Warum gibt es immernoch solche Vorurteile gegen Tätowierungen / Tätowierte??

in „Rundum Leben“

Zu diesem Thema gibt es 355 Antworten

„Freising“ (Pseudonym)

@Sommervogel
Aber darum ging es ja nicht, oder?
Du hast das Gegenteil beschrieben.... Und es ist ein Mythos zu glauben, dass es den Arbeitgeber nichts angeht. Er kann es selbstverständlich nicht verbieten - nur muss der Arbeitnehmer eben auch die Konsequenzen tragen.
Es wird immer mit dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz argumentiert und das ist einfach Unsinn.

„Freising“ (Pseudonym)

Kein Problem. Glaub einfach was du willst.
Arbeitsrecht bewegt sich aber ausserhalb von Glauben und Halbwahrheiten.

Offensichtlich bist Du Juristin und kennst Dich im Arbeitsrecht aus. Ich würde mich natürlich nie Wagen, Dein Wort in Frage zu stellen. ICH arbeite für keine Firma, die nach dem Aussehen selektioniert.

„Freising“ (Pseudonym)

Das Aussehen gehört zur Gesamterscheinung eines Bewerbers und selbstverständlich wurdest auch Du danach ausgesucht. Aber Du kannst natürlich auch glauben, dass das nicht so ist.
Niemand macht sich davon frei, das wird Dir jeder Personaler bestätigen.
Kann natürlich sein, dass das im TakkaTukka-Land nicht so ist.
- Ende -

„Senden“ (Pseudonym)

Der Umgangston hier, ist ja manchmal wirklich herzallerliebst....
Ich glaube mir dünkt warum hier, meistens, immer nur die Gleichen schreiben.

„Langen“ (Pseudonym)

Hm...wir leben halt nicht in einer perfekten Welt in der jeder die Individualität des Anderen aktzeptiert und wir werden es auch nie. Zudem gründen sich Reaktionen und Entscheidungen von Menschen in der Regel auf den Erfahrungen die diese in ihrem bisherigen Leben gemacht haben. Hat man also mit einem "Menschenschlag" viel negatives erlebt, kann (ich betone kann nicht muss) es sein, dass man bewusst oder unbewusst diesen "Menschenschlag" immer in eine Schublade steckt. Jeder Mensch der behauptet vollkommen unvoreingenommen zu sein und dies nicht zu tun lügt sich selbst am allermeisten an. Vieleicht sollte man auch mal die Gründe des Arbeitgebers genauer hinterfragen bevor man hier, so "unvoreingenommen wie wir ja alle sind" diesem gleich Intoleranz unterstellt oder ihn als konservativ bzw. voreingenommen zu bezeichnen. Ein normaler Arbeitgeber(keine Konzerne) möchte in der Regel seine Firma am Leben erhalten und dafür möglichst alle Umstände ausschließen die zu Problemen führen könnten. Je nach Art der Tätowierung oder des Piercings kann es hier ohne es zu wissen zu Problemen mit Geschäftspartnern aus anderen ethnischen Kulturkreisen kommen, weil es dort eine andere Symbolik hat als es dies vieleicht in Deutschland hat. Und zeugt es nicht auch von Intolleranz einem Arbeitgeber dieses Recht abzusprechen, wenn er zum Teil mit seinem eigenen Vermögen haftet ?

Wäre witzig zu sehen wie ihr reagieren würdet, wenn hinter eurem Bankschalter plötzlich eine Person mit Nasenring und einer Tätowierung im Gesicht stehen würde. Und jetzt sagt nicht, das sei ja etwas anderes, so ist es nicht. Wo wollt Ihr denn die Grenze ziehen und wer sollte sich denn anmaßen dies zu entscheiden ???

PS: Und als ob ihr nicht erst mal ins stocken geraten würdet.

„Senden“ (Pseudonym)

Ich fänds Klasse und das würde ab sofort MEIN Schalter. ;-)

„Langen“ (Pseudonym)

Tja, Realität und Wunschdenken, manchmal liegen sie leider meilenweit auseinander. Aber vieleicht treffen wir uns in einigen Jahrzehnten ja mal an diesem Schalter ;o))

„Nordhausen“ (Pseudonym)

@murmel Ein dickes Fell hilft in diesem Forum. ;)

@all Ist ein Mensch mit Tattoos denn vertrauenswürdiger für Menschen mit Tattoos als einer ohne?

