Kinder. Sinn des Lebens !?

in „Rundum Leben“

Zu diesem Thema gibt es 59 Antworten

„Lohmar“ (Pseudonym)

Früher hatte ich als junge Frau einen großen Kinderwunsch. Da sich im Laufe der Jahre mein Leben mit viel Engagement zur leichten Katastrophe entwickelte, Krankheit, etc. habe ich mit 38 den Entschluss gefasst keine eigenen Kinder zu bekommen, wenn ich bis 40 nicht anders dastehe. Nun ist ein Jahr vergangen seit die 40 vorüber gezogen sind. Und ich bin kinderlos. Manchmal bin ich sehr traurig darüber. Aber tief in meinem Inneren weiß ich, dass dies der richtige Entschluss war. Die Kinderplanung ist definitiv für mich abgeschlossen. Ich bin dreifache Tante und das erfreut mich. Mit Freude lerne ich jetzt einen Mann kennen, der bereits ein Kind hat. Ich sehe den Sinn des Lebens nicht in der Erhaltung der Art. Das regelt sich von selbst. Ich sehe eher im Sinn des Lebens etwas mehr Spirituelles.

„Grimma“ (Pseudonym)

Ich bin ganz bewusst und gewollt kinderlos, das war mir auch schon im Teenageralter recht klar und hat sich seither nicht verändert. Dennoch habe ich in manch "dunklen Augenblicken" eine Art kleine Panik, was wohl sein wird wenn ich einmal alt bin und eben keine Familie habe die sich kümmert, aber auch die entspringt eher dem Egoismus "was passiert mit mir wenn ich xy nicht mehr selbst kann", als dem Wunsch nach einer Familie.

Gründe dafür gibt es mehrere, einige sind privat und gehören nicht hierher, aber ich kann mit Sicherheit sagen, ich wäre keine gute Mutter, dafür bin ich einerseits einfach zu ungeduldig und auch zu egoistisch und andererseits zu sehr Kontrollfreak. Weiterhin kann ich sagen, ich mag Kinder nicht sonderlich, einige mehr andere weniger, aber die Grundrichtung ist immer die selbe. Ein Kind hätte also bei mir nicht das Leben was ich mir vorstellen würde das man einem Kind ermöglichen sollte. Und da ich Dinge entweder nur ganz oder gar nicht angehe, sind diese Punkte zusammen für mich schon ausreichend dieses Thema für mich als abgehakt zu betrachten.

„Ilsede“ (Pseudonym)

Es ist ein sensibles Thema. Grund genug, um mal ausgiebig darüber zu sprechen. ;o)

Zahlreiche Studien beschäftigen sich Geburtenrückgang und der Kinderlosigkeit der Frau. Ich habe den Verdacht, dass man den demografischen Wandel gern den Frauen in die Schuhe schieben möchte. Fast immer werden die Frauen zum Thema Kinderlosigkeit betrachtet und befragt. Mich würde auch mal interessieren, was Männer zu dem Thema sagen, wie sie ihre Kinderlosigkeit begründen und wie sie das Leben ohne Familie verarbeiten. Schließlich sind Kind und Familie eine "Gemeinschaftsproduktion" von Mann und Frau - Kinderlosigkeit allerdings auch!

Das war das "Präludium".

Jetzt zu mir:
Ich bin kinderlos in Ermangelung eines geeigneten Partners. Einerseits sind es längere Phasen der Partnerlosigkeit in den "relevanten Lebensjahren", die zu meiner Kinderlosigkeit führten. Andererseits sind mir "ungeeignete" Männer über den Weg gelaufen. Letzteres war für mich persönlich die schlimmste Konstellation: Zwar hat man einen "Partner", kann aber auf diese Partnerschaft nichts aufbauen, also weder Heirat noch Familiengründung. Aus heutiger Sicht sind solche Partnerschaften für mich saft- und kraftlose Schicksalsgemeinschaften, in denen man seine Lebenszeit verschwendet. Dann bleibe ich lieber allein.

