„Neusäß“ (Anonymer Beitrag)
Habt ihr in eurem Leben schon mal einen richtigen "Mutausbruch" gehabt und euch an etwas ran gewagt, vor dem ihr eigentlich tierisch Angst/Respekt hattet?
Bei mir ist's aktuell das Autofahren. Hab vor 10 Jahren den Führerschein gemacht und bin danach aufgrund von Ängsten/Selbstzweifeln nie wieder gefahren. Dieses Jahr hab ich mir vorgenommen, mein Leben nochmal ganz neu anzugehen (mit 30!!) und mich so manchem zu stellen. Hab letzten Monat noch einige Fahrstunden genommen und trau mich jetzt hin und wieder selbst hinters Steuer. Bin zwar noch weit entfernt von "souverän" aber bin irgendwie doch ganz stolz.
Ich freue mich schon auf eure Erzählungen ✨!
„Mulde“ (Anonymer Beitrag)
Ja, hatte ich.
Ich habe mal versucht "Gilmore Girls" zu gucken.
Habe es nicht geschafft. Nach 2 Minuten musste ich ausmachen.
„Mühldorf am Inn“ (Anonymer Beitrag)
Oh das finde ich tatsächlich eine sehr interessante Frage auch wenn die Antwort eher schwer zu geben ist. Mut ist genau wie angst ja sehr subjektiv, für eine fliege würde es multi sein an einem spinnennetz vorbei zu fliegen. (für mich übrigens auch) aber Die meisten anderen würden das als bagatelle abtun und den Mut nicht sehen, für einige ist es vielleicht mutig aus einem flug Zeug zu springen für andere wiederum ist es mutig jeden Morgen auf zu stehen und sein Leben leben zu wollen wirklich schwierige frage... Daher hey erstmal. Herzlichen Glückwunsch dass du diesen Schritt gemacht hast und souverän wird man nur durch übung und Praxis. Einfach dran bleiben!
Ich hatte in meinem Leben vieler solcher Momente. 2 haben mich besonders geprägt vielleicht weil es auch eher ein zusätzlicher trotz moment war aber nicht destotroz haben diese Entscheidungen jede menge Mut gebraucht zumindest für mich. Die erste große Mutprobe war es ich beschloss meine Mutter zu verlassen und mehrere 100 km weg zu ziehen um mir ein neues Leben aufzubauen, das Familiennetz, das arbeitsumfeld und auch einige der freunde brachen weg. Das zweite mal war als ich meine konfortzone verließ und mich hoch verschuldete um ein Haus zu kaufen.
„Heide“ (Anonymer Beitrag)
Jeder Flug erfordert von mir Mut.
Obwohl ich schon häufiger in meinem Leben geflogen bin,auch Langstrecken mit 3x umsteigen.
Ich habe oft im Leben Situationen,wo ich mutig sein muß. Ich neige zu Panikattacken.... In den blödesten Situationen. Dann in der Situation zu bleiben, kostet immer wieder Kraft.....
Anderseits habe ich mich schon viel getraut im Leben. Von alleine als Frau ausgehen, nachts alleine unterwegs sein, einfach mich mit Dates treffen (früher), auf Fremde zugehen, um Hilfe bitte....
„Kleve“ (Anonymer Beitrag)
Ein Mutausbruch wäre es gewesen, dieses Thema nicht anonym zu stellen.
Denn jede öffentliche Aussage erfordert dann den Mut dahinter zu stehn.
„Tessin“ (Anonymer Beitrag)
Ich versuche mich jedem "Du kannst das nicht" zu stellen, das ich in meinem Leben jemals gehört habe. Klappt ganz gut.
„Donau-Ries“ (Anonymer Beitrag)
Ja, ich habe mich in den letzten Jahren 2 mal unters Messer gelegt, nachdem ich Jahre um diese OP´s rumgetanzt bin und eigentlich immer dachte, dass ich mich das niemals trauen würde. Beide Sachen habe ich schlussendlich nie bereut, war aber beide Male vor lauter Panik nur einen Hauch davor, in letzter Sekunde alles abzusagen.
Außerdem habe ich unfassbar ausgeprägte Flugangst. Dennoch habe ich mich einmal getraut einen Kurzstreckenflug nach Berlin zu absolvieren. Sogar hin und zurück. Ich habe vorher mein Testament gemacht und war mir sowas von sicher, dass ich auf jeden Fall abstürzen würde. Ich habe nächtelang nicht geschlafen und habe mein Kind auf das Schlimmste vorbereitet. Hatte einen Abschiedsbrief für ihn hinterlegt.
Ich kann meine Panik und Angst kaum beschreiben.
Nun gut, ich bin noch hier, muss allerdings sagen, dass ich seither nie wieder geflogen bin. Keine Ahnung, ob ich mich das nochmals trauen werde. Es hat mir buchstäblich alles abverlangt. Obwohl ich in der Luft in der Tat Momente hatte, wo ich es sogar genießen konnte. Aber die Angst hat mich dann immer wieder übermannt.
„Lohmar“ (Anonymer Beitrag)
Die Zeiten, in denen ich auf ein "Du kannst das nicht" damit reagiert habe, dass ich unbedingt stellen und beweisen musste, dass ich das doch und auf jeden Fall kann, sind definitiv vorbei. Heute kann ich entspannt sagen: " Du hast absolut Recht, ich kann das nicht, mach das also doch bitte besser selbst" ;o)
Ich bewundere aber Menschen, die sich ihren Ängsten/Problemen stellen und diese überwinden. Das erfordert eine Menge Charakterstärke und vermutlich auch Mut.
