Fremdgehen hilft, bei der großen Liebe zu bleiben...

in „Rundum Leben“

Zu diesem Thema gibt es 109 Antworten

„Ruhr“ (Pseudonym)

Naja, das hört sich zwar gut an, ist aber auch sehr pauschal:

Was wäre denn wenn dein Mann und deine beste Freundin fremd gehen würden?

Was wäre, wenn deine 16jährige Tochter die den 40jährigen verheirateten Schmalz-Politiker von nebenan als neuen Freund vorstellen würde und du hört, dass sie jede Nacht Matratzensport betreiben?

Was wäre er dazu noch dich anbaggern würde und du gerade von deinem untreuen Mann genervt wärst?

Es gibt eine Menge was man unter "leben und leben lassen" verbuchen kann, aber nicht muß.

„Radolfzell am Bodensee“ (Pseudonym)

@Mariposa, ich wiederhole mich gerne:

Ich habe nicht das Recht, jemanden für seinen Lebensstil zu verurteilen.
Jeder sollte das Recht haben, sein Leben so zu leben wie er/sie das gerne möchte!

Und wenn das für Dich pauschal klingt... OK.
Es ist meine Meinung.

„Ruhr“ (Pseudonym)

Es ist gnädig, das du dich wiederholst, darum will ich dir meinen Standpunkt auch näher erläutern:

Es gibt Dinge, die sind legal, aber nicht legitim.

Das sind z.B. immer solche Dinge, bei denen der eine (z.B. wie beim Fremdgehen) Entscheidungen für den anderen trifft z.B. das man auf einmal statt einer monagamen eine offene Beziehung führt.

Ich halte es im Grund mit Kant:

Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.

Ich möchte nicht betrogen werden, deshalb betrüge ich nicht und verurteile mangelnde Offenheit in einer Beziehung. Bedenke immer, das das, was du toleriert auch Bestandteil deiner Welt werden kann. Meine Position mag sich etwas untolerant anhören, aber wer für alles offen ist, ist auch einfach manchmal nicht ganz dicht.

Wenn du, wie du immer wieder propagierst, seit 30 Jahren in einer glücklichen Paarbeziehung lebst, hast du vielleicht auch einfach manchmal keinen Bezug mehr zu dem Dating- und Beziehungsterror, den andere hier erleben. Betrügen und betrogen werden, Unsicherheit und verletzte Gefühle sind da an der Tagesordnung. Auch wenn ich durchaus mit "Aufreißern" befreundet bin und sie auf menschlicher Ebene mag, so verurteile ich doch das, was sie tun und werde zum Bluthund, wenn sie versuchen einer Freundin von mir weh zu tun. ;) Nein, ich bin nicht tolerant, wenn es darum geht, das bewußt die Gefühle anderer Menschen verletzt werden und ich verurteile dass, im Grunde (zurück zu Kant) weil ich nicht möchte, das mir das passiert.

Aus einer gemütlichen Position am Kaffeetisch ist es recht einfach, zu "leben und leben zu lassen". Die Frage ist immer noch, ob du so tolerant wärst, wenn es DEIN direktes Umfeld betreffen würde, oder ob dir nicht nur deine aktuelle Lebensituation diese Toleranz ermöglicht.

Ich finde die Formulierung "solange dabei niemand verletzt wird" auch immer etwas zweifelhaft, wird denn niemand verletzt wenn das Fremdgehen nicht auffliegt nur weil die hintergangene Person ja nicht weiß, dass ihr Vertrauen verletzt wurde? Das halte ich persönlich für falsch.

Wenn sich alle beteiligten Personen einig sind ist das was anderes aber alles was heimlich geschieht erhöht vllt. den Reiz des Verbotenen ist aber immer mind. einer Person ggü. unfair. Und wenn ich jemanden unfair behandele kann ich ja schlecht gleichzeitig behaupten, dass es meine große Liebe ist.

„Rüsselsheim am Main“ (Pseudonym)

@Mariposa...nur weil eine vllt. geringe Anzahl von usern hier...in einer langen glücklichen Beziehung leben... leben wir nicht auf einem anderen Stern, in einer anderen Welt.

