
„Calw“ (Pseudonym)
So richtig, richtig einsam weil niemand da war, war ich eigentlich selten. Dazu sind meine Interessen zu vielfältig und ich genieße es auch viel zu sehr mal alleine zu sein. Wenn ich Zeit habe, fange ich ständig irgendwelche neuen Projekte an: Räume etwas aus oder um, lerne Photoshop, Gitarre, verbessere mein Englisch mit amerikanischen Kochshows, schaue mir an, wie man Autos repariert, etc.. Meine Neugier hilft mir da sehr.
Auch über die harte Zeit nach meiner überraschenden Trennung (8 Jahre Beziehung) haben mir Freunde hinweg geholfen. Ich war die ersten 14 Tage keinen Abend allein daheim und ich bin diesen Menschen sehr dankbar dafür gewesen, eben weil ich auch verstehen kann, dass sie ein eigenes Leben haben, eigene Probleme und sich nicht immer mit einem heulenden Elend von Freundin beschäftigen können. Aber manchmal gibt es Situationen, in denen man merkt, dass man zwar nicht der Typ ist, der gerne auf gesellschaftliche Veranstaltungen geht,kein Hansdampf auf jeder Party ist und manchmal auch eher hart als herzlich, aber das man richtig, richtig gute Freunde hat.
Was hart ist, ist die freie Zeit, die man auf einmal nach einer Trennung hat. Wenn man sich normalerweise über den Tag ausgetauscht hat, dann ist da erstmal keiner mehr, mit dem man sprechen kann. Man fühlt sich einsam. Etwas fehlt. Ich habe in dieser Zeit viel gechattet. Nicht wirklich zielgerichtet auf Partnersuche. Ich war noch viel zu sehr durch den Wind. Manchmal tut es einfach gut mit einem Fremden zu sprechen, der einen vielleicht nicht kennt, aber eine neue Perspektive auf das Ganze ins Spiel bringt. Einen Partner habe ich genau so kennengelernt: Tief des Nachts einen wildfremden Mann angeschrieben und ihn in ein Gespräch verwickelt, in der völligen Erkenntnis, dass wir uns nie kennenlernen würden. Er war interessiert und paßte mich auf einem Stammtisch ab. Ich bin ihm heute sehr dankbar dafür, für die Ruhe, die er wieder in mein Innenleben hinein gebracht hat. Erst seit der gemeinsamen Zeit kann ich wieder wirklich "klar" denken, im Bezug auf das was die Jahre davor und durch die Trennung von meinem langjährigen Partner passiert ist. Er veränderte mein Männerbild und prägte es viel, viel positiver.
Wirklich "gut" geht es einem aber nur, wenn man alleine sein kann, ohne einsam zu sein. Ansonsten hilft es vielleicht auch zu fragen, was genau denn nicht "gut" ist, was fehlt: Selbstwertgefühl, Ablenkung, Herausforderungen etc. und sich gezielt das zu suchen. Ich - für mich - bin sicher: Wenn man nicht alleine glücklich sein kann, ist es viel viel schwerer, es zweisam zu sein.

Wenn man einsam ist und nicht gut alleine sein kann, kriegt die Erwartungshaltung an einem Partner ein Gewicht, das diesen glatt erschlägt und selbst kommt man ins Stolpern, weil man auch an sich Erwartungen stellt, nun alles gut zu machen, die sich kaum erfüllen lassen.
Wer allerdings sehr gut alleine klarkommt, tut fallweise gut daran, sich auf eine Partnerschaft vorzubereiten und eine Partnerschaft seelisch als Bereicherung vorzustellen. Ansonsten könnte es leicht passieren, dass der Partner das Gefühl bekommt - wozu braucht der/die mich eigentlich?
Auch besteht die Gefahr der Überforderung nach Konformität an den Partner.

„Bad Zwischenahn“ (Pseudonym)
hmm, ich hab ja nun Altenpflege gelernt und da wird sowas auch abgehandelt.
Man kann allein sein und einsam sein. Für letzteres ist man selbst verantwortlich. Man kann sich einsam fühlen obwohl man Leute um sich herum hat. Es ist ein subjektives Gefühl. Das habe ich öfters, wenn so Zeiten kommen dass man auf einer Hochzeit oder Geburtstagsfeier wieder mal alleine da sitzt, das wird sogar manchmal total zum Thema bei meiner tollen Verwandtschaft :( . Aber Alleinsein, das ist objektiv. Wenn wirklich niemand da ist. Und dazu muss ich sagen, wenn ich meine Kids nicht hätte wäre das sicher öfter der Fall.
Soooooo genug Geklugscheisst, sorry musste das durch meine Finger fliessen lassen.

