
„Wermelskirchen“ (Pseudonym)
Hallo zusammen, da ich gerade einen kleinen Infekt auskuriere, ein bißchen Zeit habe, im Netz surfe (und das Forum zuspame), bin ich gerade auf einen interessanten Artikel darüber gestoßen, dass amerikanische Firmen (Google, Apple, etc.) ihren Mitarbeiterinnen das Einfrieren ihrer Eizellen bezahlen, damit sie den Fokus mehr auf die Karriere setzen können und später noch Zeit für die Familienplanung haben.
http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/apple-facebook-it-firmen-zahlen-frauen-das-einfrieren-ihrer-eizellen-a-997264.html
Was denkt ihr darüber? Schöne neue Welt, also bitte "NEIN!", oder ein guter Weg hin zur Gleichberechtigung?
De facto ist man als Frau meist definitiv weg vom (Karriere-)Fenster, sobald man Kinder bekommen hat. Viele Frauen gehen auf Teilzeit etc. d.h. es ist schon eine "entweder/oder" Entscheidung.

„Eppingen“ (Pseudonym)
Das löst das Problem nicht. Turboschnell studiert, erster Job, Wechsel wie es sich gehört dank Headhunter oder weil man die Konkurrenz auf sich aufmerksam gemacht hat nach den obligatorischen vier Jahren, dann braucht man ca. 8 Jahre, um die entsprechende Position zu erreichen, nochmal ca drei zum Festigen, und dann ist man 40. Dann ein Kind? Das Problem ist weniger die Eizelle/ Befruchtung, sondern das Austragen. Und sich dann mit irgendwelchen dämlichen langweiligen Tuppermuttis im Kindergarten und Schule herumschlagen? Oah. Nee. Echt. Ich bin dankbar, dass ich meine Kinder bekommen habe, als sie schon stubenrein waren und in ganzen Sätzen sprachen. Und dass sie eine gepflegte Privatschule besuchen. Da gibt es weit und breit keine Kevins, Melvins, Marvins, Schackiraaas und Jackelines. Anderes Thema.

Manche wollen sich so sehr vom Prolltum abrenzen und merken gar nicht, wie asozial prollig ihre Ausdrucksweise ist. Lustig.

„Eppingen“ (Pseudonym)
Manche haben nichtmal die Eier in den Stöcken, direkt die Gemeinten anzusprechen.

„Meppen“ (Pseudonym)
es ist eine entweder/oder entscheidung mirella. kinder bedeuten karriereknick. alles andere ist ein vergehen an den kindern.
ich bin softwareentwicklerin. vor dieser entscheidung stand ich 1990 auch. ich habe mich mit 35 für meine kinder und gegen meine karriere entschieden und es nie bereut. ich habe zwei tolle, taffe, zielstrebige kinder, die auch in ihrem umfeld gut ankommen. an einer teilzeitbeschäftigung hielt ich jedoch fest, auch im erziehungsurlaub. die zeit mit meinen kindern war mit die wertvollste in meinem leben. ich würde wieder so agieren.

Och hauptstadtfrau? Um bei deiner Ausdrucksweise zu bleiben: da hat sich also endlich ein Mann deiner erbarmt und fortan darf man in jedem deiner Beiträge von "deinen" Kindern lesen, oah nee. Wie gut, dass ich mir diese dämlichen, langweiligen Möchtegern-Ersatzmamis ganz leicht ersparen kann. *Knöpfchen drück.

„Eppingen“ (Pseudonym)
Bitte entschuldige, ich wusste nicht, dass dein Nachwuchs Marvin heißt. Ich wollte dich nicht angreifen. Ist sicher ein nettes prima Kind.

„Kaiserslautern“ (Pseudonym)
Hey Ihr Lieben....nicht zanken.....!!!!
Ich halte von diesem Angebot absolut nichts und habe darüber neulich auch einen Artikel gelesen.
Die eine oder andere Karriere Frau wittert darin mit Sicherheit fette Beute....die Kinder werden es ihr nicht unbedingt danken, wenn die Eltern zum Abitur mit dem Rollator kommen müssen, weil sie schon so alt und gebrechlich sind.
Und neiiiiiiin für alle die etwas später entbunden haben, es soll natürlich kein Angriff gegen Euch sein.
Und zum Thema Gleichberechtigung sei gesagt: Warum hat wohl die Natur es so angelegt, das NUR Frauen Kinder bekommen?
( Sicherlich nicht, damit NUR Männer Karriere machen können)
Aber im Fazit ist dieses Angebot beschissen und ich hoffe, das jede, die das Angebot bekommt, in sich kehrt und überlegt, ab wann eine Schwangerschaft eine Risikoschwangerschaft ist.
Und DAS nicht riskiert.

Nein, gezankt wird nicht.
Es wurde ja auch alles gesagt, was mir eindrucksvoll beweist, dass Hauptstadtfrau auch innerlich hässlich zu sein scheint.
Eizellen einfrieren finde ich nicht gut und schließe mich inhaltlich Le-soleil an.

„Meppen“ (Pseudonym)
das unterschreib ich auch glatt.

