand geöffnet mit der lebenden Maus. Lautete die Antwort lebend, könnte die Maus durch schnelles Zudrücken der Hand getötet werden.
Die Oberen gingen also zu dem weisen Mann und befragten ihn. Was ist in meiner Hand? Der weise Mann antwortet: „Eine Maus.“
Ist das in meiner Hand lebend oder tot? Darauf antwortete der weise Mann: „Ob das, was in euerer Hand liegt, lebt oder tot ist, liegt in eurer Hand.“

„Winnenden“ (Pseudonym)

Hey schöne Geschichten :-)

und die meisten beeinhalten die Moral von der Geschicht:

die kleinen Dinge im Leben machen den Sinn des Lebens aus und diese zu verpassen bedeutet, eigentlich nicht intensiv "gelebt" zu haben. Genau nach dieser Devise lebe ich seit sehr vielen Jahren, sprich ich weiß es eben zu schätzen und nehme mir auch die zeit dazu :-)

Und nun mal alle Hand hoch, wer die Muse hat, genau auf solche kleinen Dinge tagtäglich zu achten bzw. nicht so in der alltäglichen Tretmühle aus Jobstress und unzähligen Verpflichtungen verstrickt ist, daß er dafür genügend Zeit erübrigen kann. Ich vermute mal, die meisten hier werden die Hände unten lassen ;-)

„Harsewinkel“ (Pseudonym)

Ich hebe auch die Hand. Wenn ich so einen richtig gruseligen Tag hatte, dann such ich mir meine schönen Bilder des Tages zusammen, wie z. B.

- hemmungsloses Kinderlachen auf dem Büroflur
- der Licht auf dem Fluss während einer Rauchpause
- Erwin das Eichhörnchen auf Erntezügen im Haselnussbusch.

Es sind die kleinen Lichtblicke, die das Leben schöner machen.

Genau das war der Hintergrund,als ich diesen Fred eröffnet hab,Jim.
Die Geschichten regen zum Nachdenken an und vielleicht merkt ja der ein oder andere,das er mal entschleunigen sollte.
Vielleicht überdenken manche auch nochmal ihre Vorstellungen vom Leben und erinnern sich an Dinge die nichts Großes sind,aber trotzdem glücklich machen.Vieles hat man im Laufe der Jahre einfach nur vergessen oder verdrängt.

„Achern“ (Pseudonym)

Ein wirklicher schöner harmonischer und zum Nachdenken anregender Thread.

Vielen Dank an ALLE, die dazu ihren Beitrag geleistet haben!

... und klar, auch ich hebe meine Hand hoch.


...

„Ahrensburg“ (Pseudonym)

Denke, bevor du urteilst:

Eines Nachts befand sich eine Frau am Flughafen. Sie musste mehrere Stunden auf ihren Flug warten. Während sie wartete, kaufte sie sich ein Buch und eine Packung Kekse um sich die Zeit zu vertreiben. Sie schaute sich nach einem Platz zum sitzen um und wartete.

Sie war vertieft in ihr Buch,
als sie plötzlich einen jungen Mann bemerkte, der neben ihr
saß und ohne jegliche Zurückhaltung seine Hände ausstreckte und nach der Packung Kekse griff, welche zwischen ihnen lag. Er begann einen Keks nach dem anderen zu essen.

Da sie deshalb nicht viel Aufhebens machen wollte, entschied sie sich ihn zu ignorieren.
Die Frau, einbisschen belästigt, aß die Kekse und beobachtete die Uhr, während der junge und schamlose Keksdieb dabei war die Packung leer zu essen. Die Frau begann sich an diesem Punkt zu ärgern, und dachte: „Wenn ich keine solch gute und erzogene Person wäre, hätte ich diesem kühnen Mann gleich ein blaues Auge verpasst."

