Die Angst vor dem Mainstream, warum wollen wir besonders sein, weshalb haben wir "Angst" durchschnittlich zu sein?

in „Rundum Leben“

Zu diesem Thema gibt es 109 Antworten

„Idar-Oberstein“ (Pseudonym)

@Sunny
sign.

„Schortens“ (Pseudonym)

Ich kann der TE nur teilweise zustimmen. Ja ich finde Mainstream nicht schlecht oder bedauernswert. Und ja eine authentischer Mensch ist besser als sich zu verbiegen um mit aller Macht sofort herauszustechten. Aber jeder Mensch ist in seiner Art einzigartig und besonders.

„Essen“ (Pseudonym)

hier wird immer nur über den Einzelnen debattiert. Ein anderes , vielleicht viel größeres Problem, der Individualisierung der Gesellschaft ist das dadurch Gemeinschafft und Verantwortung oft hinten angestellt wird. Der Mensch ist soziales Wesen und damit eine Gemeinschaft funktioniert, gehört Anpassung dazu. Oft hab ich in meinem Bekanntenkreis erlebt, das Kinder oft zu Individualisten erzogen wurden. Das hat alles gut funktioniert bis zu dem Moment wo Anpassung und etwas zurücknehmen des Ichs gefragt war. Man muss sehr aufpassen , das das Anders sein wollen nicht in Narzismus umschlägt.

„Übach-Palenberg“ (Pseudonym)

Mir wurde von einigen Männern rückgemeldet das mein Leben so total von der Norm abweicht. Und das war nicht positiv gemeint. Ich habe persönlich gar nichts gegen Mainstream aber offenbar bin ich es nicht. Und es ist schwer jemanden zu finden dessen Leben in meines passt und der sich damit wohl fühlt. Mal sehen was 2018 bringt

„Geilenkirchen“ (Pseudonym)

@Gentleman45

"Aber jeder Mensch ist in seiner Art einzigartig und besonders."

Das widerspricht dem, was die TE sagt überhaupt nicht.

„Essen“ (Pseudonym)

@ HatkeinenNamen...hier geht es nicht um Einzigartigkeit, sondern oft um den verzweifelten Versuch etwas Besonderes darzustellen.

„Merzig“ (Pseudonym)

@ DadohnePlan

Ich kann dir da absolut nicht zustimmen. Wer an den Mainstream angepasst lebt, an was passt er sich genau an?
An eine Ellenbogengesellschaft in der sich jeder selbst der Nächste ist und in der man hauptsächlich funktionieren muss?

Kinder müssen am besten 7 Tage die Woche zum Tennis, zum Sprachkurs für 3 jährige und die Nachhilfe darf man auch nicht vergessen.... das ist der neue Mainstream was die Kids angeht.
Wir haben Kinder, die unglaublich gestresst sind bis hin zum Burnout, Kinder die regelmäßig Kopfschmerzen haben und das alles nur, weil sie bis zum Erbrechen optimiert werden. Bloß nicht der Durchschnitt, man MUSS ein besseres und wertvolleres Kind in die Gesellschaft einführen als die Anderen.
Zeit für Freunde bleibt da oft nicht und genau dann haben wir doch ein Problem was den sozialen Aspekt angeht.

"Kinder zu Individualisten erziehen"? Besser als zu Lemmingen, die nicht gelernt haben die Welt differenziert zu sehen und die blind der breiten Masse folgen.

Zum Thema Narzissmus, der beinhaltet in der Regel ein riesiges Selbstwert-Defizit, was meinst du also wer davon eher betroffen sein wird?
Jemand, der nie gut genug war und ständig optimiert wurde oder Jemand, der gut genug war, der so sein durfte wie er nunmal war?


Ps. Guck dir mal die Menschen in sozialen Berufen an. Das sind ganz oft die Bunten, die Individualisten. Es sind eben nicht die "grauen Herren" ;-)

„Essen“ (Pseudonym)

@Mausespeck...dien letztes Argument mit den sozialen Berufen zieht nicht....wenn du mit sozialen Berufen, Lehrer , Sozialpädagogen usw. meinst ist es darauf zurückzuführen , das diese im öffentlichen Dienst tätig sind und sich auch nicht wirklich dem Leistungsprinzip unterzuordnen haben. Krankenschwestern oder Altenpflegerinnen sind ganz selten ,,bunte Vögel".

„Merzig“ (Pseudonym)

Ich meinte Pflegeberufe, Betreuungsberufe, Therapeuten und ja, natürlich auch Lehrer usw.

Ich verstehe gerade deine Aussage bzgl. des öffentlichen Dienstes nicht so ganz, wenn ich ehrlich bin.

