
„Wandlitz“ (Pseudonym)
Okay, das ist dann auch nicht gesund. Wobei ich dann auch daran zweifle, ob das für einen von beiden "eine gute Partnerschaft" ist, weil dann ja einfach gar nicht genug Interesse am anderen da ist, um Dinge miteinander zu lösen.

„Meschede“ (Pseudonym)
Ich musste jetzt gerade selbst erst einmal nachsehen, was ich hier momentan eigentlich suche, ah, es ist Nichts Bestimmtes. Wechselt sich immer mal wieder ab mit Feste Partnerschaft.
Die Formulierung Ich suche mit diesen Auswahlmöglichkeiten finde ich auch eher unglücklich. Ich suche in dem Sinne ja nichts, suchen bedeutet für mich, mir würde ohne das etwas fehlen. Empfinde ich persönlich aber nicht so, da ich mit mir alleine ganz gut klarkomme und mich auch selbst beschäftigen kann. Die öffentliche Suche nach einer festen Partnerschaft weckt bei mir Assoziationen an eine Art von Menschen, die ich nicht besonders mag. Ich bin schon einigen Menschen begegnet, die nicht "alleine" sein können und deshalb unbedingt eine Beziehung wollen. Mit wem, das scheint dabei eher unwichtig, Hauptsache nicht "alleine".
Auf eine Art suche ich wohl (egal ob hier oder in der wirklichen Welt) einfach den Kontakt zu Menschen, was genau darauf werden kann und wird ist doch gerade das spannende dabei :-) Ich hätte zwar gerne eine Feste Partnerschaft, es ist aber in meinen Augen Quatsch tatsächlich danach zu suchen. Das würde für mich überspitzt gesagt im Umkehrschluss nämlich so etwas bedeuten wie "Oh, die ist ist sehr nett und wir verstehen uns gut, aber leider ist sie vergeben, also will ich mit der nichts zu tun haben." Seltsamerweise kann ich aber auch mit Frauen in Beziehungen einfach nur befreundet sein, ohne dass da sexuelle Interessen eine Rolle spielen. Es wäre doch Schade, nette Menschen aus dem eigenen Leben auszuschließen, nur weil sie die gewünschte Suche nicht erfüllen können ;-)

„Butzbach“ (Pseudonym)
@AngieDU: danke
@Hanna: ich versteh, was Du meinst, und weshalb Du skeptisch mir gegenüber bist. Ich hab 3 Kinder, die bereits aus dem Haus sind ( daher stehen sie nicht im Profil). Ich hab ihnen immer wieder klar gemacht, dass ich mich nur einmische, wenn sie einen Nazi bringen oder wenn ich merke, dass sie sich gegen ein Arschloch noch nicht wehren können. Die ONSs meiner ältesten Tochter hab ich ihr immer gegönnt! Ich hoffe, damit ist klar, dass ich nicht mit zweierlei Maß messe!

„Wandlitz“ (Pseudonym)
Witzigerweise handhabe ich das z.B. genau anders: Ich kann eigentlich sehr gut alleine sein und habe deshalb lieber nicht so viele "Bekanntschaften", bei denen irgendetwas doch nicht passt. Klar, bin ich auch mit Männern befreundet, aber da wäre auch kein Interesse da, wenn sie nicht in Beziehungen wären. Ich hab aber eigentlich immer Kontakte recht schnell beendet, wenn ich gemerkt habe "Da passt etwas was ich will - oder was mein Gegenüber will - nicht zur aktuellen Lebenssituation von uns beiden oder zu den Bedürfnissen des anderen". Das hat für mich irgendwie mit "emotionaler Hygiene" zu tun. Es würde mich unglücklich machen, etwas zu wollen, was ich nicht haben kann. Das fällt mir dann auch nicht immer leicht, war aber bis dato definitiv eigentlich immer eine gute Entscheidung. Es gibt ja auch genug andere Menschen, die besser zu einem passen z.B. weil sie eben "nur" Freunde seien können, ohne das weitergehendes Interesse besteht.

„Butzbach“ (Pseudonym)
@Heinich: spannende, tolerante Haltung!
Und eines möchte ich noch in den Raum stellen:
Meine Erfahrung mit Ehe und einer festen Beziehung ist, dass Treue solange gilt, bis ein(e) andere(r) ins Spiel kommt...

