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„Waren“ (Pseudonym)
Hallo.
Es nähert sich Weihnachten und ich frag mich ob es hier eigentlich gläubige Christen gibt. Also Leute die nicht nur an Weihnachten in die Kirche gehen sondern Leute die an Jesus glauben und mit ihm ihrem Weg gehen wollen.
Für alle anderen:was bedeutet euch Weihnachten
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„Bad Oldesloe“ (Pseudonym)
Ich gehe nie in die Kirche, glaube an gar keine Religion und Jesus ist für mich lediglich eine historische Person, mehr nicht.
Daher bedeutet mir Weihnachten überhaupt nichts.
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„Lünen“ (Pseudonym)
..Mir geht es da ähnlich wie rk76de..
Bis auf die Tatsache, das Weihnachten schon immer eine "besondere" Zeit war in meinem Leben..
Und hätte ich keine Kinder bekommen, würde ich rk76de bestimmt komplett zustimmen...
Aber dadurch das man das Fest für seine Kinder & auch Kindeskinder feiert, wird es immer eine "besondere" Zeit bleiben für mich..
Auch wenn ich eigentlich ein Fest Feiere, dessen Sinn für mich keinen Sinn ergibt...
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„Waren“ (Pseudonym)
Ups ich hab meine egene Meinung dazu vergessen:
Also ich habe viele Freunde die Christen sind. Teilweise sogar auch Missionare/Theologen.
Ich bin fasziniert von diesen Menschen die so bedingungslos an Gott glauben und ihr Leben in seine Hand geben.
Ich selber bin da im Glauben leider nicht so fest. Ich war auch schon ewig nicht mehr in der Kirche.
Trotzdem könnte ich jetzt nicht sagen dass ich nicht glaube....
Somit will ich an Weihnachten glauben ...
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Privat gehe ich nur an Weihnachten in die Kirche, das hat immer einen besonderen Zauber für mich,bevorzuge da die Mitternachtsmesse die man meistens in einer nur halb gefüllten Kirche genießen kann.Trotzdem halte ich mich für einen gläubigen Christen,,,wieso sollte das eine denn das andere ausschließen?
Ich genieße Weihnachten aber nicht nur im Sinne der Geburt Christi ,sondern ganz besonders auch als Familienfest,die Möglichkeit des Zusammenseins und die Muße zu haben sich füreinander Zeit zu nehmen.
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„Ibbenbüren“ (Pseudonym)
Religionen sind in meinen Augen Märchen und Legenden.
Weinachten ist für mich ein Fest der Familie, traditionell finden wir uns alle zusammen und feiern ein schönes Fest. Im Dezember sind auch 4 Familiengeburtstage, zur Abrundung
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@CK31: Christ zu sein hat nichts damit zu tun dass man in die Kirche geht oder nicht. Das ist lediglich EINE Art das zu zeigen.
Man kann auch gläubiger Christ sein und diesen Glauben andersweitig ausleben.
Für mich selbst war es der Dienst am Nächsten (wenn man es so geschwollen ausdrücken möchte). Ich war jahrelang ehrenamtlich im Rettungsdienst unterwegs. Für mich eine Art des Ausdrucks.
Andere engagieren sich in anderen Vereinen sehr für die Mitmenschen. Deren Art sich auszudrücken.
Die Kirche selbst ist nur eine Art von vielen.
Soweit OT.
Die Geburt Christi (die übrigens im Sommer war) wird in der heutigen Zeit von den wenigsten noch bewußt begangen.
Dafür versuchen viele eine besinnliche Zeit daraus zu machen. Manchen gelingt es, manchen nicht. Ist vielleicht nicht ganz im Sinne "des Erfinders", aber solange es zu Frieden, Harmonie und Glück innerhalb der Familie und der Freunde führt, gerne auch weitere Menschen mit eingeschlossen, so ist das doch eine gelunge Sache.
Zur eigentlichen Frage:
ich bin ein gläubiger Mensch, gehe aber nicht in die Kirche. Ich zähle mich zu denen, denen es wichtig ist diese Zeit mit all denjenigen zu verbringen die man mag und schätzt.
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„Castrop-Rauxel“ (Pseudonym)
@⭐tW!X⭐....wie feierst du ein Fest, dessen Sinn, du nicht verstehst bzw keinen Sinn darin siehst?
Ich fand als Kind die deutsche Art Weihnachten zu feiern sehr schön, da sie besinnlich war und ich den Eindruck hatte, dass die meisten sehr wohl wussten, worum es dabei geht. Ob das jetzt wirklich der Grund war, dass sie feierten ist eine andere Sache.