Bald werde ich vierzig und ich mache mir ernsthaft Gedanken darüber, wie die nächsten 20-30 Lebensjahre aussehen werden. Und hier kommt die Frage nach dem Sinn des Lebens ins Spiel. Glücklicherweise habe ich mich - vielleicht wegen meiner Familien- und Partnerlosigkeit - beruflich ziemlich gut etablieren können und sitze fest im Sattel. Das ist schon einmal ziemlich beruhigend. Ich plane jetzt so, als würde niemals mehr ein Partner in mein Leben treten. Und als würde ich niemals mehr eine Familie gründen. Angefangen von einem Auslandsjahr, das ich jetzt fest im Blick habe, bis hin zu neuen Karrierewegen, die mich an neue Orte mit neuen Möglichkeiten führen sollen.

Sollte doch noch, wider Erwarten, ein Wunder geschehen, mache ich die Caroline Beil und werde mit 50 Mutter. ;o)

„Witten“ (Pseudonym)

Diese Frage ist genauso wenig zu beantworten wie "Karriere - Sinn des Lebens" oder vieles mehr, weil Wünsche, Vorstellungen und Lebenspläne nunmal so unterschiedlich wie Menschen sind. Aber eines muss man doch ganz klar sagen: @Carlottchen wenn Du nach wie vor einen Kinderwunsch haben solltest, dann sollte Dir das, was Du erlebt hast, KEINE Lehre sein, denn bei den eigenen Kindern ist das anders. Die eigenen Kinder stinken nicht. Und selbstverständlich sind sie auch nicht so nervig wie andere Kinder ;-)
Du kannst eine Babysittersituation nie mit den eigenen Kindern vergleichen. Nicht im positiven und nicht im negativen Sinn.
Du wächst in Deine Aufgabe hinein und genauso wie es dann plötzlich viel heftiger und schwieriger als vermutet ist, dass man WIRKLICH kaum mehr Schlaf hat (die haben also irgendwie doch alle nicht übertrieben 😨 ) und keine Privatsphäre, keine Zeit mehr für sich, ist es aber umgekehrt auch so, dass Dir plötzlich ein riesiger unerwarteter Berg an Instinkten und Hormonen und anderem Zeug zur Verfügung steht, dass Dich diese beschissene Dreckswindel entsorgen lässt als seien es Orangenschalen oder die Rotznase putzen lässt als wäre es Wasser, was da runterläuft. Und egal wie kaputt Du bist und wie sehr Dich dieser kleine Mensch beansprucht hat über viele Stunden, wenn er in seinem Bettchen schläft und Du nochmal nachsiehst ob er überall zugedeckt ist, ist überall in Dir nur noch der eine Gedanke: "Kleines Wesen, ich hab dich so lieb. Du stehst für immer unter meiner Wache." DAS geht nur mit den eigenen Kindern, nicht mit Nichten und Neffen.

„Rheinbach“ (Pseudonym)

Ganz sicher sind Kinder für jeden Elter ein wesentlicher Teil des Lebens.

Einen Sinn des Lebens gibt es nicht, da das Leben an sich keinen Sinn hat. Wir leben schlicht aufgrund der biologischen Entwicklung, ungesteuert, zufällig.
Ohne Plan, Aufgabe oder Bestimmung.

Auch ich bin aus der Kategorie: Hätte gern Kinder, nur mit wem?
Als vielfacher Onkel habe ich fast ein dutzend Nichten & Neffen aufwachsen und sich entwickeln sehen.
Und natürlich "hust" hätte ich alles viel besser gemacht als meine Geschwister.

Auf den Dankeskarten nach der Taufe meines Stiefenkelchens im April stand der Spruch:

"Ein Kind zu haben, füllt eine Lücke im Leben, von der man gar nicht wußte, dass sie da ist. "

Ich find diese Aussage sehr passend. Zu meinen Lebenszielen gehörte es irgendwie immer, auch Kinder zu haben. Keine Kinder zu haben, wurde von mir nie in Erwägung gezogen.

