Fazit nach 10 Monaten Online-Dating

in „Rundum Leben“

Zu diesem Thema gibt es 757 Antworten

Moin.
Weil es wichtig zu sein scheint: natürlich kenne ich das Forum. Trotzdem bin ich seit gerade eben angemeldet und war davor länger nicht aktiv, es geht beides.
Außerdem: ich bin nicht mehr auf der Suche, allerdings noch nicht so lange nicht mehr auf der Suche, das heißt, ich darf noch mitreden, aber, ich war nicht hier auf der Suche (Rf hatte sich für mich einfach als Plattform dafür als nicht so geeignet dargestellt).

Es wird hier immer wieder betont, dass es doch wichtig wäre nach den Ursachen zu forschen.
Na, dann habe ich das mal versucht. Wie man das heutzutage so macht, im Internet. Da findet man Studien, Beurteilungen von Psychologen, Soziologen, usw.
So habe ich also unter den verschiedensten Fragen immer wieder gesucht im Netz, also z.B. Ursachen sexueller Übergriffe auf Frauen und ähnliches. Weil mich das Internet immer wieder falsch verstanden hat und mir z.B. erklären wollte warum Menschen zu Tätern werden, habe ich schließlich Fragen gestellt wie: warum werden manche Frauen Opfer von sexuellen Übergriffen und andere nicht?
Heraus kamen dabei Informationen wie diese:

https://www.frauennotruf-heidelberg.de/sexualisierte-gewalt-und-vergewaltigungsmythen/

Letztlich habe ich dann zum Äußersten gegriffen und das getan, was ich sonst meide wie der Teufel das Weihwasser, ich habe ChatGPT gefragt (ich bitte um Vergebung). Nun weiß ich nicht (dazu bin ich hier nicht mehr aktuell genug), ob man KI Texte hier posten darf, obwohl ich zunehmend den Eindruck habe, das wäre i.O., gespeichert hätte ich es auf jeden Fall.
Fazit in meinen Worten: sexuelle Übergriffe hängen von Entscheidungen des Täters und nicht des Opfers ab. Es gibt Aspekte, die verletzlicher machen, logisch, z.B. Drogen, Alkohol oder Abhängigkeiten wie Arbeitsverhältnisse. Statistisch wären mehr junge Frauen betroffen (meine Anmerkung: vor kurzem habe ich eine Studie gelesen, dass im Alter die Bereitschaft zur Anzeige sinkt, von daher würde ich das mit Vorsicht genießen). Außerdem erklärt mir ChatGPT, dass, falls meine Frage daraufhin abzielen würde, ob manche Frauen das eher "anziehen" würden: es gibt keine wissenschaftliche Evidenz dafür.

Möglicherweise möchten einige genau deshalb die Ursachen beim Verhalten des Opfers nicht diskutieren. Weil es sie nicht gibt.

Mea culpa maxima culpa zu ChatGPT, es war sonst nichts zu finden. Wer doch etwas wissenschaftliches findet wie sich Frauen verhalten sollten: ich bin interessiert.

Merci zurück :)

Apfel, dich kenne ich noch, liebe Grüße👋


Mir wurde gerade privat mitgeteilt, dass gekennzeichnete KI Inhalte gepostet werden dürfen, dann hole ich das hiermit nach, bei der stillen Post geht ja sonst immer so viel verloren.



Meine Frage:
Warum werden manche Frauen Opfer sexueller Übergriffe und andere nicht?



Antwort KI/ChatGPT:

Es gibt keine Eigenschaft, kein Verhalten und keine Entscheidung einer Frau, die zuverlässig erklärt, warum sie Opfer eines sexuellen Übergriffs wird und eine andere nicht.

Die wichtigste Erkenntnis aus der Forschung ist: Sexuelle Übergriffe entstehen durch die Entscheidungen der Täter, nicht durch eine besondere Eigenschaft der Opfer. Täter wählen Situationen aus, in denen sie glauben, Macht ausüben zu können, wenig Widerstand zu erwarten oder geringe Konsequenzen zu riskieren.

Dennoch gibt es Faktoren, die das statistische Risiko beeinflussen können. Dazu gehören beispielsweise:

Situationen, in denen Menschen voneinander abhängig sind (z. B. am Arbeitsplatz, in Beziehungen oder in Ausbildungssituationen).
Isolation oder fehlende Unterstützung durch andere Personen.
Alkohol- oder Drogenkonsum, der die Fähigkeit zur Gegenwehr oder zum Erkennen von Gefahrensignalen beeinträchtigen kann.
Gesellschaftliche Umfelder, in denen Grenzverletzungen toleriert oder nicht ernst genommen werden.
Junge Menschen und insbesondere Mädchen und junge Frauen sind statistisch häufiger betroffen als ältere Erwachsene.

