Ist euch heiraten wichtig? Hat Ehe eine Bedeutung für euch?

in „Rundum Leben“

Zu diesem Thema gibt es 307 Antworten

„Recklinghausen“ (Pseudonym)

"Ja gut, die wenigsten haben mal den falschen Partner geheiratet, weil sie aus Prinzip den falschen Partner heiraten wollten. 😀"

Stimmt, ich habe auf die falschen Dinge geachtet. 😋

„Syke“ (Pseudonym)

@El Diablo Was sind denn aus deiner Sicht "die richtigen Dinge" auf die man achten solte?

„Syke“ (Pseudonym)

@mybaa Ich meine auch eher euch da beim ersten Mal entgangen ist. Vielleicht auch warum es euch entgangen ist

Man lernt ja nun mal alle Facetten des anderen erst nach einiger
Zeit kennen. Ich glaube auch nicht, dass man das Funktionieren einer Ehe an bestimmten Punkten festmachen kann. Man gibt sein Bestes und letztendlich entscheiden die Gefühle. Jeder agiert und das macht emotional etwas mit dem anderen. Ich war manchmal selbst überrascht, was sein Verhalten in mir ausgelöst hat. Darüber Reden hat leider nicht viel gebracht.
Ich würde auch jetzt keine Checkliste abarbeiten, um zu entscheiden ob ich mit gerade diesem Mann eine Beziehung führen oder neue Heirat in Betracht ziehen kann.

„Rathenow“ (Pseudonym)

Ich weiß nicht, ob es etwas mit richtigem Hingucken zutun hat. Menschen können sich mit der Zeit ja auch verändern. Nach 25 Jahren Ehe sieht die Welt anders aus. Gemeinsame Ziele sind „abgearbeitet“. Ich war nach der Trennung von meinem Mann sehr traurig ( obwohl sie von mir aus ging), bin jetzt aber sehr glücklich. Weil mir das Leben noch einmal neue Möglichkeiten bietet, die ich in meiner Ehe so nicht gesehen hätte. Und sollte eine Ehe nicht mehr funktionieren, dann sollte man sich und seinem Ehepartner ehrlich gegenüber sein, einen Schnitt machen und es nicht als persönliche Schlappe betrachten.

„Blieskastel“ (Pseudonym)

@Eliza Day. Ob ein Partner der richtige ist, stellst sich erst im Laufe der Ehe heraus. Es ist nun Mal eine Tatsache, dass man sich mit den Jahren weiter entwickelt und diese Weiterentwicklung oft eine Auseinanderentwicklung ist.

Am Anfang steht meist der erotische Reiz ganz vorne dran und der Wunsch nach Nähe, aber auch in der intensivsten Verbindung nimmt dieser Reiz ab, im Alltag, meist nach der Geburt der Kinder, da ändern sich nicht selten die Wertigkeiten und Bedürfnisse.

Für meine Kinder wünsche ich mir eine Ehe, da sie jung sind und an eine eigene Familie denken. Eine Ehe gibt in diesem Falle auch eine gewisse finanzielle Sicherheit, gerade dann, wenn auf dem Gebiet Ungleichgewicht herrscht, speziell, wenn eine Frau nur mehr teilzeit arbeiten möchte. Es geht nicht nur um Unterhalt, sondern vor Allem um den rentenrelevanten Versorgungsausgleich.

Für mich ist heute die Ehe kein Thema mehr.

„Blieskastel“ (Pseudonym)

Für mich setzt der liebevolle und achtsame Umgang miteinander wesentlich mehr Zeichen als ein Papier.

Die Ehe bzw.die Hochzeit ist für mich sehr wichtig. Dieses vor Gott und die Welt eindeutiges Zusammengehören und füreinander Einstehen in guten wie in schlechten Zeiten. Auch wenn ich nach jahrelangem Arbeiten an der Ehe 2009 diese aufgegeben habe und gegangen bin. Aber es hat leider Grenzen, wenn es um das Wohl von Kindern geht.
Die nächste Ehe,falls ich je diese erleben darf, wird hoffentlich bis ins hohe Alter gemeinsam gelebt..

„Ludwigsburg“ (Pseudonym)

warum muss ich denn verheiratet sein um vor der ganzen Welt zusammenzuhalten in guten wie in schlechten Zeiten? Ist das nicht das Normalste von der Welt das ich auch in einer unbeurkundeten Beziehung loyal zu meinem Partner stehe? Also mein Verständnis von Beziehung ist das....dazu brauche ich keinen Pfarrer und auch kein Standesamt . Wenn ich liebe, dann liebe ich ganz ...

„Ludwigsburg“ (Pseudonym)

@greyEla :-) und ich habe nur allgemein meine Frage in den Raum geworfen. Die bezog sich nicht auf deinen Post.

„Gladbeck“ (Pseudonym)

Das Wort Loyalität finde ich übrigens perfekt in diesem Zusammenhang. Es muss nicht immer körperliche Treue sein (wie bei offenen Beziehungen), nicht einmal emotionale "Treue" (wie in polyamoren Beziehungen), aber LOYALITÄT, die muss für mich immer gegeben sein.