Ich bin relativ unbedarft sehr früh Mama geworden. Seit der Sekunde der Geburt meines Sohnes ist er mein Augenstern. Er ist das Beste, was ich in diesem Leben zustande gebracht habe. Wir haben uns durchgekämpft, über weiter Strecken als 2er-Team, durch seine Kindheit. Heute ist er erwachsen und er ist quasi mein Meisterstück. Er ist toll. Ich liebe ihn über alles. 😍

Dennoch war ich immer auch ich. Und ich hab immer auch versucht mein Leben zu leben. Das hat auch von meinem Sohn viel abverlangt. Komplett zurückstecken für ein Kind, wäre mir sehr schwer gefallen.

Ja, mein Kind hat meinem Leben einen großen Sinn gegeben. Das bedeutet aber nicht, dass ein kinderloses Leben keinen Sinn hätte. Ich kann mir nur mein Leben ohne mein Kind nicht mehr vorstellen.

Bedarf nach weiterer Reproduktion bestand bei mir allerdings nie. Ich hatte nie den Wunsch nach einem weiteren Kind.

Da ich recht jung Mama wurde, hatte ich dann auch recht jung wieder mein Leben ganz für mich. Ein unschlagbarer Vorteil. Aber egal ob 8 oder 18 oder 28... mein "Baby" bleibt mein "Baby"...und mein Wohlbefinden ist aufs Engste an sein Wohlbefinden gekoppelt. Er muss glücklich sein...dann bin ich es auch. Er ist der Mensch, der mir am allernähsten steht. Wir verstehen uns blind.

Natürlich wüßte ich nicht, wie ich kinderlos gelebt hätte. Sicher nicht weniger gut. Aber ich bin dem Schicksal sehr dankbar, dass mir ermöglicht wurde, die Erfahrung "Mama sein" zu machen.

Dass das nicht zu vergleichen ist, weiß ich. Es gibt so viele Arten von Liebe und ich glaube, dass die elterliche Liebe eine der stärksten ist.

Ein richtiger Kinderwunsch ist nie da gewesen. Es war in meinen Kindertagen der Weg schlechthin, den alle Mädchen gehen wollten. Schule, heiraten, Kinder kriegen. Ich habe gedacht, dass das normal sei und mich da irgendwie mitziehen lassen.

Während ich heute merke, dass in anderen der Kinderwunsch brennt und die Familienplanung (auch bei den Singlefrauen) an erster Stelle steht, ist in mir ein anderes Feuer, das lodert.

Die Situation damals hat mir in dem Sinne lediglich die Augen geöffnet, dass ich mich vorher nie damit beschäftigt habe, was es heißt ein Baby im Arm zu halten und dass ich mir nie Gedanken darüber gemacht habe, ob ich das wirklich möchte.

Ich wäre mit einem Säugling gnadenlos überfordert und kann mir das für mich einfach nicht vorstellen.

Für jede andere Frau freue ich mich und ich kann es kaum erwarten, dass es bei meinen Schwestern endlich mal losgeht.

Ich wäre mit einem Säugling gnadenlos überfordert und kann mir das für mich einfach nicht vorstellen.

Völlig wertfrei 💚 .. weil ich gerade schmunzeln musste. Glaub mir, diese Sorge haben fast alle werdenden Eltern. Woher will man das auch wissen, wie man das meistert, gerade beim ersten Kind. Ich war auch total unsicher und sicher auch ziemlich planlos. Da wächst man rein...und am Ende meistern es fast alle.

„Neunkirchen-Seelscheid“ (Pseudonym)

@Stadtneurotikerin: Die Betrachtungen bezüglich des Geburtenrückgangs (der seit ca. 4 Jahren in der Umkehrung begriffen ist) sind auch aus meiner Sicht zu stark auf Frauen fokussiert. Es sind aus meiner Perspektive etwa ein Drittel der Männer, die keine Kinder wollen, bei den Frauen (im entsprechenden Alter) fühlt es sich für mich eher nach 5-10% an. Das sind alles natürlich keine validen Zahlen, sondern meine Beobachtungen. Wie es objektiv aussieht, weiß ich nicht.

Ich wünsche mir Kinder, sofern ich den passenden Partner dazu finde. In den vergangenen Jahren gab es ihn nicht. Es ist auch für mich ein sensibles Thema, obwohl ich mich seit geraumer Zeit recht ausgiebig mit Persönlichkeitsentwicklung und dem Thema Glücklichsein befasse und kann nun überzeugt sagen, mein Lebensglück hängt weder von einem Partner, noch von der Familiengründung ab, schöner wäre es dennoch mit beidem.

