Ist euch heiraten wichtig? Hat Ehe eine Bedeutung für euch?

in „Rundum Leben“

Zu diesem Thema gibt es 307 Antworten

„Langenfeld“ (Pseudonym)

Früher war mir eine Heirat wichtig. Das habe ich dann auch einmal getan, das ganze Brimborium durchgezogen und war dann auch der der Meinung, einmal im Leben reicht völlig.
Ich hatte danach noch eine Beziehung, die 25 Jahre hielt. Aus dieser Beziehung habe ich eine Tochter. Im Nachhinein betrachtet war es ein Fehler nicht zu heiraten.

Sarkasmusmodus on.
Dafür, dass ich diesen Mann nicht in den Ruin trieb, da er immer Vollzeit arbeiten konnte, ich das Kind erzog und dadurch über Jahre nur in Teilzeit arbeitete, lande ich dann später mal in der Altersarmut, also im Ruin …herzlichen Dank!
Sarkasmusmodus off.

Fazit: mit Kindern nur mit Ehe abgesichert, ohne Kinder keine Heirat. Für die Liebe selbst brauche ich keinen Trauschein.

„Gladbeck“ (Pseudonym)

Jetzt habe ich es dann mal nachgeguckt und es ist so wie ich es mir dachte:

1.für Partner verschiedenen Geschlechtes war die eingetragene Partnerschaft nie möglich, ausschließlich die Ehe.
2.seit glücklicherweise homosexuelle Paare gleichgestellt wurden, gibt es für diese folglich EBENSO keine eingetragene Partnerschaft mehr, sondern ausschließlich die Ehe.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Lebenspartnerschaftsgesetz

„Gladbeck“ (Pseudonym)

"Hmm.. und nun? Heute, 18:31
Habe ich doch gesagt, 93."


Habe ich das überlesen?

„Gladbeck“ (Pseudonym)

Für mich wäre es schon eine Überlegung wert ob es etwas geben könnte, was eine Gemeinschaft ausdrückt, besiegelt, aber dennoch nicht die klassische Ehe ist. Nicht, dass ich die Ehe dann besser verstehen würde, aber vielleicht wäre schon ein Bedürfnis/Bedarf da?!

Ehe finde ich auch aus rechtlichen Gründen prinzipiell gut. Wenn beide etwas mehr Sicherheit wollen, warum nicht? Ohne Kinder, mit Kindern, im höheren Alter eine „Genuss-Ehe“... für beide das Komplett-Paket. Momentan bin ich bei der letzteren Version.
Beziehungen ohne Trauschein sind zwar oberflächlich gesehen, leichter zu lösen - aber eben drum... der Rücksichtslosere hat dann die besseren Karten - ich mag nicht draufzahlen, weder seelisch noch finanziell, das hatte ich schon, das braucht kein Mensch.

Ich weiß nicht, ob das hier schon geschrieben wurde, aber ich fände eine Probezeit von vielleicht drei Jahren gut, in der rechtlich alles so ist wie jetzt nach einer Eheschließung, aber in der eine Trennung - ohne Kinder! - wesentlich leichter und unbürokratischer wäre als heute.

Will jetzt für mich das Thema nicht kategorisch beurteilen, aber ich habe bisher nicht geheiratet und träume auch nicht davon.

Dazu ein konkreter Fall, der das Thema ganz gut beleuchtet:
Ein Paar, rund 15 Jahre zusammen, zwei Kinder, nicht verheiratet.
Gemeinsames Sorgerecht (mit Vaterschaftsanerkennung als Voraussetzung) für beide Kinder jeweils rund vier Wochen vor Geburt beim Jugendamt vereinbart. Damit in puncto Kinder de facto den gleichen Zustand wie bei Ehe.
Steuerlich isoliert betrachtet eine negative Auswirkung, unter Berücksichtigung aller finanziellen Aspekte dann wesentlich anderer Saldo. Sie freiberufliche Steuerberaterin (sie hätte heiraten wollen, er nicht), er mit extrem niedrigerem Einkommen (Ehegattensplitting hätte sich also erstmal gerechnet). Trotzdem gab es da eine Möglichkeit, Ausgaben etc. anzusetzen, da sie ihn finanziell unterstützte. Also der Finanzaspekt wesentlich weniger deutlich. Sie (und auch die Kinder) in privater Krankenversich., er gesetzlich; wenn sie verheiratet gewesen wären, wäre es ungünstiger gewesen (würde zu sehr ins Detail gehen, war aber so).
Also wegen Kindern und Finanzen lohnte sich in diesem Fall die Heirat nicht.
Bleibt Witwenrente, lohnt auch nicht, da über einen wesentlich höheren finanziellen Bereich eine Risikolebensversicherung bestand, damit wurde dieser Aspekt gegenstandslos; für sie sowieso, da finanziell hohes Einkommen (also keine Witwenrente) und Versorgungswerk, hätte sich nur für ihn gelohnt (er wollte aber nicht heiraten).
Bleibt der Aspekt, daß der Ehepartner vorm Gesetz als Vertreter akzeptiert wird; läßt sich mit Vollmacht/Patientenverfügung (die man sowieso haben sollte) klären.