Jedes Mal wenn sie einen Keks aß, nahm sich der Mann auch einen. Der Dialog zwischen ihren Augen setzte sich fort und als nur noch ein Keks übrig war, fragte sie sich, was er wohl nun tun würde.
Sanft und mit einem nervösen Lächeln nahm der Mann den letzten Keks und brach es in zwei. Er bat eine Hälfte der Frau an, während er die andere Hälfte selbst aß.

Rasch nahm sie den Keks und dachte: „Was für ein unverschämter Mann! Wie unerzogen! Er hat mir nicht einmal gedankt!" Sie hatte noch nie jemanden so kühlen getroffen. Erleichtert aufatmend hört sie wie ihr Flug angekündigt wurde. Sie ergriff ihre Taschen und ging ohne nach hinten zu blicken wo der unverschämte Dieb saß.

Nach dem Einstieg in das Flugzeug, und nachdem sie sich gesetzt hatte, suchte sie nach ihrem Buch, welches bald ausgelesen war. Während sie in ihre Tasche blickte, fand sie, völlig überrascht, ihre Packung Kekse fast unberührt. „Wenn meine Kekse hier sind", dachte sie, sich schrecklich mies fühlend, „waren die anderen seine, und er hat versucht sie mit mir zu teilen". Es war zu spät um sich bei dem jungen Mann zu entschuldigen, sie begriff schmerzhaft, dass sie diejenige war die unverschämt, unerzogen und ein Dieb
gewesen war, und nicht er.

Wie oft in unserem Leben, waren wir uns einer Sache sicher und gewiss, nur um später zu entdecken, dass das doch nicht wahr war?

Wie oft hat unser mangelhaftes Vertrauen uns dazu verleitet andere ungerecht zu verurteilen mit den Vorstellungen die wir uns
einbildeten, die aber oft weit weg von der Wirklichkeit und Wahrheit lagen?

„Hamm“ (Pseudonym)

Das Geheimnis der Zufriedenheit

Es kamen einmal ein paar Suchende zu einem alten Zenmeister.

„Meister", fragte einer von ihnen „was tust du, um glücklich und zufrieden zu sein? Ich wäre auch gerne so glücklich wie du."

Der Alte antwortete mit mildem Lächeln: „Wenn ich liege, dann liege ich. Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf. Wenn ich gehe, dann gehe ich und wenn ich esse, dann esse ich."

Die Fragenden schauten etwas betreten in die Runde. Einer platzte heraus: „Bitte, treibe keinen Spott mit uns. Was du sagst, tun wir auch. Wir schlafen, essen und gehen. Aber wir sind nicht glücklich. Was ist also dein Geheimnis?"

Es kam die gleiche Antwort: „Wenn ich liege, dann liege ich. Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf. Wenn ich gehe, dann gehe ich und wenn ich esse, dann esse ich."

Die Unruhe und den Unmut der Suchenden betrachtend, fügte der Meister nach einer Weile hinzu: „Sicher liegt auch Ihr und Ihr geht auch und Ihr esst. Aber während Ihr liegt, denkt Ihr schon ans Aufstehen. Während Ihr aufsteht, überlegt Ihr, wohin Ihr geht und während Ihr geht, fragt Ihr Euch, was Ihr essen werdet. So sind Eure Gedanken ständig woanders und nicht da, wo Ihr gerade seid. In dem Schnittpunkt zwischen Vergangenheit und Zukunft findet das eigentliche Leben statt. Lasst Euch auf diesen nicht messbaren Augenblick ganz ein und Ihr habt die Chance, wirklich glücklich und zufrieden zu sein."

„Rinteln“ (Pseudonym)

@Just50..
meine Lieblingsgeschichte aus der Bibel...habe es jetzt auch als Poster gekauft-einfach schön.

„Warburg“ (Pseudonym)

Ich hebe auch die Hand. Freue mich an den schönen kleinen Dingen des Lebens, den ersten Schmetterling des Jahres den ich sehe oder im Winter die ersten Schneeflocken. Einen Film den ich schon immer sehen wollte, Freunde die man nach langer Zeit wiedersieht. Gute Gespräche und sich selbst nicht so ernst nehmen. Weder ich oder mein Leben ist perfekt und muss es auch nicht sein! Schöne Geschichten um vielleicht auch mal über "das Leben" nachzudenken.