Gerade vor einer halben Woche wurde die sehr intensive Schreiberei mit einem Mann abrupt beendet, als klar wurde, dass "keine Kinder" in seinem Profil heißt, er hat keine und will auch auf keinen Fall welche. Ich war im ersten Moment sehr enttäuscht, hätte ich das früher gewusst, wäre ich mit dem Kennenlernen anders umgegangen (und der Kontakt hätte vielleicht auch nicht komplett enden müssen), im Nachhinein bin ich froh, nicht mehr Zeit, Energie und Gefühle investiert zu haben. Das habe ich aus meinen vergangenen Beziehungen und Kennenlernphasen (teilweise sehr schmerzhaft) gelernt. Nur wenn ich frei bin (auch im Kopf!), kann ich den kennenlernen, der mit mir kompatibel ist. So lange ich in einer Beziehung verharre, die mir (oder meinem Partner) nicht das Entwicklungspotential bietet, das der eine oder der andere Teil sich wünscht, sind beide "blockiert".

Ich danke oft meinem Körper und unserem Sternenbaby, dass unser Sohn trotz des ganzes Stresses so ein toller Kerl wird.

Erfüllung - manchmal 😁

Wobei ich dazu stehe, dass es "manchmal" echt härter ist wie jede Arbeit die ich je gemacht habe und trotzdem will ich ihn nicht mehr missen.

Kinder Sinn des Lebens?- Unsinn (wer sie dazu hat ein Problem).

„Waghäusel“ (Pseudonym)

@LittleFoxy
Das ist nicht egoistisch, für mich eher das Gegenteil.
Würdest du nicht überleben, müsste das Kind ohne Mutter aufwachsen. Würde das Kind nicht überleben, müsstest du irgendwie damit klarkommen, was alles andere als einfach ist.
Da ist es viel weiser, nichts zu erzwingen, denke ich.

„Kerpen“ (Pseudonym)

Ich wollte nie Kinder, konnte es mir nicht vorstellen, eine Mutter zu sein. Habe die Welt bereist, viel gearbeitet, habe das Leben mit Höhen und Tiefen genossen, dann bin ich ausgewandert - traf ihn. Fühlte sich ok an, passte in die Zeit. Der Job war nicht der Kracher und just in dem Moment, wo ich das erkannte, wurde ich ungewollt schwanger. Nach dem ersten - kurzen - Schreckmoment, war ich in der Mutterrolle. Die ersten 5 Monate der Schwangerschaft habe ich nur gekotzt, boah, mir war soooo schlecht! Aber es war egal! Das kleine Butzi in meinem Bauch durfte das mit mir machen.
Der Vater entpuppte sich immer mehr zum Idioten (sorry für den Ausdruck). Nahm Drogen, trank zu viel, wollte nix ändern. Wollte mich nicht teilen. Die große Familie überrannte mich mit klugen Ratschlägen, ich solle dies so und das anders machen. Ähm..
Dann kam meine Prinzessin unter abenteuerlichen Umständen zur Welt und als sie 9 Monate alt war, habe ich die Faxen dick gehabt und bin zurück nach Deutschland. Nun bin ich alleinerziehend, habe quasi kaum Zeit für mich, habe in den Jahren bestimmt 20 kg zugelegt, arbeite mich dusselig, verzichte auf Reisen und alle anderen Dinge, die Spaß machen.. ein Date? Was war das nochmal?? Flirten? Äääh - Hilfeee??!!
Pfeif-Drauf! Ich habe die tollste Tochter der Welt! Natürlich!
In den nächsten Jahren ist sie dran, ich verzichte gerne..aber spätestens, wenn sie in die Pubertät kommt und ich doof werde..dann lass ich die Sau wieder raus.

