Eine heikle Frage ...

in „Rundum Leben“

Zu diesem Thema gibt es 165 Antworten

„Lübbecke“ (Pseudonym)

Wenn man das mit der sexuellen Anziehung rein biologisch sieht, ist glaube ich die Sicht eines Mannes schon anders als die Sicht einer Frau.

Beim Mann muss ein ganz bestimmtes Körperteil funktionieren.

Wenn der xy nicht will, kann der Mann zwar soviel wollen wie er möchte, ein befriedigendes (lach) Sexualerlebnis wird sich nur schwer einstellen.

„Leonberg“ (Pseudonym)

@callmebetty :
YES !

„Gevelsberg“ (Pseudonym)

"Beim Mann muss ein ganz bestimmtes Körperteil funktionieren."

IsterMix, es gibt bei der Frau durchaus "biologisch/mechanische" Reaktionen, welche man mit der Funktionalität oder Unfunktionalität des männlichen Geschlechtsorgans vergleichen kann.

„Gevelsberg“ (Pseudonym)

"Wie hier schon geschrieben wurde, hängt die sexuelle Anziehung doch nicht nur vom Aussehen ab."

Isabella 1968, stellen wir uns vor für jemand anders würde sie hauptsächlich vom Aussehen abhängen, das kann man sich ja nicht aussuchen, genauso wenig wie z.B. ob man auf Schlanke oder Dicke steht, das eine ist nicht herer als das andere, es ist einfach so wie der eine Zartbitterschokolade liebt und der andere 😯😯😯.
Wenn das also nun so wäre, dass die sexuelle Anziehungskraft dann weg wäre, dann wäre das doch auch nicht mehr zu verurteilen, als wenn sich jemand anders viel sexuelle Anziehungskraft aus anderen Dingen herauszieht und für ihn deshalb die sexuelle Anziehungskraft bleibt.

Die Frage hatte ich ja schon mal in den Raum gestellt, ich wiederhole sie, wenn die Partner sehr stark emotional auseinander driften, dann wäre hier wahrscheinlich unisono die Ansicht klar, dass eine Trennung vertretbar ist, oder?

Ich glaube, dass mehr Optik bei der sex. Anziehung dabei ist, als wir uns selbst eingestehen...
Wir sind so konditioniert, dass wir nicht ausschließlich auf die Optik wert legen sollen / wollen / dürfen.. Verändert sich nun einer sehr stark, so würden wir mit der optischen Veränderung auch eine Veränderung des Verhaltens beobachten, dieses dann als Hauptgrund für die Trennung ausmachen bzw. benennen.
(Sehr dünn, nimmt zu, damit auch: ist so pflegmatischen geworden, kümmert sich nicht um sich selbst, lieblos zu sich selbst und mir etc) (sehr dick nun sehr dünn, wird zu: immer so unruhig und unentspannt, geht nur noch mit Freunden aus etc)
Aber wenn am Ende 90 Prozent animalische Instinkte beim Sex angesprochen werden, ja dann wird am Ende eben die optisch starke Veränderung eine sehr, sehr große Rolle bei Bewertung der Fortführungsmoglichkeit der Beziehung spielen

Auch wenn Ihr mich als oberflächlich abstempelt, für mich ist die optische Erscheinung ein Schlüssel.
Da ist es egal ob dünn, dick, zierlich, rubens, blond,braun, grüne Augen oder blaue Augen, es muss einfach bei mir innerlich ein lächeln beginnen. Das beginnt oder endet beim ersten Blick (Anblick).
Drum zweifel ich auch, das eine äußerliche massive Änderung für mich locker gesehen würde. Ich rede ja nicht von unvorhersehbaren, Krankheit o.ä. Sondern das selbst entscheiden, ich werde jetzt super sportlich und 40% weniger. Oder umgekehrt.
geht nicht spurlos an mir vorbei. Mag egoistisch sein,
auf lange Sicht wäre das ein Problem für mich. Da ist dann einfach eine andere Frau neben mir.
Die Gefahr das dann auch die erotische Ebene flöten geht, kommt noch dazu.
Älter werden zusammen, Furchenweg ausbauen zusammen, erotische Nutzflächen erweitern, alles kein Thema, aber Alleingang weil man es sich plötzlich einbildet.....schwierig.