„Hamm“ (Pseudonym)

"Kleiner Schmetterling", fragte ich,
"was trägst Du für wunderschöne Farben",
und wollte sanft über seine Flügel streicheln.

"Nicht doch",
rief er und flatterte ganz aufgeregt.
"Du musst wissen,dass ist der Staub
der Träume,der Phantasie und der Liebe...
Nur mit ihm kann ich fliegen
und ohne ihn muss ich sterben".

"Oh , dass wusste ich nicht", sagte ich
und zog meine Hand zurück.
"Schade,solchen Staub hätte ich auch gerne"...!

"Hast Du doch",
sagte der kleine Schmetterling und öffnete seine Flügel.

Zwei grüne Augen blickten in die meinen.....

"Was ich auf meinen Flügeln trage...
... trägst Du in Deinem Herzen....." !

Das volle Glas!

Ein Alter Mann zeigte mir ein leeres Glas
und füllte es mit großen Steinen.
Danach fragte er mich, ob dieses Glas voll
sei.
Ich stimmte ihm zu.
Er nahm eine Schachtel mit
Kieselsteinen aus seiner Tasche und
schüttete diese in das Glas.
Natürlich rollten sie in die Zwischenräume.
Wieder fragte er mich, ob das Glas nun voll
sei.
Lächelnd sagte ich "ja".
Der Alte seinerseits nahm nun wieder eine
Schachtel. Diesmal war es Sand.
Er schüttete diesen in das Glas und auch
der verteilte sich in den Zwischenräumen.
Nun sagte der alte Mann: "Ich möchte,
dass du
erkennst, dass dieses Glas wie dein Leben
ist.
Die großen Steine sind die wichtigen
Dinge im Leben, wie z. B.: deine Liebe,
deine Familie und deine Gesundheit,
also Dinge, die, wenn alle anderen wegfielen
und nur du übrig bleibst, dein Leben immer
noch erfüllen würden.
Die Kieselsteine sind andere,
weniger wichtige Dinge, wie z. B. deine
Arbeit, dein Haus, dein Auto. Der Sand
symbolisiert die ganz kleinen Dinge im
Leben.
Wenn du den Sand zuerst in das Glas füllst,
bleibt kein Raum für die Kieselsteine und
die großen Steine.
So ist es auch in deinem Leben.
Wenn du all deine Energie für die
kleinen Dinge im Leben aufwendest, hast du
für die großen keine mehr. Achte daher immer
auf die wichtigen Dinge.
Nimm dir Zeit für die Liebe und deine
Familie,
achte auf deine Gesundheit, es wird noch
genug Zeit geben für Arbeit, Haushalt usw...

Achte zuerst auf die großen Steine, denn
sie sind es, die wirklich zählen...........
der Rest ist nur Sand"....

„Hamm“ (Pseudonym)

