Zufriedenheit!

in „Rundum Leben“

Zu diesem Thema gibt es 55 Antworten

„Friedberg“ (Pseudonym)

Der Sprung von der Trauer zum Schmetterling ist nicht abstrakt!
Wenn man nur funktioniert... weinen essen weinen schlafen weinen aufstehen weinen bis nichts mehr geht keine Träne ...du nichts nichts mehr wahr nimmst ...ob es regnet...ob du dich gewaschen hast...ob du was gegessen hast....Man läuft einfach....weil es so ist!
Es heisst ..die Trauer wird nicht weniger...man lernt nur damit zu leben.
Doch irgendwann....fängt die Seele wieder an zu leben...
Ich kann das nur so erklären...
Es war als wenn es genug war!
Dann ist der Schmetterling wie ein Geschenk...der Sonnenstrahl...das lachen einer lieben Menschen!
Ich wusste auf einmal....ich kann das alles wieder wahr nehmen...
Es ist wieder da!und ich war dankbar!
Jeden Tag kam ein Stückchen dazu....wie ein Puzzle.....und diese Zufriedenheit...legte sich wie ein Pflaster auf mein Herz!
Ich glaube man muss nicht so ein schweren Schicksalsschlag hinnehmen um so zu empfinden...
Viele tragen dieses Gefühl auch in sich .....um dieses so intensiv zu erleben....
Wie gesagt....Jeder fühlt und empfindet anders...
und jeder wird den Schmetterling anders betrachten...
Ich bin zufrieden ...das ich ihn wieder sehe..sehr sogar...und auch dankbar!

@Shadow: Sagt dir der Name Heiko Mell was? VDI-Nachrichten? Lies ihn mal. Es ist nun mal in unseren Gesellschaft so: dein direkter Vorgesetzter ist derjenige, der bestimmt, ob du guter Mitarbeiter bist. Somit ist es deine Aufgabe, deinen Chef zufrieden zu stellen, damit er dich für einen fähigen, wertvollen usw. Mitarbeiter hält. Du hast seine Wünsche und Aufgaben zu erfüllen - und sonst nichts. Es interessiert keinen, ob du das, was du tun muss, für richtig hältst, ob es dir Spaß macht oder dich weiter bringt. Egal, was für Ziele du dir dabei setzt und wie gut du diese in deinen Augen erfüllst - wenn dein Chef deine Arbeit für ist hält, hast du schlechte Karten...

Wenn du genau lesen würdest, das der Duden meint, wirst du sehen, dass alle genau darüber schreiben - zufrieden sein mit dem, was man hat, mit den gegebenen Verhältnissen und Leistungen einverstanden sein. Also mit dem, was von einem nicht abhängig ist, sondern gegeben ist. Nicht die eigene Leistung ist damit gemeint - sondern die, die von aussen kommt. Nicht mehr verlangen - annehmen, damit zufrieden sein eben ;o)

@ stierfrau
Aus meiner Sicht muss ich dir da widersprechen.
Ich habe keine Aufgabe, wie das in eurer Firma so abläuft. Aber mein Chef kann im Detail nicht einmal beurteilen, was ich den ganzen Tag auf der Arbeit mache. Auch teilen wir unsere Arbeit im Grunde nach dem Feuerlöschen Prinzip ein. Ich habe es mal "ereignisorientiertes Arbeiten" getauft. Da nützt es auch nichts eine Terminplanung zu machen, denn wenn es brennt fliegt dir alles wieder um die Ohren. In so einer Situation kann man den Anspruch haben den Chef glücklich zu machen und dafür zu sorgen, dass er mit der Gesamtsituation zufrieden ist.
Ich gehe so weit, dass ich den Spieß umdrehe und die Rahmenbedingungen deiner Arbeit von oben runter erst mal stimmig sein müssen, damit man solche Ansprüche stellen kann oder ich das Bedürfnis habe so etwas zu erfüllen. Da bin ich lange genug dabei um mir zu sagen, dass so lange die mein Gehalt zahlen meine Leistung niemandem so negativ aufgefallen ist, dass sie mich raus geschmissen haben. Denn nach dem Motto "keine Kritik" ist Lob genug würde ein Schweigen einfach Zufriedenheit bedeuten. :-D

