
@herrenlose Katze...natürlich kommt alles was recycled werden kann auf den Wertstoffhof, aber wie viel davon hat man denn und wie oft? Bei mir sind kürzlich zwei Radios durch Überspannung kaputt gegangen, einer ist 30 Jahe alt, der andere 40, die kommen natürlich zum Wertstoffhof. Hätte es aber diesen dummen Vorfall nicht gegeben, hätte ich auch keinen Elektroschrott und hätte die beiden Radios vermutlich noch viele Jahre gehabt.
Bücher und CD`s gebe ich normalerweise nicht weg, falls doch, verkauft sie meine Tochter auf Ebay. Fehlkauf-Klamotten habe ich so gut wie nie, falls doch, findet sich jemand, der sie mag oder aber sie werden zerschnitten und Kinderklamotten, Kissen oder sonstwas daraus genäht. Alte T-Shirts z. B. werden noch verwendet, um den Holzfußboden zu wachsen, das Auto zu polieren o.ä. und dann weggeworfen. Manches kann man auch klein schneiden und als Füllmaterial verwenden, wenn man Stofftiere oder Spieluhren näht. Doofe Geschenke sind im Bekanntenkreis schon lange abgeschafft, alle haben was sie brauchen, wir freuen uns, zusammen zu feiern aber wir schenken uns nicht gegenseitig überflüssiges Zeug...Ausnahme sind die Kinder, die bekommen was.
Kinderklamotten und Spielzeug sind natürlich Ausnahmen, aber die gibt es bei mir ja nicht mehr.
Ich hätte tatsächlich nichts, was ich zu so einer Organisation bringen könnte.

„Stolberg“ (Pseudonym)
Foodsharing stehe ich kritisch gegenüber, denn wie kommen die Produkte von A nach B ?
Fairteiler finde ich klasse, ich kenne einige junge Frauen, die Sachen tauschen. Für mich kommt das nicht in Frage, da ich viel zu heikel bin mit dem was ich habe und haben möchte.
Aber gerne schenke ich Dinge, welche ich nicht mehr haben möchte her. Bei uns gibt es die Aktion Hoffnung, dort kann man vieles abgeben.

„Jüchen“ (Pseudonym)
@seaangel, dass hast du für dich den perfekten Weg gefunden, alles zu verwerten. Wer nicht so kreativ und/oder handwerklich geschickt ist, macht es anders. Wichtig ist doch, dass nicht alles gleich in der Tonne landet. Ebay ist natürlich auch eine gute Lösung.
Und wenn ein paar mehr so denken würden, bzw. gleich am Konsumverhalten schrauben würden, sähe es schon ein wenig anders auf der Welt.

Nein herrenlose Katze...den Weg habe ich nicht für mich gefunden, ich habe nie einen anderen gekannt. Bin so aufgewachsen, habe es so weitergeführt und auch so an meine Tochter weitergegeben. Sie handhabt es genau so.
Schade, dass normales Verhalten nicht mehr normal ist...

Na da ist Seaangel nicht allein. Ich wüsste auch nicht, was ich da tauschen bzw weiter geben könnte. Essenstechnisch - wenn ich so überlege - habe ich dieses Jahr gerade mal einen Joghurt weg schmeissen müssen. Und das auch nur, weil der beim Öffnen verschimmelt war - gute Woche vor Verbrauchsenddatum. Bezeichnend fand ich aber irgendwo zu dem Thema Foodsharing gelesenen Satz - du willst am Sonntag eine Lasagne kochen und hast nur die Hälfte der Zutaten? Also ehrlich, ich würde niemals auf die Idee kommen, am Sonntag über eine Lasagne nachzudenken, wenn ich dafür nicht alle Zutaten habe. Normalerweise ist bei mir da was geplant und entsprechend eingekauft. Aber Überraschungen gibt es (unerwarteter Besuch, Planänderung wegen irgendwelchen unerwarteten Sachen usw.) - dann würde ich einfach mal schauen, was da ist - und daraus etwas "zaubern". Kann auch z.B. eine Lasagne werden - wenn ich aber kein Hack und keine passierte Tomaten, dafür aber Schmand/Sahne und Gemüse da habe, eben eine Gemüselasagne.
Fehlkauf habe ich auch nicht. Ich kaufe nur das, was mir passt und gefällt. Das ist dann anprobiert, von allen Seiten betrachtet und für gut befunden. Bei kleinsten Unsicherheit bezüglich brauchen/gefallen/Preis wird einfach nicht gekauft.
Sachen, die ich nicht mehr tragen kann, kann keiner mehr tragen. Wenn ich aus irgendwelchen Sachen rauswachse - diese aber noch in Ordnung sind - werden die Teile eingemottet und wieder rausgeholt, wenn ich da wieder rein passe. Da ich sowieso nicht nach Mode, sondern nach meinem Geschmack kaufe, kann ich das immer wieder tun. Es gibt in meinem Kleiderschrank Sachen, die mittlerweile 10-15 Jahre alt sind - da diese aber wenig getragen und klassisch im Design sind, kann ich die immer wieder weiter anziehen, auch nach paar Jahren Pause.
Aber ich finde es auch sehr gut, dass man sich darüber Gedanken macht und sich da gegenseitig hilft.

„Jüchen“ (Pseudonym)
Seid doch entspannt Mädels, wichtig ist doch, dass man/frau sich Gedanken macht. Wie das dann im Einzelnen aussieht, finde ich persönlich nicht so wichtig. Das Leben entwickelt sich. Was früher "normal" war, ist heute anders, oder nicht mehr so machbar für jeden. Kollektives Bewußtsein und ein wenig vor der eigenen Haustüre kehren scheint mir schon ein guter Ansatz.

lach herrenlose Katze...wir sind doch in dem Thema viel entspannter als du...für uns ist es selbstverständlich, wir müssen uns keine Gedanken dazu machen...

„Stolberg“ (Pseudonym)
Haben herrenlose Katzen eigentlich Haustüren vor denen sie kehren könnten? lach
Spass, Spass, Spass *

„Jüchen“ (Pseudonym)
Na bekanntermaßen haben ja nur Hunde Herrchen, Katzen dagegen Diener .... und wer wird dann wohl vor dem Katzenkorb kehren? *lach*