„Lilienthal“ (Pseudonym)
Einsamkeit kenn ich nur ganz selten. Höchstens mal am Vorabend zu meinem Geburtstag, da zieht es mich mal runter.
Ansonsten ist mein Leben so bunt und gefüllt, dass ich gar keine Zeit für Einsamkeit habe.
Die Sehnsucht nach einem Partner und etwas mehr Beständigkeit ist dennoch hin und wieder mal kurz spürbar, aber zum Glück nicht allgegenwärtig.

„Markgräflerland“ (Pseudonym)
@amazing: ich möchte nochmal kurz auf die gestrige geschichte mit dem "imaginären partner" zurückkommen.
du hast ja gestern gemeint, wenn der auftritt nur im www erfolgt, dann kann das schon funktionieren - das setzt aber für mich eigentlich voraus, daß man auch den "bekannten" teil des pärchens nur aus dem www kennt, denn sonst ist es ja doch im allgemeinen so, daß man entweder den anderen teil irgendwann mal real trifft, oder aber leute trifft, die seine existenz bestätigen können.
wenn man aber den "bekannten" teil des pärchens schon nur aus dem www kennt - woher weiß man dann, ob der andere partner real existiert oder erfunden ist?
ging mir irgendwie heute morgen so beim duschen durch den kopf... und ich hab keine antwort gefunden.

„Regensburg“ (Pseudonym)
@jana, das schreibe ich Dir per PN.

„Spremberg“ (Pseudonym)
@Philisoph Wenn man sich einsam fühlt, so denke ich, hat dies nicht unbedingt etwas mit "nicht allein sein können" zu tun ! Ich habe festgestellt, das man trotz viel Kontakt zu Menschen dennoch innerlich vereinsamen kann! Ich ZB kann sehr gut auch alleine sein und weiß auch meine eigene freie Zeit auszufüllen und zu gestalten! Ich möchte auf keinen Fall per Druck und unbedingt nach einem Partner suchen, nur um nicht "einsam" zu sein! Aber im Innersten, denke ich, sehnt sich doch fast jeder Mensch danach
geliebt , einfach mal in den Arm genommen zu werden oder liebe Worte zu hören! Das können halt auch die besten Freunde in so einer Form nicht geben! Dennoch wäre es falsch zu denken, nun MUß!!! unbedingt ein Partner her, um nicht alleine zu sein! Nein! Das wäre unfair einem anderen Menschen gegenüber und für mich ein zu egoistisches Denken, denn auch ein "neuer" Partner ist ja schließlich kein "Ersatzteil oder Lückenfüller"! Aber träumen von ehrlicher Liebe und Geborgenheit darf man und wenn man einen Menschen kennenlernt wo von beiden Seiten alles passt, dann ist das schön! Aber vom Prinzip her hast du recht, mit einer großen Erwartungshaltung, kann man sehr schnell einen Menschen einengen und das sollte nicht sein! Für mich geht eine Beziehung eh nur, wenn von beiden seiten aufrichtige und innige Liebe und Gefühle da sind! Aber zum Glück, wie sagt man so schön????? "GEDANKEN SIND FREI" :-) und ohne Träume lebt es sich auch nicht gut :-)

„Frankenthal“ (Pseudonym)
Ich genieße meine EInsamkeit in 99,9% der Fälle
Meine Ruhe, tun können was ICH will, nur ICH :)
Es gibt einen Tag wo ich sie hasse und mich dem Alk hingebe, SILVESTER!!!

„Bad Zwischenahn“ (Pseudonym)
aber wenn du es geniesst ist es ja mehr alleine sein oder? @ bobby

„Frankenthal“ (Pseudonym)
Ist es doch bei allen, Einsamkeit ist nur ein Gefühl das dabei entsteht, würde ich behaupten