„Wandlitz“ (Pseudonym)
Ich hab mal so einen schönen Satz gelesen: Wenn Beziehungen kaputt gehen, dann sind sie das meist schon, bevor ein 3. dazu kommt. Deshalb sollte man sich eher fragen, wie es so weit kommen konnte, als grundsätzlich anzunehmen, dass Treue "immer endet". Meist sind die Antworten darauf ziemlich unbequem. Aber wenn man sie sich nicht von Zeit zu Zeit stellt, geht auch die beste Beziehung den Bach runter. Ansonsten ist ja auch nicht jede "feste Beziehung" mit "ewiger Treue" verbunden. Das wird ja ganz unterschiedlich gehandhabt. Kanns aber geben: Wenn beide glücklich damit sind.

meine Erfahrung mit Ehe und fester Beziehung ist,
dass Treue solange gilt, bis Gevatter Hein auftaucht

„Herne“ (Pseudonym)
Für Ausländer...wer ist Gevatter Hein, was bedeutet das bei euch?

„Lohne“ (Pseudonym)
Wenn der Sensenmann kommt und die Wiese mäht.

„Elmshorn“ (Pseudonym)
"bis dass der TOD (Gevatter Hein) Euch scheidet"
so wars wohl gemeint. Sehr sympathisch :-))

„Herne“ (Pseudonym)
ah, danke für die Aufklärung

„Bocholt“ (Pseudonym)
Heißt das bei Euch nicht "Der Gevatter" oder so ähnlich?

„Herne“ (Pseudonym)
Gevatter Tod heißt es in Österreich - vom Hein weiß ich nix.......man lernt nie aus.........-)))

„Butzbach“ (Pseudonym)
@Hanna: völlig richtig. Es hilft nur nicht, wenn einem von beiden die Luft ausgeht, und während des gegenseitigen Bemühens eine andere Person auftaucht. Das ist nicht unbedingt absichtlich! Aber man wird wohl anfällig, wenn ne lange Durststrecke hinter einem liegt... Partner(in) mit Depression z. B.

„Wandlitz“ (Pseudonym)
Ja, niemand sagt, dass Beziehungen leicht sind. :/ Aber es ist z.B erwiesen dass Kuscheleinheiten bei Depressionen fast besser wirken als eine Therapie. Die Bedürfnisse von Menschen sind sehr sehr unterschiedlich und immer auch sehr situativ zu sehen. Wenn die Seele des einen verletzt ist und er kaum mehr mit sich selbst klar kommt, der andere aber nach einer langen Zeit z.B. Sex vermisst, dann kann es auch Liebe sein, dem anderen zuzugestehen, was er braucht - dem einen Zeit, dem anderen Freiheiten. Liebe ist auch immer ein bißchen selbstlos, braucht aber ein Fundament, damit sie wachsen kann. So ein Fundament bildet sich einfach nicht, wenn man weiß, dass es da noch andere gibt und das man mehr "was für zwischendurch" ist. Eine "feste Beziehung", die auf Liebe basiert, ist vor allem eins: Ein Versprechen es mit aller Kraft und allem Wollen miteinander zu versuchen, egal was da kommen mag. Das weiß man eh nie.... Aber man lässt sich darauf ein, das, was mit dem anderen passiert auch zu einem Teil seines Lebens werden zu lassen und dem Bedeutung zu geben.

„Bocholt“ (Pseudonym)
@Hanna
Es gibt diese Beziehungen und ich wünsche Dir von Herzen, dass Du eine solche findest.
Aber genauso wie alle Menschen anders sind, sind auch alle Beziehungen anders.
Auch wenn man viel an einer Beziehung arbeitet, können sich Menschen auseinander entwickeln. Das kann in der unterschiedlichen Sichtweise auf Bedürfnisse liegen oder in der unterschiedlichen Entwicklung von Interessen.
Idealerweise hat jeder in seiner Beziehung die Freiräume die er braucht um "seinen Kram" zu machen.
Idealerweise ...
Es kann aber auch anders sein.
P.S. noch ein Hinweis:
"...dass Kuscheleinheiten bei Depressionen fast besser wirken als eine Therapie" mag auch bei vielen Menschen stimmen. Aus eigener Erfahrung weiß ich aber dass depressive Menschen leider oft kein Kuscheln zulassen, sich wegkapseln oder auch schlicht nicht wahr haben möchten, dass eine Therapie nötig sein könnte. Es gibt Situationen, da reicht Liebe allein nicht aus ...

„Butzbach“ (Pseudonym)
@Heinrich: danke für den Hinweis!! Genau meine Erfahrung! Allerdings hat auch Hanna nicht unrecht! Ich sage nur 167 Kuscheltiere, da ist irgendwann kein Platz im Bett für den Menschen, der Kuscheln anbietet. Gerade die Erstarrung und Antriebslosigkeit macht das Zusammenleben mit einem Menschen mit Depression so schwer!

„Butzbach“ (Pseudonym)
Aber das führt jetzt vom Thema weg, also bitte Depri hier nicht weiter verfolgen, sondern ggf n eigenes Thema dazu eröffnen! Danke!