Fazit nach 10 Monaten Online-Dating

in „Rundum Leben“

Zu diesem Thema gibt es 757 Antworten

„Regensburg“ (Pseudonym)

Liebe Carala-1

Ich bewundere ja wirklich die Geschwindigkeit, mit der hier aus jedem Satz ein gesellschaftstheoretisches Grundsatzreferat gebastelt wird.

Da schreibt jemand, dass Täterverantwortung und Selbstschutz gleichzeitig existieren können, und fünf Minuten später landet man bei der These, praktisch jeder Mann sei Teil eines strukturellen Problems und müsse erst einmal seine Solidaritätspflicht nachweisen.

Besonders amüsant finde ich dabei die Vorstellung, Solidarität bedeute offenbar, jeder Frau grundsätzlich zuzustimmen und jede Form von Selbstreflexion als Ketzerei zu betrachten.

Du schreibst, Frauen bräuchten keine Verantwortung aufgedrückt zu bekommen. Da sind wir uns sogar einig. Nur hat das auch niemand getan.

Zwischen „Frauen sind verantwortlich“ und „Frauen können Risiken minimieren“ liegt ungefähr so viel Abstand wie zwischen einem Regenschirm und einem Monsun.

Mein persönliches Highlight ist allerdings die Aussage, jeder Mann, der nicht aktiv gegen diese Dynamiken vorgeht, sei Teil des Problems.

Das ist natürlich ein wunderbar praktisches Weltbild.

Wer zustimmt, ist solidarisch.

Wer widerspricht, ist Teil des Problems.

Wer differenziert, relativiert.

Und wer Fragen stellt, mansplaint vermutlich.

Da wird Diskussion erfreulich effizient.

Was mich aber wirklich beruhigt: Offenbar reicht es inzwischen nicht mehr aus, Frauen nicht zu belästigen. Man muss zusätzlich noch die korrekte ideologische Begleitmusik liefern, um kein Teil des Problems zu sein.

Ich fürchte nur, dass diese Logik am Ende weniger Menschen überzeugt als sie ausschließt.

praktisch jeder Mann sei Teil eines strukturellen Problems

Hier im Thread schon, BH. Ja. Begründet habe ich das ausreichend.

@A.Fleck - wahrscheinlich sollte ich deinen Verdacht als Kompliment nehmen. Wenn es nicht so traurig wäre, würde ich lachen.
Davon abgesehen: Dir ist bewusst, dass du mit dieser Äußerung gegen die Forenregeln verstößt?

@Carla
Erwähnt wurde hier ganz klar dass übergriffiges Verhalten, gar Angrapschen oder sogar Gewalt in jeglicher Hinsicht indiskutabel ist. Weiter wurde erwähnt, dass Frauen solche Fälle zur Anzeige bringen und auch, natürlich keine Garantie, das Umfeld betrachten sollten. Wie man den Männern hier im Forumsfaden pauschal unterstellt sie seien Teil des Problems kann ich nicht nachvollziehen.

@ Carla-1
"Ohne Taten wären keine Anzeigen nötig. Ohne Taten gäbe es keine Opfer.
Das Hauptproblem und die Ursache sind und bleiben die Täter."
Da stimme ich dir vollkommen und ohne Ausnahme zu. Trotzdem bewegen wir uns von unserem Utopia wieder in die reale Welt und stellen fest, dass so etwas leider in Gänze wohl nie verhindert werden kann. Wenn man sich mal mit diesem Gedanken angefreundet hat, dann kann man überlegen, wie man denn dann mit der Situation umgeht. Alle Gesetze die wir haben insbesondere das Strafgesetz sind "Reaktiv" und kommen nur dann zur Geltung, wenn Straftaten auch verfolgt werden. Ansonsten sind diese Gesetzte wirkungslos.