Wichtig ist dabei: Ein Risikofaktor ist keine Ursache und keine Schuldzuweisung. Viele Menschen befinden sich in solchen Situationen und erleben nie einen Übergriff. Umgekehrt können sexuelle Übergriffe auch in scheinbar sicheren Situationen geschehen.

Wenn deine Frage eher lautet, ob es bestimmte Persönlichkeitsmerkmale oder ein bestimmtes Auftreten gibt, die Täter „anziehen“: Dafür gibt es keine belastbare Evidenz. Täter handeln oft opportunistisch und nutzen Gelegenheiten, Machtgefälle oder Verletzlichkeit aus. Das bedeutet nicht, dass die betroffene Person etwas „ausgestrahlt“ oder falsch gemacht hat.

[i]Falls du die Frage aus psychologischer, kriminologischer oder evolutionärer Sicht meinst, kann ich die verschiedenen Erklärungsansätze genauer erläutern.[/i]

Ich finde eine KI antwortet schon sehr differenziert und klar auf die Fragestellung und ich würde hier in beiden Fällen der KI zustimmen, nachdem sich der Thread so entwickelt hat.

Frage: Sind Frauen mit Schuld oder Auslöser sexualisierter Gewalt gegen Frauen?

Antwort:
Nein, Frauen tragen weder die Schuld an sexualisierter Gewalt gegen sie, noch sind sie der Auslöser dafür.
Die alleinige Verantwortung für eine Gewalttat liegt immer und ausnahmslos beim Täter oder der Täterin.
In der Wissenschaft, Psychologie und Kriminologie herrscht hierüber völliger Konsens. Dennoch hält sich in Teilen der Gesellschaft hartnäckig der Mythos der sogenannten Opferschuld (engl. Victim Blaming).
Hier sind die wichtigsten Fakten und Hintergründe, warum die Schuld niemals beim Opfer liegt:
1. Kleidung und Verhalten sind keine Auslöser
Häufig wird fälschlicherweise behauptet, „reizvolle“ Kleidung, Alkoholkonsum oder ein bestimmtes Auftreten von Frauen würden sexualisierte Gewalt provozieren. Studien und die polizeiliche Praxis zeigen jedoch das Gegenteil:
Kein Kleidungsmuster: Opfer sexualisierter Gewalt tragen zum Tatzeitpunkt alles von der Jogginghose über den Wintermantel bis hin zur Arbeitskleidung. Ausstellungen wie „Was ich anhatte“ machen weltweit sichtbar, dass Kleidung absolut keine Rolle spielt.
Macht statt Lust: Sexualisierte Gewalt ist in den seltensten Fällen ein unkontrollierbarer „Triebüberschuss“. Es geht den Tätern primär um Macht, Dominanz und Demütigung.
2. Das psychologische Phänomen: Die "Gerechte-Welt-Hypothese"
Warum schieben Menschen Opfern überhaupt eine Mitschuld zu? Psychologen erklären das mit der Sehnsucht nach einer sicheren Welt.
Wenn wir uns einreden, dass ein Opfer durch sein Verhalten (z. B. nachts allein unterwegs sein) die Tat selbst verschuldet hat, gibt uns das die Illusion von Kontrolle. Wir denken: „Wenn ich mich richtig verhalte, passiert mir das nicht.“ Das ist ein psychologischer Schutzmechanismus, der jedoch die Realität verzerrt und Betroffene sozial isoliert.
3. Die meisten Taten geschehen im Nahbereich
Der Mythos vom „fremden Täter im dunklen Park“ verzerrt die Realität. Die überwältigende Mehrheit der Fälle von sexualisierter Gewalt geschieht:
Im Bekanntenkreis, der Partnerschaft oder der Familie.
In den eigenen vier Wänden, wo das Argument von „falscher Kleidung“ oder „falschem Ort“ völlig ins Leere läuft.
4. Ein klares rechtliches und ethisches Prinzip
Ein Nein ist ein Nein (und nur ein Ja ist ein Ja). Kein Mensch verliert durch sein Verhalten, seinen Aufenthaltsort oder seine Kleidung das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung und körperliche Unversehrtheit. Wer die Schuld auch nur anteilig beim Opfer sucht, entlastet den Täter und verschiebt die gesellschaftliche Verantwortung.

