
„Burgdorf“ (Pseudonym)
@ Moltebeere
Ich finde es immer so allgemein, wenn Leute behaupten, sie haben all ihre Entscheidungen alleine getroffen.
Bei uns wurde gemacht, was meine Mutter wollte, zumindest bis ich Volljährig war. Da sind schon viele falsche Entscheidungen getroffen worden.
Dann hatte ich auch viele, die Entscheidungen für mich trafen (Jobwechsel gingen selten von mir aus, sondern meist vom Bedarf meiner Arbeitgeber).
Sicher gibt es auch eigene Entscheidungen, aber ich würde nie behaupten, dass ich mein ganzes Leben nur auf meinem Mist habe wachsen lassen können. Das wäre Quatsch, weil es nur bedingt so ist.
Schön, wenn man soviel Freiheit hat, dass sich Eltern einen Dreck um einen kümmern und man nur "seinen" Weg gehen konnte, ohne Schicksal, Abzweigungen und seltsame Fügungen.

„Merzig-Wadern“ (Pseudonym)
Ich denke mal man lebt immer, mal unbewusster, mal bewusster.....seit 2 1/2 Jahren lebe ich ganz bewusst und geniesse es in vollen Zügen......es kommt keiner zu kurz.....aber ich bin mir selber auch mal wichtig geworden und das finde ich klasse.....wer weiss schon wie viel Zeit man hat...in diesem Sinne wünsche ich allen ein schönes erfülltes Leben und Gesundheit.

„Güstrow“ (Pseudonym)
@formvollendet
Wie kommst du darauf, dass es leicht war? Ich habe verdammt viel kämpfen müssen. Bin angeeckt und habe so manche Delle davon getragen. Aber es war meine Entscheidung, das zu tun.
Wenn du sagst, dass dein Lebensweg von anderen bestimmt war, so glaube ich das nicht. Du bist nur nicht für deinen eigenen Weg eingetreten. Und auch das ist deine Entscheidung gewesen.
Für mich klingt es verdammt einfach, wenn man behauptet, dass man fremdbestimmt war. Einer der es macht und der andere, der es zulässt. Zwei Seiten einer Medaille. Zwei individuelle Entscheidungen.
Ich möchte auch noch betonen, dass meine Eltern häufig mit meinen Entscheidungen nicht einverstanden waren, mir aber immer beiseite gestanden haben.

„Burgdorf“ (Pseudonym)
@ Moltebeere
Ich habe einfach was gegen Verallgemeinerungen. Nicht alles ist fremdbestimmt, aber es ist auch nicht alles eine eigene Entscheidung, was einem im Leben begegnet.
Oder bleibst du bockig an deinem Arbeitsplatz stehen, wenn der Chef sagt, er hat dich gefeuert, weil Wirtschaftskrise ist? *gg* Das ist doch was ich meine.
Ich bin selbst was man eine "gestandene Frau" nennt. aber ich finde es falsch, wenn man behauptet ALLE Entscheidungen immer frei und selbst getroffen zu haben. Das hat niemand von uns. Es sei denn, man ist in Watte gewickelt durchs Leben gekommen.
Letztens habe ich eine Doku über Natja Brunckhorst (Wir Kinder vom Bahnhof Zoo) gesehen, deren Eltern sich wirklich nicht um sie gekümmert haben und wie lange sie darunter gelitten hatte, das Gefühl zu haben, für niemanden überhaupt sichtbar gewesen zu sein. Sie musste das alles lange Zeit erst erlernen und das nach der Geburt ihrer eigenen Tochter.
Aber eh wir abschweifen, ich denke, dass es durchaus einen Punkt im Leben gibt, an dem man bei sich selbst ankommt. Darum geht es mir. Einer vielleicht früher, andere viel später.
Ich finde die Beiträge hier auf jeden Fall sehr interessant.

„Rhein-Hunsrück-Kreis“ (Pseudonym)
Ich verstehe was ~formvollendet~ mit dem Thread meint. Ich freue mich für Dich, dass Du einen neuen Lebensabschnitt hast für Dich beginnen können.
Ich für mein Teil, versuche jeden Tag das Leben Lebenswert zu machen. Ich hab sicherlich
einige Male "starke Abweichungen" im Leben genommen, aber das heißt ja nicht, dass ich
vorher nicht gelebt habe. Es hieß nur, dass ich zum jetzigen Zeitpunkt, das Glück in meinem
Leben anders definiert habe.
Es ist nicht entscheidend ob man lebt, es zählt nur, wie viel Wert man dem eigene Leben gibt! :-)

„Herten“ (Pseudonym)
Ok, schade der mangelnden Männer, ohne Wertung, ohne Angriff, arbeiten wir Mit40ziger nicht einfach unsere Lebenserfahrung auf, so wie sie nun mal ist, wir haben trotzdem so viele Hoffnungen, arbeiten uns aber an unseren Erfahrungswertungen ab !