"Indem du anderen Männern zugestehst, dass sie sich von sich aus nicht ändern können,"
Das tue ich tatsächlich und einigen anderen kranken Menschen auch. Es ist für mich vielleicht ähnlich frustrierend wie für dich das zu akzeptieren, aber jede psychisch motivierte Straftat wäre ja im Grunde vermeidbar, wenn die Menschen gut, clever und selbstlos wären. Das betrifft ja nicht nur Gewalt oder Übergriffe gegen Frauen.
Die Realität ist aber, dass die Welt so nicht funktioniert und das wird sie wahrscheinlich auch nicht. Das hat sie die letzten über 2000 Jahre schon nicht. Wenn du glaubst da könnte ich als Mann etwas dran ändern, dann wäre ich für jeden Tipp oder Hinweis dankbar. Aber ich sehe keinen Weg egal wie motiviert oder engagiert ich wäre zu verhindern, dass irgendein bekloppter Mann eine Frau belästigt, egal was ich tue.

Was ich jedoch tun kann ist diesen Opfern zu raten dieses Verhalten anzuzeigen damit es sanktioniert werden kann. Denn vor allem dann hat man eine Symbolwirkung auf die Täter, dass sie mit ihrem Verhalten nicht ungestraft davon kommen. Nur nette Worte werden hier wohl nicht weiter helfen.


"Die TE ist kein Kleinkind deren Eisbällchen runtergefallen ist, sie ist eine Frau, mit deutlich mehr Lebenserfahrung als du, die einen Missstand benannt hat"
Auch das ist bloß eine Annahme, die für 1. nicht bewiesen ist und 2. weißt du ja gar nicht welche Erfahrungen ich bereits gemacht habe. Jede Seite bildet sich also auf Grund der eigenen Perspektive ein Urteil, das nicht auf Fakten sondern nur auf Erzählungen oder Vermutungen basiert. Man sehe es mir nach, dass ich den Wahrheitsgehalt von unbelegten Aussagen in Internet-Foren generell etwas kritischer betrachte. Vielleicht wäre es aber an der ein oder anderen Stelle auch besser, wenn man dies so tun würde.
Nur weil irgendjemand hier etwas schreibt, muss es noch lange nicht die Wahrheit oder eine Tatsache sein.

wir können hier diskutieren und argumentieren, aber Aussagen zu Personen die ja für keine Seite überprüfbar sind, werte ich leider nur als sehr schwaches Argument, da meine persönliche Erfahrung sagt man kann viel erzählen wenn der Tag lang ist. Das ist nicht so bös gemeint wie es sich vielleicht anhört, aber ich stütze mich dann eher auf belastbare Fakten.

Das tue ich tatsächlich und einigen anderen kranken Menschen auch.


Wie bitte?!
Wie ... "anderen kranken Menschen"? Was soll das heißen?
Wir reden hier über erwachsene Männer.
Ist das dein Ernst?

Eine psychische Erkankung ist kein persönliches, moralisches Versagen. Es ist eine ErKRANKung und nicht das Gegenteil von "gut" und "clever" ... Eine Straftat wie sexuelle Übergriffe oder Stalking verübt durch einen erwachsenen, mündigen, gesunden Mann hingegen ist ein persönliches, moralisches Versagen.
Mann-sein ist doch keine psychische Krankheit die dazu führt, dass von einem nicht erwartet werden kann, dass man sich korrekt und sozial verhält??
Nochmal: Wie bitte??

Die TE ist 15 Jahre älter als du, Kurvenfan. Man kann ihren Beiträgen ansehen, dass sie nicht auf den Kopf gefallen ist. Das ist keine Annahme, es ist offensichtlich, dass sie weder "Ei,ei, heile Segen" von dir erwartet noch braucht.
Einen anderen erwachsenen Menschen (in dem Fall noch deutlich älter) so zu behandeln ist einfach herablassend und komplett daneben. Da brauchen wir auch nicht drüber zu diskutieren. Wenn du das nicht siehst kann ich dir nicht helfen.

@ Carla-1
"Eine Straftat wie sexuelle Übergriffe oder Stalking verübt durch einen Erwachsenen, mündigen, gesunden Mann ist eben schon ein persönliches, moralisches Versagen. "
Auch das sehe ich genauso. In der Realität kommen sexuelle Straftäter aber meist in psychologische Behandlung. Wir müssen uns als Gesellschaft eben überlegen was wir wollen und wie mit diesen Menschen umzugehen ist. Das bestimmen aber weder du noch ich im Moment.