„Kerpen“ (Pseudonym)

Ich kann Frauen verstehen, die sich bewusst gegen Kinder entscheiden. Jede soll das für sich entscheiden und mir würde es nie im Traum einfallen, diese Frauen zu belehren, was sie verpassen oder gar schief anzugucken..
In meiner Familie gibt es auch den Fall, das sie einfach nicht schwanger wird, sich deswegen mit Hormonen vollpumpt und unfassbare Dinge auf sich nimmt, damit es klappt. Das ist tragisch und ungerecht, denn sie wären wirklich tolle Eltern...

„Tönisvorst“ (Pseudonym)

Milchstraße 13.
Passt zu meinem Forenbeitrag zum Thema Umzug. Eine klare Angabe im Profil vermeidet das es zu einer schmerzlichen Enttäuschung kommt wenn man bereits Emotionen entwickelt.

„Dülmen“ (Pseudonym)

Es gibt keine Garantie auf das Vermeiden von schmerzlichen Entäuschungen....egal wieviele Angaben wir machen...
Es hilft nur: TUN und REDEN ;-))

„Dülmen“ (Pseudonym)

Ich glaube Kinder sollten auf keinen Fall der "Sinn des Lebens" sein.
Sternentänzerin hatte da ja auch schon zu geschrieben.
Eine Bürde, die kein Mensch (erst recht kein Kind!) für einen Anderen tragen sollte.
Ich finde Kinder beglückend, erhellend, unfassbar aufgeschlossen und offenherzig.
Zeit mit Kindern zu verbringen empfinde ich als Bereicherung.
Es ist sehr schade, dass es in meiner Lebensgeschichte (privat) dafür keinen Platz gab.
Ich habe die klitzekleine Hoffnung vielleicht noch Dritt-Omma oder Ersatz-Omma zu werden, durch die Enkel des Partners, der zu mir passt....
DAS wäre ein Jackpot ;-))

„Tönisvorst“ (Pseudonym)

@Mattilda
Wenn es aber ein Norwegischer Google ist gibt es nichts zu reden. Warum kann man nicht die NoGos klar so angeben?

„Dülmen“ (Pseudonym)

@ Gentleman45
Nach meiner Erfahrung, gibt es keine Gewissheiten, egal wie sehr wir sie uns herbeisehnen oder gar versuchen sie "festzunageln"...

Aber wir sind hier OffTopic.
Sorry Lingschmetter.

„Staßfurt“ (Pseudonym)

Menschen sind unterschiedlich. Das sollte akzeptiert werden.
Für liebende Eltern können Kinder der Sinn des Lebens sein und genauso können Menschen die keine Kinder bekommen können ihr Leben sinnlos finden.
Es gibt auch viele die keine Verantwortung für Kinder übernehmen wollen oder nur für den Job leben.
Was ist eigentlich mit der Möglichkeit der Adoption, wenn man kein Kind bekommen kann aber möchte? So kann man auch Mutterliebe entwickeln.

„Neusäß“ (Pseudonym)

Mein Leben ist sehr, sehr viel entspannter geworden, seitdem Kinder kein "Muss" mehr sind.

Die zwei Männer mit denen ich mir Kinder hätte vorstellen können, wollten leider keine mit mir: Einer weil er sich grundsätzlich in seinem Leben (leider erst nach 7jähriger Beziehung) gegen Kinder entschieden hat und mit dem zweiten erreichte die Beziehung nie den "Reife- oder Stabilitätsgrad", bei dem er sich wirklich bewußt damit auseinander gesetzt hätte, ob er Kinder mit mir gewollt hätte. Er war da immer ziemlich distanziert und nie so der "typische" sanfmütige-warmherzige Familienmensch. Männer haben ja auch diesen Zeitdruck nicht. Im Zweifelsfall wechseln sie halt nochmal die Frau. Es gab auch Männer, die wollten mit mir Kinder, aber mit denen konnte ich mir nicht vorstellen 20 Jahre lang zusammen zu bleiben, um sie groß zu ziehen ... und ein Kind allein zu erziehen wollte ich nicht. Ich hätte nicht nur gerne Kinder gehabt. Bei mir wäre er der Wunsch nach "einer Familie" da gewesen also inkl. Mann und Kind.

