Habt ihr einen wirklichen Feind?

in „Rundum Leben“

Zu diesem Thema gibt es 128 Antworten

Das ist doch einfach, ich betrachte fast alle Menschen als Feinde.
Der Mensch an sich ist in seiner Zerstörungswut und seiner rückläufigen Entwicklung der größte Feind, den man als Lebewesen auf diesem Planeten haben kann. Nichts und niemand ist so gewissenlos, egoistisch und ohne Sinn wie wir Menschen.
Es gibt für mich nur einzelne positive Ausnahmen von dieser Regel, aber ich betrachte den Mensch als Summe oder anonyme Ansammlung immer als feindlich.

Für mich ist das aber nicht schlimm, denn im Grunde geht es mir wie Karla. Auch mein Hass auf Menschen hat mich über viele Abgründe getragen und mich zu dem gemacht was ich heute bin. Auch ich bin ein Mensch, aber ich sehe unsere Fehler und bin nicht einverstanden mit der Richtung in die wir uns entwickeln. Ich allein kann diesen Prozess jedoch nicht aufhalten.
Die Abneigung und der Hass auf Menschen im Allgemeinen sorgt aber dafür vor dieser Tatsache nicht ohnmächtig zu werden...

„Pirmasens“ (Pseudonym)

@Cop Das erklärt einiges.

„Hattersheim am Main“ (Pseudonym)

Diese Lebenseinstellung stelle ich mir sehr anstrengend und einsam machend vor Cop.
Im Grunde verstehe ich es so, dass Du dein eigener Feind bist :-(

@ Sunny B.
Ich sagte bereits, jeder Mensch ist ein Feind und auch ich bin ein Mensch. Es gibt für mich nur feine Abstufungen darin wie schlimm die Menschen wirklich sind. Ich denke nur echte Liebe, wie die zu seinen Eltern oder Familie kann diesen Hass auf Menschen überwinden. Für diese Menschen empfinde ich auch keine Abneigung sondern Dankbarkeit.

Trotzdem kann die Menschheit als ganzes weder meinem moralischem noch meinem Leistungsanspruch gerecht werden.
Das ist auch nicht sonderlich anstrengend, weil man weiß was einen erwartet und man erhält viel Bestätigung.
Im Grunde muss man nur dafür sorgen, dass der Hass die Resignation überwiegt um selbst handlungsfähig zu bleiben.

„Hattersheim am Main“ (Pseudonym)

"..echte Liebe...kann Hass auf Menschen überwinden.." Ich wünsche dir das Cop. Denn in Hass zu leben ist keine Alternative.

„Pirmasens“ (Pseudonym)

@Cop Es erklärt auf jeden Fall den hohen verbalen "Basis-Agressionslevel", den du so in Diskussionen an den Tag legst. Es klingt für mich wie eine Art der Bewältigungsstrategie für etwas, das dir mal im Zwischenmenschlichen passiert ist. Gerade wenn du sagst, dass du glaubst den Hass zu brauchen, um handlungsfähig zu bleiben. Es tut mir sehr Leid für dich, das du so empfindest @Cop, auch wenn du das vermutlich gar nicht verstehen wirst. Dadurch, das du nicht auf einem positiven oder neutralen Level ihnen gegenüber bist, wenn du Leuten begegnest, entgeht dir viel.

@ Sunny B.
Denn in Hass zu leben ist keine Alternative.
Wieso nicht? Legst du das so fest oder sprichst du in dem Fall nur für dich?


@ Hanna
Da muss nichts bewältigt werden. Es ist einfach eine fest stehende Erkenntnis, die sehr oft bestätigt wurde. Das Verhalten der Menschen und auch deins in vielen Fällen passt eben genau ins Schema und ich habe mir abgewöhnt darauf Rücksicht zu nehmen.
Wieso sollte mir etwas entgehen, wenn die Anspruchshaltung dieser Menschen nicht im entferntesten zu meiner passt? Für mich klingt es eher so, als ob die Menschen sich unwohl oder ertappt fühlen würden?
Wenn mich Menschen nicht mögen, dann kann ich es ihnen nicht verübeln, es geht mir wahrscheinlich genauso. Nur durch "Reden" werden sie mich aber nicht vom Gegenteil überzeugen können.

„Holzminden“ (Pseudonym)

@ShadowCop

ich bin jetzt keine hobby-psycho-tante, die dein leben verbessern will.

ich frag mich nur, wie du schlafen kannst und was aus deinem hass wird. ob der mal in wut überspringt und was dann daraus wird. weil täter haben immer eine motivation für ihre tat und ziehen die dann mit aller kraft durch.

ich persönlich würde dir mal den gedanken geben, dich mit einer "zeitreise für arme" zu beschäftigen. das ins kleinste durchzuforschen und das risiko eingehen und die vielleicht antreten.

zeitreise für arme ist sich einfrieren zu lassen uns in der zukunft wieder aufgetaut und repariert zu werden. nur leider weiß keiner, wie die zukunft wird. es ist also ein risiko.