Was den Rest angeht steht im Duden zwar, dass die gegeben Verhältnisse gemeint sind, aber die hat man im Zweifel ja selbst in der Hand. Also man kann sein Leben, sein Umfeld und auch seine Möglichkeiten ja selbst verändern. Daher würde ich bei bestimmten Dingen im Leben wie dem Wetter oder fremden Menschen diese Grundlage so sehen, aber eben NICHT bei Dingen, die mich selbst betreffen. Vielleicht bin ich auch der einzige, der so denkt. Aber ich kann euch sagen, dass diese Erkenntnis sehr entspannt, wenn man sie denn lebt. Und dagegen ist ein Schmetterling ein Scheißdreck. :-D
Vielleicht ist auch entscheidend, wie man seinen Schwerpunkt wählt. Wenn das Wetter oder die Meinung von anderen, die eigene Zufriedenheit mehr beeinflussen als die eigenen Verdienste, dann kann man auf Dauer nur unzufrieden werden.

„Coesfeld“ (Pseudonym)

Verdienste.....ich glaube dieses Denken ist das lahme Bein unserer Gesellschaft. ....Glück. ...Zufriedenheit. ....müssen verdient sein. ...so bekommen wir es schon mit der Mittermilch eingeimpft....wo kämen wir hin....wenn all unser Antrieb für unser Tun und unseren Ehrgeiz allein der Freude und Liebe daran geschuldet wäre. ....wenn alles Geben und Tun nicht an Bedingungen und Handel...am Ergebnis....am Verdienst orientiert werden würde. ....wenn der eigene Wert auf einmal unantastbar wäre. ...und man sich nicht erstmal aufwerten müsste. ....ja......wo kämen wir da wohl hin.....;-)

„Friedberg“ (Pseudonym)

Gut das die Menschen verschieden sind...unterschiedlich wahrnehmen....und jeder mit seinem Empfindungen anders umgeht!
Ich möchte mit dir nicht tauschen ShadowCop...so wie du vermutlich nicht mit mir..
Eins ist aber sicher...Eine Hand los zu lassen die dir mehr als dein Leben bedeutet hat...zu wissen nichts wird danach mehr sein so wie es wahr...
Keine antworten zu bekommen nach dem Warum?
und dann nach langen Monaten wie du sagst einen Scheissdreck von Schmetterling zu sehen...
erscheint dir dann wie ein Gnade.....wenn du ihn wieder wahr nimmst!
Alles das ist kein Theater ...sondern Realität!
Vielleicht muss man wirklich erst so ein Verlust hinnehmen..um demütigt zu werden...über die Macht ...die und einholen kann!
Heute kann ich wieder lachen...Es ist ein scheiss Wetter hier in Hamburg...und ich bekomme
den Kuchen nicht hin den backen will...aber alles das ist nicht schlimm....denn ich bin zufrieden.

Ich lebe noch....und wieder...jeden Tag!

„Bensheim“ (Pseudonym)

@dunkle Seele

ich stimme dir zu. Ich habe auch schon dunkle Täler durchwandert und bin nun
wieder im hellen angelangt.
Es war ein schwerer und auch steiniger Weg und so manches mal habe
ich mich gefragt - warum bzw. für was mache ich das eigentlich?
Heute geht es mir wieder gut, aber auch ich habe gelernt, mich an kleinen Dingen
zu erfreuen und lebe bewusster.

Ich finde, manche ganz kleinen Dinge sind im Leben von großer Bedeutung, auch
wenn viele achtlos daran vorbeilaufen, so hängt doch irgendwie alles zusammen.
Schließlich sind wir Menschen nur ein kleiner Teil eines großen Ganzen.

