Herbst-/Winterdepressionen

in „Rundum Leben“

Zu diesem Thema gibt es 59 Antworten

„Ludwigshafen am Rhein“ (Pseudonym)

im Herbst und Winter blühe ich richtig auf, ich liebe Dämmerung und Rockballaden dazu, tanzendes Laub, dicke Regengüsse und Novemberstürme.

Ich seh das ausnahmsweise mal wie devilin. Mit Johanniskraut und diesen homöopathischen Mitteln kommst du bei einer richtigen Depri nicht weit.
Muss lachen wenn einer schreibt...komm steh auf du musst raus dann gehts dir wieder besser.

Du liegst zusammen gekauert in der Ecke, hast Heulkrämpfe, würdest am liebsten an den nächsten Brückenpfeiler rasen, die alltägliche Pflichten werden zu einer unüberwindbaren Hürde....
und und und....da gibt es nur noch professionelle Hilfe.
Aber vllt. ist eine Herbst.-Winterdepri natürlicher zu behandeln!

„Rostock“ (Pseudonym)

Hallo Saphira,

bezüglich Johanneskraut: falls Du die Pille nimmst und diese aufgrund hormoneller Geschichten, sei vorsichtig, die Wirkung kann enorm abgeschwächt werden. Falls Du mehr darüber wissen möchtest, schreib mich einfach privat an.
Ach ja und vorsicht dann mit der Sonne.

Ich habe eine Freundin, die hat auch Herbst-und Winterdepressionen. Ihr habe ich vor einigen Jahren den Tipp mit den Tageslichtlampen, die hier schon erwähnt wurden, gegeben. Sie helfen zeitweise gut, manchmal dann auch wieder nicht.

Ich persönlich liebe den Herbst und den Winter, ich könnte das das ganze Jahr um haben. Für mich persönlich gibts nichts Schöneres.

Deshalb habe ich letztes Jahr versucht, meiner Freundin die schönen Seiten dieser Jahreszeiten näher zu bringen.

Ich habe ihr wunderbare Fotos geschickt mit Sonnenblumenwiesen, Kürbisfeldern, geerntetem Obst, Gemüse und Getreide, mit Reif überzogene Bäume, dunkelgrüne Wiesen mit Herbstregen, Nebelfelder, mit Straßenlaternen beleuchtete Dämmerungsstimmung, Adventsstimmung, verschneite Winterlandschaften, Weihnachtsdekorationen und und und.

Ich habe zu jedem Foto dazugeschrieben, welche schönen Gefühle und Stimmungen ich dabei bekomme.

Sie war total platt und sagte, so habe sie das noch nie gesehen. Für sie war es immer nur Dunkelheit, kurze Tage, kalt, Nebel.

Außerdem habe ich ihr ein Album zusammengestellt, in dem ich Fotografien einklebte mit vielen, wunderschönen bunten Blumen und Blumensträußen.
Denn sie liebt Blumen und ich sagte ihr, wenn sie traurig ob des Wetters ist, soll sie sich hinsetzen und das Album anschauen, vielleicht angenehme Musik im Hintergrund laufen lassen und einen heißen Tee genießen.

Vielleicht wäre das Eine oder Andere auch etwas für Dich?

Solltest Du aber tatsächlich eine jahreszeitlich unabhängige, schwere und langanhaltende Depression entwickeln dann würde auch ich Dir raten, einen Arzt aufzusuchen.

Vielleicht brauchst Du gar keine Medikamente, evtl würde eine Psychotherapie, egal welche Richtung, schon helfen.

Alles Gute.

Edit: Ergänzung

„Marburg-Biedenkopf“ (Pseudonym)

Ich bin Laie in punkto Depressionen, daher kann ich Dir dazu nichts raten. Ich würde aber auch ärztlichen Rat suchen und auf jeden Fall abklären lassen, ob es eine echte Depression ist.

Depressive Stimmungen kenne ich auch, dann mache ich etwas nur für mich, was mir gut tut und was ich gern mag. Zur Massage, ins Hammam zB. Und Licht ist dann auch wichtig.

Hast Du schonmal autogenes Training probiert? Das muss man auch richtig lernen, mir hilft das unheimlich, auch in Stresssituationen. Eine Zeitlang habe ich regelmässig Qi Gong gemacht, danach war ich auch immer richtig ruhig und entspannt. Vielleicht ist das ja unterstützend auch etwas, was Dir hilft.

„Telgte“ (Pseudonym)

Liebe Saphira,

wenn mich mal wieder die "Jammerlappenphase" (so nenn ich das) überfällt, lege ich mir meine Lieblingsmusik in den Player, singe mir sozusagen die negativen Gedanken aus dem Bauch.

Oder ich geh eine Runde um den Block, halte mit der netten Floristen im Supermarkt nebenan einen kleinen Smalltalk und kaufe mir ein Blümchen für zu Hause.