„Worms“ (Pseudonym)

Ich finde nicht , dass Anpassung das richtige Wort ist...individuell zu sein, heißt ja irgendwie seine eigenen Bedürfnisse wahrnehmen zu können und nicht zu übergehen... ist ja nicht gleichzusetzen mit Rücksichtslosigkeit oder Egoismus....ein Kind bedürfnisorientiert zu erziehen, heißt ja nicht, ihm keine Grenzen aufzuzeigen...auch ein Kind kann lernen und spüren, dass auch das gegenüber Bedürfnisse hat , über die man nicht hinwegtrampeln kann....das ist doch kein Schwarz-Weiß-Ding...ich denke, das Gegenteil ist der Fall...wer sich selbst gegenüber genug Emphatie besitzt, kann diese auch für andere aufbringen...das ist die Grundlage für soziales Verhalten....man handelt also zu Gute der Allgemeinheit aus einem Tiefen Empfinden heraus und nicht, weil es gesellschaftliche Norm ist...ich kenne viele kleine , bunte Gemeinschaften, da geht das Konzept sehr wohl auf, ganz ohne Anpassung und Zwang und Normen....und das schon über viele Generationen....es wäre das Paradies, würde das mehr um sich greifen....Und nochmal ein Veto: Da ich ehemalige Kinderkrankenschwester bin...in keinem anderen beruflichen Sektor sind mir mehr bunte Vögel begegnet...sieht man vielleicht nicht gleich unter den weißen Roben...;)...klar, gibt es auch dort ganz viele angepasste Menschen...wie eben überall...

Ansonsten unterschreibe ich den vorherigen Beitrag von Mausespeck....

„Gelsenkirchen“ (Pseudonym)

Wer legt denn bitteschön fest, woran man einen bunten Vogel erkennt. Ist damit das Aussehen gemeint? Oder ist man nicht vielmehr innerlich „anders“. Ob man das nach außen transportiert, ist nochmal etwas anderes.

Mainstream ist auch nichts grundsätzlich Schlechtes. Wir müssen oft in Sekundenbruchteilen reagieren und agieren, eine gewisse Nähe zum Mainstream ist da einfach sehr hilfreich . Bedenklich wird es in meinen Augen nur, wenn man den gängigen Trends und dem Mainstream völlig kritiklos hinterherblökt.

„Worms“ (Pseudonym)

DaohnePlan....das stimmt so nicht....gerade Lehrer, Sozialpäd...usw...haben enorm viel Leistungsdruck...auch da kenne ich mich aus ( Grundschullehramt)... und so eben mal wird man auch nicht mehr verbeamtet....es gibt eher immer mehr Resignation, weil die Mittel an allen Enden fehlen, man verzweifeln könnte und sich zu Tode schuften müsste, wollte man seinen beruf gut ausführen....

„Essen“ (Pseudonym)

@ Sternentänzerin..ja und wenn es nicht funktioniert wird man gefeuert oder der Lohn gekürzt.(Ironie aus)aber das ist ein anderes Thema

„Merzig“ (Pseudonym)

@ callmebetty

Ich meinte nur einen kleinen Ausschnitt, der meiner Meinung nach auch zum aktuellen Mainstream gehört. Eben dieses "hauptsache erfolgreich" was dann auf die Kinder projeziert wird, war auch nur auf die Aussage von dem Dad ohne Plan bezogen .. Bissken OT vielleicht.



Ich finde generell garnichts wirklich schlimm am Mainstream, mir persönlich ist er allerdings zu anstrengend ;-)

„Worms“ (Pseudonym)

...tja....das ist ein Fehler , den so viele machen...die Angst vor der Angst vor, dem " was ist wenn..." oder "was wäre wenn-" Fall....man unterschätzt die Macht der negativen Erwartungshaltung ungemein und es ist ein Trugschluß, meines Erachtens, dass durch Anpassungsdruck und Normen kontrollieren zu wollen...bzw sogar eine Illusion, wenn man sich einbildet, dass damit herbeiführen zu können...Angst um die Dinge , die sein könnten ist irrational...und diesem Fall , der schlechteste Ratgeber, den man folgen könnte...

„Merzig“ (Pseudonym)

Die Waldorfschulen und Kindergärten erleben gerade übrigens auch eine Art Boom :-D

„Merzig“ (Pseudonym)

@ Sternentänzerin

Sowas wie "self fulfilling prophecy"?

Diese auf Kinder anzuwenden ist glaube ich echt der größte Fehler.

