Selbstliebe -...wieso, weshalb, warum?

in „Rundum Leben“

Zu diesem Thema gibt es 33 Antworten

„Donaueschingen“ (Pseudonym)

@Donna plus
Na ja, Selbstliebe von jemand anderem zu fordern oder zu erwarten ist - egal in welchem Zusammenhang - recht ungütig und auch wenig sinnvoll. Man kann höchstens versuchen es anderen vorzuleben, aber ein anderer kann sich Selbstliebe - wie Selbstvertrauen auch - herbeizaubern.

„Würselen“ (Pseudonym)

"Na ja, Selbstliebe von jemand anderem zu fordern oder zu erwarten ist - egal in welchem Zusammenhang - recht ungütig und auch wenig sinnvoll."

Absolut. Ich habe das forenbezogene gegenwärtige Thema Dicksein lediglich herausgegriffen.

„Osterholz-Scharmbeck“ (Pseudonym)

Ja, ich schätze mich selber, bin mir viele gute Dinge im Leben wert.
Ja, ich liebe viele Eigenschaften an mir. Aber bei weitem nicht alle. Ich kenne viele meiner "Schwachstellen "
Finde ich mich schön ?
Hmm. Mal mehr, mal weniger. Je nach Stimmung und Tagesform.
Passe ich in ein gängiges Schönheitsideal ?
Nein, noch nicht mal schlank passe ich in diese Kategoriesierung von dem gerade gängigen Schönheitsideal.
Mein Spiegelbild zeigt mir nun mal die Realität und nicht das, wie ich gerne aussehen würde.
Bin ich gewillt, mich deswegen mit Mühen und Kosten und Selbstkasteiungen zu plagen. Nein.
Das ist es mir nicht wert.
Auch, weil ich mich kenne und der Leidensdruck wohl gerade nicht groß genug ist. Zumal ich schon 3x in meinem Leben radikale Veränderungen gemacht habe.
Habe ich Lust auf eine ständige Selbstoptimierung in allen mgl Lebensbereichen (Geist und Körper ), nur weil es gerade "in" ist ? Nein. Bin ich zu faul zu. Brauche ich noch nicht mal im Job oder bei Statussymbolen oder was auch immer.

Bin ich mir meines Wertes meiner Person bewusst ?
Ja. Definitiv. Ich weiß zunehmend, wer ich bin und was mir gut bekommt und was nicht. Und ich versuche zumindest danach zu leben.
Kann ich lieben ? Ja.
Bin ich liebenswert ? Ja. Absolut. Trotz aller Ecken und Kanten und Macken. Warscheinlich machen die mich aus.

Bin ich unempfindlich gegen "Abwertungen" von anderen ? Nein. Definitiv nicht.
Liebe ich mich selber ?
Ja. Bestimmt. An manchen Tag mehr, an anderen Tagen weniger ?
Hat das irgendetwas mit meiner "äußeren Form" zu tun ? Wenig.
Muss ich mich immer selber lieben ? Nein. Überwiegend reicht. Ich darf mich auch mal ziemlich scheiße finden. Aber nicht zu oft, weil sonst verhagelt es mir die Stimmung und das Leben.
Hat sich da etwas verändert in meinem Leben ? Ja. Die Werte haben sich im Alter verschoben.
Meine inneren Konflikte mit mir selber oder eben auch mit anderen oder der Gesellschaft .... sind immer da gewesen. Da hat das Alter mir mehr Frieden mit mir selber gebracht. Aber sicherlich hatte nicht meine Figur darauf grundlegenden Einfluss.

„Neustadt am Rübenberge“ (Pseudonym)

@dagmar
Sehr schön beschrieben. Danke schön 😊. Stimme Dir zu

„Bocholt“ (Pseudonym)

1. "Was bedeutet Selbstliebe für mich?"

Mehr als mich tolerieren. Mehr als mich annehmen. Mich wirklich gern haben. Ob es gleich die ganz große Liebe sein muss weiß ich nicht, aber ein warmes, liebevoll getragenes, wohlwollendes Gefühl.


Das ist/war für mich auch so...und in den wirklich (selbst)liebevollen Phasen meines Lebens, können/konnten mich Abwertungen (bzw der angestrebte Versuch) nicht treffen.
Ich kann/konnte sogar darüber schmunzeln.

Jedoch von Anderen als Absolutheitsanspruch an mich bzw meine Haltung zu meinem Körper (und seien es auch nur Teilbereiche) herangetragen in Form von :"wenn Du deinen Hintern nicht vollumfänglich lieben kannst, bist zu echter Selbstliebe nicht fähig...odr lehnst Dich dann auch als Ganzes ab" ist es natürlich fast immer der Versuch der Herabwürdigung, Verunsicherung...
Das passiert mit Frauenkörpern ja fast alltäglich und hat ne lange Tradition :-((
(und ja! Männer geraten in diese Mühle der unerfüllbaren Körperideale auch immer mehr rein...genauso übel)

„Osterholz-Scharmbeck“ (Pseudonym)

Noch Fragen ;-)

@Q.B.
Ich nehme auf deine Bitte hin das Meme raus. Auch wenn ich nicht verstehe, warum .

„Bocholt“ (Pseudonym)

@dagmar
Ich hatte ganz bewußt diese Bitte nicht öffentlich gepostet, da ich hoffte, dass Du es auch so verstehst.
Für mein Gefühl war zu es derb und nicht dem Thema angemessen.
Danke fürs entfernen.

„Osterholz-Scharmbeck“ (Pseudonym)

@QB.
Aha.
Aber danke für die Erklärung.
Naja. Humor ist subjektiv.
Ich fand es passend .... und komisch.

„Würselen“ (Pseudonym)

"wenn Du deinen Hintern nicht vollumfänglich lieben kannst, bist zu echter Selbstliebe nicht fähig...odr lehnst Dich dann auch als Ganzes ab"

Daher hatte ich übrigens auch das Beispiel mit dem Bart herangezogen. Wenn es um ANDERE geht, dann ist es für uns doch auch völlig ok, dass man an anderen nicht alles bis ins allerkleinste Detail ganz hervorragend und wunderschön finden muss um denjenigen in seiner Gänze gut, liebenswert, wunderbar und schön zu finden. Wir würden es uns sogar verbitten, dass der Partner uns nicht mehr toll findet, weil wir uns jetzt die Kurzhaarfrisur haben verpassen lassen, die er nicht mag. Warum also müssen wir an uns selbst alles zu 100% toll und schön finden um den Orden "liebt sich selbst" bekommen zu dürfen?