Meine "five cents" zur Thematik:


Hochzeiten sind i.d.R. wunderbare Feiern mit tollem Essen und wenn's klappt viel Spaß und einer angenehmen Atmosphäre.

Wenn zwei Menschen gut miteinander können ist das natürlich toll.
Aber warum dann heiraten?
Damit werden sie sich -auf Dauer gesehen- nicht besser verstehen und bestehende Differenzen wird eine Hochzeit auch nicht dauerhaft kitten können.

Dann blieben natürlich (für die absoluten Romantiker unter uns... ;-) ) Gründe wie rechtliche und steuerliche Vorteile der zivilrechtlichen Ehe.

Letzten Endes sollte man sich auch nichts vormachen:
Das Modell der Ehe aus romantischen Gründen ist in der Menschheitsgeschichte ein sehr, sehr neues.
Geschichtlich diente die Ehe des Erhalts bzw. der Erweiterung von Land, Äckern, Familienbesitz, etc. Es waren eben hauptsächlich wirtschaftliche Gründe maßgeblich.
Auch die Ehen der höheren Schichten wie des Adels sind dazu ein interessantes Feld.
Diese pragmatische Einstellung, die ich noch von meinen Großeltern kenne, hatte durchaus auch Vorteile:
Es ging um die gemeinsame Organisation von Haushalt, Kindererziehung, teilweise Landwirtschaft/ Betrieb, Garten, etc. wobei die Rollen i.d.R. klar verteilt waren.
Niemand erwartete vom Partner ewiges Knistern in der Liebe, den besten Freund, gemeinsame Interessen, unermesslichen Reichtum und einen prestigeträchtigen Job
und so weiter und so fort.
Was aber nicht bedeuten mußte, dass aus diesen Zweckbündnissen nicht (doch) ein gut funktionierendes Team oder gar Liebe entestehen konnte...

„Ludwigsburg“ (Pseudonym)

@Goldhase Erklärst du mir warum heiraten fürs Alter wichtig ist? Das würde ich gerne verstehen

Ich werde definitiv nicht heiraten, weil:

Wenn man sich wirklich liebt, dann braucht man nicht "Handschellen" die sich Ehe nennt.
Keine Vorurteile, aber lebenswahre Erfahrungen aus dem Leben:

3 Päärchen, aus meinem Bekanntenkreis, die mehrere Jahre (teils über 10 Jahre) partnerschaftlich eine Beziehung hatten (ohne Kinder), heirateten und waren nach weiteren 1-2 Jahren wieder geschieden und trennten sich.

Warum? Weil man irgendwie wohl aufgibt sich für den anderen zu sorgen, nicht mehr den Respekt aufbringt (bzw. diesen nach Eheschließung zu verlieren) und eben der Grundgedanke an "miteinander" weit weniger wohl in unwichtigkeiten versinkt, wenn man dann verheiratet ist.

Wegen der "Vertretungsbefugnis" kann ich das auch bei jedem anderen machen lassen in einer Patientenverfügung. Da kann ich Max Mustermann eintragen, wenn dieser vertretungsbefugt sein soll in krankenfragen oder finanziell...

Mir bringt ne Ehe überhaupt nix. Liebt man sich, braucht es keine Ehe.
Liebt man sich eines Tages nicht mehr, kann man ohne viel Aufwand und Kosten voneinander sich trennen.

„Osterode am Harz“ (Pseudonym)

Das langjährige Beziehungen kaputt geheiratet werden ist ein interessanter Aspekt.

Ich fand und finde heirate für kinderlose unnötig.

Allerdings bin ich seit einer Weile mit der Frau zusammen, die meinen Namen tragen möchte.
Und nicht weil es für irgendetwas gut wäre, sondern weil wir, ohne Antrag oder sonstigen Schmus, als natürlichen Gang der Dinge betrachten.
Weil wir es so wollen.

„Radebeul“ (Pseudonym)

Heiraten definitiv ja, wenn es passt.
Aber meinen Nachnamen bin ich nicht mehr bereit abzugeben.

„Syke“ (Pseudonym)

@Erich Gelegentlich...in seltenen Fällen... hast du eigentlich ganz vernünftige Ansichten. ;)

Die Ehe wird heute fast nur schlecht geredet, es wird kein Sinn drin gesehen und wirklich ein Versprechen zu halten, ist in dieser Zeit wohl auch mehr ein Glücksspiel.
Ich finde es Schade, die Ehe ist ein Versprechen für einander da zu sein. Nicht nur die ersten neuen Jahre. Kommt Routine ein, gehts nicht so gut, schwubs schaut man sich im Netz schonmal um.
Dann die Sprüche die eine Ehe ehr negativ stehen lassen, lässt das Modell sterben.
Und wenn Ehe, wird sie nicht geschätzt, klappt nicht? Scheidung und nächste/r bitte. 2-3-4 mal verheiratet sein ist ja keine Seltenheit mehr.

Finde es schade, das doch heute sich jeder sich selbst ist, den Partner/in als auswechselbares Medium sieht. Passt nicht, weg damit.
Wer bindet sich schon gerne auf Lebenszeit an einen Partner der/die altert wo man selbst vielleicht noch fit bleibt......

Drum ist die Ehe nichts mehr wert was sie früher aber war.