„Bad Oeynhausen“ (Pseudonym)

Mann o Mann Cop, jetzt übertreibst aber wirklich. Wenn abstrakte Begriffe eine eindeutig klare Definition hätten, wozu dann Philosophie? Warum Literatur? Warum dann nicht eine globale Gleichschaltung allen Denkens?
Nicht alles kann man mit dem Hirn erfassen, messen und in
Arbeitsschritte zerlegen ... und ganz bestimmt nicht eine Situation, wie dunkle See erfahren hat.
Wie wäre es damit anzuerkennen, dass es viele Wege gibt? Nur so als Tipp. Dann klappt es auch besser im Alltag.

„Friedberg“ (Pseudonym)

Es gibt Menschen die haben nach so einen Verlust nie wieder ins Leben zurück gefunden...
sich aufgegeben....oder mit dem Leben abgeschlossen.
Irgendwie kann ich alle diese Entscheidungen verstehen.
Ich habe mich gefragt?....Vielleicht schickte meine Tochter mir diesen Schmetterling ..oder den Regentropfen......nach so vielen dunklen Monaten....und sagte ..

Mami sieh doch mal...kannst du es denn nicht erkennen?
Ich muss mir das nicht schön reden.
Ich bin wieder da.....sensibler....empfindsamer....dankbarer ...demütiger!
Ich habe das hergeben....was mir das wichtigste im Leben war....!
Wer würde hier mit mir tauschen wollen?

Ich habe einen anderen Blick bekommen für viele Dinge...
und eine andere Zufriedenheit...!

Es geht mir wieder gut.....

„Ochtrup“ (Pseudonym)

@dunkle See ... Ich wünsche dir weiterhin viel Kraft und Offenheit für die vielen kleinen Zufriedenheitsmomente ...

@Shadow ... Auch dich verstehe ich dem Grunde nach ... du bist einerseits noch jung und hast evtl noch nie Anlass gehabt, deine "Zufriedenheit" in Frage zu stellen. Vielleicht hast du es auch getan und für dich befunden, dass alles ok ist, so wie es ist. Nur du wirst wissen, wie zufrieden, du tatsächlich bist. Deine Haltung kann ich daher gut stehen lassen.

Du schreibst in deinem Profil, dass du manchmal ein Problem mit Neid hast. An einer anderen Stelle hier im Forum haben wir darüber ja auch schon einmal diskutiert ... Neid ist für mich immer ein Zeichen dafür, dass ich mit irgendetwas unzufrieden bin. Er bricht sich Bahn, wenn ich mich und mein Leben in der Gesamtheit mit dem von anderen messe, ich also in Konkurrenz trete ... Dann empfinde ich oft Neid über 2Millionen Dinge. Das nagt und frisst an mir, macht mich hochgradig und-zufrieden und maulig und nörglerisch. Und dann hilft mir halt der Blick auf den Schmetterling, der Duft einer Blume, der Sonnenuntergang auf meinem Balkon oder auch nur der Kaffeeduft. Egal was ... Das Besinnen auf und bewusste wahrnehmen dessen, was ich gerade mache und nix aber auch gar nix mit Machen und Tun zu tun hat.

Und schließlich sehe ich es wie die herrenlose Katze. Wozu gibt es Philosophie, Religion, Spiritualität, Psychologie, Kunst, Literatur, Liebe, Kreativität...? Alles das ist sinnloses Tun ... für den, der sein Herz arbeiten jedoch nicht fühlen lässt. Zum Fühlen muss man sich fallen lassen, Kontrolle abgeben, dem Gegenüber vertrauen, Fehler bei sich selbst zulassen können, die Komfortzone verlassen, den Kopf ausschalten, das Herz sprechen lassen... das Lebendige Leben findet außerhalb der Komfortzone und den Grenzen statt, die man selbst um sein Leben zieht. Das ist beängstigend, für den, der so leben muss - aus welchen Gründen auch immer - aber wenn man einmal diese andere Dimension der Zufriedenheit wahr genommen hat, dann wird alles andere ein wenig unwichtiger...

