Namensgebung

in „Rundum Leben“

Zu diesem Thema gibt es 86 Antworten

„Teltow“ (Pseudonym)

Manche wissen gar nicht, was sie da machen.
Ich habe da ein sehr gutes Beispiel aus meiner Familie. Die Mutter ist leitende Bankangestellte und der Vater ist Ingenieur. Tja, der Sohn heißt nun Jerremie-Pascale.
Ich habe die Mutter mal darauf angesprochen, warum sie den Jungen so genannt hat. Es ergab sich in etwa folgendes Gespräch:

Ich: Sag mal, wieso habt ihr euch eigentlich für den Namen Jerremie-Pascale entschieden?
Mutter: Wir wollten einen seltenen Name und den hatte ich noch nie zuvor gehört. Außerdem fanden wir den total schön. Er klingt auch so modern.
Ich: Ja, aber das ist einer der Namen, der ganz oben auf den Listen steht, wenn es darum geht, dass Namen zur Benachteiligung führen und den Ruf haben nur in sozial schwachen Kreisen genutzt zu werden. Der Name ist wirklich vorurteilsbehaftet.
Mutter: Nein, das habe ich noch nie gehört. Das ist doch vollkommener Unsinn. Jerremie ist kein solcher Name. Wie kannst du nur sowas behaupten?
Ich (in der Absicht zu deeskalieren): Ach, keine Sorge, Jerremie an sich ist doch immer noch ein schöner Name mit biblischer Herkunft.
Mutter: WAAAS? Mein Kind hat einen Namen aus der Bibel??????????
Ich: Ja, Jeremias? O.o

(Ich habe ihr dann nicht mehr gesagt, dass Pascale von dem lateinischen Wort für Ostern kommt.)

„Helmstedt“ (Pseudonym)

Ann hab ich auch als zweiten Namen ;) es gibt aber noch einen ersten und dritten!

„Teltow“ (Pseudonym)

@Blackadder: Großartig! Das wusste ich auch noch nicht! :D
Der arme Junge..........

„Filderstadt“ (Pseudonym)

In diesem Sinne sollten Namensänderungen vielleicht günstiger werden, zumindest in Österreich ist das gar nicht so billig sich von den Wortschöpfungen der Eltern wieder zu befreien.

Das erinnert mich gerade wieder an ein Buch, das ich als Kind hatte... da hieß ein Mädchen mit Vornamen Marzipan, weil die Mutter während der Schwangerschaft dauernd Heißhunger auf Marzipan hatte... und das Mädchen in dem Buch war leider auch noch dick. Welch ein Glück, dass die Mutter nicht heißhungrig auf Rollmöpse war!! ;op

Caspar sollte nur als Beispiel dienen, den Namen an sich finde ich auch nicht sooo schlimm, (erinnert mich immer an den Film mit dem kleinen lieben Geist, kennt den noch wer?! ;o)), ich persönlich finde ihn für ein kleines Kind in der heutigen Zeit einfach nur nicht zeitgemäß. Gibt aber genug andere Namen, die schon im Mittelalter gebräuchlich waren und heute noch genauso modern sind (z.B. Stefan, Michael, Thomas)...

@ Connor (weiß nicht mehr welcher Nick das war ;o))

Ich finde, es ist noch ein Unterschied ob ein Familienteil aus einem englischsprachigen/französischsprachigen Land kommt und deshalb einen Namen aussucht, der aus diesem Land stammt, oder ob die Familie Müller/Meier/Huber aus Hintertupfingen ihr Kind Hope/Destiny/Claude/Chantal/Yves tauft, weil der Name einfach "schicker" klingt, das Kind dann aber im Dorf das einzige mit einem Namen ist, der aus dem Rahmen fällt und der dann auch noch so "wunderbar" zum Nachnamen passt. Das hat einfach einen Touch ins lächerliche.

Vielleicht sind Kinder doch toleranter als die Erwachsenen, was die Vornamen angeht. Ich hatte als Kind das Buch "Der 35. Mai" von Erich Kästner, und dass die dort vorkommenden Kinder Konrad, Babette und "Petersilie" hießen, hat mich überhaupt nicht irritiert. :-)

„Blieskastel“ (Pseudonym)

ich glaube auch, dass es unsinnig ist, sich darüber Gedanken zu machen... meine Tageskinder haben auch ganz aussergewöhnliche , modische Namen... und mir wäre es niemals aufgefallen, dass sie untereinander damit Probleme gehabt hätten...da werden die noch so, für uns komisch klingende Namen einfach nur mit einer Herzlichkeit, ganz ohne Urteil und Wertung laut ausgerufen...wenn, dann haben die Eltern oder Erwachsenen komisch geguckt , die Kinder belächelt und hinterrücks geredet... und das üerträgt sich dann wohl auch irgendwann auf die eigenen Kinder....vielleicht sollten wir es einfach mal sein lassen, auf alles einen Wertestempel zu drücken , schließlich sind wir ja die "Vernüftigen";)...wobei...vielleicht ist das ja heute unser Problem......wer weiß...

„Stadtallendorf“ (Pseudonym)

also ich finde " connor " toll , als ich zur schule ging , hatten wir einen connor wir mädels fanden den namen klasse , aber lauf mal ein leben lang mit dem namen " wilma " rum , es gibt ne ganze anzahl von menschen , die das nicht schreiben können . mir wird gern ein "r" drangehängt und schon steht da " sehr geehrter herr wilmar Z. "

„Erlangen-Höchstadt“ (Pseudonym)

"Ey wilma ficken!" *fettgrins*

„Helmstedt“ (Pseudonym)

Patty - als Kind fährt man ja auch noch, ohne sich groß Gedanken zu machen jede schwarze Buckelpiste runter - über die Gefahren wird man sich erst im erwachsenen Alter bewußt. So ist das mit den Namen wohl auch - was man als Kind einfach so hinnimmt - und Petersilie ist ja jetzt echt mega lustig! - da macht man sich halt als Erwachsener so seine Gedanken - oder oft auch nicht....

