Fazit nach 10 Monaten Online-Dating

in „Rundum Leben“

Zu diesem Thema gibt es 757 Antworten

Etwas das in der bisherigen Diskussion kaum thematisiert wurde. Wer traumatisiert ist oder extrem verstörende Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht gemacht hat, ist vielleicht gut damit beraten sich professionelle Hilfe bei einem Psychologen oder Therapeuten zu suchen um das aufzuarbeiten.


@Alea.iacta.est - warum müssen nur Frauen Vorsichtsmaßnahmen treffen 🤔? Für Männer gibt es genauso Risiken beim Dating.

- man kann erpresst, abgezockt oder ausgeraubt werden
- man kann an Fakes oder einfach eine gestörte Irre geraten
- vertrauliche Informationen und private Details können breit gestreut werden
- exzessives Mitteilungsbedürfnis, selbst wenn das Fazit der Frau neutral bis positiv ausfällt, gefällt es nicht unbedingt jedem Mann quasi zum Kontent auf Social Media, in Messengern, in Communitys oder Forenbeiträgen zu werden

"@Alea.iacta.est - warum müssen nur Frauen Vorsichtsmaßnahmen treffen 🤔? Für Männer gibt es genauso Risiken beim Dating."

Und - wächst du auf mit PASS AUF!!!! PASS AUF!!! PASS AUF!!! (siehe Caroline Kebekus)?

Werden dir (Männern) all die Dinge geschrieben, die hier in dem Thread geschrieben wurden (du musst nicht lange suchen, es beginnt gleich auf Seite 1, aber du kannst auch einfach Seite für Seite durchlesen, es ist eine Menge dabei)?

Wird dir gesagt, dass du unvorsichtig warst, wenn du dich tagsüber alleine in einem Maisfeld befindest?

Wird für dich ein anonymer KI generierter Thread erstellt oder bist du nicht eher dazu prädestiniert das zu bekommen, was in diesem Thread (warum macht man sowas eigentlich anonym?) dann auf den Fuß folgte: wie wehrst du dich, wenn du zu Unrecht beschuldigt wirst?

Eigentlich dachte ich es ist recht unmissverständlich, aber das ist doch die Essenz dieses meines Beitrags, dass mit unterschiedlichen Maßstäben geurteilt wird, wenn etwas passiert ist, je nachdem ob das Opfer Mann oder Frau ist.

Und auch in deinem Beitrag ist das letztlich so, denn die Dinge, die du beschreibst, die können selbstverständlich Frauen auch passieren und noch mehr: auch Männer können vergewaltigt werden und sexuelle Übergriffe erleben, von Frauen oder von Männern. Ja, sicher, Tendenzen, Häufigkeiten und ähnliches sind anders verteilt, das ist wichtig für eine sachliche Beurteilung von aussen, aber für den einzelnen, in der Situation, da ist ziemlich egal ob er eine kleine Minderheit ist.

Weil ich dich an der Strippe habe: ich war selten in der Position, dass es an mir zu fragen gewesen wäre, aber vor ein paar Jahren - ein Date von Rubensfan btw. - habe ich (beim zweiten Date) gefragt, ob wir jetzt vielleicht mal versuchen sollten ob die Sache mit dem Knutschen etwas für uns wäre. Die Worte ganz genau weiß ich nicht mehr. Irgendwas in der Art. Warum sollte das unmöglich sein?

"Jetzt bin ich mal gespannt, wo das Kontra her kommt."

Das heißt ich darf nicht, oder?

Ich mach es trotzdem.


"Wenn ich mir den Vorsichtskatalog so anschauen, erscheint mir vieles gut und sinnvoll.
Aber irgendwie widerstrebt es mir auch, nur noch über alle evtl. Gefahren nachzudenken. (Da hätte ich 3 meiner langjähigen Beziehungen nicht kennengelernt. )

Ich glaube eine Mischung aus Vorsicht, Mut, Risikoabwägung, Vertrauen in die Intuition, sich deutlich abgrenzen, wenn jemand einem blöd kommt und einer gehörigen Portion Selbstbewußtsein sind eher der Weg. Ein Selbstverteidigungskurs für Frauen kann auch nicht schaden."