Selbstverständlich wünscht man niemanden dass er verletzt wird... oder betrogen wird... dennoch gibt es und es wird immer wieder Gründe geben, warum man fremd geht... und wir haben entsprechend unsere eigenen Meinungen zu diesem Thema.
Auch unsere Ansichten mögen nicht alle teilen... aus welchen Grund auch immer... aber du darfst uns trotz langjähriger Partnerschaften... ein gewisses Maß an Erfahrungen, Kenntnissen und vllt. auch Weisheiten zu trauen.

Setze für diese Thema meinen Schlußkomentar fest... weil es nie zu einer gemeinsamen Meinung kommen wird.

„Schurwald“ (Pseudonym)

@Mariposa: sehe das ähnlich.

Leben und leben lassen - das ist prinzipiell auch meine Maxime, aber es gibt einen wichtigen Zusatz: solange man respektvoll miteinander umgeht und niemanden damit verletzt. Und Ehrlichkeit gehört unverzichtbar dazu...

Jemanden anzulügen und zu hintergehen hat absolut nichts mit Liebe zu tun, denn es zerstört jegliches Vertrauen, was wiederum Bestandteil der Liebe ist. Im gegenseitigen Einvernehmen außerhalb der Beziehung sexuelle Erlebnisse zu haben, wäre zwar nichts für mich persönlich, finde ich aber absolut in Ordnung, wenn andere es so leben...

„Radolfzell am Bodensee“ (Pseudonym)

@Mariposa, glaub' mir mal:

Auch wenn ich seit über 31 Jahren verheiratet bin und dies auch immer noch glücklich, heißt das nicht, daß ich keinerlei Bezug zu den "zwischenmenschlichen Dingen" habe... ^^

Ich sitze ganz gewiß nicht irgendwo in einem Glashaus und werde betütelt und behütet... ^^

Glücklich bin ich in meiner Ehe deshalb, weil mein Mann und ich auch schwere Zeiten GUT gemeistert haben!

Und genau das ist der Grund, warum ich heute sagen kann:

Leben und leben lassen!
Und das heißt noch lange NICHT das ich für ALLES offen bin, sondern ganz einfach, daß ich nicht das RECHT habe, jemanden zu verurteilen, der eine andere Auffassung von Ehe und Beziehung hat!

Wenn jemand eine Affäre, aus welchen Gründen auch immer, sucht, ist es ihm/ihr überlassen wie er/sie damit klar kommt. Letztendlich muß das jeder für sich vereinbaren!

Und was ich hier bereits in mehreren und verschiedenen Threads "propagiert" habe, zeigt deutlich, daß es auch in meiner Ehe Höhen und Tiefen gab!

Deshalb ist meine LEBENSerfahrung auch mein Credo... ^^

Wie in vielen Dingen des Lebens, gehen auch bei diesem Thema die Meinungen auseinander und das sollte man respektieren.

Ach ja... und dies schreibe ich jetzt nicht von einer gemütlichen Kaffeetafel aus... ^^

Wie schön, daß Sarkasmus und Ironie die Würze der Kommunikation sind... das Leben schreibt doch in der Tat, die schönsten Geschichten...

„Radolfzell am Bodensee“ (Pseudonym)

... hab ich doch glatt vergessen:

Mariposa, Du bist 29 Jahre jung... werde mal ein paar Jährchen älter und dann diskutieren wir nochmal über das Thema hier... ^^

Als ich in Deinem Alter war, hatte ich auch noch andere Vorstellungen vom "Leben an sich"... ^^

Und an dieser Stelle, schliesse ich mich SheDreams an:

>> ... Setze für diese Thema meinen Schlußkomentar fest... <<

„Ruhr“ (Pseudonym)

Wenn ich mal in dein Alter komme, hoffe ich, das ich nicht so überheblich bin, Menschen von jüngeren Menschen per se zu diskretieren. ;)

Kleine Ergänzung: Ich bin zwar jünger, habe aber auch schon langjährige Beziehungen hinter mir. Die gingen -trotz allen Höhe und Tiefen - so lange gut, wie man an einem gemeinsamen Strang gezogen hat, miteinander geredet und daran gearbeitet hat. Wenn einer von beiden anfängt "sein eigenes Ding zu machen" und Dinge zu tun, die den anderen verletzten könnten z.B. Fremdgehen ist es meist der Anfang vom Ende.