Die Geschichte von der Traurigkeit

Es war eine kleine Frau, die den staubigen Feldweg entlangkam. Sie war wohl schon recht alt, doch ihr Gang war leicht, und ihr Lächeln hatte den frischen Glanz eines unbekümmerten Mädchens. Bei der zusammengekauerten Gestalt blieb sie stehen und sah hinunter. Sie konnte nicht viel erkennen. Das Wesen, das da im Staub des Weges saß, schien fast körperlos. Es erinnerte an eine graue Flanelldecke mit menschlichen Konturen.
Die kleine Frau bückte sich ein wenig und fragte: “Wer bist du?”
Zwei fast leblose Augen blickten müde auf: “Ich? Ich bin die Traurigkeit”, flüsterte die Stimme stockend und so leise, dass sie kaum zu hören war.
“Ach, die Traurigkeit!”, rief die kleine Frau erfreut aus, als würde sie eine alte Bekannte begrüßen.
“Du kennst mich?” fragte die Traurigkeit misstrauisch.
“Natürlich kenne ich dich! Immer wieder einmal hast du mich ein Stück des Weges begleitet.”
“Ja, aber....”, argwöhnte die Traurigkeit, “warum flüchtest du dann nicht vor mir? Hast du denn keine Angst?”
“Warum sollte ich vor dir davonlaufen, meine Liebe? Du weißt doch sellbst nur zu gut, dass du jeden Flüchtigen einholst. Aber, was ich dich fragen will: Warum siehst du so mutlos aus?”
“Ich... ich bin traurig”, antwortete die graue Gestalt mit brüchiger Stimme.
Die kleine, alte Frau setzte sich zu ihr. “Traurig bist du also”, sagte sie und nickte verständnisvoll mit dem Kopf. “Erzähl mir doch, was dich so bedrückt.”
Die Traurigkeit seufzte tief. Sollte ihr diesmal wirklich jemand zuhören wollen? Wie oft hatte sie sich das schon gewünscht.
“Ach , weißt du”, begann sie zögernd und äußert verwundert, “es ist so, dass mich einfach niemand mag. Es ist nun mal meine Bestimmung, unter die Menschen zu gehen und für eine gewisse Zeit bei ihnen zu verweilen. Aber wenn ich zu Ihnen komme, schrecken sie zurück. Sie fürchten sich vor mir und meiden mich wie die Pest.” Die Traurigkeit schluckte schwer. “Sie haben Sätze erfunden, mit denen sie mich bannen wollen. Sie sagen: Papperlapapp, das Leben ist heiter. Und ihr falsches Lachen führte zu Magenkrämpfen und Atemnot.
Sie sagen: Gelobt sei, was hart macht. Und dann bekommen sie Halsschmerzen.
Sie sagen: Man muss sich nur zusammenreißen. Und sie spüren das Reißen in den Schultern und im Rücken.
Sie sagen: Nur Schwächlinge weinen. Und sie aufgestauten Tränen sprengen fast ihre Köpfe.
Oder aber sie betäuben sich mit Alkohol und Drogen, damit sie mich nicht fühlen müssen."
“Oh ja”, bestätigte die alte Frau, “solche Menschen sind mir oft begegnet.”
Die Traurigkeit sank noch ein wenig mehr in sich zusammen. “Und dabei will ich den Menschen doch nur helfen. Wenn ich ganz nah bei ihnen bin, können sie sich selbst begegenen. Ich helfe ihnen, ein Nest zu bauen, um ihre Wunden zu pflegen. Wer traurig ist, hat eine besonders dünne Haut. Manches Leid bricht wieder auf wie eine schlecht verheilte Wunde, und das tut sehr weh. Aber nur wer die Trauer zulässt und all die ungeweinten Tränen weint, kann seine Wunden wirklich heilen. Doch die Menschen wollen gar nicht, dass ich Ihnen dabei helfe. Stattdessen schminken sie sich ein grelles Lachen über die Narben. Oder sie legen sich einen dicken Panzer aus Bitterkeit zu”. Die Trauigkeit schwieg. Ihr Weinen war erst schwach, dann stärker und schließlich ganz verzweifelt.
Die kleine, alte Frau nahm die zusammengesunkene Gestalt tröstend in ihre Arme. Wie weich und sanft sie sich anfühlt, dachte sie und streichelte zärtlich das zitternde Bündel.
“Weine nur, Traurigkeit”, flüsterte sie liebevoll, “ruh dich aus, damit du wieder Kraft sammeln kannst. Du sollst von nun an nicht mehr alleine wandern. Ich werde dich begleiten, damit die Mutlosigkeit nicht noch mehr Macht gewinnt.”
Die Traurigkeit hörte auf zu weinen. Sie richtete sich auf und betrachtete erstaunt ihre neue Gefährtin:
“Aber ...aber-wer bist eigentlich du?”
“Ich?”, sagte die kleine, alte Frau schmunzelnd, und dann lächelte sie wieder so unbekümmert wie ein kleines Mädchen.
“Ich bin die Hoffnung.”