„Schifferstadt“ (Pseudonym)

Meiner Kollegin wurde für ihre Tochter "Betonia" vorgeschlagen, weil sie mal die Baufirma des Papas übernehmen soll. In diesem Zusammenhang fände ich auch "Detonia" für die Tochter eines Sprengmeisters toll.

Meine Favoriten sind Wunibald und Donnertrud. Allerdings wollte sich in meinem Freundes- und Bekanntenkreis niemand von den Namen überzeugen lassen. Verstehe ich einfach nicht.

Ich denke auch, dass einigen Eltern nicht bewusst ist, dass die Namensgebung Auswirkung auf das Leben haben kann. Und zwar weniger bei Kindern, die nehmen Namen erstmal hin, zumindest in den jüngeren Jahren. Bei Erwachsenen wird da schon eher mal eine Schublade gezogen - und da kommt man nicht so leicht wieder raus.

@ Maiglöckchen: Stimmt, Kinder fangen erst ab einem gewissen Alter an zu werten, und oft auch erst, wenn es die Erwachsenen vormachen. Ist ein bisschen wie mit Spinnen und Würmern, die meisten Kinder haben keine Angst davor und spielen erstmal damit, bis der erste Erwachsene ums Eck biegt und plärrt "IIIIIIIIIIIeeeeeeeh, was hast DU denn da, tu das sofort weg, das ist bäh!"...

„Bitterfeld-Wolfen“ (Pseudonym)

Ich heiße mit Zweitnamen Elfe und würde gerne irgendwann auch meine Tochter mal so nennen. Es ist der Name meiner Oma und ich finde ihn sehr schön. Letztens habe ich mal ein wenig im Internet gestöbert und bin da auf Meinungen zu dem Namen gestoßen, die mich sehr stutzig gemacht haben. Also bei so "Unterschichten"-Namen kann ich das ja noch verstehen. Aber bei Elfe? Ich weiß ja nicht... Ich für meinen Teil finde diesen Namen sehr schön und auch weder zu ausgefallen, sodass das Kind selbst nicht weißt, wie es heißt, noch so gewöhnlich, dass beim Rufen direkt der ganze Spielplatz vor einem steht.

Elfe?!? Das erinnert mich an etwas.
Ich hoffe es kommt jetzt nicht falsch rüber, aber ich hatte im grugapark mal eine Begegnung mit einem ca. 12jährigen recht dicken Kind, der Kopf hochrot wg. Der Hitze und dann noch ein völlig gestörtes verhalten. Den rief die Mutter dann: komm LEGOLAS, wir gehn gezz bei die Ziegen...
Bei Legolas hatte ich bis dato den zartgliedrigen, elfengesichtigen Orlando Bloom vor Augen und muss gestehen, dass ich den Namen in diesem Augenblick als Hohn empfand.

Weitere Gerichtsurteile
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„Ehingen“ (Pseudonym)

@Michael69: Rosa ist als Name durchaus zugelassen. Meine Oma trägt diesen Namen seit mittlerweile 90 Jahren, er kommt aus dem lateinischen und bedeutet "Rose"

„Burgwedel“ (Pseudonym)

Claus-Maria, Mete, Alisha, Emanuele, Sascha ... hm, klingt für jetzt auch eher normal. Gut, Mete könnte wg. den Thronfolgern sein, Alisha vermutlich wg. des Lieds, den Beinamen Maria für Männer gab es früher total oft und sogar Jesus ist im spanischsprachigen Raum eher geläufig ... glaub ich wenigstens.

Allerdings erschließt sich mir nicht, wieso man ein Kind Birkenfeld nennen darf, aber ned Rosa, Micha, Jona, Simona oder Chris ... tja.
Cezanne? Sehr coole Idee! *lach*

Übrigens, so entspannt sind Kinder auch wieder ned. Bei uns in der Grundschule waren es halt ned die Vornamen, es wurden aber gerne Nachnamen verunglimpft, abgekürzt oder mit "tollen" Eigenschaften des Trägers verbunden. Und ich kann mich noch erinnern, dass wir mal bei einem Jugendtreffen waren, wo Jugendliche aus ganz Deutschland kamen. Meine Freundin und ich haben uns weggeworfen über uns bisher unbekannte, richtig altmodische Namen aus dem Norden Deutschlands ...ging gar nicht. Wobei bei solchen Namen die reelle Chance besteht, dass sie den Menschen als Erwachsenen nicht mehr belasten, weil leidlich "normal".

Angeblich wollte auch mal jemand sein Kind "Doktor" nennen, um ihm das Studium zu ersparen (ist aber nur Hörensagen) ...

Und jemand anderes (mir persönlich bekannt) heißt mit zweitem Vornamen V... - normalerweise schreibt er sich jetzt "Vorname V. Nachname". Das sieht dem "adligen "v. Nachname" zum Verwechseln ähnlich - wer achtet schon drauf, ob das V groß oder klein geschrieben ist ...

„Bitterfeld-Wolfen“ (Pseudonym)

Ja, crazyshine, ich heiße tatsächlich Elfe... Aber einen Namen einer Elfe oder eines anderen Fabelwesens aus einem Film fände ich ganz und gar nicht schön...