Fremdgehen ist nur für den Kick, für den Augenblick......
Oder ein guter Grund zu gehen, den man selbst nicht findet, weil man sich in den Sexualpartner ja verlieben könnte.

Amen! *g*

„Radolfzell am Bodensee“ (Pseudonym)

*lool*

Aber nicht doch... ;-) So alt mußt Du nicht mal werden... ;-)

Dein Beitrag eben, 14.08.2011 um 16:17, der vor überheblichem Sarkasmus und Ironie nur so trieft, kann nur mit gleichem Wortlaut kommentiert werden... wie heißt es doch so schön:

Getroffene Hunde bellen am lautesten... ;-)

Schönen Sonntag :-)

„Radolfzell am Bodensee“ (Pseudonym)

@Babe, deshalb schrieb' ich ja auch im allgemeinen:

>> Wie in vielen Dingen des Lebens, gehen auch bei diesem Thema die Meinungen auseinander und das sollte man respektieren. <<

Wenn jemand für sich sagt: Das kommt für mich niemals in Frage, so ist das doch vollkommen OK. :-)

Ich propagiere das Fremdgehen nicht... ^^

„Ruhr“ (Pseudonym)

Nein, Amazing, mir ist noch kein Partner fremdgegangen.

Vielleicht hast du schon deinen Mann betrogen und er hat dir verziehen?

Ein schlauer Mann hat Mal gesagt: "Das, was ich selbst denke und wie handeln würde, traue ich auch anderen zu."

Soviel zum Thema "überheblicher Sarkasmus"...

Dank deiner letzten Postings hat die MS Niveau in diesem Thread massiv zu sinken begonnen....

Ich habe mir nur erlaubt, einige deiner Redewendungen wieder aufzugreifen und bin dafür verantwortlich, was ich sage und nicht dafür, was du daraus machst. Ansonsten freue ich mich auf dein nächstes Schlußposting! ;)

PS: Wir sollten es nicht zu persönlich werden lassen. *Friedenspfeife anbietet*

„Luxemburg“ (Pseudonym)

Ich hatte schonmal geschrieben, dass das Leben mehr Farben hat, als schwarz, weiß. Und genauso hat jeder "Fall von fremdgehen" ganz sicher seine eigene/n Geschichte, Gründe, Gefühle usw.
Deshalb finde ich es ganz schwierig, so absolut von "fremdgehen an sich" zu sprechen und zu diskutieren und dann auch noch darüber zu streiten.
Wahrscheinlich hat jede Meinung und Betrachtungsweise seine Berechtigung. Insofern muss ich amazing beipflichten, wenn sie sagt, jeder nach seiner Facon.

„Radolfzell am Bodensee“ (Pseudonym)

@Morann, besser hätte ich es nicht formulieren können... Danke für Deinen Beitrag :-)

„Luxemburg“ (Pseudonym)

@Seaangel, na klar denke ich auch darüber nach. Ich bin doch hier kein Verfechter vom fremdgehen!
Dann hättest du mich falsch verstanden, bzw. ich mich falsch ausgedrückt.

@Morann...ich wollte auch nur verdeutlichen, dass diese lapidaren Sätze wie "leben und leben lassen" oder "jeder nach seiner Facon" ja nur die Seite des Fremdgängers zeigen...

...wer schon betrogen wurde, der weiß, wie schwer das zu verarbeiten ist und auch, dass man lebenslange emotionale Narben davonträgt....

Von daher finde ich solche Sätze einfach nur oberflächlich...

„Mecklenburg“ (Pseudonym)

Ich kann hier auch nicht rauslesen, dass Amazing grundsätzlich Fremdgehen gutheißt.