Teja, du hattest doch Carla1 und/oder alle z.B. gefragt:

"Zum Thema:
Ich vermisse immer noch konkrete Ideen, wie Frauen es schaffen, sich mehr gegen Übergriffe von Männern zu schützen.
Denn nur mit " Jammern" darüber, daß sie unter solchen Grenzüberschreitenden zu leiden haben, wird langfristig nichts nutzen.
Männer ( die sich übergriffig benehmen) werden sich nicht freiwillig ändern. Sie sind ja nicht die Leidtragenden, was sollte dann ihre Motivation sein ?"

Ich mag jetzt nicht alles nochmals durchwühlen, aber ich meine nicht nur einmal. Zumindest hast du auch durch signs zum Ausdruck gebracht, dass du Verhaltensmaßnahmen/-veränderungen von Frauen möchtest, weil man eben nur sich und nicht andere ändern könne. Jetzt kommen ausführliche und konkrete Vorschläge von Carla und es ist doch nicht richtig oder wie? Hattest du mit: "Ich vermisse immer noch konkrete Ideen, wie Frauen es schaffen, sich mehr gegen Übergriffe von Männern zu schützen." nicht exakt das gefordert? Verstehe ich nicht.


"Ich glaube eine Mischung aus Vorsicht, Mut, Risikoabwägung, Vertrauen in die Intuition, sich deutlich abgrenzen, wenn jemand einem blöd kommt und einer gehörigen Portion Selbstbewußtsein sind eher der Weg. Ein Selbstverteidigungskurs für Frauen kann auch nicht schaden."
"Lieber möchte ich als Frau wehrhaft erscheinen und so selbstbewußt, daß mein Nein auch ernst genommen wird."

Gehst du denn davon aus, dass Frauen, die zu Opfern wurden das alles nicht beherzigt hatten? Ansonsten wäre der Rat ja komisch. FALLS das aber nicht so ist, also, dass Frauen diesen Vorschlag nicht so beachtet hatten, dann ist das aber doch auch zukünftig nicht möglich. Abgesehen von dem Selbstverteidigungskurs. Angenommen eine Frau hätte anders als du keine gute Intuition z.B. oder erscheint nicht wehrhaft, was auch immer, dann kommt das auch nicht deshalb, weil jemand sagt: das ist aber eher der richtige Weg.



"Hatte ich einfach nur Glück ? Vielleicht 🤔 "

Was genau spräche eigentlich gegen diese Betrachtungsweise? Warum sollte genau das nicht vielleicht der Grund sein. Unter anderem weil du ja durchaus beschreibst, dass du dich bewusst in gefährliche Situationen begeben hast. Meistens hat man ja eben auch Glück. Bei meinem letzten Date z.B. habe ich mich nicht so verhalten, wie es empfehlenswert gewesen wäre. Ist mir bewusst und ich empfinde dazu eine Mischung darüber, dass ich mich über mich ärgere, aber eben gleichzeitig auch denke, dass ich einfach fucking keine Lust habe immer vorsichtig zu sein. Egal, auf jeden Fall: ich hatte einfach Glück. Hätte echt auch richtig blöd ausgehen können, aber ich hatte Glück, meistens hat man ja Glück. Warum könnte es nicht ganz einfach das sein. Psychologisch sagt man, weil das Sicherheit vermitteln würde. Weil man so denkt, dass man Situationen unter Kontrolle hätte. Glück hat man eben nicht unter Kontrolle und natürlich wünscht man sich Kontrolle.

Ich habe nur meine Erfahrungen und Haltung geschildert.
Ich habe nie gesagt, dass ich diese Vorsichtsmaßnahmen nicht gut finden.
Sicherlich hatte ich Glück.
Die Ko Tropfen kamen aber in einer Situation, die ich als sehr safe eingestuft hatte.


Die Aspekte, die @ AdMM mit eingebracht hat, finde ich auch sehr wichtig.
Frauen mit negativen / traumatischen Erfahrungen bewerten Situationen anders.
Und auch Frauen sind nicht nur alle lieb und harmlos.
Da habe ich schon ziemlich harte Stories erlebt und gehört .