So, jetzt die Trennung, weil die kam ja.
Da keine Ehe auch keine Scheidung (Gericht, Anwalt etc.).
Gemeinsames Sorgerecht besteht ja nach wie vor, also kein Unterschied gegenüber einer Scheidung, im Ernstfall urteilt ein Familiengericht da nicht anders als bei Geschiedenen.

Thema Vorsorgevollmacht: Tja, die nützt so oder so nix mehr, weil ein Ex-Partner keine Lust darauf hat; also irrelevant. Im konkreten Fall gab es da eine Anekdote, die spielt hier aber erstmal keine Rolle.

Da diese Familie im Haus der Eltern der Frau lebten, war auch klar, was aus der Wohnung wird. Sie lebt dort weiterhin mit den Kindern in gewohnter Umgebung, er muß sich was neues suchen. Da unverheiratet, konnte sie ihn aber innerhalb von Sekunden auf die Straße setzen, das wäre bei verheirateten Paaren nicht so einfach gegangen.
Da unverheiratet, muß sie auch an ihn keine Rentenpunkte oder sonstige Ausgleiche zahlen. Er hat eben Pech.

Gründe, warum er nicht heiraten wollte (Reihenfolge zufällig):
Er hatte den Familiennamen der Mama für die gemeinsamen Kinder nicht nur akzeptiert, sondern in gewisser Weise gewollt (hängt mit seiner Familiengeschichte zusammen, also nachvollziehbarer Grund).
Er verabscheut große Feierlichkeiten und den ganzen Hochzeitrummel.
Er war der Ansicht, daß man unverheiratet mehr um den Fortbestand einer Beziehung kämpft, als wenn man den anderen sicher hat, weil verheiratet; bietet logischerweise viel Stoff für Grundsatzdebatten, trotzdem überlegenswerte Betrachtung.
Er wollte den Familiennamen der Frau nicht annehmen, weil die Kombination aus seinem Vornamen und d. Familiennamen seiner Frau schon in der Familie vergeben war und zu einem relativ bekannten Mann gehörte; er wollte nicht mit einem "Promi" verwechselt werden; kann man ebenfalls drüber streiten, aber im Ernstfall kann da nur der jeweils Betroffene dazu wirklich etwas sagen.
Seinen Familiennamen hätte bedeutet, daß die Kinder den Namen wechseln und die Freiberuflerin den Firmennamen ändern muß, was er als unnützen Aufwand ansah, also wollte er seinen Familiennamen nicht durchdrücken. Doppelnamen kamen auch nicht in Frage, wollte keiner von beiden. Jetzt kann ja seit einiger Zeit jeder seinen Namen behalten, das wollte dann sie nicht ("wenn jeder seinen Familiennamen behält, brauch ich auch nicht heiraten").
Wenn man so will, scheiterte die Hochzeit zu einem gewissen Teil auch an der Namensfrage (sicher im konkreten Fall alles etwas speziell, aber so war es nun mal).

Was bleibt als Fazit in diesem konkreten Fall?
Die Gastronomie wurde um eine Hochzeit gebracht.
Die Justiz wurde durch ein nicht zu führendes Scheidungsverfahren entlastet.
Was wiegt schwerer?

Er hat eindeutig verloren?
Sieht er selber nicht ganz so. Der Nachteil bei der Wohnung ist irrelevant, wer will schon mit dem Ex-Partner noch zusammenwohnen? Bleiben die Rentenpunkte, ach das hätte bei einer Scheidung nur zu juristischem Streit geführt und im Endeffekt hätte er den ganzen Zugewinn für die Anwälte ausgegeben.

Also kein Vorteil für die Ehe, sondern Vorteil für die Nicht-Ehe, da glasklare Trennung, und die ohne Anwaltskosten/Gerichtskosten.

Meine Schlußfolgerung ist aus diesem konkreten Fall, daß ich persönlich nicht auf eine Hochzeit scharf bin. In meiner Gegend arbeiten sowieso beide Geschlechter, also spielt das Thema Witwerrente/Witwenrente keine große Rolle.