„Eppingen“ (Pseudonym)
Es ist tatsächlich so, dass meine Studienfreundin sich getraut hat, neben der Karriere Kinder zu bekommen, und die kriegt das volle Programm. Die Muttis (Hausfrau oder Teilzeitkräfte) reden schlecht über die Karrierefrau, wissen alles besser, bestehen auf endlosen nichtssagenden regelmäßigen Elternabenden, wo nur Pillepalle besprochen wird, setzen grundsätzlich alle Termine auf Urzeiten und Tage, zu denen Vollzeit Arbeitende garantiert nicht können, und definieren sich (ist ja ok) über ihre selbstgestrickten, selbst gekloeppelten, eingemachten, ... Schöpfungen, erwarten das als allgemein gültigem Maßstab aber auch (und das ist nicht ok) von meiner Freundin und lassen es sowohl sie, als auch ihre Kinder spüren, und DAS ist schlimm. Dass da neben den Kevins auch Leonies und Maxe dabei sind, hab ich unterschlagen. Ändert aber nichts am grundsätzlichen Problem.
Und wie man sehr schön an dir sehen kann, definierst du dich auch über das selbst gebären. Ich hingegen bin meinen Mäusen eine prima Einhornmama, so nennen sie mich, weil Stiefmutter so einen bösen Touch hat, und ich mache keinen Unterschied, ob nun ich die zwei geboren habe oder nicht. Meine Eltern übrigens auch nicht. Aber auch da unterscheiden sich die Geister - und die Wertmassstaebe.

„Kaiserslautern“ (Pseudonym)
Sitz, Platz und Aus, ihr zwei.....jede in eine Ecke und pssssssssssssssssst machen!!!!!

Ich definiere mich hier über gar nichts. Ich fand einfach nur deinen ersten Post pauschal abwertend und beleidigend. Selbst, wenn ich keine Kinder hätte, hätte ich den Ton beleidigend empfunden.
Warum nicht einfach gleich so wie bei deinem letzten Post? DAS ist eine Meinungsäußerung an der sich niemand stoßen kann (Netiquette).
Ist eben so, wie es in den Wald...usw.

„Eppingen“ (Pseudonym)
Joar. Kann ich mit leben.

„Meppen“ (Pseudonym)
ich kenne berufsbedingt einige frauen, die sich trotz kindern für die ganztagskarriere entschieden hatten. die rechnung bekamen sie alle. sorry.
ich habe mich den kindergarten- und spielpatzmamis ebenso fern gehalten wie den fussballmüttern und trotzdem meine kinder begleitet, sie gefördert und unterstützt und ihnen zeit und kraft gegeben. mehr zeit als das knuddeln 5 minuten vor dem schlafen gehen.
100% fremderziehung ist für mich keine option. ich selbst war jahrelang in der ganztagsschule (damals unüblich) und hatte es gehasst. meinen kindern hätte ich das niemals zugemutet.
es waren schöne 21 jahre mit viel zeit zusammen und wenig zeit für mich selbst. nur das verzichten fällt vielen schwer in der heutigen zeit. dafür bedankte sich meine 24 jährige tochter neulich bei mir, dass sie das was sie ist, mir verdankt. ein schöneres kompliment konnte es für mich nicht geben.

„Eppingen“ (Pseudonym)
Na dann scheint doch aber was an den Spielplatzmuttis, Kindergartenmuttis, ... usw dran zu sein bzw das nicht nur meine Wahrnehmung zu sein, dass da Gruppen gebildet werden, mit denen man nicht zwingend was anfangen kann.

„Meppen“ (Pseudonym)
das bestreite ich ja nicht hauptstadtfrau

„Kaiserslautern“ (Pseudonym)
Ich fand die Treffen mit den Muttis nicht verkehrt, denn mit Ihnen konnte ich mich austauschen und Freundschaften knüpfen die bis heute gehalten haben.
Rede mit einer Nicht Mami mal über Kinderkrankheiten oder Babynahrung kochen, das wird nix.
Solange man nicht den ganzen Tag NUR Thema Kind hat sind diese Lebensabschnittsbegleitungen Gold wert!

„Meppen“ (Pseudonym)
@le-soleil. das mag für jeden anders sein. ich hatte kein interesse daran und keine zeit dafür.

„Datteln“ (Pseudonym)
Problematisch dürfte vor allem der subtile Druck sein dieses Angebot anzunehmen und dann auch nicht schwanger zu werden, solange man dort arbeitet.
Gerade in der US IT-Industrie ist der Druck der durch die Kollegen aufgebaut wird recht gross. Wer nicht lang genug arbeitet oder zu viel Urlaub (also 14 Tage im Jahr) nimmt bekommt das recht schnell zu spüren. Das wird sich auch beim Einfrieren von Eizellen genau so fortsetzen.
Eizellen einzufrieren dürfte recht schnell zur unausgesprochenen Pflicht werden. Inklusive der mit der Entnahme verbundenen Risiken.