@Shadow - deine Ausführungen über dein Job in allen Ehren, es ändert nichts an der Tatsache, dass wenn dein Chef eines Tages der Meinung sein sollte, dass du nicht gut bist - und es gerade Kündigungen anstehen - zählt allein sein Wort. Es spielt dabei keine Rolle, ob er beurteilen kann. was du den ganzen Tag tust. Ob für dich die Rahmenbedingungen stimmen oder ob du der Meinung bist, dass die Firma ohne dich zugrunde geht. Ich wünsche dir, dass du diese Enttäuschung nicht erleben muss - aber ich habe schon vermeintlichen "ganze-Firma-Alleinträger" auf der Strasse gesehen... Du bist in einem abhängigen Arbeitsverhältnis - du bist Agestellter. Und somit - ob es dir passt oder nicht - den Launen deiner Chefs ausgeliefert. Das hat nix damit zu tun, von anderer Meinung abhängig zu sein.
Anderes ist es nur, wenn du selbst dein Chef bist. Aber auch da entscheidet eine "fremde Macht" - in diesem Fall die Kunden - über "Leben und Tod" deines Unternehmens.

Wir wollen dir alle sagen - Leistung ist nicht alles im Leben. Du bist noch jung und hattest wohl noch keine schwere Krisen, die mit Leistung nicht zu lösen sind. Du weiß noch nicht, wie das ist, diesen Schmetterling zu sehen, nach Monaten oder sogar Jahren einer schwerer Krankheit, nach einem schweren Verlust oder dergleichen. Irgendwo hast du mal geschrieben - du bist ein Kontrollfreak. Und das Thema "Neid" hast du schon mal angesprochen. Menschen, die zufrieden sind mit dem, was sie haben, kennen keinen Neid. Und können auch den Anderen das mehr gönnen. Denn sie werden es schon verdient haben ;o) Ist nicht einfach - funktioniert aber immer wieder ;o)
@beide Katzen - genau so ;o)

Also Leute, was ist denn los mit euch? Wenn doch angeblich die Definition so schwammig ist, wieso könnt ihr dann meine Sichtweise nicht auch mal so stehen lassen? Wieso muss dann immer daran rum lamentiert werden, um mir nach einem Vortrag dann zu sagen, dass doch alles relativ ist? Ihr seid doch auch keinen Deut besser, oder glaubt ihr das? Man kann sich mit dieser Herzensgeschichte eben auch viel einreden und im Grunde wissen es die Menschen auch nur selbst, wie sie dazu stehen.

@ Maiglöckchen1980
In meinen Augen kämen wir dann zu einer zufriedenen Leere. Es würde Lethargie und Stillstand herrschen. Natürlich alles im zufriedenen Einklang mit einander.
Vielleicht so lange, bis einer diese Zufriedenheit von außen stört...


@ herrenlose_Katze
Philosophie lehrt aber nicht grundlos zufrieden zu sein, oder? Wie du selbst schon sagtest gibt es ja verschiedene Anschauungen, unter anderem auch meine. Habt ihr ein Problem damit?
Mein Alltag klappt auch so, solange ich ihn beeinflussen kann und nicht von Fremden oder deren Zufriedenheit abhängig bin.


