Fazit nach 10 Monaten Online-Dating

in „Rundum Leben“

Zu diesem Thema gibt es 1147 Antworten

"Spoiler: Mal wieder sind Westeuropa und die Blue States der USA nicht das Modell welches für andere mustergültig ist.
In Osteuropa z.B. sind Männer noch Männer und Frauen noch Frauen."

Das tragische ist ja oftmals, Frauen in Osteuropa suchen nach westeuropäischen Männern, weil sie keine Lust mehr auf die alten Zöpfe haben, geraten da aber genau an diejenigen, welche genau das dort suchen.

Ich habe mich, seitdem ich hier neu angemeldet bin (2025) 1x mit jemanden getroffen. Es stellte sich heraus, dass er sich völlig falsch darstellte und viel gelogen hat. Der Kontakt endete damit, dass er mir einen blöden Spruch aus verletzter Eitelkeit drückte und mich blockierte.

Vor über 10 Jahren habe ich hierüber meinen ExMann kennengelernt und mich abgemeldet.

Ein anderer schickte mir ungefragt sehr viele Bilder, teilweise oberkörperfrei NACHDEM ich schrieb, dass ich kein Interesse habe. Und ich auch sagte, dass ich grade mit jemanden schreibe, mit dem sich was entwickeln könnte. Ein paar Wochen schrieb er wieder und fragte, ob ich denn nun vergeben sei. Was tut das zur Sache, wenn ich vorher schon schrieb, dass ich kein Interesse habe?

Ein anderer will mir erzählen, dass ich BDSM will, es nur noch nicht wisse...

Ein Dickpic war seit meiner erneuten Anmeldung bisher nicht dabei. Ich würde das auch konsequent anzeigen.

Manche Kontakte nehmen es persönlich, wenn man nicht innerhalb von 2 Tagen seine Nummer herausgeben mag.

Mit einem anderen Mann, der mir vor einigen Wochen im Urlaub tgl. über den Weg lief und wir freundliche Gespräche führten, tauschte ich am Abreisetag meine Nummer. Immer unter der Prämisse freundschaftliches Kennenlernen und dann schauen, ob es passt. Nach 3! Tagen, wollte er über meine Freunde bestimmen und mir sagen, wie sich eine gute Frau zu verhalten habe... Diesen Mann musste ich blockieren, weil dass sehr massiv wurde und er mich nicht mehr in Ruhe gelassen hat.

kaum ein Mann wird es auch für nötig halten Infos über Ort, Zeit und Person seines Dates seinem besten Freund mitzuteilen.


Finde ich offen gesagt leichtsinnig. Auch ein Mann kann in eine Falle gelockt werden. Mit Komplizen vor Ort ist dann auch nichts mehr mit körperlicher Überlegenheit gegenüber einer Frau. Würde ich so nicht machen als Mann.

Und ja auch Männer reichen da schon mal gerne Bilder und Infos von Frauen rum

Ich habe sogar schon beim Stammtisch erlebt, dass das Bild einer Userin in Dessous, das ein Mann bekommen hatte mit Nennung des Nicknames der Frau mit viel Ihhhh! herumgereicht wurde. 🤢

Also @AdMM ich selbst würde sehr viel eher meinen Klarnamen herausgeben, als ein solches Foto. Ernsthaft.

@Carla 1 - natürlich kann es sein, daß man(n) dann beim "Date" mit dem weiblichen Lockvogel und seiner Gang erstmal zum Geldautomaten fährt oder nach dem Einsatz von KO-Tropfen auf einmal Rolex und das neuste iPhone fehlen, um es mal übertrieben auszudrücken. Der Schaden entsteht aber meist auch so, selbst wenn man sich von einem Freund covern lässt. Es erleichtert bloß etwas die Strafverfolgung.
Männliches Selbstbewusstsein demonstriert man gegenüber der Frau wohl eher weniger, wenn man Sicherheitsbedenken anmeldet. Die wenigsten Frauen reagieren vermutlich so verständnisvoll, wenn man ihnen quasi unterstellt Mitglied einer Ghetto-Gang zu sein, die Raubüberfälle verübt oder eine Handtasche voller Betäubungsdrogen mit sich zu führen.
Ernsthafte Bedenken und eine Gefahr fürs Leben sehe ich vielleicht aber eher bei Dates im Ausland, wo Touristen tatsächlich öfter über Tinder zum Beispiel in so Fallen gelockt werden.