Ich habe nur von meiner Haltung/ Erfahrung berichtet
Wo steht, daß ich andere Erfahrungen in Frage stelle.
Ich persönlich möchte halt nur nicht in jedem Mann einen potentiellen Täter sehen.

Und eben auch zum Gedanken anregen, daß frau sich auch ziemlich in Unsicherheiten gedanklich versteigern kann und nur noch mißtrauisch durchs Leben läuft.


Sorry. Habe Termine. Ggf später mehr, wenn ich Zeit und Muße habe.

@Alea.iacta.est - nun der Thread wurde von einer Frau erstellt, die von ihren negativen Erfahrungen bei Onlinedating als Frau berichtet. Das da eher einseitige, geschlechtsbezogene Ratschläge und Tipps kommen liegt irgendwie in der Natur der Sache . Wobei ich viele davon auch weder sinnvoll noch zumutbar finde, wie vom Betreten eines Maisfeldes abzusehen. Wie ich schon schrieb sollte man sich unabhängig vom Geschlecht frei in der Öffentlichkeit bewegen können.
Was sicherlich auch eine Rolle spielt: Die Erwartung, dass Frauen Schutz suchen und sich eher defensiv verhalten, ist allgemein sehr üblich in Gesellschaften bis hin zu einem goldenen Käfig. 74% der Frauen von der Titanic wurden gerettet, aber nur 20% der Männer.

@ Alea.iacta.est
Sorry.
Manchen deiner Gedankengängen kann ich nicht ganz folgen.
Ich verstehe nicht so recht, worauf du hinaus willst. Ich lese da bei einiger Zeilen nichts , was ich mit meinen Aussagen anders beschrieben oder bewertet habe 🤔 Der Grundtenor ist, dass Frauen gut auch nicht achten sollten.
Ich komme nicht wirklich dahinter, was du aussagen willst, bzw was du an Aussagen von mir hören möchtest.

Vllt ist das aber auch schon der Konsens

🤔Haltungen,Bewertungen sind unterschiedlich und individuell. Wohl auch aufgrund der verschiedenen Erfahrungen.

@AdMM
Hm, also wenn du tatsächlich davon ausgehst, dass an Männer die gleiche Erwartungshaltung besteht bzgl. Vorsichtsmaßnahmen, eigenem Verhalten zur Vorbeugung und du die Entwicklung des Threads lediglich für Zufall hältst, also, weil es eben eine Frau war, die den Thread eröffnet hat, dann kann ich irgendwie auch nicht helfen. Das ist doch gelebte Realität, siehe z.B. Maisfeld, im Leben würde niemand sagen "was geht der Bauer auch tagsüber alleine aufs Feld!!!", du hast darauf hingewiesen, Danke dafür!, dass du das auch nicht richtig findest, aber dir müssen doch in der Realität die unterschiedlichen Erwartungen auffallen?! Gehst du davon aus, dass gleichermaßen geurteilt wird, wenn ein Mann oder eine Frau zu einem ersten Date nach Hause geht zum anderen?
Wie ist das denn, was wurde dir von Freunden und Familie bezüglich des Datens alles geraten, was wurde dir auf den Weg mitgegeben? Falls du erzählst, dass du datest.

"Das da eher einseitige, geschlechtsbezogene Ratschläge und Tipps kommen liegt irgendwie in der Natur der Sache ."

Übrigens wäre es eigentlich eher in der Natur der Sache gewesen, zunächst keine Ratschläge und Tipps zu geben, das war nämlich gar nicht gefragt. Das hätte durchaus so sein können, in einem anderen Forum wurde konkret gefragt, wie das andere User machen mit dem covern z.B. (lässt du dich covern beim daten?). Das war ein sehr interessanter Thread, aber es wurde da auch konkret gefragt. Hier wurde vor allem sofort und unrichtigerweise vermutet, dass die TE (ungeschriebene) Regeln missachtet hätte, weshalb die Vorfälle dann möglich gewesen seien.