@ Nordkatze
Ich danke dir erst einmal für deinen sachlichen Beitrag.
Ja auch ich habe Probleme mit Neid und gar keine Bedenken das zu zugeben. Auch bei mir gibt es Dinge an meinem Leben und meinem Charakter, die nicht optimal sind. Wenn man dann andere Menschen trifft oder erlebt, die genau in diesem Bereich besser sind als man selbst oder quasi schon dem eigenen Ideal entsprechen, dann kann und darf man darauf auch einmal neidisch sein. Das Gefahr besteht nur dann, wenn der Neid größer wird als die eigene Zufriedenheit. Das ist ebenso, wie mit der Trauer und allen anderen Gefühlen. Daher wäre es mir "lieber", wenn viel mehr Menschen ihre Komfortzone mal verlassen würden und zwar in eine Richtung, die allen nützt. Dabei darf es natürlich auch ihnen selbst etwas bringen, aber das sollte nicht der eigentlich Motor sein.
Mein Herz fühlt vielleicht andere Dinge als ihr. Mein Herz fühlt Begeisterung, Neugierde, Überraschung, Wut, Geborgenheit, Sicherheit und ja auch Zufriedenheit. :)
Ich bin da vielleicht anders als ihr und auch das sollte man akzeptieren können, oder?


@ stierfrau
Und was nützt es mir? Wieso sollte die Willkür meines Chefs MEINE innere Zufriedenheit stören? Wenn ich gekündigt werde, dann kann ich das in letzter Konsequenz eh nicht beeinflussen, wenn ich mir vorher nichts zu Schulden habe kommen lassen. Unzufrieden wäre ich erst, wenn ich keinen Job mehr finden würde, oder mich in der Arbeitslosigkeit einfach ergeben würde.
Es ist eben mein Denken, dass mehr von AKTIVITÄT als von Passivität geprägt ist.
Ich will gar keine Personalverantwortung haben, denn mir reicht die Verantwortung für mich vollkommen aus. Ich glaube eben auch, dass diese "Verantwortung" auch von vielen anderen nicht getragen werden kann. Ich würde zum Beispiel aus dem Grund aktuell auch keine Kinder wollen, weil ich mit mir und auch meinen Grenzen und Leistungen so zufrieden bin. Wenn man sich selbst abhängig von anderen macht, dann muss man eben auch mit Risiken rechnen.
Wer nun meint ich würde etwas verpassen, dem könnte ich ebenso erwidert, das er/sie ebenso etwas verpasst. :)
Leistung solange sie von Dritten zwar genutzt, aber nicht honoriert wird ist etwas fatales. Ich darf also für jemanden schuften nur ernst nehmen braucht er das nicht? Würden mehr Menschen einfach ihren Job richtig erledigen, würde sich diese Arbeit auch gerechter verteilen. Es geht dabei auch darum, dass in manchen Bereichen das Personal eben auch so dünn ist, dass hier die Grenze schon lange erreicht ist. Dabei spreche ich in erster Linie nicht von der Industrie. Da leiden wir immer noch auf hohem Niveau. Aber daher habe ich auch Hochachtung vor den Menschen, die eben noch jeden Tag ihre Leistung abliefern und ja die können damit auch sehr zufrieden sein. ;)

Menschen, die zufrieden sind mit dem was sie haben sind anspruchslos und innerlich tot... Aber das ist eben meine Meinung, so wie Ablehnung von Leistung und Wertschätzung dieser eure ist. Oder ist das anders?

„Friedberg“ (Pseudonym)

Wie unterschiedlich ....doch die Menschen sind..!
und wie vielfältig!
Manchmal wunderbar....und manchmal ganz erschreckend...

für mich Jedenfalls!

„Bad Oeynhausen“ (Pseudonym)

@Cop
Gerade weiß ich gar nicht, ob ich dir wünschen soll, dass dir deine Illusion erhalten bleibt oder dass du mal auf den Boden der Tatsachen ankommst.
Wenn Zufriedenheit steuerbar, messbar und machbar wäre, dann müssten erfolgreiche Menschen zwangsläufig zufrieden sein. Seltsamerweise sind das oft die ewig getriebenen, nie zur Ruhe kommenden und ständig unzufriedenen bis hin zu lebensmüden Menschen.
Und mehr möchte ich das Thema eigentlich nicht strapazieren. Denn es sollte eigentlich der Thread von Dunkle See sein, die sich langsam dem Leben öffnet und egal was ihr dabei hilft, ich würde und werde es nicht in Frage stelllen.