Ich habe mich mal mit einem stark tätowierten Mann getroffen, der irgendwann andeutete, es würde ihm bei mir zur optischen "Wunschfrau" noch fehlen, dass ich Tattoos hätte. Für mich persönlich kämen sie aber nicht in Frage: Ich mag mich nicht auf ein Bild festlegen, dazu bin ich zu gerne offen für Neues und Bodypainting war keine Alternative für ihn. ;)

„Senden“ (Pseudonym)

@Elenoire
Was`n Glück das ich dieses mein eigen nennen kann.

Und mir ist es vollkommen egal,ob mein Gegenüber nun
auch Tattoos hat ,oder nicht.Wenn ich wen mag,dann
sicher nicht,wegen seiner Tattoos,oder weil er keine hat.
Son Quatsch.In meinem Freundeskreis gibt es Beides und
ich hab beide Varianten gleich lieb. ;-)

„Offenburg“ (Pseudonym)

ich nehme dann bitte auch den gesichtstätowierten und gepiercten banker. ich glaube, ich würde sämtliche daueraufträge stornieren... onlinebanking hätte sich auch erledigt und die bankomatkarte würde ich wohl kaum mehr benutzen. *fg*

im übrigen schließe ich mich da murmeltier an.

abgesehen davon würde mich mal interessieren, wer hier denn schon schlechte erfahrungen mit dem "tätowierten menschenschlag" gemacht hat? und ich meine damit nicht hörensagen, filme, dokus im fernsehen, allgemeine vorurteile oder sonstwas in der richtung. ich meine persönliche, schlechte erfahrungen mit tätowierten menschen. und möchte dann gleich noch die frage anschließen - wenn es solche erfahrungen gibt, hätte es einen unterschied gemacht, wenn die betreffende person nicht tätowiert gewesen wäre?
bei all dem ist mir übrigens dieser wunderbare werbespot wieder eingefallen:
http://www.youtube.com/watch?v=pEsRjkprVG0

„Senden“ (Pseudonym)

Wie geil........da hätte ich mich auch wohl gefühlt.
Klasse Video,dankeschön.

Dass man sich zu Menschen mit gleichen Ansichten und Vorlieben eher hingezogen fühlt und auch geneigt ist, diesen in bestimmten Situationen den Vorzug zu geben, liegt doch in der Natur der Sache.

Aber Verallgemeinerungen und Rundumschläge sind nie hilfreich und zeugen m.E. nach nur von Mangel an Objektivität und differenziertem Denken. Und das nicht nur in Bezug auf Tattoos sondern in allen Lebensbereichen.

„Freising“ (Pseudonym)

Lies einfach noch mal, was ich geschrieben habe..

„Baden-Württemberg“ (Pseudonym)

Also... wenn sich ein Florian Findeisen mit einem Konterfei der Helene Fischer auf dem gesamten Oberarm neuerdings stolz in die Riege der Tätowierten einreiht ;o)...

„Freising“ (Pseudonym)

@zufällignochwach
.... weiss man, dass heutzutage Tätowierungen nix mehr mit Rebellentum zu tun haben ;-)

„Offenburg“ (Pseudonym)

rebellentum... das erinnert mich daran, daß meine großmutter mir unterstellt hat, ich würde mich ja nur deshalb tätowieren lassen und einen nasenring tragen, weil ich weiß, daß ihr das nicht gefällt und ich sie damit ärgern will.
ja ne, is klar! *prust*
daß ich das mache, weil es mir gefällt, weil ich die individuellen muster liebe, die sich über meine haut schlängeln, weil ich es interessant finde, weil ich im entstehungsprozeß und auch danach einiges über mich gelernt habe, und nicht, weil ich irgendwen damit ärgern will, das hat sie nie verstanden, denke ich.
wie egozentrisch muß man eigentlich sein, um davon auszugehen, daß jemand ein leben lang mit bleibenden veränderungen am körper herumlaufen würde, die demjenigen noch nichtmal gefallen, nur um jemand anderen eins auszuwischen? wie egozentrisch muß man sein, um sich vom aussehen eines anderen menschen (das ja nun wirklich nur sein eigenes problem ist) dermaßen betroffen und gestört zu fühlen, als könnte dieses aussehen gar nichts anderes als ein affront gegen die eigene person sein?

„Freising“ (Pseudonym)

@jana.
Falls Du mich damit meinen solltest:
Ich jedenfalls fühle mich durch Tattoos weder betroffen noch gestört und als Affront empfinde ich es schon dreimal nicht (siehe mein Profil).
Falls nicht: Alles bestens.

Edit: Ergänzung

„Offenburg“ (Pseudonym)

@grüne wolke: nein, ich hatte niemand konkretes gemeint (jedenfalls nicht dich, sonst hätt ich dich auch direkt angesprochen), eher allgemein. eben leute, die tätowierungen als persönlichen affront betrachten.