Wie ist das nun mit dem größeren Schutz für Frauen? Jetzt gehst du von der Gegenwart ganz schön weit zurück in die Vergangenheit und diese war doch vor allem so, dass ab der Kupferzeit an der Schutzbedürftigkeit von Frauen gearbeitet wurde. Zu Zeiten der Titanic z.B. mit eingeschränkten Rechten zu Arbeit, Eigentum und vielem mehr und natürlich auch subtiler durch z.B. Kleidung wie Korsetts und ungeeignetem Schuhwerk. Fun fact am Rande, früher wurden Polizeianwärterinnen und Polizistinnen ernsthaft hohe Schuhe als Arbeitskleidung zugewiesen.

Wie ist das denn jetzt genau mit der Titanic und dem Schutz für Frauen? Ja, auf der Titanic haben deutlich mehr Frauen überlebt. Übrigens gab es dabei auch einfach Fehlentscheidungen wie das Ablassen von kaum befüllten Rettungsbooten, es hätten tatsächlich mehr Menschen gerettet werden können. Aber abgesehen davon war die Diskriminierung doch tatsächlich sehr stark klassisch bezogen, die unteren Decks, in denen sich die untere Gesellschaftsschicht befand, viele Männer (arme Männer, die auswanderten um Arbeit zu finden), die wurden doch erst gar nicht evakuiert. Großes Drama finde ich übrigens, dass lediglich die Hälfte der Kinder überlebt hat.
Wie ist das so generell? Es wurde untersucht: Frauen und Kinder haben die GERINGEREN Chancen auf Rettung bei Seeunglücken, Männer die höheren:

https://www.tagesspiegel.de/wissen/frauen-und-kinder-zuerst-als-mythos-entlarvt-2112850.html

Die Geschichte insgesamt ist interessant dazu, der Befehl Frauen und Kinder zuerst hatte nämlich ursprünglich gute Vorbilder, dass so alle überleben können:

https://de.wikipedia.org/wiki/Frauen_und_Kinder_zuerst!

Glaub auch, es gibt nen kleinen Unterschied zwischen der Angst um die eigene körperliche Unversehrtheit vs. der Sorge um die eigene Geldbörse.

Natürlich sind Männer auch Risiken ausgesetzt, gerade naive Männer, die mit Anfang 70 an die wa(h)re Liebe einer 20jährigen glauben.

Ich bin auch kein Schisser per se, ich bin schon allein in New York, Bangalore und Bangkok unterwegs gewesen, aber ich bin IMMER vorsichtig. In Indien brauchst du z.B. einen Local der dir hilft. Als weiße Frau bist du sonst Freiwild. Das ist einfach der großen Armut und auch dem Frauenmangel geschuldet. Was nicht heißt, dass nicht die absolute Mehrheit aller Inder total nett, ehrlich und respektvoll sind, aber bei der Menge an Leuten gibt es eben zuviele schwarze Schafe, um sich da sicher bewegen zu können, gerade wenn du nicht weißt, was sicher ist. In muslimischen Ländern muss man sich auch an die Regeln halten, die für muslimische Frauen gelten (und am besten vorgeben verheiratet zu sein), gerade wenn man allein ist, weil sonst fällt der Respekt der Locals schnell ins Bodenlose. Was dich natürlich einschränkt in dem was du machen kannst. Wenn eine männliche Begleitung zur Verfügung steht, macht es das Leben SEHR viel einfacher. Du mußt auch immer wachsam sein, in Dubai mußte ich mal ne Gruppe von Männern abschütteln, die mich im Global Village (einer Art Freizeitpark) verfolgt hat.
Als weißer Mann kannst du sogar nach Afghanistan reisen und dir wird kaum etwas passieren, so lange du dich nicht politisch äußerst.
Als Frau willst du im Dunkeln eigentlich immer drinnen sein und würde dir was passieren, würde dir jeder sagen: "Ich habs dir doch gesagt, warum bist du auch alleine unterwegs". Kriegen Männer nie zu hören.

In Niedersachsen ist übrigens gerade ein Mörder und Vergewaltiger in Peine aus der Haft entflohen, der eine junge Frau mit Messerstichen getötet hatte, weil sie sich geweigert hatte, mit ihm Sex zu haben. Solche Frauen gibt es auch nicht so viele.