"Mann sein ist doch keine psychische Krankheit die dazu führt, dass nicht erwartet werden kann, dass man sich korrekt und sozial verhält?? "
Korrekt und deswegen verhält sich die Mehrzahl der Männer ja auch vollkommen höflich und normal, das darf man nur nicht vergessen.

"Einen anderen erwachsenen Menschen (in dem Fall noch deutlich älter) so zu behandeln ist einfach herablassend und komplett daneben. Da brauchen wir auch nicht drüber zu diskutieren. Wenn du das nicht siehst kann ich dir nicht helfen."
Alter schützt vor Torheit nicht würde ich sagen. Auch das Alter ist doch kein pauschales Argument, dass ich jede Behauptung oder Aussage sofort glauben oder für bare Münze nehmen müsste. Nene, so einfach ist die Welt nicht.

Ich dachte beim Erstellen dieses Beitrags, dass vielleicht andere Nutzer ähnliche Erfahrungen gemacht haben wie ich. Nicht mehr und nicht weniger. Wenn ich aber lesen muss, welche Unterstellungen, Vermutungen und Kriege hier stattfinden, bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass es besser ist kein weiteres Thema ins Forum zu stellen, obwohl ich noch ganz viele interessante Themen gehabt hätte. Diskussionen sind dazu da, um Erfahrungen auszutauschen, andere Sichtweisen zu sehen, sich Gedanken darüber zu machen. Keinesfalls sollte es vom Thema abweichen, Menschen in irgendeiner Form beleidigen oder diskriminieren. Respekt und Anstand sollte immer oberstes Gebot sein.
In der Welt passieren genug furchtbare Dinge. Wollen wir dazu beitragen, dass alles noch schlimmer wird? Warum kann man nicht einfach eine normale Diskussion ohne Wertung führen? Erfahrungen und Sichtweisen austauschen ohne Wut, Vorurteile und Rechthaberei? Warum bewerten wir überhaupt? Warum steht nicht Schutz, Hilfsbereitschaft, Mitgefühl, Humor, Zusammenhalt, Freundschaft und Frieden im Vordergrund? Wir wissen nicht was morgen ist. Nichts ist sicher. Wir sehen oder hören Nachrichten und haben Angst, dass der Krieg auch uns treffen könnte.
Wir wundern uns und fragen uns, warum es überhaupt Krieg geben muss und dabei vergessen wir, dass der Frieden in uns beginnt.

„Glauchau“ (Pseudonym)

@Calypso69
Sehr schöner und treffender Beitrag, danke schön.
Bitte lass Dich von diesen Kleinkriegen nicht entmutigen, Themen zu besprechen.
Leider ist es hier in fast allen Threads an der Tagesordnung, dass es ganz schnell vom eigentlichen Thema abdriftet und zu Beleidigungen usw. kommt.
Dadurch ist die Beteiligung auch immer sehr gering aber das Interesse an interessanten Themen sicherlich da.

@ Calypso69
"Diskussionen sind dazu da, um Erfahrungen auszutauschen, andere Sichtweisen zu sehen, sich Gedanken darüber zu machen."
Ja das stimmt, aber andere Sichtweisen oder auch die emotionale Wahrnehmung bestimmter Themen erzeugen ein Spannungsfeld oder sogar Konfliktpotential.
Man kann dem sachlich und vernünftig begegnen und sich z.B. auch uneins sein, aber trotzdem den Anstand wahren.
Problematisch ist, dass nicht jeder individuellen Empfindung immer entsprochen werden kann.

Schon dann, wenn eigene Deutungen, die persönliche Erfahrung oder eigene moralische Standpunkte in die Diskussion einfließen, müssen diese nicht von allen Gesprächsteilnehmern geteilt werden. Es ist wie zuvor geschrieben, der Sinn einer Diskussion andere Sichtweisen zu erfassen. Das bedeutet jedoch nicht alle Meinungen zwingend gleichzuschalten.