"Junge, aus dir wird nie was" ist so oft war aber nicht weil "Junge" kein Potenzial hat, oder faul ist, sondern weil keiner an ihn glaubt, das tut er dann selbst auch nicht mehr und somit wird aus ihm (für sein Empfinden) nie etwas werden.

„Schorndorf“ (Pseudonym)

"das stimmt so nicht....gerade Lehrer, Sozialpäd...usw...haben enorm viel Leistungsdruck..."
Ich schmeiss mich gerade weg...
Denn - Das ist aber auch nur so, weil sie nix anderes kennen ;-))

Zum Thema:
Die Meisten sind durchschnittlich, sonst gäbe es ja keinen Mainstream. Die von der Norm abweichen sind eben ehr die Ausnahme. Ob man jedoch viele Ausnahmen sieht, hängt vom eigenen Standpunkt ab. Gleich und gleich gesellt sich gern. Also bündeln sich auch wieder die sogenannten Individualisten. Warum? Na weil auch sie innerhalb Peergroup einen Mainstream haben wollen. Wirkliche Individualisten gibt es nur wenige.

„Gelsenkirchen“ (Pseudonym)

@energieengel

wahre Worte, was deine Aussage zum Mainstream angeht

Deine Meinung über Lehrer, Pädagogen etc. kann ich nicht teilen.

„Worms“ (Pseudonym)

Energieengel.....schön , dass dich das belustigt. Ich kenne einige (sehr viele)Kolleginnen, die das krank gemacht hat...mich (fast ) inklusive. ....darum wirst du verzeihen, dass ich das nicht als witzig empfinde.

„Schorndorf“ (Pseudonym)

Sterntänzerin... Es ist wie es ist. Ich sehe das eben anders. Dass die Kollegen krank sind tut mir leid, aber es liegt nicht an der Arbeitsbelastung, sondern daran, dass sie den für sich falschen Beruf gewählt haben. Würde er ihren Fähigkeiten entsprechen, wären sie davon nicht krank geworden.

Ich kenne weiss Gott viele Lehrer, Soz.Päds usw. Es sind genau die krank und heulen rum, die den Beruf gewählt haben, weil sie dachten, dort eine ruhige Kugel schieben zu können.

"Ich kenne weiss Gott viele Lehrer, Soz.Päds usw. Es sind genau die krank und heulen rum, die den Beruf gewählt haben, weil sie dachten, dort eine ruhige Kugel schieben zu können."

Genau, alles Luschen! 🤓
Energieengel, ich "kenne" Dich sonst eher als besonnene Person hier, bist wirklich Du es???

„Worms“ (Pseudonym)

Energieengel....das ist heftig...und stimmt nicht...hast du eine Ahnung, wie heftig ein Refendariat im GS/SOnderschulsektor ist??? es ist kaum zu schaffen, ausser man geht über seine Grenzen ...wie abfällig und überheblich von dir...ernsthaft...Man sitzt bis in die Nacht an seinen Unterrichtsentwürfen und Vorbereitungen, Hausarbeiten, ...die Rahmenbedingungen werden immer heftiger, die Klassen schwieriger, ständige Fortbildungen , ständig neue Lernpläne, schwierigere soziale Bedingungen in den Klassen.....hach...manchmal sollte man einfach nichts sagen, wenn man von der eigentlichen Materie keine Ahnung hat...gerade die Kollegen, die engagiert sind, jeden mitnehmen wollen im Unterricht...die mehr als gut kompetent...gerade die werden krank...nicht die, die resigniert vorne am Pult sitzen und halt ihr Ding in jedem Jahr von vorne runterleiern....hach...solche Aussagen machen mich wütend....manchmal sollte man einfach nichts sagen, bevor man so viel Blödsinn daher redet.....

„Schorndorf“ (Pseudonym)

Du darfst gerne meine Kompetenz anzweifeln, aber es wird meine Einstellung nicht verändern, denn auch Du kannst es nicht wissen, was ich weiß. Ergo ist der Satz "hach...manchmal sollte man einfach nichts sagen, wenn man von der eigentlichen Materie keine Ahnung hat..." vllt doch ein reflexiver Satz.

„Kürten“ (Pseudonym)

Mir wurde von einigen Männern rückgemeldet das mein Leben so total von der Norm abweicht. Und das war nicht positiv gemeint. Ich habe persönlich gar nichts gegen Mainstream aber offenbar bin ich es nicht. Und es ist schwer jemanden zu finden dessen Leben in meines passt und der sich damit wohl fühlt. Mal sehen was 2018 bringt

Das kann ich nur unterschreiben. Individualtät ist extrem lässig und cool - solange man damit nicht aus der Reihe tanzt oder aus dem Rahmen fällt. ;-)) Ist leider wirklich so.