Wie geht man mit starken Schmerzen um?

in „Rundum Leben“

Zu diesem Thema gibt es 57 Antworten

„Cloppenburg“ (Pseudonym)

Eliza Day, Heute, 20:07:
"Wenn man einem Menschen etwas wirklich Übles an den Hals wünschen möchte, kommt eine Wurzelbehandlung mit Komplikationen dafür durchaus in Frage."

Man sollte auf jeden Fall ein erfahrenen Zahnarzt mit ausreichendem Feingefühl für eine solche Behandlung haben. Wenn gefunden: Jackpot. Den Rest übersteht man mit einigem auf die Zähne beißen. Für solche dringenden Themen sollte die Zahnarztpraxis allerdings so viel Kompetenz aufweisen weniger dringliche Termine ggf. verlegen zu können.

Da scheine ich mit meiner Praxis ja den Jackpot gefunden zu haben.

Letzte Woche wegen eben dieser Sache (wie Eliza) zu meinem Zahnarzt, nach der ersten Behandlung bereits abends schmerzfrei.
Diese Woche wurde einmal das Medikament in den Wurzelkanälen gewechselt, auch danach keinerlei Schmerzen.
Übernächste Woche wird der Zahn zugemacht und wartet dann brav, bis Apfel sich den überkronen lässt.

Aber wenn die provisorische Füllung rausgefallen ist, @ Eliza, dann lässt ja auch der Druck nach und somit ist Schmerzlinderung in Sicht.
Keine Ahnung, wie lange genau du schon daran rumdoktorn lässt, aber wenn sich so gar nichts bessert, würde ich wohl auch mal einen anderen Arzt in Erwägung ziehen.

„Cloppenburg“ (Pseudonym)

ѼIch bin ein ApfelѼ, Heute, 22:16:
"Aber wenn die provisorische Füllung rausgefallen ist, @ Eliza, dann lässt ja auch der Druck nach und somit ist Schmerzlinderung in Sicht."

Vermutlich ist es weniger der Druck denn mehr die Beschaffenheit der Wurzel die das Problem bereitet. Daher auch die noch nicht abgeschlossene Behandlung. D.h. wiederum: Wenn die provisorische Füllung weg ist kommt Luft an die Stelle und es wird ggf. verstärkt unangenehm. Auch wegen den nachfolgenden Behandlungen selbst sollte man die provisorische Füllung umgehend und mit Vorsicht wieder an Ort und Stelle bewegen und dort belassen.

Polygon, bei einer Wurzelbehandlung ist kein Nerv mehr da, am Zahn kann also nichts mehr weh tun oder kälteempfindlich sein.

Die Entzündung im Kiefer tut weh. Und je nach Schweregrad, wenn Eiter/Wundsekret sich anstauen, kann es eine Erleichterung sein, wenn der Zahn nach oben hin offen ist und der Druck sich abbauen kann.

„Cloppenburg“ (Pseudonym)

ѼIch bin ein ApfelѼ, Heute, 22:51:
"Polygon, bei einer Wurzelbehandlung ist kein Nerv mehr da, am Zahn kann also nichts mehr weh tun oder kälteempfindlich sein."

Wenn alle Wurzelkanäle sauber/restlos behandelt wurden: Ja. Aber das wissen wir, zumindest weiß ich das nicht. Und klar muss die Entzündung zurück gehen. Das wird sich aber erst die nächsten Sitzungen/Untersuchungen zeigen. Auf keinen Fall sollte aber das Bohrloch offen bleiben. Wenn hier Essensreste eindringen und durch die nächste Spülung nicht restlos beseitigt werden: Viel Spaß mit den weiteren Zahnarzt-Sitzungen. Wenn dann noch ein Bohrer im Kanal abbricht ist die Freude gleich doppelt so groß.

„Hückelhoven“ (Pseudonym)

Was Frau Apfel sagt. *zustimmt*

Wenn ich das richtig verstanden habe, ist es Glückssache obs nach der ersten Behandlung schon gleich besser ist, weil selten alle Zahnwurzelkanäle in einem Rutsch gemacht werden. Bei hats leider nicht geklappt. Man hat halt ganz ordentlich Eiter im Kiefer. Tatsächlich ist es "nach oben offen" angenehmer, aber natürlich nicht sinnvoll, weil Infektionsgefahr und Co.

Naja, muß Frau durch und morgen mal forschen, wo sie ein neues Provisorium her kriegt.

War aber auf jeden Fall eine völlig neue Schmerzerfahrung, dieser ganze Prozess. Ich bin heilfroh, wenns durch ist.

„Cloppenburg“ (Pseudonym)

Chaos_Queen, Heute, 23:36:
"Ich bin seit fast 40 Jahren Schmerzpatientin und laut meinem Schmerztherapeuten 'austherapiert'. Leider ist das für ihn kein Grund, Cannabis zu verschreiben. Das wirkt nicht besser als Ibuprofen, Etoricoxib, Tramadol oder Oxycodon (die alle weiterhin verordnet werden), hat aber bedeutend weniger Nebenwirkungen. Verstehen kann ich das nicht."

Natürlich hat die Behandlung mit Cannabis ebenso Nebenwirkungen. Das kommt selbstverständlich auch auf die zu behandelnde Sache an sich an. Schmerztherapeuten die aber aus Idiologie nur das eine oder das andere bedenken und dafür nur die üblichen Gründe vorweisen scheinen mir ggf. in einer merkwürdigen Zeitperiode festzustecken (oder etwas anderem).