@calypso69 Verstehe deinen Punkt, aber habe den Eindruck du hast dem Forum sehr gut getan. Wäre schön, wenn du bleibst. 💛

Ja, hier sind sehr viele spezielle "Typen" unterwegs, würde mich da gar nicht ausnehmen, aber ich vertrete ja immer noch den Glauben, dass wir einander EIGENTLICH ausgleichen und weiterbringen können sollten, wenn wir respektvoll bleiben und einander grundsätzlich wohlwollend gegenüber stehen. Das kann auch nicht jeder, aber viele

@Kurvenfan Vielleicht atmest du nochmal tief durch. Mit fällt es auch schwer sowas von dir zu lesen: " da meine persönliche Erfahrung sagt man kann viel erzählen wenn der Tag lang ist. Das ist nicht so bös gemeint wie es sich vielleicht anhört, aber ich stütze mich dann eher auf belastbare Fakten." Es geht hier um Berichte persönlicher Erfahrungen, keiner "hat was davon" seine Geschichten zu erzählen, außer sich angreifbar zu machen und "Belege" kann es kaum geben. Klar, kann man Plausibilitätschecks machen, aber per se Opfern mit Misstrauen zu begegnen schafft ein Umfeld, das Tätern nutzt. Auch wenn dir das noch nicht passiert ist, weil du aufgrund von Geschlecht und körperlicher Voraussetzungen eher nicht jemand bist, den sich Leute aussuchen, ich kann dir versichern - auch aus Erzählungen von Männern, die ich kenne und die z.B. schon mal in einer Sauna betatscht wurden (meist von anderen Männern), dass "zum Opfer zu werden" eine sehr traumatische Erfahrung sein kann. Auch Männer fühlen sich danach unsicher, haben das Gefühl die Kontrolle zu verlieren, oft auch in ihrem Stolz und dem Glauben an die eigene Stärke gebrochen, wenn sie vielleicht eher geschockt als stark reagiert haben. Hier auf Onlineplattformen kann man zum Opfer werden, wenn man vertraut, aber ohne Vertrauen kann man auch keine echten Bindungen aufbauen: Wer zwischenmenschliche Nähe sucht, macht sich immer auch angreifbar, ist verletzlich, kann Fehler machen, kann zum Opfer werden. Opfer zu sein hat NUR Nachteile: Man macht eine schockierende Erfahrung, wird schräg angeguckt, Leute werten dich ab a la "Der/die kann sich nicht selbst helfen", Konservative sagen sowas wie "Er/sie hat bestimmt was falsch gemacht" oder "Der/die will sich nur wichtig machen" und in vielen Gruppen gilst du als "Der/die, die Ärger macht". Es mag wenige Ausnahmen geben, aber mitten im Leben stehende, selbstbestimmte Menschen denken sich in der Regel solche Storys nicht aus. Versuch bitte nicht ganz so "von oben herab" zu sein, sondern auch zu bedenken, was es für eine Überwindung kostet, sich angreifbar zu machen. Bedenke, dass eigentlich niemand erwartet hat, dass du hier richtest. Das es schräge Typen gibt, sollte dich auch nicht überraschen.

@ Selfcare
"Das es schräge Typen gibt, sollte dich auch nicht überraschen."
Wie sollte es auch, denn das habe ich sogar selbst geschrieben. Das ist aber eben genau der springende Punkt. Wenn ich so etwas hier richtig stellen muss, was eigentlich offensichtlich erscheint, dann wirkt es auch schnell "von oben herab". Das kann man aber nicht verhindern und an der Stelle ist mir Transparenz und Korrektheit wichtiger, als die Empfindungen einiger weniger.

Würden sich alle daran halten was geschrieben steht und weniger versuchen irgendwelche Dinge da hinein zu interpretieren, dann wäre die Kommunikation auch deutlich entspannter und einfacher.
Wie zuvor geschrieben blicken einige jedoch viel zu sehr mit der eigenen moralischen Brille oder der persönlichen Interpretation auf Aussagen von anderen Gesprächsteilnehmern.