Dunkle See, alles Gute!

@ herrenlose_Katze
Das Problem ist viel mehr, dass Extreme egal in welcher Richtung nie funktionieren können und ich das schon x-mal gesagt habe.
Wenn man eure Version so glauben würde, dann müsste der arbeitslose "Rumtreiber" ja auch sehr zufrieden sein, weil er sich auf die schönen Dingen seiner Umwelt konzentrieren kann und dafür nicht mal etwas tun muss.

Ich denke beide Varianten hinken, weil sie eben das eine oder das andere Extrem sind. Die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen, aber neben der perfekten Mitte, die wohl die wenigsten treffen werden gibt es eben auch noch Randbereiche. Ihr seid mehr in dem Einen ich mehr in dem Anderen.

Auf die Behauptung ich müsste nur in mich kehren und das gegeben hinnehmen, kann ich ebenso erwidern, dass man seine Zufriedenheit nicht nur passiv sondern eben auch aktiv beeinflussen kann. :) Wer zu hohe Ziele hat, der ist eben über sich und seine Leistungsfähigkeit hinaus geschossen. Man sagt ja nicht umsonst, die Leute wären "abgehoben".
Jeder so, wie er es zu leisten vermag...

Was Dunkle See angeht habe ich doch gar nichts mehr geschrieben und habe bereits honoriert, wie gut ich ihre Leistung fand. Also was ist Stein des Anstoßes?

„Friedberg“ (Pseudonym)

Ich danke allen...dies zu diesen Thread bei gesteuert haben...und mir ihre Sichtweise erklärt haben.....vom Gefühl der Zufriedenheit!
Es ist gut zu wissen....das Jeder von uns es anders empfindet.....Das macht uns Menschen ja auch so aus....Das wir unterschiedliche Wahrnehmungen haben...

Sie fehlt mir.....jeden Tag!
Gute Nacht!

„Viersen“ (Pseudonym)

dunkle See,
schön, das es bei Dir angekommen ist.


"Wenn man eure Version so glauben würde, dann müsste der arbeitslose "Rumtreiber" ja auch sehr zufrieden sein, weil er sich auf die schönen Dingen seiner Umwelt konzentrieren kann und dafür nicht mal etwas tun muss."

Ja, einfach JA!
Er lebt hier in einem Land wo jeder der sich darum kümmert ein Dach über dem Kopf und etwas zu essen hat.
Wer eben ein Herumtreiber ist, der sich nicht um anderer Leute Maßstäbe schert, der kann glücklich und zufrieden Leben.
Warum sollte er nicht?
Weil er nicht sollte?

Egal ob Irgendeiner es versteht.
Das ist genau der Punkt, man muss nicht jeden verstehen.
Aktzeptieren reicht völlig.

„Ochtrup“ (Pseudonym)

Ganz bestimmt bin ich mega-stolz auf meine Unabhängigkeit und meinen beruflichen Erfolg, allerdings bin ich nicht mehr soooooo ehrgeizig wie vor zwanzig Jahren. Und wenn ich sportlich oder sonst irgendeine "Leistung" für mich erreicht habe bin ich ebenfalls sehr stolz und klopfe mir selbst auf die Schulter, wahlweise lasse ich mir dieselbe auch mal gerne klopfen, "deepsea-fishing-for-compliments" nennt ein guter Freund das auch mal. Stolz ist aber nicht Zufriedenheit!

Und ja, auch jeder Arbeitslose, jeder Mensch mit Assistenzbedarf jeden Alters, Sozialhilfeempfänger, unheilbar Kranke, Nachbarn mit Migrationshintergrund, Nicht-Sesshafte oder sonstige von vermeintlich erfolgreichen als Randgruppe oder noch wie schlimmer angesehene Mensch ist in erster Linie ein Mensch, der alles das sein darf, was die vermeintlich schönen und erfolgreichen auch sind: zufrieden und glücklich!