Man kann natürlich auch mit Freunden oder Kollegen etwas unternehmen, wenn man sie denn in der Nähe hat. Meistens hilft ein gemeinsamer Kaffee oder ein nettes Abendessen zusammen und schon wird es besser. Ich hatte in den ersten 4 Jahren schrecklich viel Heimweh nach meinen Freunden und meiner Heimat.

Meine Freunde sind leider fast 270 km von mir entfernt, so fällt das schon mal flach. Dann geh ich manchmal raus zum Lehrbienenstand, setze mich hin, lasse die Stille auf mich wirken und fühle mich schnell wesentlich besser.

Also überleg doch mal, was DIR speziell gut tut, Du findest bestimmt etwas. Es muss nicht immer großartig etwas kosten, oft helfen kleine Lichtblicke. Vielleicht ein schönes Bild oder Gedicht, vielleicht ein netter Gruss - das www. ist voller interessanter Dinge, die man finden kann.

„Wetzlar“ (Pseudonym)

so nun habe ich mir mal alles durchgelesen ... war nämlich noch unterwegs ...

vielen lieben dank für euer aller antworten ... hab mich sehr gefreut, so liebe worte hier zu erfahren und ich habe viele eurer tips für gut befunden und werde diese auch jetzt schon umsetzen :-)

dankeschön an euch alle!

„Rietberg“ (Pseudonym)

@windduft... ja... habe ich!! Und nicht nur eine... ^^

Jeder Mensch geht mit Depression anders um... mein post ist deshalb so "seicht" ausgefallen, weil ich es nicht mehr zulassen möchte, daß eine Depression mich umhaut!
Und zweitens, weil ich mir hier die Freiheit rausnehme, genau wie Du auch, meine Meinung zu einem Thema zu äußern. ^^

Vor allem aber, weil ich mir wünsche, daß jeder Mensch der an Depressionen egal welcher Art leidet, eben nicht mehr leiden muss!
Es gibt tausend Ratschläge... ja! Aber meine Meinung hierzu ist einfach die, daß auch der beste Therapeut nicht helfen kann!

Man kann sich Hilfe bei einem Therapeuten holen... bei Menschen die man mag, aber letztendlich liegt es doch bei jedem selbst, was er mit der angebotenen Hilfe macht!

Und ansonsten kann ich das homöopathische Mittel "Infidys" wärmstens empfehlen!! Ich persönlich schwöre darauf!

„Bernkastel-Wittlich“ (Pseudonym)

Ich "durfte" diese Erfahrung machen, als ich unser Küken bekommen hatte. Gleich die erste Woche nach der Entbindung bekam ich den Babyblues. Es war November und sowie es anfing zu dämmern, ging gar nix mehr. Ich konnte mich ins Bett legen und hab einfach nur noch geheult. Mein jetzt Exmann, hat mich in der Zeit einfach nur im Arm gehalten, das war auch alles was er tun konnte.

Ich hab lauter Mist gefaselt, dass ich unfähig bin und jetzt noch ein Kind, ich mach die gleichen Fehler wieder und und und. Auch wenn mir mein Verstand immer wieder gesagt hat, dass das alles gar nicht so ist, ich kam da nicht raus.

Nach einer Woche war der ganze Spuk dann vorbei und ich war die gleiche fröhliche, optimistische Frau die ich vorher war.

Seit dem Erlebnis, werde ich mich NIE über jemanden auch nur im entferntesten lustig machen, der damit zu tun hat.

DAS war mir eine Lehre!

„Achern“ (Pseudonym)

Ich schliesse mich denen hier an , die raten, einen Facharzt aufzusuchen an. Eine Depression ist kein Schnupfen , den man versucht mit Hausmitteln zu bekämpfen.

Je nach Diagnose gibt es verschiedenen Behandlungsansätze.
Saisonal auftretende Herbstdepression, Baby-Blues, Wochenbettdepresion , leichte, mittelschwere, schwere depressive Episode...das sind unterschiedliche Krankheitsbilder.

Da können je nachdem Medikamente nützlich sein, oder aber eine (Licht)Therapie oder aber beides - es sollte individuell behandelt werden. (Bewegung/Sport kann übrigens nie schaden und gilt bei jeglicher Depression als heilsam unterstützend - wobei es ja gerade dann schwierig ist sich dazu aufzuraffen).

Dazu kommt, dass die Medikamente bei jedem anders anschlagen.

Ich weiss nicht, ob deine Herbstdepression diagnostiziert wurde oder ob es deine Selbsteinschätzung ist.
Johanniskraut - in hoch dosierter Form - gehört zu verschreibungspflichtigen Antidepressiva- auch wenn es dann nicht homöopathisch ist , so ist es ein Medikament., wenn auch mit pflanzlichem Wirkstoff.

Also, nimm das ganze nicht auf die leichte Schulter und
such dir einen Arzt, dem du vertraust.

Ich hoffe du bekommst die Sache in den Griff :-)