@AdMM Finde man sollte es normalisieren gewisse Dinge einfach zu fragen und zu machen. Vor ein paar Jahren gabs bei der Consent-Debatte dieselben Argumente á la "Braucht man jetzt dafür ein Formular etc.", weil manche nicht gerafft haben, dass es eine einfach Frage braucht.

Ich hab tatsächlich vor Kurzem von Fällen gelesen, bei denen das Männern passiert ist - zu gegebenermaßen schwulen Männern. Aber viele Männer würden sowas vermutlich auch gar nicht anzeigen, weil sie sich schämen würden und damit rechnen Leute.

Der Schaden entsteht aber meist auch so, selbst wenn man sich von einem Freund covern lässt.

Weißt du was mir auffällt?

Frauen wurde jetzt in 800+ Beiträgen wieder und wieder zu mehr und mehr Vorsichtsmaßnahmen und zur Selbstreflektion beim Thema Sicherheit beim Dating geraten.

Nichts schien als Vorsichtsmaßnahme gut genug zu sein. Kein Wunder, dass sowas einem dann passiert, wenn man so leichtsinnig und unvorbereitet in eine Situation geht.


Gibt man aber einem Mann den absoluten Basic-Ratschlag als Vorsichtsmaßnahme beim Dating. Wirklich the bare minimum, dann kommt heraus: Bringt ja ohnehin nichts in der Situation selbst. Erleichtert höchstens die Strafverfolgung.

Okay. 🤔

"Männliches Selbstbewusstsein demonstriert man gegenüber der Frau wohl eher weniger, wenn man Sicherheitsbedenken anmeldet. Die wenigsten Frauen reagieren vermutlich so verständnisvoll, wenn man ihnen quasi unterstellt Mitglied einer Ghetto-Gang zu sein, die Raubüberfälle verübt oder eine Handtasche voller Betäubungsdrogen mit sich zu führen."


Woher sollte die Frau denn von deinen Sicherheitsvorkehrungen wissen, @AdMM? Denkst du ich habe je einen Mann darüber informiert, dass ich gecovert werde oder andere Maßnahmen getroffen habe? 🤔

@ Carla-1 & Alea.iacta.est
Und ich glaube wir sind da einer ganz wichtigen Sache auf der Spur. Es handelt sich nämlich um eine individuelle Entscheidung. Wenn ich Sicherheitsbedenken habe und deshalb von einem Freund oder Freundin gecovert werden will, dann wäre es ja meine Entscheidung. Andersrum genauso, wenn ich mich sicher genug fühle und darauf verzichte. Das gilt ja sowohl für Männer als auch für Frauen. Jetzt kommt das eigentliche Problem: "Wenn dann etwas passiert, ...", dann müsste natürlich auch der Mann sich vorhalten lassen wieso er sich nicht besser geschützt hat. Die ganze Diskussion ist ja entstanden, weil Frauen häufiger bedrängt werden und dadurch auch ein negatives Sicherheitsgefühl beim Dating besteht. Zumindest war das so mein Eindruck. Dass man diesen Frauen dann zu Strategien rät, ihre Sicherheit zu erhöhen dürfte auch verständlich sein. Die Anmerkung von ADMM greift an der Stelle aber eigentlich überall, denn sie bedeutet dass es keinen umfassenden Schutz gibt. Auch der Freund oder die Freundin im Hintergrund bewahren einen im Zweifelsfall nicht vor einem Busengrabscher. Man hätte halt vielleicht einen Augenzeugen für eine Anzeige, das wäre aber auch schon alles. Und bei wirklich schweren tätlichen Vergehen wäre ein Mann ja genauso betroffen. Ich würde sagen, die liegen aber zum Glück noch in der Minderzahl.