2. Frage: In wie weit tragen Frauen, die solche Angriffe nicht anzeigen zu einer Bestätigung der Täter bei?

2. Antwort:
Es ist vollkommen verständlich, dass man sich diese Frage stellt, wenn man das Problem strukturell betrachtet: Wenn Täter nicht angezeigt werden, bleiben sie frei und können theoretisch weitermachen.
Tatsächlich zeigt die kriminologische Forschung, dass eine geringe Anzeigequote – die sogenannte Dunkelziffer – dazu beitragen kann, dass Täter sich in Sicherheit wiegen und ein Gefühl der Straffreiheit (Impunität) entwickeln.
Aber – und das ist der entscheidende Punkt: Daraus darf niemals der Umkehrschluss gezogen werden, dass die betroffenen Frauen dafür die Verantwortung oder eine Mitschuld tragen. Wenn Frauen eine Tat nicht anzeigen, ist das nicht die Ursache für das Verhalten des Täters, sondern eine Folge des gesellschaftlichen und juristischen Systems.
Hier sind die Gründe, warum Betroffene oft auf eine Anzeige verzichten, und warum die Verantwortung für die „Bestätigung“ der Täter beim System liegt, nicht bei den Frauen:
1. Die Angst vor "Sekundärer Viktimisierung"
Viele Frauen entscheiden sich ganz bewusst gegen eine Anzeige, um sich selbst zu schützen. Der Weg durch ein Strafverfahren bedeutet oft eine sekundäre Viktimisierung – das heißt, das Opfer wird durch das System noch einmal traumatisiert.
Bei Vernehmungen müssen intimste Details immer und immer wieder erzählt werden.
Vor Gericht wird die Glaubwürdigkeit der Frau oft von der Verteidigung des Täters massiv und aggressiv angegriffen.
Betroffene erleben im Prozess nicht selten genau das Victim Blaming, vor dem sie Angst haben (z. B. Fragen wie: „Haben Sie Alkohol getrunken?“, „Warum haben Sie sich nicht stärker gewehrt?“).
2. Geringe Erfolgsaussichten im Justizsystem
Die Realität der Justiz schreckt viele Betroffene ab. Bei sexualisierter Gewalt steht im Strafrecht sehr häufig Aussage gegen Aussage. Ohne eindeutige physische Beweise (wie DNA-Spuren oder sichtbare Verletzungen) enden viele Verfahren mit einer Einstellung oder einem Freispruch nach dem Grundsatz „In dubio pro reo“ (Im Zweifel für den Angeklagten).
Für eine betroffene Frau ist ein eingestelltes Verfahren oft wie ein zweiter Schlag ins Gesicht: Der Täter geht gestärkt und juristisch „reingewaschen“ aus der Sache hervor – was ihn im Nachhinein viel mehr bestätigt, als wenn gar keine Anzeige erstattet worden wäre.
3. Abhängigkeiten und das soziale Umfeld
Da die meisten Taten im Nahbereich (Partnerschaft, Familie, Arbeitsplatz) stattfinden, hängen an einer Anzeige existenzielle Konsequenzen:
Drohender sozialer Ruin: Oft bricht die Familie oder der gemeinsame Freundeskreis auseinander. Der Frau wird vorgeworfen, das Leben des Mannes „zu zerstören“.
Finanzielle oder berufliche Abhängigkeit: Wenn der Täter der Chef oder der Hauptverdiener der Familie ist, bedeutet eine Anzeige oft den Verlust des Arbeitsplatzes oder der Existenzgrundlage.
4. Psychologische Folgen der Tat
Sexualisierte Gewalt löst tiefe Traumata, Scham- und Schuldgefühle aus. Viele Betroffene wollen die Tat psychisch einfach nur verdrängen, um irgendwie im Alltag zu funktionieren. Ein jahrelanger Gerichtsprozess zwingt sie dazu, sich permanent mit dem Trauma zu beschäftigen, was den Heilungsprozess massiv blockieren kann.
Fazit: Wer bestätigt hier wen?
Wenn ein Täter durch das Ausbleiben einer Anzeige bestärkt wird, dann liegt das daran, dass die Gesellschaft und das Rechtssystem es den Opfern so schwer machen, Gerechtigkeit zu erfahren.
Nicht die Frau, die schweigt, bestätigt den Täter – sondern eine gesellschaftliche Realität, in der Betroffene mit Skepsis statt mit Solidarität rechnen müssen, und ein Justizsystem, das bei der Aufklärung dieser spezifischen Delikte oft an seine Grenzen stößt. Um Tätern das Handwerk zu legen, muss sich das System ändern, damit Frauen sich sicher genug fühlen, den Weg zur Polizei zu gehen.