Allerdings bin ich in meinem Leben schon vielen Menschen begegnet, die es gerade mit einer nur auf Leistung und Erfolg ausgerichteten Lebenseinstellung sehr weit gebracht haben, im beruflichen Status und sozial anerkannt, auch wenn sie sich sozial null engagieren und alle bedürftigeren Menschen mehr oder weniger deutlich als Sozialschmarotzer bezeichnen.

Sie faszinieren mich - ebenso wie ich sie wohl mit meiner sozial-ethischen Haltung fasziniere. Allerdings langweilen mich diese Damen und Herren. Sie haben keine anderen Interessen, als nur das nächste Level, das nächste Statussymbol zu erreichen nur um zu merken, dass nach dem Erreichen des selben die Zufriedenheit nur von kurzer Dauer ist. Für mich sind sie sehr sehr einsame und im Herzen tief traurige Menschen, die nie zur Ruhe kommen und tief innen UN-zufrieden sind...

@Shadow, ich kann deine Meinung und Haltung gut so stehen lassen und wünsche dir von Herzen, dass du in deinem Leben nie in eine Situation kommst, aus der du mit "Leistung" nicht mehr raus kommst und falls diese Situation doch eintreten sollte, dann hoffe ich, dass du dich an den kleinen Schmetterling von "dunkle See" erinnerst.

„Passau“ (Pseudonym)

@ Nordkatze

schönes Posting *Daumenhoch

@ Nordkatze
Davor ist niemand geschützt. Aber dafür hat man Freunde und Menschen, die einem eben auch helfen, wenn man selbst dazu nicht in der Lage ist. Alles andere auch die Trauer muss man selbst verarbeiten. Dabei kann einem geholfen werden, aber den Schritt kann einem keiner abnehmen. Alles andere wäre nur materieller Verlust. Darüber würde auch ich mich ärgern, aber da gibt es nichts, dass nicht ersetzbar wäre.

Für mich sind Status-Symbole übrigens eine ebenso große Verschwendung, wie für dich. Wahrscheinlich jedoch aus einer anderen Sicht auf die Dinge. Man darf gerne das nächste Level erreichen, aber das ganze muss auch ein Ziel und einen Nutzen haben. Man muss etwas bewegen wollen oder können in meinen Augen. Wenn ich nur reich bin um reich zu sein, dann habe ich auch einen ziemlich schwachen Lebenszweck. Das wäre nicht meins und ich habe weder teure Handys, noch Markenklamotten, noch teure Autos. Dafür hab ich ein Eigenheim. :-D
Ich würde aber sagen, dass so etwas nicht als Status-Symbol taugt. Für mich zählt Konstanz, Planung und Effizienz für andere eben schneller Erfolg, Angeberei und gesellschaftlicher Stand.
So sind die Interessen hinter dieser "Leistung" durchaus verschieden und auch ein Arzt in einem 3. Weltland leistet unmenschlich viel und macht das auch nicht für Reichtum oder Statussymbole. Aber das sollte man eben auch unterscheiden können. Auch Dunkle See hat viel geleistet um wieder in ihr normales Leben mit den kleinen Freuden zurück zu finden. Ich habe ja schon mehrfach betont, dass man diese Leistung ja nicht pauschalisieren kann? Menschen sind nicht gleich und auch ihre Lebenslagen nicht. Aber sie hat es versucht und so wie sie schreibt auch geschafft, darauf kommt es an! :)

„Viersen“ (Pseudonym)

Grad in einem Profil gelesen:

" Doch sollte Erfolg nicht nur daran gemessen werden, was jemand erreicht hat, sondern auch was er überwinden mußte um zu seinem Erfolg zu kommen."

Einmal mehr überlegen, ob es der eigene Kamm sein darf über den man alle schert.