Da ich ja an Ironie eine große Freude habe, hier mein persönlicher Vorschlag für die Ehe:
Eheschließungen finden prinzipiell auf Zeit statt. Am Anfang auf 5 Jahre, nach diesen 5 Jahren muß man erneut aufs Standesamt und gewissermaßen wieder heiraten, ansonsten erfolgt automatisch eine Scheidung mit allen Konsequenzen. die nächsten Intervalle würde ich dann auf 10 Jahre erhöhen. Das hat den Vorteil, daß die Silberhochzeit dann schon die vierte Hochzeit mit demselben Ehepartner ist. Ich gehe davon aus, daß der Gastronomie-/Hotelverband Dehoga diesen Vorschlag als außerordentlich reizvoll einstuft. Damit auch die Floristeninnung mit ins Boot geholt wird: Eheleute haben per Steuererklärung nachzuweisen, daß sie jedes Jahr zum Valentinstag und zum Hochzeitstag mindestens jeweils 50€ in Blumen investieren; ansonsten ist eine Ehe-Fortsetzung nach besagten 5 bzw. später 10 Jahren nur unter bestimmten Bedingungen möglich (Abstandszahlung an Floristeninnung oder ähnliches, dem Gesetzgeber fällt da sicher etwas passendes ein).
Im Gegenzug könnte das für die Autoindustrie interessant werden: Audi gibt 25% auf den Listenpreis zur Silberhochzeit (da 4 Ringe! für 4 Hochzeiten).

„Gladbeck“ (Pseudonym)

"Gemeinsames Sorgerecht (mit Vaterschaftsanerkennung als Voraussetzung) für beide Kinder jeweils rund vier Wochen vor Geburt beim Jugendamt vereinbart."

Meines Wissens nach kann beides -Vaterschaftsanerkennung und Sorgerechtserklärung- erst nach der Geburt erklärt werden!?


"Da unverheiratet, konnte sie ihn aber innerhalb von Sekunden auf die Straße setzen, das wäre bei verheirateten Paaren nicht so einfach gegangen."

Ob unverheiratet oder nicht, man darf niemanden einfach so obdachlos machen. Da gab es schon sehr unschöne Szenarien mit Untermietern, die sich mies aufführten und zum Teil nicht mal Miete zahlten, aber dennoch nicht aus der Wohnung geschafft werden durften. Ob verheiratet oder nicht, das wäre so nicht möglich gewesen, WENN er sich gewehrt hätte.

93, die Vaterschaftsanerkennung und das Sorgerecht kann vor der Geburt des Kindes beurkundet werden. Ich habe das damals bei meinem Sohn auch gemacht. Ich wollte nicht ein zweites Mal heiraten und deshalb haben wir vor der Geburt beim Jugendamt das Sorgerecht und auch beurkunden lassen, daß mein Sohn den Namen seines Vaters erhält. Hätten wir uns sparen können, da wir 6Wochen nach der Geburt doch geheiratet haben ... aus steuerlichen Gründen

Vaterschaftsanerkennung und Gemeinsames Sorgerecht rund vier Wochen vor Geburt beim Jugendamt des zuständigen Landratsamtes vereinbart, lediglich nach Geburt das genaue Geburtsdatum und den Namen des Kindes nachgereicht, entsprechendes Schriftstück kam dann irgendwann per Post. So lief das zumindes bei mir im Jahre 2008 und 5 Jahre später.

Er lag im Krankenhaus, dort erreichte ihn die schriftliche Nachricht seiner (Ex-)Lebensgefährtin, daß er nicht mehr nach Hause kommen könne (er hatte nichtmal einen Wohnungsschlüssel im Krankenhaus, da mit Notarzt ins Krankenhaus). Seine persönlichen Sachen kann er selbstverständlich abholen lassen (aber nicht er selber!) stand noch in dem Brief. Da ist der Hinweis, daß er sich wehren kann nicht sonderlich hilfreich. Es ging darum, daß er überhaupt leben kann. Da führt er keinen Rechtsstreit vom Krankenhausbett aus. Er wußte nichtmal ob er eigentlich im Mietvertrag mit drin steht, da reden wir im Ernstfall über ein Mietrecht durch Duldung und ähnliche Späße. Theorie gibt einiges her, aber die konkrete Situation in der Praxis sieht manchmal deutlich anders aus. Sie wollte ihn nicht mehr in der Wohnung, was hätte das gebracht, wenn er sich "eingeklagt" hätte, die Situation hätte doch nur eskalieren können und im schlimmsten Falle wäre eine Tragödie passiert. Nein, das ist so eine Situation, wo du feststellst, daß du im Krankenhaus obdachlos geworden bist und jetzt innerhalb kürzester Zeit eine Wohnung brauchst. Damit die Kinder nicht in einer "leergeräumten" Wohnung auf einmal leben müssen, geht das soweit, daß er aus der Wohnung wirklich nur seine persönlichen Sachen (Bekleidung, Dokumente, Bücher, CDs etc.) mitnahm. Wie gesagt, ein konkreter Fall, sicher mit sehr speziellen Details, von denen hier noch nichtmal alle genannt wurden, aber genauso passiert.