Ich wäre der Erste, der es begrüßen würde, wenn alle Beiträge frei von persönlicher Wertung, gegenseitigen Angriffen und inkorrekten Darstellungen wären. Da wir aber Menschen sind wird auch das nicht funktionieren. Und manchmal ist es sinnvoller sich damit abzufinden, als permanent einem Ziel hinterher zu jagen, das nicht zu erreichen ist.

@Kurvenfan Ich verstehe da deinen Punkt nicht. Was soll daran "Transparenz und Korrektheit" fördern, wenn du ohne Anlasspunkte dafür, die persönlichen Erfahrungen anderer devalidierst und ihnen unterstellst, das wäre nicht passiert? ODER das du glaubst sofort zu wissen, wie man denn in jeder Situation hätte handeln sollen, ohne jemals in so einer Situation gewesen zu sein. Ganz offensichtlich fehlt dir z.B. für den Schockmoment und die emotionalen Folgen auch das Verständnis. Vielleicht solltest du weniger davon ausgehen, dass du selbst immer komplett objektiv bist und alle Fakten kennst oder kennen mußt. Niemand muss auch dir konkret als Person ständig Dinge "beweisen", so funktioniert ein respektvolles soziales Miteinander nicht. Aber lassen wir das.

@Selfcare
"die persönlichen Erfahrungen anderer devalidierst und ihnen unterstellst, das wäre nicht passiert?"
Das ist eben der Punkt. Genau das habe ich nicht getan. Ich habe nur gesagt, dass ich solchen Aussagen kritisch gegenüber stehe. Wäre es anders hätte ich z.B. gesagt dass diese Aussagen nicht korrekt sein können usw.
Für mich sind sie nicht überprüfbar und daher wenig relevant. Das bedeutet nicht, dass sie nicht wahr sein können.

Auch die Empfehlung sich Hilfe zu holen und sich im Zweifel gegen eine Belästigung zu wehren, halte ich persönlich einfach für klug. Selbst wenn das im Affekt nicht möglich ist sollte man die Tat zumindest melden oder anzeigen. Gründe dafür habe ich mehrfach genannt und sogar die Empfehlung der Polizei gepostet. Ich wüsste nicht, dass ich etwas anderes geschrieben habe?

Hier sieht man sehr gut, wie das mit der persönlichen Interpretation funktioniert.
Und würde man einfach das lesen was ich geschrieben habe, gäbe es gar kein Problem. Es steht auch nicht im Widerspruch zu einem respektvollen Umgang miteinander.

@Kurvenfan Ich weiß nicht, wenn jemand als Reaktion auf persönliche Erzählungen sagt "sie seien schwache Argumente" und "man könnte ja viel erzählen, wenn der Tag lang ist, dann ist das nicht so "neutral" ausgedrückt, wie du glaubst. Außerdem, wer zum Teufel hat dich gebeten, die persönlichen Erfahrungen anderer als "relevant" oder "nicht relevant" zu labeln? Es geht da doch nicht allein um dich. Außerdem fehlte das "für mich (relevant)" in der Ursprungsaussage auch noch. Vielleicht wäre ein Ziel, dem du mal etwas hinterher jagen solltest, sprachliches Feingefühl? Das kann man auch trainieren. Ich glaube dir ja sogar, dass du es gar nicht so meinst (sonst würde ich es jetzt nicht erklären). Gib deine Statements mal in eine KI ein und frag sie, wie sie auf ein Publikum wirken könnten. Du klingst nicht wie Spock, du klingst wie Kirk, kurz bevor er sein Shirt auszieht, um mit dem Alien zu kämpfen.

Birne Helene:
Offenbar reicht es inzwischen nicht mehr aus, Frauen nicht zu belästigen.

Du schreibst das so als sei es eine aktive Leistung, die einem angerechnet werden muss, eine Straftat zu unterlassen.

Frauen nicht zu belästigen versteht sich ja eigentlich von selbst. Das sollte doch der Normalfall sein.

