Sind wir eigentlich wirklich mit uns im Reinen?

in „Rundum Leben“

Zu diesem Thema gibt es elf Antworten

Ich sitze gerade mit einer Tasse Kaffee auf der Terrasse und irgendwie schwirrt mir seit Tagen eine Frage im Kopf herum: Wir sind hier auf Rubensfan. Also auf einer Plattform, auf der kurvige Frauen ausdrücklich nicht nur akzeptiert, sondern sogar gesucht werden. Eigentlich eine schöne Vorstellung. Trotzdem frage ich mich, ob wir Frauen wirklich mit unserem Körper im Reinen sind.

Hand aufs Herz... wenn Ihr morgen früh aufwachen würdet und ganz ohne Diät, Sport oder Verzicht plötzlich 20 oder 30 Kilo weniger hättet – würdet Ihr sagen: "Nein danke, ich möchte lieber so bleiben wie ich bin."? Oder würdet Ihr lächeln und denken: "Eigentlich fühlt sich das ganz gut an." - Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Ich glaube nämlich, dass zwischen Selbstliebe und Selbstakzeptanz ein kleiner Unterschied liegt. Man kann sich mögen und trotzdem Dinge an sich verändern wollen.

Und dann frage ich mich noch etwas:

Warum scheint hier so oft das Bild "kurvige Frau – schlanker Mann" aufzutauchen? Wie erleben das eigentlich die Männer, die selbst deutlich mehr auf die Waage bringen? Sind Rubensmänner genauso gefragt wie Rubensfrauen oder gelten am Ende doch unterschiedliche Maßstäbe?

Was mir außerdem aufgefallen ist, sind die Nachrichten:

Geht es nur mir so oder gibt es tatsächlich Männer, die glauben, dicke Frauen seien leichter zu erobern? Nach dem Motto: "Die wird schon nicht so wählerisch sein..."

Manchmal lese ich eine Nachricht und denke mir: Wie kommt man auf die Idee, genau dieses Foto als erstes zu verschicken? Da ist mehr Mut als fotografisches Talent dabei. 😄 Und dann gibt es noch die andere Sorte. Erst überschäumend freundlich und zwei Minuten später beleidigt, wenn Frau höflich absagt oder einfach nicht so reagiert, wie er es sich vorgestellt hat. Mich persönlich bringt das nicht aus der Ruhe. Ich finde es eher erstaunlich, wie schnell aus Charme plötzlich schlechte Kinderstube werden kann.

Und dann ist da noch dieses ganz banale Thema Kleidung.

Geht Ihr eigentlich gern einkaufen? Oder ist das eher Frust als Freude? Findet Ihr schöne Sachen oder habt Ihr manchmal auch das Gefühl, dass Mode für kurvige Frauen entweder aussieht wie Gardine oder aussieht, als müsste man dafür im Lotto gewonnen haben?

@Helene, man kann das Beste aus einer Situation machen, wenn sie nicht oder nur mit viel Glück und maximalem Aufwand zu ändern ist. Dann lebe ich mit meinem Körper, wie er ist, ich pflege ihn und mag ihn auch. Ich bin mit ihm „im Reinen“. Trotzdem würde ich sehr gerne mit demselben Körper, nur 30 kg leichter, morgens aufwachen.
Zum Beispiel wegen deines letzten Punktes - schönere Klamotten und mal tolle Schuhe… 🤷🏼‍♀️

Und was die Männer, also Thema „runde Frau - schlanker Mann, auch umgekehrt?“ angeht: Ich denke, meine Sozialisation in unserer Gesellschaft brachte mit sich, dass Frauen mehr mit ihrer Optik punkten mussten und Männer mit ihrem Status. Die Optik richtet sich wiederum an der Prägung durch Familie und Medien aus, was mittlerweile auch Männer in ihren Sog zieht. Nur halt nicht so ausgeprägt. Für mich persönlich kann ich sagen, dass der Inhalt mir immer wichtiger war als die Verpackung. Schön und klug ist natürlich das „Ultrus pultrus“… 😀

"Hand aufs Herz... wenn Ihr morgen früh aufwachen würdet und ganz ohne Diät, Sport oder Verzicht plötzlich 20 oder 30 Kilo weniger hättet – würdet Ihr sagen: "Nein danke, ich möchte lieber so bleiben wie ich bin."? Oder würdet Ihr lächeln und denken: "Eigentlich fühlt sich das ganz gut an." - Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Ich glaube nämlich, dass zwischen Selbstliebe und Selbstakzeptanz ein kleiner Unterschied liegt. Man kann sich mögen und trotzdem Dinge an sich verändern wollen."


