Bei uns gab es keinen Samstags-Unterricht (Sachsen, ehem. DDR).
Dafür "durfte" ich mit meinen Eltern dann in deren heißgeliebten Garten. Ich habe ihn gehasst, besonders, als ich ins Teenageralter kam und eigene Pläne hatte...
In der Umgebung des Gartens gab es aber ein paar interessante Spielorte für uns Kinder, einen Wassergraben mit Kaulquappen im Frühjahr, einen Froschteich, in dem man baden konnte und einen Pferdestall. Der Wald war nicht weit, wo wir viel spielten und uns der erste Exhibitionist unseres Lebens in den Weg stellte. Wir haben uns so erschrocken!
Trotzdem war die Umgebung ein Paradies.
Im Sommer gingen wir dann später am "Kanal" baden. Keiner bewachte uns und es passierte auch nichts.
Auf dem Kopfsteinpflaster unserer Straße lernte ich mit Mutters viel zu großem Rad fahren, an ein eigenes war lange nicht zu denken. Die ersten Rollschuhe hatten Metallräder und schepperten fürchterlich. Trotzdem gab es keine Beschwerden durch die Nachbarn.
Wenn wir Nachbarskinder im Hof spielten und Hunger hatten, ließ uns meine Mutter Schmalzstullen (in Sachsen "Bemmen") in einem Korb vom Balkon runter.
Eine schöne Zeit, die noch nicht so von Reizen überflutet war, wie heute.