Wenn darüber gesprochen wird, dass es dennoch passiert ist und darauf sämtliche Männer erstmal anmerken, was Frauen falsch gemacht haben oder anders machen müssten, um nicht in die Lage zu geraten ist das schon ein Problem. Ja. Das Hauptproblem ist ja die Belästigung.
Und ja, da ist ein Umdenken nötig.

Korrekt und deswegen verhält sich die Mehrzahl der Männer ja auch vollkommen höflich und normal, das darf man nur nicht vergessen.


Ist das so?
Fast jede Frau hat in ihrem Leben schon sexuelle Belästigung erlebt.
Wie passt es zusammen, dass die Mehrzahl der Frauen davon betroffen ist, aber nur eine kleine Minderheit der Männer es tut?

Ich hatte nicht ohne Grund den Fall Gisèle Pelicot erwähnt. Waren es da nicht nach außen ganz normale Männer aus allen Berufs- und Altersschichten aus ihrer unmittelbaren Nachbarschaft, die eine bewusstlose Frau vergewaltigten?
Ich finde deine Sicht auf das Thema gefährlich naiv.

Und, Kurvenfan, man muss es ja auch im Kontext des Threads sehen.
Eine Userin hat von ihren Erfahrungen gesprochen, bei denen offensichtlich nicht die Mehrzahl der Begegnung normal und höflich waren, sondern teilweise sogar extrem übergriffig und beängstigend.
Liest du das nicht und postest dann einfach deine Sicht der Welt darunter?
So wirkt es auf mich.
Und das ist ein Problem, wenn nicht zugehört und dann noch belehrt wird.
Als Frau, die auch viel online gedatet hat kann ich nur sagen, dass ich die Erfahrungen von Calypso nicht so überraschend finde.
Ist sie jetzt zufällig auf fünf unterschiedlichen Plattformen überall an die Ausnahmen und die Minderheit geraten?

@ Carla-1
"Fast jede Frau hat in ihrem Leben schon sexuelle Belästigung erlebt."
Also aus offiziellen Statistiken und Befragungen geht hervor, dass jede dritte Frau bereits Gewalt oder Belästigung erfahren hast. Das wäre nicht mal die Mehrzahl. Und das ist genau das Problem an solchen Behauptungen. Sie sind schlichtweg nicht korrekt. Ja es ist schlimm genug dass über 30% dieser Frauen Gewalt erfahren müssen, aber es ist bei weitem nicht jede und es ist noch nicht mal die Mehrheit. ☝🏻
Man sollte auch als betroffene Frau daher bei der Wahrheit bleiben und daher ergibt sich auch ganz schnell, dass nicht der überwiegende Teil der Männer ein Problem darstellt.

"Eine Userin hat von ihren Erfahrungen gesprochen, bei denen offensichtlich nicht die Mehrzahl der Begegnung normal und höflich waren, sondern teilweise sogar extrem übergriffig und beängstigend."
Dann müsste man auch dem Rechnung tragen, dass sich genauso auch andere Frauen gemeldet haben, die diese Erfahrungen nicht teilen. Dieser Thread hier ist eben nicht repräsentativ und wenn man das glaubt ist das eben gefährlich. Man kann weiterhin versuchen das Problem mit Pauschalisierung zu lösen, wird dabei in meinen Augen jedoch nur die Männer verprellen die eigentlich auf der Seite der Frauen sind. Den anderen Männern ist es nämlich sowieso egal.

"Und das ist ein Problem, wenn nicht zugehört und dann noch belehrt wird."
Wir hatten ja einen ausführlichen Austausch darüber was eine Diskussion ist. Das bedeutet eben auch, dass andere Standpunkte zum Tragen kommen und das andere Gesprächsteilnehmer sich über Inhalte äußern. Ich habe es Selfcare schon erklärt, wenn ein so offensichtlicher GAP zur Realität besteht, dann muss man auch direkt darauf hinweisen. Das sollte Pflicht für jeden sein, der an einer gesunden Gesellschaft interessiert ist die nicht nur aus Meinungen und Hörensagen besteht.