@ stace-t
Ich bin ein ganz klarer Pazifist was körperliche Gewalt angeht und immer so erzogen worden.
Es könnte höchstens mal eng für den Menschen werden, der mich zu sehr reizt.
Wenn man mich also reizen möchte und mich zur Notwehr zwingt, dann könnte es sein, dass diese bedingt durch den Hass härter ausfällt, als es angemessen erscheinen würde. Damit hätte ich aber moralisch kein Problem, denn dies hätte sich der "Täter" also der Grund meiner Notwehr dann ja selbst zu zuschreiben. Ansonsten kann ich mich verbal sehr gut verteidigen wie du siehst. ;)

Das mit deiner Zeitreise kannst du ja gerne mal ausprobieren, aber wenn man Menschen hasst und diesen das Vertrauen abspricht, dann lässt man sich nicht von diesen gleichen Menschen einfrieren. :D

@shadow Cop :
Ich kann deine Einstellung gut verstehen und Handhabe es ähnlich . Menschen sind für mich das Übel dieser Welt . Aber die Ausnahmen gibt es . Finde es auch nicht schlimm , ich denke du kannst wie ich sehr gut damit leben und schlafen . Und Hass habe ich dabei nichtmal sondern einfach eine Abneigung den Menschen gegenüber die Geld , ansehen als Ziel ihres Lebens betrachten und damit den richtigen Weg vergessen .

„Osnabrück“ (Pseudonym)

Hass kostet viel zu viel Energie und meine Zeit ist mir zu wertvoll um meine Gedanken an jemanden zu verschwenden.Da finde ich die absolute Gleichgültigkeit und das ignorieren dieser Person für mein Wohlbefinden besser...und es gibt ganz ganz sicher auch in meinem Leben schlimme Personen.

„Ennepetal“ (Pseudonym)

Einen richtigen Feind habe ich nicht. Klar, es gab mal Zeiten wo es so war, das ich einen Menschen so abgrundtief gehasst habe das es schon nicht mehr lustig war. Viele Menschen haben mich enttäuscht und hintergangen und das lässt seine Spuren.. aber mittlerweile bin ich reif genug um zu verstehen, dass es kommt wie es kommen soll. Ich hab mittlerweile diese Menschen aus meinem Leben gestrichen und empfinde ihnen gegenüber gar nichts mehr, nicht mal den Hass den ich früher verspürt habe. Sie interessieren mich nicht mehr und mit der Zeit erkennt man auch, dass dieser Hass einfach nur vergeudete Energie war. Ich lebe mein Leben und sie Ihres und so soll es auch bleiben :)

„Bad Nauheim“ (Pseudonym)

Mmm einen Feind, ich frage mich gerade wie ich das definieren soll? Ich verbinde mit Feind einen Menschen der mir aktiv massiv schaden will. Eine Art Aggressor ..ich hatte solche Menschen in meinem Leben. Nicht viele aber ja da waren welche. Sie sind aber kein Teil mehr meines Universums. Und sie haben den Einfluss längst verloren mir schaden zu können. Aktuell würde ich also sagen: Derzeit habe ich keinen Feind :-) zumindest keinen von dem ich wüsste. Aber wer weiß

Ich sehe niemanden als meinen Feind. Menschen, die für mich in irgendeiner Form negativ behaftet sind, versuche ich weitestgehend aus meinem Leben auszuschließen. Vor allem aus meinen Gedanken. Warum sollte ich mich mit Negativem beschäftigen? Das zehrt doch nur unnötig Energie, die man besser auf Schönes verwenden kann.

Es gibt ein paar Damen, die mir wohl nichts Gutes wünschen ;D
Aber das liegt nicht in meiner Person begründet, denn um mich deshalb zu hassen, müsste man mich ja persönlich kennen. Aber es gibt da halt diesen "Berührungspunkt", den man mir nicht gönnt... :,D

„Hattersheim am Main“ (Pseudonym)

Ich bin froh keinen richtigen Feind zu haben, denn auf diese Art von Aufmerksamkeit kann ich dankend verzichten.

Crazyshine lass dich nicht ärgern, Missgunst ist einfach ein mieser Charakterzug, die Leute sind eigentlich zu bemitleiden.