Falls ihr in der Nähe von Peine seid, passt auf euch auf. https://www.paz-online.de/lokales/peine-lk/peine/moerder-benjamin-fricke-weiter-auf-der-flucht-die-neuesten-erkenntnisse-zum-fall-NPHFJCNSGNFPNHIDMKEEY6SRKA.html

Ich verstehe nicht so recht, worauf du hinaus willst.

@Teja

Ich verstehe Alea.iacta.est sehr gut, sie hat es sehr bündig und klar formuliert.

Du, Teja, findest einerseits, dies sollte für Frauen gelten, dies hier von Übergriffen berichten:

Ich vermisse immer noch konkrete Ideen, wie Frauen es schaffen, sich mehr gegen Übergriffe von Männern zu schützen.
Denn nur mit " Jammern" darüber, daß sie unter solchen Grenzüberschreitenden zu leiden haben, wird langfristig nichts nutzen.



Für dich SELBST nimmst du aber diese Haltung in Anspruch:

Ich persönlich möchte mir mein Vertrauen in Menschen nicht nehmen lassen und nur noch nach Vorsichtskatalogen leben.

Keine Frau lässt sich gerne das Vertrauen in Menschen nehmen (das verliert keine ohne Grund) und wünscht sich nur nach Vorsichtskatalog leben. Das ist kein ungewöhnlicher "persönlicher" Wunsch, so geht es jeder Frau hier.

Aber WENN etwas passiert ist, dann bist du zur Stelle und findest: "daß FRAU sich Gedanken " hätte machen müssen, "wie sie persönlich mit diesem Thema" umgeht."



Das ist doch der Punkt dieses Threads, dass diese Freiheit im Leben eigentlich selbstverständlich sein sollte. Für Männer und für Frauen auch.

Warum es andere erwischt hat und dich nicht, das weißt du selbst nicht.

Vielleicht war es Glück ... vielleicht war es, weil du 1,80 m und dick bist, vielleicht ganz etwas anderes. Vielleicht könnte es auch daran liegen, dass du von Erlebnissen von vor 20-30 Jahren sprichst? Als du selbst auch noch 20-30 Jahre jünger warst.
Es ist eventuell nicht sinnvoll deine Jugenderlebnisse aus den Neunzigern mit den Erlebnissen einer 57ig jährigen Frau heute zu vergleichen. Die Welt hat sich seitdem weitergedreht, hat sich verändert, ist härter geworden. Und du wärst vermutlich heute auch nicht mehr so wendig und wehrhaft wie damals (alleine aus körperlichen Gründen).


Wem, außer deiner Selbstdarstellung hilft dein Bericht und deine Appelle?

Weder wird es Frauen helfen, sich ein vierblättriges Kleeblatt einzustecken, noch kann sich eine junge 1,60 m ,50 kg Frau wachsen lassen (davon abgesehen, dass es ein Mythos ist, dass dicke Frauen seltener belästigt werden).

Was ihnen helfen könnte, ist, gewisse Regeln einzuhalten, die du zuerst einforderst und über die du dich dann subtil lustig machst und erhebst


Und du misst mit zweierlei Maß: Männer werden sich deiner Ansicht nach eh nicht ändern, von denen erwartest du erst gar nichts. Wenn nichts erwartet und gefordert wird, KANN sich allerdings auch nichts ändern.
Frauen rufst du zu mehr Selbstreflexion auf, zu Veränderung im Verhalten, sogar zu psychologischer Behandlung.

Als wären SIE das Problem in diesem System, weil sie Übergriffe erleben. Als würden sie nicht ohnehin schon gut auf sich aufpassen, wie Calypso übrigens ausführlich im Thread ausgeführt hat (hast du eventuell überlesen?).

Erkennst du da wirklich nicht deine eigene internalisierte Misogynie?


Es ist doch sinnvoll und wichtig Frauen, dass Frauen über Übergriffe sprechen können. Warum ist das ein solches Reizthema?
Du selbst hast sie erlebt (KO Tropfen) du selbst gingst mit dem unguten Gefühl durchs Leben, dass du gar nicht erst anzeigen und klagen hättest müssen, es hätte ohnehin "Die Schlampe" geheißen.

Und das findest du richtig?
Da findest du, dass wir Frauen uns dringend optimieren müssen?
Dein Ernst?

