
„Mecklenburg“ (Pseudonym)
Natürlich MUSS niemand etwas.
Ich bezog mich nur auf das "Fremdgehen hilft, bei der großen Liebe zu bleiben". --> Ich bin der Meinung, wenn es die große Liebe ist, BRAUCHE ich das gar nicht. (jetzt besser?)
Für mich macht diese Theorie einfach keinen Sinn, außer ich suche mir jemanden für's Fremdgehen aus, dessen Sex so grottenschlecht ist, dass ich sehr gerne zu meinem Partner zurückgehe und schätze, was ich an ihm habe! ;-)))
Für mich gibt es da nur den Satz "Liebe ist, wenn Treue Spaß macht". Dann interessiert mich kein anderer Mann.
Aber das ist nur meine bescheidene Meinung.

„Ruhr“ (Pseudonym)
"Liebe ist, wenn Treue Spaß macht", dass unterschreibe ich gerne. ;)
Add:natürlich haben Menschen, denen man eine gewisse Attraktivität bescheinigen würde, auch mehr Gelegenheit ;-)
Jein, ist diese Wahrnehmung vielleicht Teil des Problems? Das du, würdest du keine Flirts mehr wahrnehmen können, das Gefühl haben, nicht mehr attraktiv zu sein?
Ansonsten kann ich dir - aus eigener Erfahrung ;) - versichern, dass auch recht durchschnittlich aussehende Menschen so ihre Chancen haben. Ob man als attraktiv wahrgenommen wird, hat viel mit dem Auftreten zu tun und ob man anderen das Gefühl gibt "verfügbar" zu sein. Eine starke Kopplung von "Fremdwahrnehmung" an die Eigenwahrnehmung ("So sehe ich mich") kann schon dafür sorgen, dass man immer mal einen Flirt oder das Fremdgehen "braucht". Das wäre dann auch etwas, was man natürlich nicht mit der eigenen Partnerin/dem Partner besprechen könnte.

„Rüsselsheim am Main“ (Pseudonym)
Amen
finde diese Diskussion inzwischen lächerlich...sorry... jetzt werden auf einmal Lebenserfahrung/Alter/Selbsterfahrung hinterfragt... nicht als eigene Meinung zu gelassen... und den sog. Verfechtern des "fremdgehen“ zu unterstellen...man kann nur deshalb dieser Meinung sein, weil es am eigenen Leib erlebt hat... ist so etwas von daneben. ist komplett fernab von jeder Realität.
Könnte hier einige Erfahrungsberichte zu diesem Thema kund tun... die ich durch meine langjährige gesammelten Lebensberichten erfahren habe... warum es Paare gibt...die sich sexuell einen andern Partner/in suchen... aber diese liegt mir fern...
und es wird von uns auch nicht behauptet, wir heißen so etwas generell für gut oder in Ordnung. Nein nur unter gewissen Voraussetzungen... kann es für eine Partnerschaft gut und hilfreich sein... auch wenn es heimlich und nicht offen praktiziert wird... auch dafür gibt es gute Gründe... denn es heiß nicht...ich liebe meinen Partner/in nicht...oder nicht mehr so wie früher... denn es heißt gerade deswegen... liebe ihn/sie und möchte ihn/sie nicht verletzen und auch nicht verlieren...
so etwas kann nur wirklich nach vollzogen werden... wenn man sich mal ausgiebig und Fachlich mit diesem Thema aus einander gesetzt hat!!!
Und dennoch muss es nicht jeder akzeptieren... aber man sollte Meinungen und Statements anderer tolerieren!!!

In einer guten Beziehung sollte man mit dem Partner über dieses Defizit reden (können). Dann müsste man dieses Defizit wohl ausräumen können oder eine andere (kreative) Lösung dafür finden wenn denn sonst alles stimmt.

„Ruhr“ (Pseudonym)
@she Der erste Hinweis auf darauf, das man möglicherweise eine gewisse Meinung vertritt, weil man selbst schon einmal in der einen oder anderen Lebenssituation war, kam von Amazing. (Getroffene Hunde bellen am lautesten... ;-))
In einer Diskussion tauscht man Statements aus und es muß nicht zwangläufig ein Konsenz gefunden werden, deshalb ist eine Diskussion nicht nicht gleich lächerlich.
Genau so, wie man der Meinung sein kann, dass die Situation die Mittel heiligt, kann man der Meinung sein, das Fremdgehen grundsätzlich falsch und ein Mangel an Offenheit gegenüber dem aktuellen Partner ist.
Ich finde es interessant zu erfahren, WARUM wirklich jemand fremdgeht, aber das war bisher noch nicht wirklich Thema dieses Threads. Muffins Argumentation bzw. ihre Geschichte und die Schlüsse, die sie daraus gezogen hat, kann ich nachvollziehen.

Genau so sehe ich das auch @Babe...
@Muffinqueen...ein kleines Bisschen möchte ich deinen Satz noch modifizieren:
--> Ich bin der Meinung, wenn es die große Liebe ist, WILL ich das gar nicht.
Ich denke, wer wirklich Liebe lebt und mit seinem Partner glücklich ist, der hat gar keine Gedanken ans Fremdgehen...ist zumindest für mich so...