Kann ich mir auch andere Dinge wünschen? Oder NUR das?


"Geht Ihr eigentlich gern einkaufen?"

Nein, es ist furchtbar. Aber abgesehen davon kann man im regionalen Handel doch sowieso recht wenig einkaufen ab vielleicht Größe 50(?)

@PeppermintPatty

Ich glaube, genau das ist der Punkt. Man kann sich mögen und trotzdem denken: Ach, ein paar Kilo weniger wären manchmal schon ganz praktisch. 😊 Mir geht's da ähnlich. Ich mag mich eigentlich so, wie ich bin. Aber ich merke eben auch, dass mit Anfang fünfzig manches nicht mehr ganz so leicht ist wie mit dreißig. Das ist wahrscheinlich einfach das Leben.

Was mich manchmal mehr nervt als die Kilos selbst, ist tatsächlich das Einkaufen. Früher bin ich gerne durch die Geschäfte gebummelt. Heute weiß ich oft schon vorher, dass ich am Ende doch wieder online bestelle. Es gibt zwar mittlerweile viel mehr Auswahl als früher, aber vieles sieht entweder aus wie "Sack mit Ärmeln" oder ist einfach nicht mein Stil. Und bei Schuhen... na ja. Hohe Absätze finde ich immer noch schön. Aber nach einer Stunde denke ich meistens: War eine nette Idee... 😄 Dann ziehe ich doch lieber etwas an, womit ich den ganzen Tag gut unterwegs bin. Wenn ich ehrlich bin, habe ich mir meine Kilos aber auch ein Stück weit selbst angefuttert. Nicht aus Frust, sondern mit Genuss. Ich esse einfach gerne. Ein schönes Essen mit Freunden, ein gutes Glas Wein, der selbstgebackene Kuchen von Mama oder ein Eis im Urlaub – das sind für mich Lebensfreude. Und ganz ehrlich? Auf diese Momente möchte ich rückblickend nicht verzichten.

Ein schönes Thema!

Helene, du greifst auch eine Frage auf, die ich mir schon sehr lang stelle: Gibt es auch Frauen, die auch extrem dicke Männer stehen? Ich persönlich mag es sehr, wenn am Mann etwas mehr dran ist. Aber extreme Fettleibigkeit mit sagen wir 180 oder 200kg finde ich beim Mann dagegen nicht erotisch - ich bin da auch ehrlich, selbst wenn der Mensch ein Herz aus Gold hätte, ich hätte ihn nicht gedatet. Einfach, weil mir da auch die sexuelle Anziehung fehlt. Vielleicht wäre das anders, wenn solch ein Mann in meinem Umfeld gewesen wäre und man sich über die Freundesschiene, ohne Dating-Hintergrund, kennengelernt hätte.
Aber ich habe meinen Mann, und den fand ich von Anfang an sehr anziehend. Auch mit etwas Bauch.

Zum Hauptthema: Ich hätte gar nix dagegen, wenn morgen 30 Kilo weg wären und nicht wieder kommen würden. Dabei mag ich die Weichheit meines Körpers.
Ich bin mir auch recht sicher, dass ich in den nächsten Jahren wieder ein paar Kilo verlieren werde. Das aber eher aus gesundheitlichen Gründen und nicht wegen der Optik oder Haptik. Schlank werde ich nie sein, ich halte für mich auch nichts von einer OP oder Spritze. Im Grunde weiß ich, wie ich gut und dauerhaft Gewicht reduzieren kann (habe ich vor einigen Jahren schon getan), aber es ist eben schwer, den Anfang zu finden.