„Gevelsberg“ (Pseudonym)

Ich mag pflegmatisch total gern, das ist eine wunderbare Wortkreation. ☺

„Osterholz-Scharmbeck“ (Pseudonym)

Ich habe noch nie die sexuelle Anziehungskraft eines Mannes an seinen Gewicht fest gemacht.
Ich war mit Männern zusammen die über 200 Kilo wogen und mit Männern liiert die bei einer Größe von 1.90 85 Kilo wogen.Hätte sich da das Gewicht verändert hätte das dem Sex und der Anziehung keinen Abbruch getan.
Mich sprechen da ganz andere Faktoren von dem Part Mann an.
Viel viel schlimmer finde ich und das wurde auch schon zum Problem wenn die Vorlieben sich verschieben.
Das spielt dann sehr in dem sexuellen Verlangen und der Anziehung mit rein.
Wenn man auf einmal auf der Ebene in verschieden Richtung geht ,und das eine oder anderen nicht mehr dem Gegenüber entspricht!
Dann wird es eng und die einzige Lösung kann dann eben nur die Trennung sein.

„Delbrück“ (Pseudonym)

Das ist tatsächlich mal ein Thread, der meine Gedanken beschäftigt. Das Ausschlaggebende ist bei der ganzen Sache offensichtlich dieses Gefühl, hintergangen worden zu sein, wenn der Andere sich (seinen Körper) aus freien Stücken und freiem Willen so verändert, obwohl er um meine Vorlieben weiß. Das dadurch entstehende Gefühl, dem anderen nicht wertvoll und wichtig zu sein.

Es wär schon ein seltsame Konstellation. Eigentlich versuchen nahezu alle Rubensmenschen abzunehmen, andererseits hintergehen sie dann ihren Partner, der sie ja vielleicht genau deswegen optisch attraktiv findet.

Skipper hat irgendwo gesagt, er kocht dagegen an... das kommt so witzig daher und hinterlässt mir doch ein Unbehagen. Fände ich genauso doof, wie wenn mein Partner mir mit einem Augenzwinkern nur Salat vorsetzen würde.

„Gevelsberg“ (Pseudonym)

"Skipper hat irgendwo gesagt, er kocht dagegen an... das kommt so witzig daher und hinterlässt mir doch ein Unbehagen. Fände ich genauso doof, wie wenn mein Partner mir mit einem Augenzwinkern nur Salat vorsetzen würde."

*nickt

Ich finde, jemanden zu lieben heißt auch, ihm die Freiheit zuzugestehen, sich weiterzuentwickeln. Und zwar in die Richtung, die der Partner selber möchte. Ich fände es schrecklich, wenn ein Partner mir zuliebe etwas tun würde, was er selber gar nicht möchte.
In einer funktionierenden Beziehung kann man sowas doch besprechen und schauen, wie man gemeinsam damit umgeht. Und natürlich kann es auch sein, dass man sich dann zu unterschiedlich weiterentwickelt und es irgendwann nicht mehr passt. Dann ist es so, eine Beziehung ist ja nichts Statisches.

Letztendlich muss jeder auch bei sich selber bleiben - wenn jemand extrem auf Äußerlichkeiten fixiert ist und mit dem neuen Aussehen des Partners so gar nicht zurechtkommt, dann bringt es ja auch nichts, aus moralischen Gründen oder aus Angst, oberflächlich zu wirken, bei ihm zu bleiben. Ich für mich kann das zwar nicht nachvollziehen, weil die sexuelle Anziehungskraft für mich nicht mit dem Gewicht zusammen hängt. Aber ich weiß nicht, was wäre, wenn mein Partner z.B. durch irgendeine Erkrankung plötzlich dauerhaft komisch riechen würde. Das ist jetzt sicher ein blödes Beispiel, aber ich habe mir überlegt, was passieren müsste, um meinem Partner nicht mehr nahe sein zu wollen. Und da fällt mir halt als Erstes der Geruch ein. Eine Weile könnte ich das sicher wegstecken und würde es mit ihm besprechen. Aber angenommen, er könnte überhaupt nichts dagegen machen und mich würde der neue Geruch total abstoßen, dann fände ich es zwar total gruselig, aber ich denke schon, dass das zum Ende der Beziehung führen könnte. Und das ist ja letztendlich das Gleiche wie die Eingangsfrage.