Ich verstehe das auch so, dass ich an einen Punkt gekommen war, an dem ich mein Leben "vorher" betrachtet habe und dann anfing, mir meiner selbst bewusst zu werden. Dann wurde ich mir auch über meine eigenen, ganz persönlichen Bedürfnisse und Wünsche klar - vorher habe ich hauptsächlich den Notwendigkeiten, oder was ich dafür hielt, gemäß gehandelt und gelebt. Wenn niemand etwas von mir wissen will, oder mich wertschätzt, habe ich irgendwann auch keine Wünsche und Ziele mehr. Das war "Vegetieren", bestenfalls.
Ohne feed-back bin ich auch unter Menschen allein.
Jetzt bin ich nicht mehr allein, werde geliebt und geschätzt, sogar mein früheres Umfeld beginnt, mich wahrzunehmen.
Ich habe angefangen, zu leben, als ich hier Menschen kennenlernte, denen ich in irgendeiner Weise wichtig war und bin, und die ich auch sehr gern mag.
Jetzt lebe ich "artgerecht"... ;-)

„Herten“ (Pseudonym)
Ok, machs bitte nicht von einem Forum abhängig, aber ich verstehe was du meinst !

„Herten“ (Pseudonym)
"Artgerecht ", kann nicht die Lösung sein, aber wennn du dich gut fühlst, ..... ok !

„Herten“ (Pseudonym)
Jepp ! Alles gut !

„Herten“ (Pseudonym)
Ich sag das mal bewusst so, ich wundere mich immer über eure Befindlichkeiten, ein doofes Wort, schon ist Krieg, die Aggressivitäten versteht keiner im Web, wir wollen doch nur disskutieren, Pepper das geht nicht bitte gegen dich, sind nur so Erfahrungswerte in diesem Forum, so hab ich es die letzten Monate beobachtet !

„Saar“ (Pseudonym)
Kurzum: als ich aufgehört habe, es durch die Brille irgendwelcher Ideale zu betrachten, die es nur verzerrt und immer wieder Enttäuschungen mit sich bringt.

Ich habe mein Leben bewusst 1988 neu begonnen als ich mich für ein Leben mit Jesus entschieden habe. Dadurch ist es nicht leichter geworden.
Das war nicht das Ziel. Aber ich spüre seitdem immer wieder, trotz der vielen Schwierigkeiten, die ein Leben mit sich bringt, doch immer wieder seinen Schutz und seine Liebe.
Ich habe seitdem so viele persönliche "Wunder" erleben dürfen, die mir immer wieder Kraft gaben.
Wobei ich auch so viele Fehler im meinem Leben mache, aber ich weiss, dass ich immer wieder zu meinem Vater kommen darf, selbst wenn ich riesen Mist gebaut habe.

„Cuxhaven“ (Pseudonym)
Mit meinem ersten Atemzug...ich will es selbst nicht so sehr unterteilen...egal, auf welche Weise ich mein Leben je gelebt habe...ich habe gelebt, mal gut, mal weniger gut, mal hatte ich Scheuklappen auf, mal nicht, mal brauchte ich eine Schutzmauer, mal weniger....jeden Tag meines Lebens habe ich Schritte gemacht, habe mich verirrt, neue Pfade aufgetan, altes verlassen um später wieder reumütig zurückzukehren oder neues zu entdecken...ich bin gereift, ich bin älter geworden und bestimmt würde ich einige Schritte in andere Richtung tun und bleiben lassen...aber so will ich es nicht sehen...denn schließlich macht mich jeder dieser Schritte aus...und meine Reise, meine Entwicklung sind noch lange nicht am Ende---ich für mich selbst versuche mir keinen Stempel aufzudrücken... gut oder böse, richtig oder falsch oder gelebt oder nicht gelebt...damit mache ich es mir nur selber schwer....jedenfalls ist das meine Sichtweise...ich bin, wer ich bin und was ich bin, weil ich bin...und das ist gut so:-).....