Ich denke nicht, dass ich so ganz im Reinen bin mit meinem Körper - da gibt es ein paar Sachen, die bei anderen Exemplaren der Gattung besser gelöst wurden ;o) Das geht schon los wenn ich mir mal wieder einen Fingernagel einreiße, weil die einfach zu weich sind oder das Essen einer Ananas zu Ausschlag führt. Trotzdem mag ich meinen Körper (auch) so, wie er ist.

Ja, die Beobachtung, dass Männer denken, Dicke seien einfacher zu erobern, habe ich auch schon gemacht. Ich finde das manchmal echt witzig, welche Fotos da im Profil stehen oder geschickt werden - "kann er nicht ernst meinen!". Wahrscheinlich schicken die ihren Standardtext an hunderte Damen, ohne sich wirklich deren Profile durchzulesen - es wird sich schon eine erbarmen. Weißt ja, die Dicken gehen leichter her und freuen sich, wenn so ein Goldstück dann noch schreibt dass es ihn "nicht stört" wenn Frau ein "paar Pfunde" extra hat. Yeah. Hauptgewinn!

Thema Kleidung: Das wäre eine meiner "Ängste" beim oben angenommenen Besuch der Abnehmfee: Schade um die Klamotten! Wobei 20 Kilo noch nicht bedeuten würden, das halbe Ankleidezimmer wegpacken zu müssen. Aber das Shoppen offline hat für mich keinen Reiz. Kleidung finde ich nur sehr, sehr selten in Geschäften - oft reicht mir der Blick in die XXL-Abteilung und mir vergeht aufgrund von Schnitten und Farben eh die Lust, überhaupt noch nach Größenschildchen zu gucken. Bei Schuhen ähnlich - ich trage gern Gabor. Brauche da aber die 44. Also online.

Ich habe manchmal schon den Eindruck, dass es dicken Männern schwerer fällt einen Partner zu finden, egal, wie dieser beschaffen ist. Ich gehöre ja selbst zur Kategorie dickerer Mann und denke mir häufig schon, dass es der Grund ist, warum das Dating nicht so wirklich läuft. Das oder es liegt an meinem wallenden Haar. ;) Und ja, sobald ich mich wieder ein wenig mehr mag, mache ich auch neue Bilder. Aber im Ernst, ich war auch 15 Jahre weg vom Datingmarkt und der Kulturschock ist und war groß, aber es ist ein wenig so wie in der Jobsuche: Wenn man nur Absagen bekommen, ohne dass es einen Hinweis gibt, warum man nicht der Richtige für die Stelle ist, dann gehen die Gedanken alle in ganz seltsame Richtungen und mit diesen ist man(n) dann alleine.

Mein Eindruck war so um 2005 und Folgejahre, dass das Dating da noch ein wenig leichter war (vielleicht ist das aber auch eine Form von Erinnerungsoptimismus). Habe da auch nicht direkt die große Liebe gefunden, aber sehr tiefe und anhaltende Freundschaften oder mal ein paar Wochen nettes schreiben. Das habe ich seit letzten Herbst nicht mehr so erlebt.

Und ja, auch ich wäre morgen gerne 20 Kilo oder mehr schlanker. Ich bin mir nur sehr sicher, dass ich dann was anderes finde, was ich blöd find.

Ich finde das Thema zu weit gefasst.
Mal vorweg: Ich bin eine von denen die dicke Männer attraktiv und anziehend finden. Ja, auch und gerade sehr dicke Männer. Und ja, ich hatte auch schon einen Partner im 180 - 200 kg Bereich. Ich mag aber auch sehr schlanke Männer, also Männer, die man so klassisch einen "Lauch" nennt, oder eher androgyne Männer.
Beide Körperformen und gerade die dicken Männer werden in diesem Umfeld hier eher diskriminierend behandelt, so mein Empfinden.
Das geht so weit, dass bei Ü100 Partys der bezahlte, halbnackte, normschöne Muckimann für gemeinsame Bilder zur Verfügung stand. Nicht cool.