„Gladbeck“ (Pseudonym)

"Er lag im Krankenhaus, dort erreichte ihn die schriftliche Nachricht seiner (Ex-)Lebensgefährtin ...

Aber das wäre ja bei einer Ehe genauso unzulässig möglich. Also dann, wenn sich jemand nicht wehrt, aus welchen Gründen auch immer, die Gründe müssen ja nicht schlecht sein, aber die Situation, dass sich jemand zunächst über die rechtliche Situation hinwegsetzt, also hier einen Brief schreibt, so oder so hat es zu sein, die ist bei einer Ehe ja nicht ausgeschlossen. Und praktisch ist so etwas ja auch schon mehrfach passiert.

„Radebeul“ (Pseudonym)

Ich muss nicht heiraten, aber ich würde es gerne.
Nicht aus steuerlichen Gründen. Nicht um mich sicher zu fühlen. Nicht um mein Gegenüber in Ketten zu legen. Nicht um ähnliche Dinge zu haben.
Ich würde es gerne machen, weil mein Gefühl es mir sagt.
Und da geht es nur um meinen Partner und mich. Nicht um eine Feier mit Familie und Freunden. Es geht nicht darum eine supertolle Hochzeitsreise zu machen. Es geht nicht um das schönste Kleid. Den besten Fotografen. Und all dem was man klassischer Weise damit verbindet.
Gerne spontan. Nur er und ich. Während eines Wanderurlaubs. Oder ähnliches.

Ich finde es schade, so viel negatives zu lesen, zu hören wenn es ums heiraten geht. So viele schlechte Meinungen. Schlechte Erfahrungen. So viel Sarkasmus. Ironie.

„Gladbeck“ (Pseudonym)

"Nur er und ich. Während eines Wanderurlaubs. Oder ähnliches."

Also, ich will ja nicht heiraten - und wandern auch nicht - aber WENN ich heiraten würde, dann fände ich eine solche Variante schön. Irgendwo in einem Kurzurlaub, zu zweit, eine winzige Zeremonie, ein persönliches Liebes- und Loyalitätsversprechen ...


"Nicht aus steuerlichen Gründen."

Wobei ich es legitim finde MIT aus steuerlichen Gründen zu heiraten, nicht als einzigem Beweggrund, aber auch. Das Ehegattensplitting an sich finde ich zwar nicht gerecht, gerne eine Förderung von Kindern, unabhängig vom Familienstand der Eltern, aber warum ein kinderloses Ehepaar steuerlich begünstigt werden sollte, ist nicht nachvollziehbar für mich, aber soweit es die Regelung eben gibt, finde ich es schon legitim, dass sie mitentscheidend ist.

„Radebeul“ (Pseudonym)

Ich finde es auch legitim aus steuerlichen Gründen zu heiraten.
Klar ist das ein netter Nebeneffekt.
Steht nur nicht auf meiner Liste der Gründe warum ich heiraten würde.

Wir sind verschieden. Jeder hat seine eigenen Vorstellungen.

„Gladbeck“ (Pseudonym)

Würdest du deine Liste der Gründe hier veröffentlichen? 😀

„Radebeul“ (Pseudonym)

:) Das ist mir und meinem Partner vorbehalten. :)

„Gladbeck“ (Pseudonym)

Ja, :( dann werde ich es wohl nie verstehen, warum Menschen heiraten wollen.
:(

Das erste Mal habe ich vor 31 Jahren geheiratet... weil ich schwanger war. Hochzeit mit allem Drum und Dran... weißes Kleid, Kirche, große Feier, so hatte ich es mir vorgestellt. Die Ehe hielt 2Jahre und ich wollte nie wieder heiraten. Auch nicht als ich meinen Ex kennengelernt habe, ein Kinderwunsch war dar, aber heiraten... nein. Nach der Geburt meines Sohnes habe ich mich überreden lassen doch noch schnell zu heiraten aus steuerlichen Gründen. Mein größter Fehler.... Trennung nach 10Jahren , es folgten 3 Jahre Rosenkrieg bis zur Scheidung. Eigentlich sollte man glauben ich bin von dem Model Ehe geheilt. Nein, ich würde es nochmal tun... mein Partner , den ich vor über 7 Jahren hier kennengelernt habe , würde ich sofort heiraten... aus Überzeugung, Liebe und wie wir es immer so nett ausdrücken „ ich will doch deine Rente haben“ 😀 es gibt leider nur einen triftigen Grund warum wir noch nicht geheiratet haben... aber das wird in spätestens 6 Jahren erledigt sein, wenn meine jüngste Tochter Volljährig ist, dann kann mich mein Ex endgültig mal gern haben