"Ist sie jetzt zufällig auf fünf unterschiedlichen Plattformen überall an die Ausnahmen und die Minderheit geraten?"
Ja ist sie, weil erstens nicht alle Männer der Welt auf einer Online-Plattform vertreten sind und zweitens besonders die Scammer ja die aktiven Mitglieder sind. Also auch hier gilt es die eigene Sichtweise ein wenig zu hinterfragen.

„Glauchau“ (Pseudonym)

Mir platzt gleich der Hut.
Jetzt geht es seit einigen Seiten wild hin und her und jeder wird irgendwie beschuldigt, irgendwas gesagt zu haben.
Kurvenfan, Fakt ist, dass ich dankbar bin, dass Calypso69 ihre Erfahrungen mit uns geteilt hat. Mir sagt das, dass man als Frau nicht vorsichtig genug sein kann. Denn auch wenn hier die Männer in Schutz genommen werden. In den Fällen, die öffentlich gemacht werden oder angezeigt werden, sind es nun mal Männer. Von der Dunkelziffer ganz zu schweigen. Und niemand stellt alle Männer unter Generalverdacht. Leider kann man jedem nur vor den Kopf sehen. Auch meine vor einiger Zeit erwähnte Geschichte hätte in Gewalt enden können. Gott sei Dank blieb mir das erspart. Meine schon bereits angesprochene Frage nach dem Warum muss das sein?
Und auf Deine Aussage , man könnte sich ja in dem Moment wehren...hhm mit nem' Messer am Hals. Weiß nicht...
Aber Frauen sind ja wahrscheinlich selbst Schuld...🥺

...und die schnell gegoogelten Zahlen hat Kurvenfan auch nicht hinterfragt. In den nordischen Länden, in denen Gewalt gegen Frauen in Europa am wenigsten als als "normal" gilt, geben >50% der Frauen an, sowas schon erlebt zu haben. Außerdem ist Gewalt ein dehnbarer Begriff und "uncooles" Verhalten verhalten fängt auch schon Weit vorher an. Ist ein Busengrabscher, der nicht weh tat, Gewalt z.B.? Außerdem wurden und werden Frauen dazu sozialisiert, sowas auszuhalten, zu akzeptieren und nicht zu melden. Die Gleichbereichtigungsgedanke für Frauen ist noch nicht so alt und bis sich ein Grunddenken in der Gesellschaft ändert, dauert es. Frauen haben noch nicht so lange das Wahlrecht und unser jetziger Bundeskanzler hat noch dafür gestimmt, dass Vergewaltigung in der Ehe für ihn eigentlich in Ordnung ist.

Hör doch auf so großkotzig zu sein, wenn du eigentlich nur empathielos bist. Ich kenne KEINE Frau, die nicht schon mal zumindest in einer blöden Situation war. Keine einzige.

Ja ist sie, weil erstens nicht alle Männer der Welt auf einer Online-Plattform vertreten sind und zweitens besonders die Scammer ja die aktiven Mitglieder sind.

Um Scammer ging es (mir) nicht.
Du sprichst bei sexueller Gewalt von offiziellen Statistiken... erst einmal: Kommt auch da darauf an welche man anschaut und von welcher schwere der Erfahrungen man spricht. Zudem ist die Dunkelziffer enorm hoch.
Das nur nebenbei.

Wenn wir über einen Gap zur Realität sprechen:
Interessant ist ja, dass du im konkreten Fall zu wissen glaubst, dass das alles Zufall war. Das obwohl du - anders als ich z.b. - genau Null eigene Erfahrung beim Dating als Frau im Netz hast. (Wo wir auch wieder beim Thema Lebenserfahrung sind) Du hast das Wissen einfach nicht aus eigener Erfahrung. Punkt. Es stünde dir gut zu Gesicht mehr zuzuhören und weniger zu urteilen.
Ich sage: So ungewöhnlich sind Calypsos Erfahrungen nicht. Und du wischst das mit Zufall weg.
Mit welchem Wissen denn? Das ist eine Argumentation, die auf Null eigener Erfahrung fußt und reines Gefühl ist.