Afghanistan hat sowenig mit der deutschen Datingwirklichkeit zu tun, wie ein Schiff vor 120 Jahren.

Warum werden die Beispiele inzwischen an den Haaren herbeigezerrt?
Es spielt auch keine Rolle, dass Frauen auch 'nicht immer lieb und nett' sind. Haben die anderen deshalb Übergriffe und Belästigung verdient?

Nach Afghanistan reist man zudem als weisser schwuler oder queerer Mann besser auch nicht. Dort droht nämlich die Todesstrafe. Was letztlich alles auf starren Geschlechterrollen fußt, bei denen alles abgewertet wird, was von traditionellen Vorstellungen von Männlichkeit abweicht. In Afghanistan aber hier halt auch, nur scheinen das einige nicht wahrhaben zu wollen.

DAS ist das Problem und darauf sollte der Forus und Änderungswille liegen.Hier und jetzt. In Detschland. 2026. Nicht nur bei Frauen.

@Carla Ich habe Afghanistan erwähnt als ganz krasses Beispiel dafür, wo die Sicherheitsbedenken von (cis-)Männern und Frauen andere sein müssen und wirklich WEIT auseinander gehen. Die sexuelle Präferenz sieht man den meisten ja nicht an.

Ja, hat nicht so viel mit Dating zu tun, gebe ich zu. Back to topic.

Nur als Update: Karma regelt, der Typ ist gefasst https://www.stern.de/panorama/niedersachsen--moerder-entkommt-bei-freigang---wird-in-italien-gefasst-37564640.html

So dürfte es gerne immer sein.
Der Typ hatte sich übrigens bei seiner ursprünglichen Tat als Frau auf einer Internetplattform getarnt auf die Suche nach einem Opfer gemacht, um harmloser zu erscheinen. Das Opfer dachte, es hätte eine lesbische Frau zu sich nach Hause eingeladen.

Deshalb: Treffen an öffentlichen Plätzen.

@Alea.iacta.est - da hast du mich missverstanden - für Männer besteht nicht unbedingt die gleiche Erwartungshaltung bzgl. Vorsichtsmaßnahmen, da stimme ich dir zu - Probleme beim Dating sind ja zumindest teilweise tendenziell geschlechtsspezifisch. Für Männer ist Dating bloss kein risikoloses Schlaraffenland - zumindest kommt das für zumindest mich teilweise hier so rüber.

@SelfCare - als Mann müsste man sich um die eigene körperliche Unversehrtheit schon grundsätzlich mehr Sorgen machen als als Frau - 70% der polizeilich erfassten Opfer von Gewalttaten in Deutschland sind männlich. Männer stehen gleichzeitig sehr viel mehr unter gesellschaftlichem Druck sich selbst zu verteidigen als Frauen.

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1561134/umfrage/opfer-von-gewaltkriminalitaet-in-deutschland-nach-geschlecht/

Auch im Dating- und Flirt-Kontext kann das durchaus eine Rolle spielen, gerade als Jugendlicher oder junger Erwachsener. Die Gefahr geht dann nicht von der Frau aus sondern von anderen Männern. Wenn man zum Beispiel im Club angesprochen wird a la "Das ist meine Perle (oder Möchtegern-Perle). Wir klären das jetzt draußen vor der Tür!" Oder der Ex mit dem Baseballschläger vor der Tür steht.

als Mann müsste man sich um die eigene körperliche Unversehrtheit schon grundsätzlich mehr Sorgen machen als als Frau - 70% der polizeilich erfassten Opfer von Gewalttaten in Deutschland sind männlich

Die Täter allerdings auch, ADMM... zeigt DAS nicht exakt, dass das tatsächlich ein durch und durch männliches Problem ist und kein weibliches? Ist es denn nicht auch im Sinne der Männer dieses Problem zu benennen und zu besprechen.
Ändern werden wir es nicht, aber zu tun als sei es das Problem der Frauen, die sich halt besser schützen müssen und irgendwie eh selbst Schuld sind, ist noch weniger zielführend

Bei Sexualstraftaten (darum geht es hier im Thread doch überwiegend!!) sind übrigens überwältigend mehr Frauen als Männer betroffen:

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1563186/umfrage/opfer-von-vergewaltigung-und-sexueller-noetigung-in-deutschland-nach-geschlecht

Wäre es nicht angebrachter statt Opfern hier psychologische Betreuung und Therapie zu empfehlen (ohne zu wissen ob sie die nicht ohnehin in Anspruch nehmen) es den Tätern und potentiellen Tätern zu empfehlen?