Grundsätzlich geht es hier (auch ihr) doch um die "Verurteilung" von solchen Menschen. Ich finde Fremdgehen ganz große Sch... (wenn sie heimlich passiert, aber ansonsten wäre es ja wohl auch nicht fremdgehen!), und trotzdem muß ich mir den Schuh selbst anziehen, da ich selbst einmal in eine Sache reingerutscht bin, von der ich es vorher nie gedacht habe.

Ich hatte .. und habe auch immer noch.. ziemlich moralische Vorstellungen vom Leben. Und trotzdem hab ich meinen Freund betrogen und nicht nur einmal. Ich habe dann aber auch meine Konsequenzen gezogen (nicht nur, weil ich eben selbst nicht damit umgehen konnte, ihn betrogen zu haben, sondern auch, weil ich eben merkte, dass mir das alles nur passieren konnte, weil meine Beziehung eben völlig instabil geworden war und deshalb der Fehltritt überhaupt passieren konnte).

Aus dem Grund gibt es natürlich den "erhobenen moralischen Zeigefinger", aber ich würde grundsätzlich erst mal niemanden von vornheherein verurteilen für's Fremdgehen. Vorsätzlich und immer wieder, das ist was anderes. Aber oft genug kennt man einfach nicht die Beweggründe oder die Umstände, die dazu führen.

Aber generell ist die These die in der Überschrift dieses Threads aufgestellt wird, für mich großer Unsinn... oder ein "sich etwas schönreden"...

Wenn es die große Liebe ist, muß ich nicht fremgehen. Wenn ich fremdgehe, dann stimmt etwas nicht in meiner Beziehung.

„Radolfzell am Bodensee“ (Pseudonym)

*seufz*... Danke Muffin... GENAUSO! ;-)

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„Strausberg“ (Pseudonym)

"Wenn es die große Liebe ist, muß ich nicht fremgehen. Wenn ich fremdgehe, dann stimmt etwas nicht in meiner Beziehung."

Dieser Satz ist insich nicht richtig...niemand "muss" fremdgehen, weder in einer funktionierenden Beziehung, noch in einer, die eben das eine Defizit hat.
Es ist zunächst mal kein Zwang, sondern eine freiwillige Entscheidung für ein sexuelles Abenteur mit vielen beachtenswerten Facetten. Nur als Beispiel mal die genannt, in der der/ dem Geliebten vorgemacht würde, das man sich bald trenne, und dann ganz für ihn/sie da wäre. So belügt man schon zwei Menschen, eventuell sogar drei - sich selbst.
Was mich aber am meisten stört ist immer die Schlussfolgerung, das etwas in der Beziehung nicht stimmt. In der Umkehrlogik bedeutet das also, wenn jemand treu ist, ist mit der Beziehung auch alles in Ordnung ? Das dies nicht der Fall ist, ist ja jedem klar.
Und das die meisten von uns nicht die "Betrogenen" sein wollen, dürfte auch klar sein. Aber die Eingangstheorie betrachtet das Thema, ob eine sexuelle Beziehung ausserhalb der Partnerschaft helfen kann, die offensichtlich immer noch vorhandene, starke emotionale Bindung zur Partnerin aufrecht zu erhalten. Und das kann (!) funktionieren...kann aber auch immer dazu führen, das man die Bindung ganz verliert. Hängt im Einzelfall immer von den Umständen ab, das ist doch klar.
Was man aber immer wieder heraushört, ist der moralische Zeigefinger... man möchte gar nicht wissen, ob die, die sich auf eine "20-30 jährige Beziehung" als Beweis der Antithese stützen, nicht vielleicht auch schon in den "Genuss" der o.g. Behauptung gekommen sind, ohne es zu wissen. Für keinen Menschen dieser Welt sollte man in Sachen "Triebe" die Hand ins Feuer legen, Gelegenheit macht Diebe, natürlich haben Menschen, denen man eine gewisse Attraktivität bescheinigen würde, auch mehr Gelegenheit ;-)