(KI ist das Gemini Flash - Model und Formatierungen habe ich zur besseren Lesbarkeit von der KI übernommen)

Zum Thema : Nicht persönlich bekannt:
@ Birne Helene kenne ich von Fotos von der Ü100.
@Carla 1 war hier schon seit sehr vielen Jahren mit unterschiedlichen Nicknamen. Woher sollte sie sonst wissen, daß ich schon einem Jahrzehnt nicht mehr date 😉
Ihr Schreibstil und Dynamik in Diskussionen ist bekannt und auffällig.
Und daß @ Carla1 und @ AdMM sich kennen, verwundert mich nicht, da beide ( früher? ) in Köln wohnten und das auch öffentlich hier schon mitgeteilt haben.


Zum Thema:
Ich vermisse immer noch konkrete Ideen, wie Frauen es schaffen, sich mehr gegen Übergriffe von Männern zu schützen.
Denn nur mit " Jammern" darüber, daß sie unter solchen Grenzüberschreitenden zu leiden haben, wird langfristig nichts nutzen.
Männer ( die sich übergriffig benehmen) werden sich nicht freiwillig ändern. Sie sind ja nicht die Leidtragenden, was sollte dann ihre Motivation sein ?
Gerade in Zeiten, in denen junge Männer seltsamen Influenzern hinterher laufen, die toxische Männlichkeit predigen, sogar Jungs dazu bringen, sich mit Hämmetn das Gesicht zu bearbeiten um ein markantes Kinn zu bekommen, Zweifel ich an dem Willen zu Selbstreflktion. Und in Zeiten, in denen die politische Richtung immer verbreiteter nach rechts rückt und altmodische und kleinhaltende Frauenbilder wieder propagiert werden, da sollten sich Frauen darauf einstellen, daß sie wieder vermehrt um ihre Rechte und einen adäquaten Umgang kämpfen müssen.

Sich gegenseitig an die Gurgel gehen, verschwendet meines Erachtens nur Energie.
Emanzipation ist immer noch ein großes Thema. Sogar wieder verstärkt.

Und trotzdem dürfen auch Frauen unterschiedliche Haltungen haben, eben vllt auch aufgrund von verschiedenen Erfahrungen, persönlicher Lebensgeschichte und gesellschaftlichen/ familiären Prägungen.


Ja. Ich frage.
Weil keine von uns DAS perfekte Konzept in der Tasche hat. Das würde nur in der Diskussion im Konsens mit Kompromissen entstehen.
Und es heißt für mich auch, daß FRAU sich Gedanken macht, wie sie persönlich mit diesem Thema umgehen will.
Wir Frauen sind doch ( angeblich) eher zur Selbstreflektion bereit. 😉

was sollte dann ihre Motivation sein ?

Ich weiß nicht, Teja... vielleicht ein Mensch zu sein der die Grenzen anderer achtet und moralische Werte hat?
Sich morgens noch im Spiegel ansehen können?
Kein Straftäter zu sein?
Nicht in der Gesellschaft geächtet zu sein?
Aber gut, wenn die Gesellschaft nur mit den Schultern zuckt und die Frauen zur Veränderung aufruft, entsteht vermutlich der Eindruck, dass das nicht so wichtig ist.
Bist du wirklich so blind, oder geht es jetzt nur noch darum aus persönlichem verletzen Stolz MIR zu widersprechen? Frag dich das mal bitte selbst.

(OT:

Die InfluenZa ist eine Erkrankung, der InfuenCer ist auf Social Media unterwegs. Den Influenzer gibt es nicht)

Und Teja, was können Frauen NOCH MEHR machen als BH hier schon vorgeschlagen hat?

Glaubst du das machen nicht alle hier ohnehin schon?


Wenn es dich so brennend interessiert, dann schreibe doch selbst mal was frau machen kann statt deinen immergleichen Schmus. Wissen tust so es offenbar selbst ja nicht?

Und: es ist bezeichnenend dass du Diskussionen um adäquaten Umgang unterwanderst, dabei behauptest es wäre Jammerei um dann im gleichen Atemzug zu fordern, dass Frauen für adäquaten Umgang kämpfen sollen.
Das Wort jammern wird auch nicht dadurch freundlicher wenn du es in Gänsefüßchen setzt.

Und statt Vorschläge zu machen, zum Thema, dass dich angeblich so brennend interessiert verwässerst und unterwanderst du die Diskussion.



Woher ich weiß, dass du verheiratet bist?

Stell dir vor: weil du es in den letzten Tage im Forum geschrieben hast, beglückwünscht wurdest und es in deinem Profil steht. Und weil du, ebenfalls in den unmittelbar letzten Tagen im Parallelthread geschrieben hast, dass du schon lange nicht mehr datest, aber als du es noch tatest du auch verheiratete Männer gedatet hast.
Offenbar gleicht dein Gedächtnis einem Sieb.
Meines halt nicht. 🤷‍♀️

Ich finde eine KI antwortet schon sehr differenziert und klar auf die Fragestellung und ich würde hier in beiden Fällen der KI zustimmen, nachdem sich der Thread so entwickelt hat.