„Lüneburger Heide“ (Pseudonym)
na warum sollte mensch wohl fremdgehen? macht spaß und is gesund, oder so ;)

„Strausberg“ (Pseudonym)
Ich denke, der erste Grund, warum jemand fremdgeht, ist die unwiderstehliche sexuelle Attraktivität des jeweils anderen im Verhältnis zum eigenen Partner - so kompliziert ist das doch nicht, oder ? :-)

„Ruhr“ (Pseudonym)
Hmm...da bleibt dann nur die Frage: War/Ist die Partnerin/der Partner schon immer attraktiv/unattraktiv gewesen? Und wenn nicht: Ab welchem Punkt war sie/er es?

„Strausberg“ (Pseudonym)
Attraktivität kann man schon alleine durch den Alltag verlieren...aber im Grunde ist es doch einfach nur ein Reiz, ein Flirt...eine Anziehungskraft. Das muss nicht automatisch am Verlust der Attraktivität des Partners liegen, der andere ist eben auch irgendwie reizvoll.

Für mich wäre das dann der Punkt, an dem die Beziehung zu überdenken ist....entweder es findet sich ein neuer gemeinsamer Weg und die einstige Anziehungskraft stellt sich wieder ein...oder es geht eben nicht mehr gemeinsam weiter....

@mariposa:
Menschen und Beziehungen entwickeln sich, und manchmal läuft etwas auseinander, ohne dass irgendjemand eine "Schuld" trägt. Dann wandelt sich eine vorher geliebte Eigenschaft, vielleicht die "Beschützerrolle" des Mannes, in die Einengung der eigenen Entwicklung. Oder die entzückende Kindlichkeit der Frau in albernes Gegackere...jeweils aus der Sicht des Anderen.
life is life...
Attraktivität liegt ja immer im Auge des Betrachters, das betrachtete Subjekt muss sich nicht zwingend verändern, um anders zu wirken.
Nachtrag: Sexuelle Attraktivität hat viel mit dem Geruchssinn zu tun. Und der wiederum wird unter anderem von der Hormonlage bestimmt. Es kann z. B. sein, dass eine Frau in der Menopause ihren Mann nicht mehr "riechen" kann. Und ihn darum nicht mehr liebt. Oder er sie nicht mehr.

„Strausberg“ (Pseudonym)
Hmmm...Seangel, das heißt also die Sexualität bestimmt irgendwie über das Wohl und Wehe der Beziehung ? Ob das der richtige Weg ist, weiß ich aber nun auch nicht... ;-)

@Stefan: Geht es beim "Fremdgehen" nicht hauptsächlich um Sexualität? Ich verstehe es jedenfalls so.
Edit: Ohne Sexualität ist es keine Beziehung mehr. Sondern eine Freundschaft. Nur meine Ansicht...

@Stefan32...offenbar willst du es drehen und wenden wie es dir gefällt...
Die Sexualität ist ein wichtiger Bestandteil einer Beziehung. Wenn ich mit jemandem eine Beziehung lebe, dann hat Sexualität für mich nur innerhalb dieser Beziehung stattzufinden. Drängt es einen der Beiden dazu, sich nach außen zu orientieren, dann stimmt in der Beziehung irgendwas nicht.
Wenn jemandem seine Beziehung wirklich etwas bedeutet, dann wäre es doch viel sinnvoller, mit dem Partner gemeinsam nach einer Lösung zu suchen....
Da du ja hier eine Affaire suchst, würde mich schon mal interessieren, was dir deine Beziehung noch bedeutet....

„Schwelm“ (Pseudonym)
also ich für meine teil habe mich in jungen jahren genug ausgetobt und möchte heute einen mann der mir in jeder beziehung treu ist...was ich natürlich dann auch uneingeschränkt zurückgebe.
was ich aber in den 2 jahren die ich bei rf bin mehrfach feststellen musste das hier einige männer sind die sehr früh geheiratet haben und nun meinen sie müssten nun einiges nachholen.
aber natürlich wollen sie ihre ehe auch nicht in den sand setzten.....den da ist das haus ,die kinder und dann müssten sie ja ihre bequemlichkeit aufgeben.

„Strausberg“ (Pseudonym)
...nennt man das nicht argumentieren ? :-)
Ich liebe meine Partnerin sehr - und habe es dann eben nicht geschafft, einen gemeinsamen Lösungsweg zu finden- wie sollte der denn beispielsweise aussehen ? Wenn andere das schaffen, ist das für mich okay, und sogar löblich. Ich habe ja nichts gegen lebenslange Treue, es entspricht sogar eine romatischen Wunschvorstellung. Aber da gibt es eben noch mehr Dinge im Leben, die man sich anders wünscht, aber nunmal nicht so hinbekommen hat...

hm...Stefan32...denkst du denn wirklich, es wird besser, wenn du eine Affaire hast?
Wenn du sie wirklich sehr liebst und diese Liebe gegenseitig ist, dann wird sich auch ein gemeinsamer Lösungsweg finden.
Eine Affaire macht es auf jeden Fall nur noch schlimmer...