Was ich nicht nachvollziehen kann ist die Unterscheidung zwischen willentlich herbeigeführter Veränderung und krankheitsbedingter/altersbedingter Veränderung. Ich finde, mein Partner hat "die größeren Rechte an seinem Körper" als ich. Selbst wenn ich seinen Schwabbelbauch noch so toll fände, hätte ich es für meine Vorstellung einer Beziehung zu akzeptieren, wenn er für sich entscheiden würde, dass er jetzt lieber ein Sixpack haben möchte. Ich würde ihm da nicht reinreden wollen oder irgendwelche Ansprüche stellen im Sinne von "Du weißt doch, dass ich auf Deinen Bauch stehe!".
Ich würde mich da nur einmischen wollen, wenn es um einen gesundheitlichen Aspekt ginge und ich begründete Angst um ihn hätte.

„Gevelsberg“ (Pseudonym)

"Das ist jetzt sicher ein blödes Beispiel, aber ich habe mir überlegt, was passieren müsste, um meinem Partner nicht mehr nahe sein zu wollen."

Nein, ich finde das sogar ein ganz hervorragendes Beispiel, Berith! 👍

"Was ich nicht nachvollziehen kann ist die Unterscheidung zwischen willentlich herbeigeführter Veränderung und krankheitsbedingter/altersbedingter Veränderung."

Geht mir auch so, zumal sexuelle Anziehungskraft ja nichts ist, was bewusst steuerbar ist. Das heißt, ich entscheide doch nicht, so, das hat der absichtlich gemacht, den find ich jetzt nicht mehr attraktiv oder umgekehrt, ach er konnte ja nichts für ... er sieht immer noch klasse aus.

Also sollte jeder in der Partnerschaft mit sich selbst machen können was man möchte? Ohne Rücksicht auf den anderen? Reden ja, aber letztendlich zieht man doch durch.
Wäre für mich DER Grund mich von der Partnerin abzuwenden. Wir reden hier ja von massiven Änderungen die den anderen Partner auch treffen.
Das abzuschalten wo ich weiss das meine Partnerin genau das an mir liebt, wäre gleich zu setzen mit dem Anfang vom Ende herbei zu führen.

„Lübbecke“ (Pseudonym)

Also ich denke ich bin nicht so richtig verstanden worden. Ich habe mich vielleicht ungeschickt ausgedrückt.

Männer sind stark optisch gesteuerte Wesen. Ich habe gelesen dass Männer wesentlich stärker auf optische Reize reagieren als Frauen.

https://www.wissenschaft.de/umwelt-natur/warum-maenner-so-gerne-gucken/

Nun muss beim Mann halt sein bester Freund mitspielen, der reagiert aber nun ziemlich stark auf das was ihm die Augen melden.

D.h. selbst wenn der Mann sein gegenüber liebt und auch mit ganzem Herzen Sex möchte, kann es leider passieren, dass er dazu nicht in der Lage ist.

@ Rudi:
Jeder hat ein anderes Verständnis von Beziehung. Für mein Verständnis ist das, was Du schreibst, Besitzdenken und Du stellst Dein eigenes Bedürfnis über das Deines Partners. Das hat für mich nichts mit Liebe zu tun. Liebe stellt keine Bedingungen. (Mir ist aber klar, dass sehr, sehr viele Menschen es eher so sehen wie Du, ist ja auch okay!)

@ IsterMix:
Ja, die armen, armen Männer, sie können einfach nicht anders ;o)

„Lübbecke“ (Pseudonym)

Danke Berith für die saudumme Bemerkung!

„Gevelsberg“ (Pseudonym)

Auf die Gefahr hin, dass auch ich saudumme Bemerkungen mache, IsterMix, ich hatte dich schon ganz gut verstanden, nur, wo ist der Unterschied zu einer Frau, die aus Liebe wollen würde, aber das körperliche ok ihres Körpers nicht bekommt.
Lediglich die Hilfsmittel für die Frau sind einfacher und gesundheitlich wahrscheinlich unproblematischer, aber sonst?