Ach was Kurvenfan, auf einmal?
Wo ist denn dein Nase rümpfendes: "Wenn Opfer die Tat nicht anzeigen sind sie selber Schuld. Und außerdem müssen sie sich körperlich wehren, ansonsten haben sie nicht genug getan um den Übergriff zu verhindern und müssen danach nicht rumjammern, selbst die Polizei rät dazu, sich immer körperlich zu wehren.

Die Influencer der Manosphere sind übrigens auch Männer und es sind mitnichten nur sehr junge Männer. Warum Männer sich nicht selbstreflektieren können wüsste ich nicht. ICH habe das auch nie behauptet Teja.
Weil ich darauf setze, dass die meisten es können schreibe ich hier und ich finde z.b Kurvenfan zeigt ziemlich eindrücklich wie viele Gedanken Männer sich machen und mit ihm kann man z.b auch wieder aufs neue ins Gespräch kommen. Wenn man als Frau vorauseilend die strategische Inkompetenz von Männern bestärkt ("die können sich nicht selbstreflektieren" ) oder sie gar gleich wie Seaangel zu 'Bübchen' degradiert, ist das auch Teil dessen, warum sexuelle Übergriffe weiterhin als Dummejungenstreiche dargestellt und wahrgenommen werden.

Danke an der Stelle mal an Kurvenfan für die sinnvolle Nutzung von KI und die persönliche Größe sinnvoll wieder in die Diskussion einzusteigen.
Und danke auch nochmal an Alea.iacta.est die Diskussion um neue Facetten bereichert zu haben.

@Apfel
Ich denke ich habe bei all meinen Beiträgen stets klar gemacht, dass auch wenn Frauen sich nicht wehren oder Belästigungen nicht anzeigen, das nichts an der Schuld der Täter ändert.

Vielleicht habe ich mich zu sehr auf den Faktor Impunität verstärkt, aus meiner eigenen Sicht auf die Dinge heraus. Das war vielleicht nicht zielführend. Ich kann, auch durch die Diskussion hier, aber nun nachvollziehen, dass nicht alle Opfer in der Lage sind den Rechtsweg zu beschreiten oder sich in der konkreten Situation zur Wehr zu setzen.

Ich bin weiterhin der Meinung, dass es gut wäre solches Verhalten aktenkundig zu machen oder anzuzeigen. Doch vielleicht muss an der Stelle auch unser Rechtssystem niederschwellige Möglichkeiten schaffen, wo Opfer das in einem geschützten Rahmen tun können und auch das Gefühl haben mit ihrer Verletzung ernst genommen zu werden.

Darüber hinaus denke ich, dass meine Sicht der Dinge ausreichend in die Diskussion eingeflossen ist um meinen Standpunkt zu verdeutlichen. Ich stimme auch hier Anmerkungen zu, dass weiterer Druck oder das reine Beharren auf meiner Sicht der Dinge nicht zu einem Ergebnis führt und die Fronten eher weiter verhärtet. Wie wir gesehen haben ist so erst recht keine konstruktive Lösung möglich, falls es diese überhaupt gibt.

„Regensburg“ (Pseudonym)

Schön, dass jetzt auch noch die KI zum Thema geworden ist.

Was mich dabei immer wieder erstaunt: Viele tun so, als wäre eine KI eine allwissende Instanz. Dabei sind diese Systeme ohne vernünftige Vorgaben oft erstaunlich kreativ darin, Unsinn zu produzieren. Wer die Ergebnisse nicht hinterfragt, bekommt am Ende keine Wahrheit, sondern nur sehr überzeugend formulierte Fehler.


Fast noch spannender finde ich inzwischen, wie viele brandneue User mit Minimalprofil plötzlich auftauchen, sich sofort mitten in die Diskussion werfen und wirken, als würden sie das Forum, die Nutzer und sämtliche alten Konflikte seit Jahren kennen. Das muss wirklich eine bemerkenswerte Häufung von Zufällen sein.

Liebe Carla-1, ich hoffe übrigens, die anderen User melden Dir rechtzeitig jede Profiländerung. Nicht dass Deine Sammlung an Notizen und Charakteranalysen plötzlich veraltet.

Aber nun mal zurück zur eigentlichen Frage:

Reicht es jetzt, wenn Frauen ihre Erfahrungen schildern und wir anschließend gemeinsam feststellen, dass Männer das Problem sind? Oder gibt es auch Ideen, wie sich die Situation künftig konkret verbessern soll?