"Auch der Freund oder die Freundin im Hintergrund bewahren einen im Zweifelsfall nicht vor einem Busengrabscher."

Covern heißt nicht die dritte Person ist anwesend. Dieser Vorschlag - für Frauen - kam hier auch schon. Wenn es dann soweit ist, dass wir die Anstandsdame wieder einführen sollen, dann ist es aber schon düster.


"Das gilt ja sowohl für Männer als auch für Frauen."

Siehe Threadverlauf - und nein ich halte es in einem Thread, in dem nicht um Rat gefragt wird, erstmal nicht für normal, dass permanent Ratschläge, die sowieso schon bekannt sind und eingehalten werden und wurden erteilt werden.

@Alea.iacta.est - nun manche Vorkehrungen, die der Sicherheit dienen können, sind offensichtlich oder mit genug Erfahrung oder Empathie erkennbar. Wenn ich vor dem Date nach dem Nachnamen gefragt werde. Oder zu Beginn des Dates nach dem Personalausweis. Oder wenn "zufällig" eine halbe Stunde nach Beginn des Dates die beste Freundin anruft, der typische Kontrollanruf. Oder man Freundin, Bruder, schwulen Kumpel etc. der Frau während des Dates kurz begegnet.

@Kurvenfan - dankeschön, daß du verstanden hast, worauf ich hinaus wollte.

"Auch der Freund oder die Freundin im Hintergrund bewahren einen im Zweifelsfall nicht vor einem Busengrabscher."

Ich vergaß, das hatte ich z.B. hier schon mehrfach geschildert, dass Pfeffersprays und anderes, auch Selbstverteidigungskurse usw. nicht den Busengrabscher verhindern können, sie können allenfalls verhindern, dass mehr passieren würde. Das ist aber in der Öffentlichkeit auf der Straße tatsächlich eher seltener der Fall.

@ Alea
"Ich vergaß, das hatte ich z.B. hier schon mehrfach geschildert, dass Pfeffersprays und anderes, auch Selbstverteidigungskurse usw. nicht den Busengrabscher verhindern können"
Das mag im Überraschungsmoment auch so sein. Und bestätigt im Grunde meine Aussage, dass es keinen hundertprozentigen Schutz gibt. Natürlich würde derjenige sich dann vielleicht eine fangen und man könnte zumindest die Sache so werten, dass er eine Lektion erhalten hat. Straftaten, die im Affekt begangen werden zu verhindern ist einfach unmöglich.

Wenn ich mir jetzt ein Küchenmesser schnappen würde, auf die Straße laufe und den erstbesten Passanten erststechen würde, dann gäbe es keine Polizei, kein Pfefferspray und keinen Selbstverteidigungskurs der daran wahrscheinlich etwas ändern könnte.
Unsere Gesetze basieren darauf, dass Täter im Nachgang bestraft werden. Wenn die Bestrafung dem Täter jedoch egal ist oder eher nicht in der Lage ist diese Bestrafung in einer Situation wahrzunehmen, dann wird er trotzdem täglich werden egal was man tut.

"Artikel der Marke Mann 👨🏻
Heute, 09:23

@Alea.iacta.est - nun manche Vorkehrungen, die der Sicherheit dienen können, sind offensichtlich oder mit genug Erfahrung oder Empathie erkennbar. Wenn ich vor dem Date nach dem Nachnamen gefragt werde. Oder zu Beginn des Dates nach dem Personalausweis. Oder wenn "zufällig" eine halbe Stunde nach Beginn des Dates die beste Freundin anruft, der typische Kontrollanruf. Oder man Freundin, Bruder, schwulen Kumpel etc. der Frau während des Dates kurz begegnet."


Klar, es ging aber doch um Sicherheitsvorkehrungen, die du treffen könntest, speziell ging es ums covern. Also kurz, jemandem mitteilen, wann und wo du datest. Das erfährt niemand.