Das würde auch den männlichen Opfern zugute kommen, nicht nur Frauen.

Wie z.b dieses Projekt

https://taz.de/Taeterarbeit/!6168483/

Patriarchale Gewalt wird früh gesät, das zeigt die Täterarbeit. Ausnahmslos alle Gewalt ausübenden Menschen, die Stahr in den Kursen trifft, haben – meist schon in ihrer Kindheit – selbst Gewalt erlebt. „Das Erlebte ist wie eine Pflanze, die wächst und gedeiht, man kann also gar nicht früh genug mit Prävention ansetzen.“ Bei der Bekämpfung patriarchaler Gewalt geht es also auch darum, schon Kinder zu schützen – und gerade jungen Familien finanzielle, räumliche und emotionale Ressourcen zur Verfügung zu stellen.



Wer wirklich etwas gegen Kriminalität in Deutschland tun will, muss weniger darüber spekulieren, ob sich die Täter mit Messern bewaffnen oder welche Staatsangehörigkeit sie haben, sondern welcherlei Geschlecht sie sind.

https://taz.de/Polizeiliche-Kriminalstatistik/!6173669/

"Für Männer ist Dating bloss kein risikoloses Schlaraffenland - zumindest kommt das für zumindest mich teilweise hier so rüber."

Ne, ich glaube zu diesen - tatsächlich spannenderen und detaillierteren - Betrachtungsweisen kommen wir gar nicht, weil frau sich hier veralteten Stereotypen und Unterstellungen erwehren muss. Zudem DIESER Aspekt ist dann tatsächlich schon der Tatsache geschuldet, dass natürlich in einem Thread eröffnet von einer Frau zu den Erlebnissen einer Frau beim Dating auch genau das angeschaut wird.

"Carla: Ist es denn nicht auch im Sinne der Männer dieses Problem zu benennen und zu besprechen. Ändern werden wir es nicht, aber zu tun als sei es das Problem der Frauen, die sich halt besser schützen müssen und irgendwie eh selbst Schuld sind, ist noch weniger zielführend."

Das ist eigentlich ein wichtiger Punkt. Gibt es nicht eigentlich ein gemeinsames Ziel, die (Dating-)Welt für alle sicherer zu machen, durch Anerkennen von Ursachen, destruktiven Verhaltensweisen und Denkmustern?

"Carla: Bei Sexualstraftaten (darum geht es hier im Thread doch überwiegend!!) sind übrigens überwältigend mehr Frauen als Männer betroffen: "

Wobei gerade bei Männern - auch aufgrund traditioneller Geschlechterstereotypen - die Dunkelziffer bei den nicht gemeldeten Übergriffen wesentlich höher ist, weil sie "Opfer werden" oft mit Schwäche assoziieren und sich damit teilweise auch selbst schaden. Die Täter gegenüber Männern, sind im Übrigen meist auch Männer.

Jo, ich bezweifle aber dass das Verhältnis von 12600!!! Frauen zu 840 Männern sich nach Klärung der Dunkelziffer umkehrt. Frauen sind doch trotzdem VIEL häufiger betroffen.

Bei älteren Frauen und generell Frauen gibt es doch bekanntermaßen AUCH grosse Dunkelziffern?
Was sollen immer die Relativierungen, die NULL zum Thema tun?

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1563186/umfrage/opfer-von-vergewaltigung-und-sexueller-noetigung-in-deutschland-nach-geschlecht

Können wir vielleicht für 2 Minuten aufhören zu tun als seien Männer zugleich die Hauptopfer und unänderbare Täter zugleich?



Jetzt kommt gleich: In Japan wurden aber mehr Männer von Hunden gebissen, oder was?

Was tut das zur Sache der Sicherheit von FRAUEN, worum es hier im Thread geht?