„Rendsburg-Eckernförde“ (Pseudonym)

Es war einmal ein Vogel, der weit in einem neuen Land ein Nest gebaut hat, an einem schönen Platz direkt an einer Klippe. Und dieser Platz bot ihm Sicherheit und Wohlbefinden. Und der Vogel dachte: "An diesem Platz bleibe ich sehr lange!" Der Vogel genoß die Zeit - auf's Meer zu schauen, die Wärme dieses Platzes im Nest zu spüren, und er richtete sich auf Dauer ein.

Und irgendwann endete der Sommer, und es wurde stürmisch. Und die Stürme zogen über das Nest an der Klippe und das Land trocknete aus. Der Vogel spürte, dass dieser Platz kein guter Platz mehr zum leben ist, denn er war kalt und er bot nur noch wenig Nahrung. Der Sturm pfiff über die Klippen, und der Vogel drückte sich auf den Boden, um nicht über den Abgrund geweht zu werden, und stemmte sich gegen den tosenden Wind.

Und der Kampf darum, dieses Nest zu retten, ging über viele, viele Tage.

Der Vogel spürte, wie er langsam müde wurde und begann, zu frieren. Er sagte sich: "Ich habe mich schon so viele Tage gemüht, dieses Nest zu retten, da kann ich doch jetzt nicht mehr weg gehen ... " Und der Sturm rupfte an ihm und zerstörte langsam das Nest, zerzauste seine Federn, und der Vogel wurde mutloser und mutloser.

Und wieder änderte sich das Wetter.

Regen fiel herab - warmer, weicher Regen, der aus den Wolken des Himmels in großen Tropfen hernieder floss. Diese warmen, weichen Tropfen fielen auf den Boden und spülten Schweiß und Schmutz vom Gefieder des Vogels und löste auch den harten Lehm auf, in den der Vogel sich gekrallt hatte.

Und der Vogel merkte, dass er sich jetzt nicht mehr halten konnte. Und breitete in einer hilflosen Geste die Schwingen aus und dachte: "Ich gebe auf".

Und in dem Augenblick, wo er dies machte, spürte er, wie der Wind ihm unter die Flügel fasste und ihn hoch hinaus trug. Über die Klippe. Denn bei all dem verzweifelten Kampf hatte der Vogel vergessen, dass er fliegen konnte.

Und er stieg höher und höher, und sagte zu sich: "Schau dir dieses Land an und erinnere dich, wie gut es einst war. Doch jetzt sehe ich es aus der Distanz und sage, es ist kalt dort - es ist ein alter Ort, und er bietet keine Sicherheit mehr und keine Wärme". Und mit Blick auf das Land zieht der Vogel seine Kreise.

Und er dachte sich: "Wenn ich die Kraft hatte, es dort auszuhalten, dann habe ich bestimmt auch die Kraft, zu fliegen!" Und er ließ sich vom Wind, der jetzt wie ein Freund war, tragen. Über's Meer, der warmen Sonne entgegen.

Und manchmal ist es an der Zeit, zu trauern. Und manchmal kann es auch - gut sein ...

(Quelle: unbekannt)

„Hamm“ (Pseudonym)

Der KÖRPER sprach zum Herzen:
Ohne meine Augen - kannst du nicht sehen.
Ohne meinen Mund - kannst du nicht sprechen.
Ohne meine Ohren - kannst du nicht hören.
Ohne meinen Hände - kannst du nicht geben.
Ohne meine Füße - kannst du nicht gehen.

Das HERZ lächelte:
Ohne meine Freude und mein Leid - Fühlst du nichts.