„Gardelegen“ (Pseudonym)
hm....wie hier schon erwähnt...Einsamkeit kann man auch verspüren,wenn man unter Freunden und Familie ist...denn man hält Gefühle,Gedanken oder Ängste aus welchen Gründen auch zurück...und das tut weh,ist destruktiv und nun kommt die gute Nachricht, kann mit viel Übung und Analyse überwunden werden...ich weiß wovon ich rede...denn mir ging es fast mein gesamtes Leben so...
Dann gibt es das Alleinsein...das hat Gutes und Schlechtes und manche kommen damit eben besser klar...andere leiden darunter...aber auch daran kann man Arbeiten,denn heutzutage muss niemand mehr allein bleiben...
Und meiner Meinung nach kommt dann noch das Gefühl, des Verlassenseinssein dazu...dass,das so weh tut,sich manchmal wie sterben anfühlt...bei mir wurden die immer ausgelöst,sobald ich das Gefühl hatte,jemand würde gehen...für immer...und seis nur, derjenige wollte einfach sein Ding machen...unabhängig von mir...das sind Gefühle,die aus der frühesten Kindheit stammen...die sich durch meine Erfahrungen geprägt haben...denn rein biologisch bedeuted in diesem Alter "verlassenwerden" den Tod...ergo sind all die Angst, der Schmerz und die Verzweiflung auch berechtigt...das ins heute mit transportiert zu haben hat mich aber krank gemacht,denn die Angst davor "Verlassenzuwerden" ließ mich meine Gefühle und Gedanken die ein eventuelles Verlassenwerden provozieren könnten zurückhalten,was wiederrum dazu führte, dass ich mich zumehmender einsam fühlte,die Gemeinschaft meiner Liebsten nicht spürte...und diese wiederrum das spürten und sich distanzierten,was dann wieder meine Ängste verstärkte und ich sehr viel Zuwendung bedurfte,womit ich andere erdrückte...negative Abwärtsspirale des Einsamsfühlen...
Was half? Therapie, es erkennen...durch den Schmerz gehen...es aushalten und die Erfahrung machen,dass man nicht daran stirbt...
und heute ists so...ich bin nicht mehr einsam...aber die Ängste und der schmerz sind immer noch da...aber ich erkenne es und weiß,wohin er gehört...manchmal komme ich schnell wieder raus...manchmal schau ich mir quasi selber dabei zu, in alte Muster zu tappen...die Schritte und der Fortschritt sind winzig und mühselig...aber dennoch...oft ist inzwischen auch schon Platz dafür, das Alleinsein zu genießen...ein Bad zu nehmen,ein Buch zu lesen...
Wie auch immer...ich denke, ob man es mag allein zu sein, oder nicht..Einsamkeit ist selbst gemacht...

@mondseele
Nicht allein sein können und Einsamkeit sind natürlich zwei ganz verschiedene Sachverhalte. Manchmal aber kommen sie zur Deckung bzw. treten gleichzeitig auf und das kann bei der Partnersuche in eine sonderbar übersteigerte Erwartungshaltung an den Partner münden. Männer kommen in der Regel damit nicht gut zurecht. Andererseits reagieren sie mit der gleichen übersteigerten Erwartungshaltung, wenn sie in der oben genannten Situation sind.
Ein guter Bekannter von mir war da ein Paradebeispiel dafür.

... (schmunzel) wenn es ganz unerträglich ist, setze ich mich in die Bahn und fahre zu Ihm...

„Ostthüringen“ (Pseudonym)
@ anja72
Ich lese es gern wenn zwei verliebt sind das gibt Hoffnung ;-)

„Spremberg“ (Pseudonym)
@kugelblitz: Du hast recht, lese ich auch gerne und freue mich mit den Verliebten!

„Siegerland“ (Pseudonym)
Wie auch immer...ich denke, ob man es mag allein zu sein, oder nicht..Einsamkeit ist selbst gemacht...
@19Katharina80
Sorry, diese Aussage mag für dich zugetroffen haben, sie aber zu verallgemeinern finde ich nicht nur anmaßend sondern schlicht falsch!

„Sächsische Schweiz-Osterzgebirge“ (Pseudonym)
Einsamkeit empfand ich zuletzt ganz stark vor 10 Jahren als eine sehr gute Freundin von mir von einem Tag auf den anderen ohne Krankheit oder Unfall verstarb. Ich habe mir eine CD eingelegt und 3 Tage geheult. Ich möchte mich nie wieder so fühlen.