„Tessin“ (Anonymer Beitrag)
@Lohmar Weil du so cool und unabhängig bist, fällt dir bei deinem persönlichen Mutausbruch nichts Besseres ein, als den anderer zu bewerten und klein zu machen. 😉
Frag dich doch mal wo diese komplett unnötigen Sticheleien herkommen. Das könnte dir einen Hinweis darauf geben, wo deine Probleme und Ängste liegen.
„Heide“ (Anonymer Beitrag)
Sorry. Falsch verstanden.
Kommentar gelöscht
„Lutherstadt Wittenberg“ (Anonymer Beitrag)
Bei Lohmar sehe ich keine Sticheleien. Bei dir, Tessin, aber schon, Was genau willst du damit bezwecken?
„Heide“ (Anonymer Beitrag)
@Lutherstadt Wittenberge
Ich habe da auch erst was falsch / anders verstanden. Zumal nicht ganz genau klar wird, ob sich @ Lohmar und @Tessin in ihren Aussagen direkt aufeinander beziehen.
Man kann es verschieden verstehen meines Erachtens 🤔
( Daher mein vorheriger Kommentar)
Da war doch etwas mit dem "Hören auf verschieden Ohren" 😉
„Plauen“ (Anonymer Beitrag)
Ja, ich denke jeder hat in seinem Leben sicher mehrere Mutausbrüche gehabt.
Ich selber bin eher oft der ängstliche Typ, wirke aber im Außen laut übereinstimmender Aussagen sehr selbstsicher, ruhig, besonnen. Ist vertrackt, weil so natürlich Erwartungen an mich gestellt werden die ziemlich oft viel Mut brauchen für mich.
„Tessin“ (Anonymer Beitrag)
Naja, die Hauptaussage meines Statements ist direkt zitiert.
"Ich versuche mich jedem "Du kannst das nicht" zu stellen, das ich in meinem Leben jemals gehört habe."
-> Die Zeiten, in denen ich auf ein "Du kannst das nicht" damit reagiert habe...
Es hätte auch JEDE Möglichkeit gegeben, die Kernaussage des Postings ohne die Referenz und Wertung zu formulieren und ich fands einfach nicht so passend.
Von daher ein klares "Kontra" meinerseits. :)
„Südhessen“ (Anonymer Beitrag)
@ Neusäß
Ich kann das mit dem Autofahren gut verstehen. Gerade solche Sachen kommen aber mit der Routine, Tip von mir : Fahr einfach mal spät abends durch die nächste Großstadt, dann ist kaum Verkehr und man kann es gut üben für sich , einfach was Radio an und was rumfahren.
Ich hatte das mal, als ich vor einer großen Menge Mitarbeiter sprechen musste, bei mir auf der Arbeit , ich hatte zwar keine Angst, aber war schon sehr nervös vor 1.000 Menschen zu sprechen , aber selbst sowas geht mit Routine, mittlerweile macht es mir sogar Spass .
„Lampertheim“ (Anonymer Beitrag)
Sprichst mir aus dem Herzen, mit 22 Jahren den Führerschein gemacht und dann 10 Jahre nicht gefahren. Nun bin ich seit 2 Jahren Fahrer eines Catering Services 😄 es hat viel Übung
gebraucht, auch habe ich eine Fahrschule angerufen um 3 Auffrischungs-Fahrstunden zu buchen. Die waren gerade am Anfang meiner Reise unfassbar hilfreich und gaben mir eine Menge Sicherheit. Es hat trotzdem fasst 7 Monate gedauert bis ich wirklich 'Angstfrei' gefahren bin, aber es hat sich gelohnt! Heute fahre ich super gerne und nutze jede Gelegenheit wenn Freunde einen Chauffeur suchen. Drücke dir die Daumen! ❤️
„Donau-Ries“ (Anonymer Beitrag)
Meine Tante hatte als relativ junge Frau noch in der DDR den Führerschein gemacht. Es wurde ihr über ihre damalige Firma ermöglicht. Allerdings war ja es eher ein langwieriger Prozess, ehe man überhaupt die Chance auf ein Auto hatte. So ist sie nie wieder gefahren. Erst nach dem Mauerfall, Anfang der 90er, kam das Thema wieder auf. Zu dem Zeitpunkt hatte sie ca. 30 Jahre den Führerschein, war aber nie gefahren. Mit meinem Papa ist sie dann einige Zeit über Feld und Flur gefahren und hat so ganz langsam wieder etwas Routine bekommen. Sie hat es wirklich wieder gelernt. Ohne neue echte Fahrstunden. Später hat sie es geliebt Auto zu fahren. Sie ist vor 2 Jahren gestorben. War weit über 80. Ist aber bis fast zuletzt immer noch Auto gefahren.
Ich hingegen habe mit Anfang 20 auch Anfang der 90er den Führerschein gemacht. Bin jetzt fast 60 und immer gern Auto gefahren. Vor 2 Jahren hatte ich unverschuldet einen Unfall. Ein 91Jähriger ist mir ungebremst ins Auto gefahren. Danach konnte ich monatelang nicht angstfrei Auto fahren. Ich war immer in totaler Hab-Acht-Stellung. Total verkrampft und ängstlich. Das hat sich erst ganz langsam wieder gelegt. Das Auto hatte einen Totalschaden. Das neu angeschaffte Auto, wollte ich erst gar nicht fahren. Ich wollte eigentlich immer, dass es nur in der Garage steht. Zu groß schien mir die Gefahr, dass mich wieder einer über den Haufen fährt.
Aber da muss man einfach dran bleiben. Ich liebe Autofahren einfach zu sehr, als das ich es lassen könnte.