„Wermelskirchen“ (Pseudonym)
Hmm.... mein langjähriger Exfreund (IT-Industrie) wollte auch lieber Karriere als Kinder letztendlich. Er wollte da gar keine Kompromisse machen. U.a. ein Grund warum ich keine Kinder habe.
Es ist schon relativ schade, dass man diese Entscheidung so hart treffen muß, gerade weil man ja nicht mehr davon ausgehen kann, dass man "mal eben" und "in trauter, stabiler Zweierbeziehung" 3 Kinder großziehen kann.
Von daher ist das vielleicht einfach ein Hauch Flexibität?
Ich bin mir nicht sicher, was ich davon halten soll. Obwohl ich wahrscheinlich in der Zielgruppe wäre. Schon schräg heute alles. Wir können so viel, aber es geht alles "zu Lasten" der klassischen Sozialbeziehungen. Dabei hätten wir - wäre die Industrie nicht die, die sie ist und würden die Menschen nicht ticken, wie sie ticken - die Möglichkeit das alles viel sozialverträglicher zu regeln als noch vor 20 Jahren.

„Radevormwald“ (Pseudonym)
Ich hab keine Kinder geboren, musste nachts nicht bei Ihnen am Bett stehen, wenn sie krank waren, keine Arzttermine vereinbaren, sie zur Schule, Sport oder Spiel fahren usw usw. Ich musste nicht das Leid einer Mutter erleben - aber dürfte auch nicht die Freude spüren. Ich hatte auch "geliehene" Kinder, die eine Ersatzmama in mir sahen, aber trotzdem war ich nicht ihre Mutter - und kann so bei vielen Eindrücken, Gefühlen und Erlebnissen nicht mitsprechen und sie nicht wirklich beurteilen.
Ich weiß nur, dass ich jetzt keine Kinder mehr möchte - zumindest keine eigenen. Ich empfinde mich zu alt für das erste eigene Kind, zu eingefahren in mein Leben.
Allerdings kann ich Frauen verstehen, die viel Zeit, Engagement und auch Geld in ihre Ausbildung investieren, nicht im Aufstieg Nachwuchs bekommen möchten, um dann zu Hause zu bleiben oder ihre Kinder von Dritten erziehen lassen zu müssen.
Es besteht kein Zwang, Eizellen einzufrieren und auch keine Gewissheit, dass man später damit ein Baby bekommen kann. Aber ich denke, für viele Frauen ist allein das Gefühl, dass sie könnten, mit einer gewissen Sicherheit verbunden. Zudem es kein ganz günstiges Verfahren ist. Ich find es gut, dass AG dies anbieten. Entscheiden, ob man es nützt, muss jeder für sich.

„Südliche Weinstraße“ (Pseudonym)
@Hauptstadtfrau: ich hab genug Eier in den Stöcken,
es wird hier nur meist gelöscht, wenn ich Dir sage,
dass Du nen feuchten Kesks im Schuh hast.
"Kinder kriegen, die schon stubenrein sind"
Du bist ja völlig verstrahlt.

„Südliche Weinstraße“ (Pseudonym)
Ich finde die Idee der Firmen übrigens sehr zweifelhaft.
Nichts gegen Karriere der Frauen, da bin ich dafür.
Nur das macht Google doch nicht für die Frau,
sondern dass sie keine neuen Leute anlernen müssen.
Und das finde ich unverschämt.
Es mag doch Frauen geben, die sich für Kinder bewusst entscheinden
und dann kommt der Konzernchef und sagt indirekt "Hör auf damit"
"Hier komm ich frier Dir die Zelle ein"
Also ich weiss nicht.

„Duisburg“ (Pseudonym)
Das Einfrieren von Eizellen ist für Krebspatientinnen eine Möglichkeit, nach erfolgreich verlaufener Chemotherapie inklusive Gesundung zur Umsetzung des Kinderwunsches zu kommen. Der Gründer des Netzwerks "Fertiprotekt", Herr Michael von Wolff erklärt die Methode inklusive Erfolgsaussichten sowie den damit verbundenen Risiken als gewissenhafter Gynäkologe, so dass es seit einiger Zeit Studienhinweise gibt, dass das Verfahren zu einer gewissen Schädigung der Embryonen führen kann.
Quellverweis:
http://www.dggg.de/presse/pressemitteilungen/mitteilung/tiefgekuehlte-eizellen-nur-begrenzte-moeglichkeiten-fuer-spaetere-schwangerschaften/
http://www.tagesschau.de/inland/socialfreezing100.html.
http://www.profamilia.de/erwachsene/kinderwunsch/unerfuellter-kinderwunsch/risiken.html
Im übrigen habe ich noch nicht gelesen, das Männer ihren Samen einfrieren lassen sollen. Denn egal ob Mann oder Frau. Eine Familiengründung planen beide und wollen sich abwechslungsweise um das Familienmitglied kümmern.
Das ist das typische Sozialverhalten. Na klaro gibts viele Abweichler... :-)
Und wenn eine Frau mit 50 Jahren ihr erstes Baby bekommt und nicht schon mit 20 Jahren, fällt sie ja trotzdem für die Firma erst mal aus. Und dann muß das Unternehmen eine sehr teure Vertretung engagieren, bis gnädige Frau eventuell wieder in den Betrieb zurück kehrt oder erneut schwanger wird. :-)