Was das allerdings damit zu tun haben soll, ob ICH mit mir im Reinen bin erschließt sich mir nicht. Auch nicht, warum das an meinen Kilos gemessen wird? Nicht an meinem Umgang mit der Welt, meinen Ansichten, meinem Wissen, meinen Beziehungen? Nö, es hängt offenbar an einem Brocken Fett.

Als jemand die in jungen Jahren binnen sehr kurzer Zeit 50 kg abgenommen hat und sich dann Mitte 20 plötzlich eher überraschend in einem praktisch schlanken Körper wiederfand, kann ich sagen, dass das eine der härtesten Zeiten meines Lebens war und ich mich in meinem Körper nicht mehr zuhause fühlte und auch erschrocken darüber war, dass Menschen z.b. plötzlich in meiner Gegenwart über Dicke auf eine Art ablästerten, die ich nicht für möglich gehalten hätte.
Komischerweise fragt aber keiner Menschen, die abgenommen haben, ob sie jetzt mehr mit sich und der Welt im Reinen sind und das gefälligst jeden Tag gleich? Als ob nur das Gewicht darüber entscheiden würde. Ist ja nicht so, als gäbe es psychische oder körperliche Erkrankungen nicht auch bei Schlanken, Depression, Essstörungen... Also wenn es so einfach wäre...
Solange es keine wirklich nachhaltige und gesunde Form für alle gibt Gewicht zu verlieren und dann zu halten, finde ich die Frage müßig und geradezu blödsinnig.
Fragt ihr auch Menschen mit Brille oder meinetwegen auch Behinderungen, ob sie wirklich mit sich im Reinen sind oder nur so tun?
Die Frage ist im Kern einfach fettphob, weil sie Menschen auf ihr Körpergewicht und Äusseres reduziert. Punkt.
Mich nervt allein schon das 'wir' in der Frage. Kennst du einen dicken Menschen, kennst du genau einen dicken Menschen. 'Wir' sind nicht alle gleich.
Es gibt an mir so viel Interessantes, das Gewicht ist eigentlich mit das Uninteressanteste an mir.
Natürlich suche ich mir Männer, die darauf abfahren, denn es wird sich nichts signifikant daran ändern. Aber auch da gilt: Das ist nur Grundvoraussetzung. Ein Mann muss schon deutlich mehr bieten als nur auf runde Frauen zu stehen, das ist keine Leistung von ihm, sondern Veranlagung und mit die am wenigsten interessante Eigenschaft an ihm für mich.

Unheimlich gerne auch 50 kg schlanker. Ich hänge überhaupt nicht an meinem Speck.
Wobei ich mit mir und meinem Körper immer gut klar kam. Der Spruch: "Ich will garnicht raus aus meiner Haut, wo sollte ich auch sonst hin? " stimmt für mich schon. Ich bin gerne "ICH" , aber wäre wirklich gerne wieder leichter.
Ich kaufe Kleidung überwiegend Online und bevorzugt gebraucht. Ich kleide mich gerne gut, (meinem Empfinden nach) fröhlich und bunt und der Gelegenheit entsprechend. Habe zugegeben einen Klamotten-Tick und dadurch sehr volle Schränke!
Nur 2 meiner Lebensbegleiter waren "Bauchträger" aber trotzdem deutlich leichter als ich. Ein "Schwergewicht" fand ich menschlich mal richtig interessant, aber seine Krankengeschichte hat mich dann doch abgeschreckt. Andere haben aus anderen Gründen nicht zu mir gepasst.