Ich habe Hashimoto und damit und mit dem Übergewicht sinkt einfach die Chance schwanger zu werden. Selbst wenn ich heute den "perfekten" Mann treffen würde, der sich sofort für mich entscheiden würde, könnte es 2-3 Jahre dauern, bis ich schwanger werden würde und ob es dann gesund zur Welt kommen würde, würde noch auf einem anderen Blatt stehen.

Dementsprechend habe ich mich vor 1-2 Jahren damit auseinander gesetzt a la "Was machste jetzt?" Kind ohne Mann? Und hab mich dagegen entschieden. Das hat eine ungeheure Last, Panik, Verzweiflung von meinen Schultern genommen worden, als diese Entscheidung einmal bewußt getroffen war. Das kann man sich als Mann vielleicht gar nicht vorstellen, wie "existenziell" schlimm es sich für eine Frau anfühlen kann, wenn sie das Gefühl hat "He, ich verpasse hier gerade den Sinn meines Lebens".

Ich habe jetzt einen neuen Sinn, ein Patenkind und die Freiheit, auf jeden Mann pfeifen zu können, wenn er doof ist. ;) Als mein Patenkind geboren wurde, habe saß ich gerade mit einer Flasche gutem, schwarzen Bieres an einem Fenster und schaute auf die Skyline von Bangkok.

Es ist sicherlich ein "anderes" Leben das man als Nicht-Mutter und Nicht-Familienmensch lebt. Aber das mein Leben jetzt "sinnlos" wäre, habe ich an der Mehrzahl der Tage nicht das Gefühl. Dafür gibt es da draußen zu viele andere Abenteuer. ;) Wäre das mit den Kindern noch ein Muss, würde in meinem Profil aber bestimmt nicht "Single" + "Nicht auf der Suche" stehen. Dann wäre ich jetzt mit (vermutlich viel zu viel) Druck auf der Jagd nach meinem Family Guy. ;)

„Witten“ (Pseudonym)

@liebeslust das ist gar nicht so einfach ein Kind zu adoptieren. Die Hürden sind enorm hoch dafür.

„Wedemark“ (Pseudonym)

Ich habe mich an reinem sehr frühen Punkt in meinem Leben gegen Kinder entschieden.... Nicht aus jugendlichem Sinn nach Freiheit.... Auch nicht weil ich Kinder doof finde... ganz und gar nicht.

Ich durfte die "dunklen Seiten" des Eltern seins kennen lernen... was eine Mutter einem Kind auch für den Rest des Lebens alles antun kann und deswegen habe ich mich dagegen entschieden. Lieber sitze ich mit 80 da und denke ein Kind wäre doch schön gewesen als ein Kind zu bekommen und dessen ganzen Leben zu beeinträchtigen. ..

Vielleicht bin ich auch einfach nur ängstlich oder vorsichtig durch diese Erfahrung aber das ist in dem Sinne egal.... Ich kann auch ohne Kinder ein erfülltes und glückliches Leben führen wie es auch Mütter tun. Davon bin ich überzeugt :-)

Und meinen Respekt an Frauen die die Erziehung von Kindern gut händeln können! Das ist keine Selbstverständlichkeit...

Das Tragische ist der unerfüllte Kinderwunsch.

Ich bin sehr unfreiwillig kinderlos und habe lange Jahre sehr gelitten. Als ich mit meinem Mann keinen Erfolg hatte, hat meine Mutter mein "Geschwisterchen" abgetrieben.
Ich war fassungslos.
Mein Mann verließ mich dann.
Heute bin ich auch oft noch sehr traurig darüber, wenn ich meine Neffen und Nichte treffe. alles tolle Kinder.
Ich selber werde in der Familie als "Gescheitert" und zweiter Klasse gesehen.... das empfinde ich ganz oft so, auch in der Gesellschaft. Meine Eltern fahren an Weihnachten immer zu den Enkeln.
Weihnachten ist ganz schlimm.
Und das Wissen im Alter alleine dazustehen macht mir sehr traurig.
Der Sinn des Lebens..... ist schlicht das Leben selbst, und dies auch als Mensch ohne eigene Kinder zu meistern und zu schätzen. Jeder kann Liebe geben und Gutes tun.