@Kurvenfan Finde gut, dass du deine Ansichten überdacht hast.
@KF @Alea.iacta.est Schade, dass du den Input einer KI mehr beachtet hast, als den von Frauen, die dir zuvor ähnliches gesagt hatten. Da ist noch Raum nach oben fürs nächste Mal. 😉
Auch Frauen kann man im Übrigen Dinge fragen - mann muss sie nicht nur belehren. Wenn sie nett sind, antworten sie sogar.

"Ich stimme auch hier Anmerkungen zu, dass weiterer Druck oder das reine Beharren auf meiner Sicht der Dinge nicht zu einem Ergebnis führt und die Fronten eher weiter verhärtet. Wie wir gesehen haben ist so erst recht keine konstruktive Lösung möglich, falls es diese überhaupt gibt."

Genau. Der Kopf ist rund damit das Denken die Richtung ändern kann - nur so lernen wir (dazu) und werden besser. 👍

"Carla: Die InfluenZa ist eine Erkrankung, der InfuenCer ist auf Social Media unterwegs. Den Influenzer gibt es nicht)" Der Sandmann und die Fieberdüne | Julien Bam
(Julien Bam)
(ca. 20sec lang)

Oder gibt es auch Ideen, wie sich die Situation künftig konkret verbessern soll?

Taten benennen, statt sie kleinzureden.
Potentielle Täter nicht dadurch schützen dass man ihren die Fähigkeit zur Selbstreflektion abspricht.

Es immer und immer wieder thematisieren welches Verhalten unerwünscht und nicht akzeptabel ist.

Männer, die schon im Forum keine Grenzen achten schlicht nicht daten.

Die eigenen Söhne so erziehen, dass die Töchter anderer Mütter sich nicht vor ihren schützen müssen.

Den Söhne vorleben, dass die Fähigkeit zur Selbstreflektion und zum Respekt vor anderen nicht vom Geschlecht abhängig ist.

Männer ernst nehmen und sie nicht wie Schuljungen behandeln.

Schärfere Gesetze fordern.

Admins von Plattformen, die Belästigung nicht ahnden nicht mit Jahresmitgliedschaften dafür belohnen.

Plattformen die ihre Nutzerinnen nicht schützen nicht zum Dating nutzen.

Jedes Dick-pic zur Anzeige bringen.

Dates im öffentlichen Raum (im Café, nicht im Park oder Wald!!!) ausmachen und anderen mitteilen wo man ist. Selbstverständlich nicht in ein fremdes Auto steigen oder in eine fremde Wohnung gehen.

Den vollständigen Namen erfragen und sich gegebenenfalls vorher den Personalausweis der Person zeigen lassen.

Vorher telefonieren.

Jede Grenzüberschreitung in der Konversation ernst nehmen und sich bei einem unguten Gefühl gar nicht erst treffen.

Mit den eigenen Daten geizen. Keine Links zu Social Media. Nicht überall die gleichen (aufspürbaren) Fotos verwenden. (Stalking)
Nicht überall den gleichen Nicknamen verwenden (Stalking)
Keine persönlichen Daten Anschrift, Geburtsdatum (Geburtstagsliste hier bei RF in den Einstellungen deaktivieren!!!) oder die eigenen Vermögensverhältnisse herausgeben.

Abstand halten. Bei unerwünschten Handlungen wenn möglich gleich laut werden.

Aufpassen, dass man nicht auf dem Heimweg verfolgt wird.

Unangenehme Fragen nicht ignorieren sondern benennen.

Mobiltelefon zum Treffen mitnehmen und vergewissern, dass man immer erreichbar bleibt.

Das eigene Getränk nicht unbeaufsichtigt lassen. Muss man z.b zur Toilette lieber danach ein neues Getränk bestellen.

Bei ungutem Gefühl: Aufstehen und gehen.

Im Café um Hilfe bitten: Mit der Frage "ist Luisa hier?" kann man Personal in Lokalen unauffällig um Hilfe bei Belästigung, Bedrohung oder Angst vor Übergriffen bitten.

Das alles tue ich z.b bereits.
Ich vermute die TE auch.

Noch Vorschläge BH und Teja? Oder wollt ihr lieber noch ne Runde über das Verhalten von Frauen jammern?

„Regensburg“ (Pseudonym)

Liebe Carla-1,

ich musste beim Lesen Deiner Liste tatsächlich schmunzeln.