Edit sagt, dass es für manche dieser körperlichen Voraussetzungen der Frau gar kein Hilfsmittel gibt.

Nein Berith stelle ich nicht, aber wenn die Partnerin sich um 180 Grad dreht Ohne miteinander drüber zu reden, nach dem Motto friss oder stirb, ist das für mich egoistisch mir gegenüber und dazu nimmt sie mir weg was ich an ihr liebe.
Hat nichts mit Besitz zu tun. Sowas würgt Beziehungen ab.
Bist Du der Typ Frau, die nur für sich entscheidet, ohne mit den Partner drüber zu reden? Ich meine,, Du änderst Dich ja zu einer ganz anderen Frau.
Find ich gefährlich.

„Leonberg“ (Pseudonym)

@Berith:
Danke!

Ich kann es auch nur so, wie schon erwähnt wurde, bestätigen!
Sexuelle Anziehungskraft, Erotik liegt nicht nur an äußerlichen Faktoren begründet! Da können noch so viele andere Sachen die Erotik heftig zum Knistern bringen!

Mir klingt immer noch der Satz meines Ex-Mann in den Ohren... „ bist du sicher daß du das noch essen möchtest“ , er konnte und wollte auch nie verstehen daß ich auch mit 35Kg mehr dieselbe Person war. Er konnte mich nicht mehr anfassen nach den Schwangerschaften, ich wäre optisch nicht mehr reizvoll. Ok... ich war auch mit den 57Kg eine „Mogelpackung“ als wir uns kennenlernten, weil ich keinen straffen Bauch hatte. Er ist zwar dann nicht fremdgegangen, hat sich aber völlig von mir zurück gezogen bis ich dann den Schlussstrich gezogen habe. Ich persönlich sehe immer erst den Menschen hinter der Figur... und habe auch einen Partner der jedes Kilo an mir liebt.... wobei... jetzt wo ich etliche Kilos abgenommen habe, wird auch schon mal versucht dagegen anzukochen 😉

@ Rudi:
Ich verstehe Deine Denkweise, habe aber einfach eine andere. Ich werde durch eine Gewichtsab- oder zunahme nicht zu einer ganz anderen Frau. Ich bin mit 50, 100 oder 150 kg immer die gleiche Person, nur ist halt der Hintern mal dicker und mal dünner.

Wenn ich für mich jetzt entscheiden würde, dass ich Spitzensportler werden und 45 kg wiegen möchte, würde ich das natürlich mit meinem Partner besprechen. Wenn er zu mir sagen würde, dass er Sorge hat, dass unsere Lebensweise dann nicht mehr zusammenpasst, würde ich versuchen, mit ihm gemeinsam eine Lösung zu finden. Würde er mir aber sagen, dass ich ihm durch meine geplante Änderung etwas, das er an mir liebt, wegnehmen würde, würde ich in dem Moment merken, dass dieser Mann gar nicht MICH liebt, sondern nur einen Teil von mir und dass seine Liebe an Bedingungen geknüpft ist. In diesem Moment würde die Liebe für mich komplett ihren Wert verlieren.

Klar, Kommunikation gehört zu einer Beziehung dazu. Wenn ich obigen Beschluss fassen und daraufhin einfach täglich joggen und ins Fitneß-Studio gehen würde, ohne meinen Partner entsprechend zu informieren und mit ihm die geplante Veränderung und die daraus resultierenden Konsequenzen für die Beziehung zu besprechen, fände ich das auch nicht in Ordnung.
Beziehung heißt für mich, dass beide sich "verwirklichen" können und solche Dinge absprechen und ggf. auch Kompromisse eingehen.

@ helly:
Ich weiß genau, was Du meinst, das kenne ich auch aus früheren Beziehungen. Wenn der Partner beim Spieleabend mit Freunden genau aufpasst, wieviel Erdnussflips man isst und einen immer durchdringender anschaut. Wenn er einem erzählt, die Nachbarn hätten ihn schon angesprochen, ich hätte ja ganz schön zugelegt, ob ich mir nicht vorstellen könnte, wie peinlich ihm das war etc. pp. Da könnte ich ein Buch drüber schreiben. Ätzend und: NIE WIEDER!!!

Jetzt aber: Gute Nacht :o)