„Hattersheim am Main“ (Pseudonym)

Dann bist Du echt ein Stück weiter als ich, denn mich tangiert so was meist doch noch ein bisschen. Ich übe mich also immer noch in Gelassenheit, wenn andere mir Schlechtes wollen. WUUUUUUUSAAAAAAAAAAAAAAA ;-)

Das kenne ich, denn mir ging es früher nicht anders. Aber irgendwann habe ich mir echt bewusst gemacht, dass ich mich nicht über Dinge ärgern sollte, dich ich nicht verantwortet habe und daher auch nicht ändern kann. Wenn es dann noch Menschen sind, die gar nicht in mein Leben gehören, mir also nicht wichtig sind, gebe ich ihnen gar nicht erst diese Macht, dafür zu sorgen, dass es mir schlecht geht.
Du schaffst das auch! Bist doch schon auf einem guten Weg, wenn es dich schon nur noch ein bisschen tangiert :)

„Hattersheim am Main“ (Pseudonym)

Guter Denkanstoss crazyshine, danke!

Naja ich finde man sollte aber "Missgunst" auch nicht mit Hass verwechseln.
Hass ist auch etwas, das den Antrieb aus sich selbst heraus nimmt. Im Grunde verbraucht das keine Energie und ich befasse mich mit diesen Gedanken immer nur dann, wenn sich da auch eine Schnittstelle bietet. Alles andere wäre blinde "Rache" und diese zehrt eben an uns und verbraucht Energie.
Sie beschäftigt die Menschen auch dann, wenn nur geliebte Menschen um uns sind und das sollte man vermeiden. :)

Im übrigen halte ich Ignoranz und Gleichgültigkeit für zwei gefährliche Eigenschaften, weil sie den menschlichen Charakter vergiften. Man kann eben authentisch nicht nur einer Person oder einer Sache gegenüber gleichgültig sein sondern man wird es insgesamt. Wenn man diesen Weg wählt, dann stumpft man ab, aber nicht nur gegenüber den Menschen oder Dingen die man von sich fern halten will, sondern gegenüber allem. Es scheint am Anfang eben sehr leicht, aber das Ergebnis war noch für die wenigstens Menschen richtig gut. Entweder sollte man meiner Meinung nach klare Fronten schaffen und diese auch halten oder nachgeben.

„Ingolstadt“ (Pseudonym)

Hm...also ich kann nur für mich sprechen. Aber mir können einzelne Personen gleichgültig sein und es fällt mir auch nicht schwer, diese zu ignorieren. Und ich bin alles, aber kein Mensch, der im Allgemeinen abgestumpft ist oder ignorant ;)....da ist eben jeder anders . Ich denke, wenn einem auf Zwang alles egal sein soll, weil man die eigene Wut oder andere ähnliche negative Gefühle ablehnt und aus welchen Gründen auch immer nicht fühlen mag, dann kann das gut sein....aber wenn mir etwas ehrlich egal ist...z.B. die Argumente eines Rechtsradikalen oder jemand, mit dem ich nicht auf einen Nenner komme, dann kann ich das gegenüber einfach sein lassen Es ist mir im Grunde dann nicht wichtig, ich muss mich mit diesem Menschen, bzw. werde mich mit diesem Menschen dann einfach nicht abgeben. Das erleichtert mein Leben ungemein...ich rege mich einfach mehr aus, je mehr ich in meiner Mitte stehe...kann zur Seite treten, und das Leben Lehrmeister spielen lassen( so sagt man doch so schön ;))

„Bad Nauheim“ (Pseudonym)

Also ich glaube Hass ist sowieso ein ziemlich intensives großes Gefühl. Ich kann sagen, selbst die Feinde in meinem Leben aus der Vergangenheit, nicht mal die habe ich gehasst. Schmerz, Traurigkeit, Verletzung, Angst, Wut, Verzweiflung...ja aber Hass? Nein , und ich glaube auch das ist alles andere als gesund. Und ich finde das eine sehr gute Eigenschaft @Sternentänzerin " zur Seite treten und das Leben Lehrmeister spielen lassen" Daumen hoch :-)

Das Leben lehrt aber nicht nur die anderen, sondern eben auch einen Selbst. ;)
Eben weil Hass ein so großes Gefühl ist, kann es eben auch eine Menge bewirken.
Die Menschen brauchen oft einen Anstoß um eine Veränderung oder eine Bewegung zu vollführen. Das kann durch positive oder eben negative Gefühle geschehen. Beides kann zumindest zu einem guten Zweck genutzt werden. :)

„Bad Nauheim“ (Pseudonym)

@S...cop gib mal ein Beispiel wo durch Hass eine positive Veränderung oder Entwicklung ausgelöst wurde... jetzt bin ich gespannt :-)