Die SEELE sprach zum Körper:
Nur mit deinen Augen - siehst du und bist doch blind für die Menschen, die auf dich warten.
Nur mit deinem Mund - redest du und bist doch stumm für die Worte, die diese Menschen brauchen.
Nur mit deinen Ohren - hörst du und bist doch taub für alle,
die nach dir rufen.
Nur mit deinen Händen - greifst du ohne zu begreifen,
was wichtig ist im Leben.
Nur mit deinen Füßen - gehst du und weißt nicht,
wohin dein Weg dich führen soll.

Das alles hörte die
LIEBE
lächelte und sprach:
OHNE MICH
ist alles nur eine
ILLUSION...♥

„Hamm“ (Pseudonym)

Der Drache und der Prinz

Ein junger Prinz beschließt, Abenteuer zu suchen und einen Drachen zu töten. Er kauft sich ein Schwert und eine Rüstung und macht sich auf den Weg. In der Höhle des Drachen angekommen, sieht er sich um, als er plötzlich etwas auf seiner Schulter spürt. Er dreht sich herum und vor ihm steht ein RIESIGER Drache, der einen Finger auf seine Schulter gelegt hat.

Der Drache fragt den Prinzen:
"Hallo! Was machst denn Du hier?"
Prinz: "Äh - häm - also ...."
Drache: "Immer das gleiche mit den jungen Rittern. Gibs zu, du wolltest mich töten!"
"Naja - also - ja ..."
"Hör zu, das ist nicht das erste Mal. Die dummen Jünglinge kommen an und meinen, wir Drachen wären so doof, dass man uns einfach so abmurksen könnte, und dabei haben sie noch nie einen von uns gesehen. Ich mache Dir einen Vorschlag: wenn Du versprichst, Weisheit zu suchen, lasse ich Dich am Leben. Du hast von jetzt an ein Jahr Zeit, mir
eine Frage zu beantworten. Wenn mich die Antwort zufrieden stellt, bekommst Du die Hälfte meines Drachenschatzes, ansonsten fresse ich Dich auf."
"Hm - bleibt mir ja wohl nichts anderes übrig ..."
"Genau. Ach ja, und komm nicht auf die Idee, abzuhauen und nie wieder zu kommen - ich finde Dich!"
"Na gut - und wie lautet die Frage ?"
"Die Frage lautet: Was ist Frauen wirklich wichtig?"

Daheim angekommen, befragte der Prinz jede Frau im Schloss, was ihr wichtig sei, von der Königin bis zur einfachsten Magd. Er bekam viele Antworten wie "Schönheit", "Reichtum", "Macht", "Einen lieben Mann...".
Aber zu jeder Antwort gab es auch viele Frauen, die das für völlig Falsch hielten.
Er war schon am Verzweifeln, bis ihm jemand den Vorschlag machte, die alte weise Hexe im Sumpf zu befragen, die einige Tagesreisen weit weg wohnte.
Als er bei der Hexe ankam, schilderte er ihr sein Problem. Diese meinte, die Antwort zu kennen, aber um den Preis, dass er sie heiraten würde.

Da bekam der Prinz einen Riesenschreck, denn die Hexe war die hässlichste Frau, die er jemals gesehen hatte: ein Buckel, die Beine unterschiedlich lang, eine große Warze auf der Nase; sie roch fürchterlich, und ihre Stimme war ein ekelhaftes Gekrächze.
Nach einiger Zeit beschloss er jedoch, dass dies gegenüber dem Drachen das geringere Übel sei und versprach, die Hexe zu heiraten, wenn der Drache die Antwort akzeptieren würde.

Daraufhin gab sie ihm ihre Antwort:
"Was sich jede Frau wünscht ist, über die Dinge, die sie persönlich betreffen, selbst bestimmen zu können".

Der Drache akzeptierte die Antwort und überließ dem Prinzen einen Teil seines Schatzes. Fröhlich ritt der Prinz nach Hause, bis er wieder an die alte Hexe dachte. Da er jedoch ein Prinz war, bleibt ihm nichts übrig, als sein Versprechen einzuhalten, und die Hochzeit wurde angesetzt.
Das war ein trauriges Fest! Die Hexe sah nicht nur furchtbar aus und stank; sie hatte auch die schlechtesten Manieren, rülpste, furzte und beleidigte die Gäste. Die einen bemitleideten den Prinzen, die anderen machten sich über ihn lustig, aber jeder fand schnell eine Entschuldigung, sich verabschieden zu müssen, so dass am frühen Abend die Feier zu Ende war.