„Ruhr“ (Pseudonym)
Sexualität ist ein enormer Faktor, wenn es darum geht die Bindung zwischen zwei Menschen aufrecht zu erhalten.
Beispiel:
Ein Paar streitet sich z.B. über Inneneinrichtung oder das liebe Geld. Beide sind in Rage und haben ein Funkeln in den Augen. Dann auf einmal zieht er sie an sich und sie schlafen miteinander auf der neuen, viel zu teuren Couch, die bestellt hat.
Beim/nach dem Sex wird das Kuschelhormon Oxytocin ausgeschüttet. Keiner von beiden wird sich am nächsten Morgen noch an den Streit in all seiner Härte erinnern. Die Erinnerung an den Moment der Vereinigung dominiert.
Sex ist auf hormoneller und seelischer Basis manchmal die Lösung für Dinge, für die es auf logischer Ebene keine Lösung gibt. Deshalb ist für eine Beziehung auch gefährlich, wenn man diese befreiende, esktatische Gefühl nicht mehr in der Paarbeziehung erlebt bzw. woanders besser und prickelnder erlebt.

„Wildeshausen“ (Pseudonym)
huch, das ist aber eine sehr biochemische erklärung... durchaus nachvollziehbar...

„Wildeshausen“ (Pseudonym)
klingt für mich, als ob es fast schon eine strafe für manchen menschen sein muss, in einer monogamen beziehung zu leben: ist es wirklich soooo schlimm, nicht mit hinz und kunz ins bett gehen zu können - als ob sich das ganze leben nur um den austausch von körperflüssigkeiten drehen würde - ich kann mit an sicherheit grenzender warscheinlichkeit ausschliessen frigide zu sein, aber es gibt doch wirklich wichtigeres, als einen onenightstand... so viel ich weiß, haben "die anderen jungs" auch nur das, was der leibe gott allen männchen gegeben hat ;-)

„Ruhr“ (Pseudonym)
Wie sagte ein Ex-Date von mir (Medizinstudent) mal so schön: Wenn man sich einmal mit den ganze Keimen, Viren und Bakterien beschäftigt hat, die da eine Rolle spielen, hat man keine Lust mehr aufs Fremdgehen.... ;)

@mariposa: hatten wir da nicht mal einen thread passend dazu? *grübel*

„Schurwald“ (Pseudonym)
also ich kann dazu nur nochmal sagen: wer in Absprache mit dem Partner eine offene Beziehung leben mag, um die Sexualität prickelnder zu gestalten, soll das tun, aber ich habe bisher noch keine Antwort auf die Frage gelesen, wie es die Liebe fördern soll, wenn ich meinen Partner belüge und hinter seinem Rücken fremdgehe. Das hat doch nix mit Liebe und Rücksicht auf den Partner zu tun - ich glaube nicht, dass irgend jemand sich das ernsthaft von seinem Partner wünschen würde - sondern viel eher mit Feigheit und mangelnder Konfliktfähigkeit, Bequemlickeit und der mangelnden Bereitschaft, die Konsequenzen seines Handelns zu tragen (nennt man auch Rückgrat) auf Seiten des Fremdgängers zu tun. Er oder sie handelt damit respektlos gegenüber seinem /ihrem Partner/in, weil er oder sie dem/der Partner/in die Möglichkeit nimmt, seine/ihre eigenen Entscheidungen darüber zu treffen, ob er/sie eine offene Partnerschaft leben will, und ihm/ihr statt dessen den eigenen Willen ungefragt aufzwingt - Und das soll dann Liebe fördern?
Das Problem liegt in meinen Augen darin, dass viele Menschen als Beziehungspartner eine eierlegende Wollmilchsau haben wollen, die ihnen jedes nur mögliche Bedürfnis erfüllen kann, statt einen realen Partner mit allen Stärken und Schwächen anzunehmen. Sobald irgend etwas nicht mehr so funktioniert, wie z. B. der Sex, wird ein ausserhalb der Beziehung Ersatz gesucht, ohne es sich aber mit dem Hauptpartner verderben zu wollen...das ist nichts anderes als egoistische, verantwortungslose Bedürfnisbefriedigung die eher mit frühkindlichem Egozentrismus als mit erwachsenem, partnerschaftlichem Sozialverhalten zu tun hat...
Leider ist es in unserer Gesellschaft nicht mehr sehr en vogue Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen und das nicht nur im Bereich partnerschaftlicher Beziehungen, sondern in vielen Lebensbereichen...

„Strausberg“ (Pseudonym)
So hat halt jeder seine Ansichten - und das ist auch das schöne im Leben...oft darf man tun und lassen, was man möchte. Nur für mich steht fest, das "es lassen" ein sicherer Verlust ist, es "zu tun" nicht unbedingt ein Gewinn.