Denn nach gefühlt zwanzig Seiten Diskussion stellst Du nun eine ganze Reihe von Vorschlägen vor, von denen viele genau das enthalten, worüber einige von uns die ganze Zeit gesprochen haben: Abstand halten, auf das Bauchgefühl hören, sich nicht in riskante Situationen begeben, Grenzen setzen, Daten schützen, bei einem unguten Gefühl gehen. Da sind wir uns ja plötzlich viel näher, als Du es in Deinen Beiträgen oft vermuten lässt. Was mich allerdings nachdenklich macht: Einerseits wird immer wieder betont, Frauen seien stark, selbstbestimmt und Männern vollkommen gleichgestellt. Andererseits entsteht bei manchen Forderungen der Eindruck, als bräuchten Frauen für jede unangenehme Begegnung einen Admin, einen Plattformbetreiber, den Staat, neue Gesetze oder gleich die nächste Kontrollinstanz.

Das empfinde ich nicht als Gleichberechtigung.

Für mich bedeutet Gleichberechtigung auch, Frauen die gleiche Stärke, Urteilsfähigkeit und Eigenverantwortung zuzutrauen, die man von Männern selbstverständlich erwartet. Natürlich sollen Täter benannt und Fehlverhalten sanktioniert werden. Darüber müssen wir gar nicht diskutieren. Aber ich glaube nicht, dass sich die Welt dadurch verbessert, dass wir immer neue Regeln schaffen und gleichzeitig so tun, als hätten Frauen selbst keinerlei Einfluss auf ihr eigenes Handeln.

Und beim Vorschlag, vor Dates den Personalausweis zu kontrollieren, musste ich dann doch kurz lachen. Ich stelle mir gerade vor, wie zwei Menschen beim ersten Kennenlernen erst einmal ihre Ausweise austauschen, Identitäten prüfen und anschließend die Datenschutzerklärung unterschreiben.

Gilt das dann eigentlich für beide Seiten oder nur für Männer?

Denn Gleichberechtigung funktioniert für mich immer in beide Richtungen. Vielleicht liegt genau dort unser Unterschied: Du setzt viel Hoffnung in Kontrolle, Regeln und Sanktionen zur Unterstützung des schwachen Geschlechtes? Ich setze etwas mehr Vertrauen in Eigenverantwortung, Menschenkenntnis und die Fähigkeit von Frauen, auf sich selbst aufzupassen.

Gute Tipps, Carla!

Noch weitere Ideen:
- Heimliches Hilferuf Handzeichen kennen Heimlicher Hilferuf: Jeder sollte dieses Handzeichen kennen
(SAT.1 REGIONAL)
- das kann man selbst nutzen und/oder bei Bedarf auch helfen
- Sich nicht scheuen Hilfe zu suchen: Einfach nach Sympathie gehen, nach Möglichkeit in eine Gruppe gehen, mit der der Aggressor es nicht freiwillig aufnehmen würde
- Kopfhörer in potenziell bedrohlichen Situationen z.B. im Dunkeln in Parks und Städten vermeiden, damit man merkt, wenn sich jemand nähert
- Vor Dates einer Freundin alle Daten geben mit wem man sich trifft und wann, besprechen was sie wann machen soll, wenn man sich nicht meldet ggf. den Standort teilen
- Fehlende Offenheit des Gegenübers was reale Daten angeht beim Treffen als Warnzeichen betrachten. Wer z.B. zum persönlichen Date nicht bereit ist, euch seinen realen Namen und Wohnort zu nennen, hat in der Regel was zu verbergen. Es ist kein Stalking ihn mal kurz zu googeln um zu schauen, ob es die Person gibt.
- Lieber die gut beleuchtete, belebte Straße als die dunkle, einsame Abkürzung nehmen
- Über einen Taschenalarm nachdenken https://www.amazon.de/taschensirene/s?k=taschensirene - der macht wenn gedrückt schnell ein SEHR lautes Geräusch und damit ggf. Leute auf euch aufmerksam
- Wenn man neue Leute kennenlernt, nie soviel Alkohol trinken, dass man nicht mehr klar denken kann. Wenn ihr merkt, dass euch euer Gegenüber alkoholische Getränke "aufschwatzen" will, oder euch bedrängt mehr zu trinken: Geht! Das ist ein Warnzeichen.
- Sucht euch vorher raus, wann die letzte Bahn geht, wenn ihr mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs seid und geht rechtzeitig, damit ihr nachts nirgendwo strandet.
- Die meisten von uns haben feine Sensoren für "Da ist was faul" und das kann von "er hat eigentlich eine Freundin" bis hin zu "Der will mich nur flachlegen" alles sein. Hört auf euer Bauchgefühl. Wenn alles doch ganz harmlos und der Typ toll war, dann gibt es auch noch ein Folgedate.

ich musste beim Lesen Deiner Liste tatsächlich schmunzeln.