Danach verabschiedete sich die Braut ins Schlafzimmer, nicht ohne dem Prinzen mitzuteilen, dass sie sich auf das, was jetzt kommen sollte, besonders freuen würde.

Der arme Prinz überlegte sehr, ob der Drache nicht doch das kleinere Übel gewesen wäre.
Wie staunte er jedoch, als er das Schlafzimmer betrat und die schönste Frau im Bett lag, die er jemals gesehen hatte! Diese duftete angenehm, hatte eine schöne Stimme und erklärte ihm, dass sie sehr wohl die Hexe sei, aber als Hexe auch die Fähigkeit hätte, ihr Aussehen zu verändern, und dass sie beschlossen hätte, ihn für das gehaltene
Versprechen zu belohnen. Sie wäre zukünftig am Tag die alte Hexe und in der Nacht die junge schöne Frau - oder auch genau andersherum, am Tag schön und in der Nacht die Hexe. Der Prinz könne sich aussuchen, was ihm lieber wäre.

Der Prinz überlegte lange, was besser wäre - tagsüber eine schöne Frau, um die ihn alle beneiden würden, aber schreckliche Nächte, oder tagsüber das Gespött eines jeden zu sein und dafür die Nächte genießen zu können.


Wie hat er sich wohl entschieden?



NICHT WEITERLESEN! ÜBERLEGE ZUERST:
WAS WÄRE DEINE WAHL GEWESEN?



Der Prinz erinnerte sich an die Frage des Drachen und antwortete schließlich, dass sie dies selbst bestimmen solle. Daraufhin freute sich die Hexe und meinte, dass der Prinz damit erst wirklich seine Weisheit bewiesen habe und sie als Belohnung nun immer die schöne Gestalt tragen würde.

Und was ist die Moral dieser Geschichte?



Es ist ganz egal, ob eine Frau schön ist oder hässlich -
im Inneren bleibt sie doch immer eine Hexe. :-)

Im Rahmen eines Seminars mit sehr vielen Teilnehmern hielt der Trainer einen 50-EUR-Schein in die Luft.

Er fragte: "Wer von Ihnen möchte diesen 50-EUR-Schein haben?"

Überall gingen Hände hoch.

"Ok, einen kleinen Moment" sagte er und zerknüllte den 50-EUR-Schein. "Wer möchte diesen nun zerknüllten 50-EUR-Schein haben?"

Wieder gingen die Hände in die Luft.

"Ok, warten Sie", sagte er und warf den zerknüllten 50-EUR-Schein auf den Boden und trat mit seinen Schuhen darauf herum, bis der Schein zerknittert und voller Schmutz war. Er hob ihn an einer Ecke auf und hielt ihn wieder in die Luft. "Und wer von Ihnen möchte diesen dreckigen, zerknitterten 50-EUR-Schein immer noch haben?"

Und erneut waren die Hände in der Luft.

"Sehen Sie, Sie haben gerade eine sehr wertvolle Lektion erfahren. Was immer ich auch mit dem Geldschein machte, wie schmutzig und zerknittert er auch ist, es hat nichts an seinem Wert geändert. Es sind immer noch 50,- EUR. So oft in unserem Leben werden wir selbst fallen gelassen, sind am Boden zerstört und kriechen vielleicht im Schmutz - und fühlen uns wertlos. Aber all das ändert ebenso wenig etwas an unserem Wert, wie das was ich mit diesem Schein tat, seinen Wert änderte. Der Wert von jedem einzelnen uns bleibt immer erhalten, wie schmutzig, arm oder verloren wir auch immer sein werden."