@KatrinLa:
Bei uns war es so, daß wir zwei oder drei Jahre vor der Geburt unseres ersten Kindes in einem unserer Westalpenurlaube in den Grajischen Alpen (mal wieder) unterwegs waren. Am Miserinsee bei der Miserinschutzhütte steht eine kleine Kirche (zu Ehren der Heiligen Jungfrau vom Schnee), falls es jemanden genau interessiert, das ist westlich von Champorcher (man kommt vom Aostatal dorthin) und zwar auf knapp 2600m.
Als wir das Bergkirchlein sahen, fanden wir beide es schön und meine Liebste sagte mir, daß es ihr gefallen würde, dort zu heiraten. Durch die Rahmenbedingungen wäre klar gewesen, daß es ein sehr kleiner Rahmen werden würde, vielleicht wirklich nur wir beide (und unser eigener Pfarrer aus Dtl., falls möglich, war ja 'ne kathol. Kirche) und keinerlei Familie/Freunde.
So gesehen, verstehe ich deinen Wunsch absolut. Aber meine Einschätzung zum Thema Heirat hat sich trotzdem nicht geändert. Ob eine Heirat etwas geändert hätte? Mit absoluter Sicherheit läßt sich das nicht sagen. Aber ob es für meine Frau dann etwas dahingehend geändert hätte, daß sie sich nicht von mir trennt? Irgendwie glaube ich das nicht, sie hat mich nicht mehr wertgeschätzt, da hätte ein Trauschein vermutlich nichts geändert. Auf ihrer Prioritätenliste kam ich nicht ganz oben oder direkt nach unseren Kindern, sondern weiter unten. Nein, ich bleibe bei meiner Einschätzung, daß in meinem konkreten Falle eine Ehe die Sache nur noch schlimmer gemacht hätte.

„Radebeul“ (Pseudonym)

93, ich bin ja nicht die Einzige, die gerne heiraten würde. ;) Vielleicht findet sich ja noch jemand, der sich zu den WarumGründen hier äußern möchte. :)

Helly, ich wünsche Dir das diese Jahre sich verkürzen und Du einen endgültigen Schlussstrich ziehen kannst...und damit ihr eurem Wunsch nachkommen könnt. Rente ist so wichtig! ;)
Alles Beste!

Rajiv, selbst mir als romantiker ist bewusst, dass die Ehe kein Gütesiegel ist.
Nur weil ich heirate, bleibt diese Beziehung nicht automatisch für immer bestehen.
Deswegen ist Sicherheit auch kein Grund für mich um zu heiraten.
Wenn ich nicht heirate kann es genau so schief gehen.
Also erfülle ich mir meinen Wunsch, mache etwas was mich glücklich macht und genieße es so lange es anhält. Vielleicht für immer. Vielleicht nur für ein Jahr.

„Kamen“ (Pseudonym)

Ich war schon immer dafür das eine Ehe nicht auf dem Standesamt sondern im Arbeitsamt geschlossen werden sollte, da gelten dann die gesetzlichen Kündigungszeiten!....das kommt aber von selbst hierher wenn wir erst einmal Westanatolien sind!!!! also nicht aus dem Höschen springen...grins

Aber es soll ja auch echte "Liebesheiraten" mit guten Gründen geben, Bekannte von mir haben kürzlich nach etwa 20 Dauerverlobung geheiratet damit sie, so ihre Aussage, wieder in die soziale Sicherheit ihres Mannes kommt, sie bekam keine Zahlungen mehr vom Jobcenter da sie Besitzerin mehrere Wohnungen ist und somit keinen Anspruch auf ALG 2 hatte.

„Meiningen“ (Pseudonym)

"Westanatolien" was ist das denn für ein selten dämlicher Ausdruck

„Rathenow“ (Pseudonym)

@Prinz.... das ist doch schön, dann liegt Deine Bekannte wenigstens dem Steuerzahler- also auch Dir, der angeblich 50 % Steuern zahlt- nicht mehr auf der Tasche ..... kann doch nur in Deinem Sinne sein ;-)