Gerne 30kg wenig. Wäre schon toll.
Aber ehrlich gesagt, hätte ich nun auch Angst, daß meine Haut das nicht mehr mitmacht und ich bin mir ziemlich sicher, daß ich mich in meinem Körper so auch nicht mögen würde mit vielen Hautfalten und einem Bindegewebe, daß nicht mehr stramm ist .
Ich habe schon mehrfach mal viel abgenommen. Mal 15, mal 35, mal 20 kg.
Aber immer in Kombi mit viel Sport.
Ich würde mir eher wünschen, mich wieder "stramm", fit und durchtrainiert zu fühlen. Weil genau das Gefühl mag ich eigentlich. Weniger das Gefühl von "dünn". Sportlich, beweglich, kraftvoll...
Ich war immer kräftig, eigentlich normalgewichtig in meiner Jugend. Aber eben mit 1,80m groß, stark, und hatte ein Kreuz wie ein Kerl. Ich war in der Schule meist größer, als die Jungs. Somit halt nicht attraktiv für sie.
Meinen Körper mit dem Speck lehnte ich immer ab. In jungen Jahren hatte ich eine ziemlich ausgeprägte Eßstörung.
Emotionales Ventil und Spannungsabbauer war Essen immer. Und gerne essen tue ich auch.
Kleidung war früher noch schwieriger für mich, halt auch wegen der Größe. Alles meist zu kurz. Da mußte oft die Nähmaschine mit ran.
Ich fand es schon Cool in schlanken Phasen beim Shoppen etwas zu finden. Jetzt gibt es ja kaum noch Geschäfte mit sehr großen Größen, also nun online.

Zu meinem Körper hatte ich immer ein sehr ambivalentes Verhältnis. Einerseits selbstbewußt nach der Devise: Viel Persönlichkeit braucht halt viel Platz", anderseits eben auch der sehr kritische Blick in den Spiegel.
Sehr erschreckend fand ich, wie unterschiedlich Frau wahrgenommen wird betr klassischer Attraktivität/ Figur/ Schlank sein usw . Im Job z.B von Vorgesetzten habe ich für mich befremdlich Unterschiede wahrgenommen. Als ob meine Arbeit mit und ohne 35kg eine andere gewesen ist. Ich hatte ja nicht meine Persönlichkeit verändert.
Betr Männern: Gerne mag ich einen Kerl, der Bauch hat und groß und kräftig ist . Jemand mit 180kg war auch mal kurz dabei. Aber zu der Zeit war ich sehr sportlich. Da paßte es für mich dann nicht in mein Lebenskonzept.
Aber ich hatte auch schon Partner, die sehr schlank waren oder 2 Köpfe kleiner... Ich habe mich eigentlich immer eher in die Person verliebt, unabhängig der äußeren Erscheinung.
Sexy finde ich verschiedene Typen Mann. Aber mich daran zu orientieren halte / hielt ich für zwecklos. Was ich sexy finde und wer mich sexy fand, war halt oft ein großer Unterschied.
Nun habe ich meinen Partner ja gefunden. Und äußerlich war er in den 90igern, als ich ihn kennengelernt, nicht wirklich mein Typ 😉 Später sah ich das anders.

Jederzeit gern schlanker. Idealerweise morgens aufwachen - und 30, 40, 50 oder mehr Kilos sind weg. Einfach so. Wieder zufuttern werde ich sie ganz von alleine wieder ;o) Denn, wie ich es immer sage, ich koche viel zu gut und esse viel zu gern. Dazu mal Gläschen Wein, Kuchen, Eis. Oder wie momentan durch das zeitliche Angebot 1 kg Kirschen als Dessert nach dem Frühstück. Also nach - nicht statt. ;o)

Ich habe schon mehrmals 30-50 kg verloren. Zuletzt vor 2 Jahren (-38 kg). Ich weiß auch ganz genau, wie das für mich funktioniert. Allerdings bedeutet das Verzicht - und dazu bin ich momentan nicht bereit. Vielleicht irgendwann mal wieder, wer weiß. Es heisst dann nicht mal, dass ich dann schlechter essen würde, als jetzt - eben nur anderes und deutlich weniger. Also nach Hunger, nicht nach Lust. Ich weiß aber auch, dass ich diese Kilos wieder zufuttern werde - denn nach einer Weile des Haltens kehre ich früher oder später zurück zum Lustessen und dann kann man zuguggen, wie die Kilos wieder kommen.
Angeblich kann man an einem Tag nie mehr als 1 Kg zunehmen. Ich befürchte, dass ich gerade austreten war, als diese Eigenschaft verteilt wurde ;o)
Ich kam schon immer klar mit meinem Körper und litt nicht mal als Kind unter meinen Kilos. Denn schon als Kind hatte ich ein recht unerschütterliches Selbstbewusstsein. Nicht mal meine Mutter und meine Großmutter, die mit meinem Gewicht ein Problem hatten, haben mir irgendein Mangelbewustsein einpflanzen können. Und es ist mir immer noch meistens absolut egal, was andere Menschen über mich denken.