Das war mir klar.



stellst Du nun eine ganze Reihe von Vorschlägen vor, von denen viele genau das enthalten, worüber einige von uns die ganze Zeit gesprochen haben


Weißt du warum, BH?
Weil du das Rad nicht neu erfunden hast und das die Basisregeln sind, an die sich ohnehin jede:r hält und an die sich die Frauen hier im Thread zu großer sicher Sicherheit auch gehalten haben. Weil die Möglichkeiten, sich zu schützen, eben begrenzt sind - man kann sich daran halten und Übergriffe werden trotzdem passieren.



Darüber müssen wir gar nicht diskutieren.

Doch offensichtlich müssen wir das. Das wirst du auch mit noch so vielen nichtssagenden Textentapeten nicht verhindern.


Hast du außer allgemein bekannten 08/15 Ratschlägen, die jeder kennt eigentlich noch andere Ideen, oder war's das jetzt schon?


Schmunzel, schmunzel 🙄

Im Übrigen habe ich BH immer noch auf Igno und habe durch eure Antworten auf sie nicht das Gefühl in den letzten Tages irgendetwas inhaltlich Bedeutsames verpasst zu haben außer lebenszeitverschendender KI-Texttapeten.

Von daher sind praktisch anwendbare Tipps, doch vielleicht mal eine nette Abwechslung.

Noch ein paar Vorschläge:

Frauen, nehmt andere Frauen ernst. Zeigt Solidarität. Glaubt ihnen. Hört ihnen zu.

Hört bitte auf, Männern, die zurückhaltender sind, zu vermitteln, sie seien „unmännlich“. Das sind sie NICHT. Ihr werdet damit selbst zu einem Teil eines toxischen Systems.

Achtet die Grenzen von Männern und akzeptiert, wenn diese ein langsameres Tempo bei der Annäherung haben, als ihr erwartet habt.

Es hat sich auch noch keine Frau einen Zacken aus der Krone gebrochen, selbst Initiative zu zeigen, wenn sie sich mehr Nähe wünscht. Aber wenn ihr das tut, dann FRAGT ob eine Umarmung, ein Kuss, eine Berührung in Ordnung ist. Männer sind genauso wenig wie ihr Freiwild, die dauergeil sind und euch zu Diensten sein müssen.

Achtet die Grenzen des Gegenübers, so wie ihr es vom Gegenüber auch wollt.

„Regensburg“ (Pseudonym)

Liebe SelfCare,

das ist natürlich die komfortabelste Form des Ignorierens. Man erklärt öffentlich, jemanden auf Igno gesetzt zu haben, liest dessen Beiträge angeblich nicht mehr und kennt trotzdem erstaunlich genau deren Inhalte, Stil und angebliche Aussagen.
Aber gut, vermutlich handelt es sich um eine besonders moderne Form der Ignorierfunktion. Man schaltet sie einfach je nach Bedarf an und aus, kommentiert zwischendurch fleißig weiter und kann anschließend behaupten, man habe die Beiträge ja gar nicht gelesen.

Einige Deiner Punkte finde ich durchaus sinnvoll: Bauchgefühl ernst nehmen, nüchtern bleiben, Treffpunkt gut wählen, Rückweg planen, jemandem Bescheid geben. Das ist für mich ganz normale Vorsicht. Bei einem Punkt stolpere ich aber: Glaubst Du ernsthaft, dass ein Mann vor einem ersten Date bereitwillig seine privaten Daten vollständig herausgibt? Telefonnummer, voller Name, Wohnort, womöglich noch Adresse?

Denn Gleichberechtigung bedeutet für mich auch, die Sache einmal umzudrehen: Wärst Du bereit, einem fremden Mann vor einem ersten Treffen dieselben Daten von Dir zu geben? Oder gilt diese Offenheit nur in eine Richtung?

Es gibt leider nicht nur schräge Männer, sondern auch schräge Frauen. Mein Mann hat aus seiner Datingzeit ebenfalls Geschichten erzählt, bei denen er froh war, ein Treffen rechtzeitig beendet zu haben. Auch Männer können in Situationen geraten, in denen ihnen später Dinge unterstellt, verdreht oder gegen sie verwendet werden.

Deshalb wäre ich vorsichtig damit, fehlende Bereitschaft zur Herausgabe privater Daten sofort als Warnzeichen zu werten. Für mich kann das auch schlicht Selbstschutz sein.

Ein öffentlicher Treffpunkt, vorher telefonieren, eigenes Auto oder eigene Heimfahrt, Bauchgefühl und klare Grenzen – ja, absolut. Aber private Daten vorab wie eine Bewerbungsmappe auszuhändigen, halte ich für beide Seiten für schwierig.