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in „Rundum Leben“

Zu diesem Thema gibt es 135 Antworten

Es gibt Menschen, die viel Geld haben, einen Master, einen hoch bezahlten Job, hochgradige Bildung in bestimmten Bereichen, die trotzdem "strunzdumm" sind. Auf menschlicher/emotionaler/empathischer/sozialer Ebene.

Und es gibt Menschen, die müssen ihr Leben lang knapsen, den Cent umdrehen, haben nach der Hauptschule einen Aushilfsjob in der Bäckerei angenommen. Und sie sind wie die Backstube, in der sie malochen: Warm, hell, freundlich. Haben Feingefühl, gehen gut mit ihren Mitmenschen um.

Nur auf den gesellschaftlichen Status schauen ist also nicht sehr schlau. Und ein Gradmesser für (persönliches) Glück ist er gleich dreimal nicht.

Miss Jenny, gestern, 13:43h, Danke.

absolut richtig, nur weil jemand einen Studienabschluss hat, ist er noch lange nicht schlau. genauso wenig wie der Bildungsabschluss ein Garant für Empathie oder sonstige soziale Kompetenz ist..

in meinem persönlichen Beispiel, ich bin Informatikerin.. also noch dazu eine Frau in einer Branche, in der noch immer das männliche Geschlecht dominiert.. ich kann definitiv nur für mich sprechen, aber ich habe es mehrfach erlebt, dass Mann das Interesse verliert, wenn es irgendwann dann um das Thema "was machst Du beruflich?" geht..

„Lünen“ (Pseudonym)

" ich kann definitiv nur für mich sprechen, aber ich habe es mehrfach erlebt, dass Mann das Interesse verliert, wenn es irgendwann dann um das Thema "was machst Du beruflich?" geht.."

Was man ziemlich häufig von hoch qualifizierten und/oder (sehr) gut verdiendenden Frauen hört. Umgekehrt trifft dies ebenso für den "materiell/beruflich unteren gesellschaftlichen" Bereich zu. Wurde ja dieser Tage auch in einem anderen Thread besprochen.

Ich ziehe den Hut vor Menschen, wenn sie gänzlich ohne Klischees, Vorurteile und Schubladen auskommen. Das gelingt mir nicht. Aber ich bemühe mich um Veränderungen, wenn mir das auffällt. Ganz oft gibt es auch unbewusste Vorurteile, die auch ihre Berechtigung hatten in anderen Zeiten.
Irgendwann habe ich angefangen, ausweichende Antworten zu geben, wenn mich jemand nach meinem Job gefragt hat. Nicht, weil ich Raketenwissenschaftlerin wäre oder wahnsinnig schlau oder reich bin. Sondern viel mehr, weil mir mal ein Mann sagte, ich solle mal überlegen, warum der Chefarzt in der '2. Runde' die Schwester heiratet und keine andere Ärztin. Und nein, ich bin keine Ärztin. :-)
Viel entscheidender ist meines Erachtens, ob man sich etwas zu erzählen hat und das hat herzlich wenig mit dem ausgeübten Beruf zu tun. Ob man sch in der Nähe des Anderen wohl fühlt, gern Zeit mit ihm verbringt und sich zu ihm hingezogen fühlt. Mindestens genauso wichtig ist aber, dass man mit sich selbst im Reinen ist und nicht im Außen etwas sucht, was im Innen fehlt. Für die Erkenntnis musst ich allerdings auch erst in meinen 40zigern ankommen. :-)

„Fröndenberg/Ruhr“ (Pseudonym)

"[...]weil mir mal ein Mann sagte, ich solle mal überlegen, warum der Chefarzt in der '2. Runde' die Schwester heiratet und keine andere Ärztin[...]"

Ich finde das wirklich bitter und es macht mich auch echt traurig.

„Neuss“ (Pseudonym)

Ein Mann der meine Leistung nicht anerkenne kann und nicht stolz auf mich sein kann, passt nicht zu mir als Partner. Das muss Mann schon aushalten können, sonst habe ich kein Interesse. Ein Partnerschaft sollte mich nicht bremsen, sondern ein Bereicherung sein im Leben. Gegenseitige Unterstützung ist für mich selbstverständlich in der Partnerschaft und das auf allen Ebenen.

Habe ich auch mal kennengelernt, aber das wurde sehr schnell deutlich und dann passt es halt nicht.

Ich würde mich nicht unter Wert verkaufen oder meine Beruf nicht stolz nennen, weil jemand anderes Probleme mit seinem Selbstwert hat.

@ LebensfreudeHH,

dein Beitrag von Heute, 19:57 Uhr trifft es genau 👍 und auch genau da:

"... weil mir mal ein Mann sagte, ich solle mal überlegen, warum der Chefarzt in der '2. Runde' die Schwester heiratet und keine andere Ärztin. Und nein, ich bin keine Ärztin. :-)... "

Allerdings, hatte mir das dazumal nicht ein Mann erzählt, sondern ich hatte es in ähnlicher Weise in einer Kolumne gelesen.