Ich bin ohne Mode aufgewachsen - man trug, was man bekam. Die schönsten Klamotten nähte man sich selbst, denn zu Kaufen gab es sie nicht, dafür aber eine sehr große und tolle Auswahl an Stoffen, allerdings zu relativ teueren Preisen. Da ich auch nie den Modelkörper hatte, sondern schon als Kleinkind dick war, war der Schwerpunkt immer die Bequemlichkeit und Bezahlbarkeit, weniger die Mode. Und so ist es bis heute geblieben. Ich habe nur ein Eckkleiderschrank - und da passen alle meine Klamotten rein. Ich kaufe meistens bei UP - und das im Outlet. Es muss passen, mir gefallen und bequem sein. Aktuell oder modisch interessiert mich immer noch nicht. Online kaufe ich sehr selten Klamotten, da ich nie sicher sein kann, dass mir das auch passt und an mir gefällt. Dazu hasse ich Shopping. Daher fahre ich, wenn ich was bestimmtes brauche, eben zu UP-Outlet, verbringe da eine Stunde - und fahre dann wieder. Manchmal auch mit leeren Händen, da ich das, was ich gesucht habe, nicht gefunden habe.
Ich trage meine Sachen sehr lange. Ich besitze immer noch ein Shirt (aus Wildseide), dass ich 1996 in meinem damals ersten Sommerurlaub bei UP gekauft habe - und es passt und wird immer noch getragen. Wildseide ist allerdings auch unverwüstlich, wenn man damit pfleglich umgeht. Es hat weder Farbe noch Form verloren in all den Jahren.

Thema Partner. Ich hatte tatsächlich nur einmal einen wirklich dicken Partner. Aber das hat sich so ergeben. Das Aussehen eines Menschen ist mir weitgehend egal. Wenn mich etwas anzieht und ich mich verliebe - dann ist es so. Ich muss mit einem Menschen gut reden können, wir müssen gleichen Humor haben und ähnliche Vorstellungen, was Leben angeht. Und dann werden wir sehen. Ich suche allerdings nicht mehr. Nach vielen Jahren Singleleben wäre ich momentan nicht bereit, mich auf eine Partnerschaft einzulassen. Aber wer weiß, was noch kommt. Man soll ja bekanntlich niemals nie sagen.

Warum Menschen dies oder das tun - das ist und bleibt ein Rätsel. Ich versuche mir das auch nicht zu erklären - ich nehme es als gegeben hin, zucke die Schulter und antworte einfach nicht mehr, wenn mir was nicht passt. Meine Ignoliste und Filterliste sind leer. Die Anstupsfunktion ist gesperrt. Und ich antworte auf fast alle Anschreiben - auch auf ein "Hi" schreibe ich ein "Hi" zurück. Nur wenn gleich in der ersten Nachricht etwas steht, was nichts für mich ist, wünsche ich viel Erfolg bei der Suche und antworte nicht mehr. Kommt eine Beleidigung, wird diese an Bjorn gemeldet. Nicht meinetwegen - sondern um eventuell andere Menschen davor zu schützen. Denn nicht jeder kann so was locker wegstecken und wer einen Menschen beleidigt, wird es genau so mit anderen umgehen.
Durch diese Eigenschaften kann ich auf viele Menschen arrogant wirken. Das dürfen sie denken. Die, die mich kennen, wissen, dass das nicht so ist. Und der Rest ist mir eben egal. ;o)