„Würzburg“ (Pseudonym)
Für mich bedeutet "alleine sein" den Zustand, wenn sonst niemand niemand da ist. Im Zimmer, im Haus, "alleine" im Urlaub, im Auto,...
Einsamkeit hingegen ist für mich ein Gefühl. Seelisches Alleinsein.
Ich bin meistens gerne allein. Manchmal überkommt mich aber das heulende Elend, weil ich mich einsam fühle. Das kann genauso aber inmitten von Menschen passieren. Auf einer Party, auf der ich das Gefühl habe, ich könnte genauso gut verschwinden, es würde keiner bemerken. Neben einem Menschen, mit dem ich einfach keine Kommunikationsebene finde.
Ich denk schon, dass das Gefühl oft "selbstgemacht" ist, aber nicht immer. Selbst gemacht in der Hinsicht, dass ich den Zustand durchaus ändern könnte, es aber aus welchem Grund auch immer nicht mache.
Es gibt aber sicher auch genügend Fällen, in denen von "selbst gemacht" absolut nicht geredet werden kann.
Den richtigen Umgang damit habe ich bisher für die wenigsten Situationen gefunden. Ich glaube aber auch nicht an ein Patentrezept. Was heute bei mir funktioniert, kann morgen alles nur noch schlimmer machen.

„Würzburg“ (Pseudonym)
Für mich bedeutet "alleine sein" den Zustand, wenn sonst niemand niemand da ist. Im Zimmer, im Haus, "alleine" im Urlaub, im Auto,...
Einsamkeit hingegen ist für mich ein Gefühl. Seelisches Alleinsein.
Ich bin meistens gerne allein. Manchmal überkommt mich aber das heulende Elend, weil ich mich einsam fühle. Das kann genauso aber inmitten von Menschen passieren. Auf einer Party, auf der ich das Gefühl habe, ich könnte genauso gut verschwinden, es würde keiner bemerken. Neben einem Menschen, mit dem ich einfach keine Kommunikationsebene finde.
Ich denk schon, dass das Gefühl oft "selbstgemacht" ist, aber nicht immer. Selbst gemacht in der Hinsicht, dass ich den Zustand durchaus ändern könnte, es aber aus welchem Grund auch immer nicht mache.
Es gibt aber sicher auch genügend Fällen, in denen von "selbst gemacht" absolut nicht geredet werden kann.
Den richtigen Umgang damit habe ich bisher für die wenigsten Situationen gefunden. Ich glaube aber auch nicht an ein Patentrezept. Was heute bei mir funktioniert, kann morgen alles nur noch schlimmer machen.

„Gardelegen“ (Pseudonym)
@pepperming....darum ja das ICH DENKE im Vornhinaus;-)....und für mich, so wie ich Einsamkeit verstehe...ist das so...und das ist eben meine Meinung...und an der ist genauso wenig falsch wie an deiner....

„Stade“ (Pseudonym)
@ Schoko_Keks
Grad wollte ich dzu was schreiben, jedoch kamst du mir zuvor...
Selbe Situationen erlebe ich immer wieder.
Ich bin umgeben von Personen, Familie/Freunde und fühle mich aber trotzdem manchmal einsam...
Das ist Situationsbedingt und für mich auch nicht nachvollziehbar wann dies Phänomen auftritt.
Manchmal suche ich dann verzweifelt nach nem Ausweg, aber da ist keiner... Dann verkrieche ich mich in mein Schneckenhaus daß von ner unüberwindbaren Mauer umgeben ist und irgendwann ists auch wieder vorbei...
Aber thats Life...

Einsam unter vielen Menschen bin ich immer dann, wenn keine Kommunikation stattfindet. Wenn ich merke, daß die anderen null Interesse an mir haben, man mich übersieht oder ich mich in einer Runde befinde, wo es einfach keine gemeinsamen Gesprächsthemen gibt. Auch schlimm sind Parties, wo die Leute saufen, da halte ich mich größtenteils von fern.
Überhaupt bin ich nicht so ein "Hopplahierbinich-grinse-smalltalk-mensch". ich muß erstmal mit menschen warm werden, ich brauche es, daß man offen und freundlich auf mich zugeht, um aufzutauen und ich bevorzuge meist ruhigere Aktivitäten und intelligente Gespräche.

„Jüchen“ (Pseudonym)
Wer einsam ist, muss stets fürchten, dass jemand zu Besuch kommt. - Hermann Hesse

„Thüringen Wald“ (Pseudonym)
Für mich bedeutet Einsamkeit nicht, allein zu sein. Einsamkeit spüre ich im Herzen - wenn ich das Gefühl habe, dass mich niemand versteht oder verstehen will; oder dass ich nicht wirklich wahrgenommen werde...
In solchen Zeiten "funktioniere" ich nur noch - fühle mich ein wenig wie ferngesteuert. Ich kann mich dann auch nicht mit Hobbys ablenken, kann mich auf nichts wirklich einlassen.
Musik ist das einzige, worin ich mich flüchten kann. Ansonsten hilft es mir nur, mir die Decke über den Kopf zu ziehen und zu tagträumen, sooft es möglich ist.