Ich bin Christin, gehe ausser zu Hochzeiten, Beerdigungen und Taufen nie in die Kirche, da sie mich als Organisation eher abstoßt. Ich finde das Prinzip dieser Organisationen passt nicht, zu dem was den christlichen Glauben ausmacht...das heisst, dass ich auch nicht zu Weihnachten in die Kirche gehe. Ich feiere Weihnachten auch nicht....und schon gar nicht mit dem Brimborium von heute. Ausser, dass man sich Zeit nimmt um Familien und Freunde zu besuchen hat es nicht wirklich was Schönes heute und dazu brauche ich Weihnachten nicht.
Ich frage mich auch, ob es Jesus wichtig sein würde, dass wir seine Geburt feiern....und das auch noch in der Art und Weise, wie es gemacht wird.
Wenn schon was feiern, dann doch, dass er sich für uns Menschen geopfert hat und nicht die bloße Geburt. ;)
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@koi no yokan....weißt du was wir Christen an Ostern feiern oder an Pfingsten? Oder an Christi Himmelfahrt und Fronleichnahm?
Der christliche Glaube feiert nicht nur Weihnachten. Weihnachten ist zu einem kommerziellen Fest geworden. Zum Glauben gehört das ganze Christenjahr.
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„Petershagen“ (Pseudonym)
Oha...Dass dieses Thema aufkommt darauf habe ich ja nun echt schon gewartet. Ja ich bin Christ. Und ja ich bin aktiv in der Gemeinde. Ich finde es schon sehr interessant, dass über die Institution Kirche gesprochen wird, ohne näher zu benennen um welche Kirche es sich denn eigentlich handelt. Da gibt es auch unter den christlichen enorme Unterschiede.
Zum Thema Christsein habe ich einmal eine interessante Predigt von einem Laienprediger gehört.
Er verglich das Christsein mit der Mitgliedschaft in einem Sportverein. Dort kann man als passives Mitglied seine Zugehörigkeit bezeugen, aber es macht aus einem noch keinen Sportler. Und auf der anderen Seite gibt es Menschen, die bereiten sich beispielsweise auf einen Marathon vor, oder sind sogar schon einen gelaufen. Würden wir denen absprechen Sportler zu sein?
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„Petershagen“ (Pseudonym)
Nun ja da hätte ich jetzt fast die Bedeutung von Weihnachten vergessen:-) Es ist das 2. höchste Kirchenfest des Jahres. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Und das schönste am Glauben ist, dass andere es noch so rational und wissenschaftlich versuchen können wegzudiskutieren... es funktioniert nicht, weil der Glaube bleibt:-)
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„Emsdetten“ (Pseudonym)
Ich war dieses Jahr kurz nach dem Tod meiner Mutter bereit, aus der Kirche auszutreten. In den letzten Monaten bin ich fast zerbrochen an all den Schicksalsschlägen und so lächerlich es klingen mag - mir hat der Glaube unwahrscheinlich geholfen. Ich sehe so vieles nun anders und bin froh, dass ich ein Teil der Kirche bin, glauben darf und meinen Glauben ohne Einschränkungen leben. Mittlerweile gehe ich regelmäßig zur Kirche und mein Weihnachtsfest werde ich allein verbringen und heilig Abend in die Christmette gehen. Ich werde versuchen, all das bei zu behalten, weil ich einen tiefen Frieden daraus ziehen kann
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„Petershagen“ (Pseudonym)
@delta-de-venus
Ich finde das ganz und gar nicht lächerlich.
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„Dorsten“ (Pseudonym)
Ich bin bekennender Christ. Und ich gehe regelmäßig in die Kirche u in die Gottesdienste, weil mir das gut tut. Ich war bis vor 5 Jahren für über 17 Jahre aus der Kirche ausgetreten. Habe aber nie die Existenz einer göttlichen Wesenheit bezweifelt! Inzwischen wurde ich trotz oder wegen meiner Vita zum Pfarrgemeinderat gewählt und mache auch Lektordienst und bereite Taizé-Gebete vor. Ich halte mich für kritisch und unangepasst.
Ich bin mir der Bedeutung der Feste im Jahreskreis bewusst und die Christmette, die Osternacht und Pfingsten sind für mich die Höhepunkte im Jahr.
Ich kann nur sagen: das Leben beginnt mit Zeugung und Geburt, ist aber nur vom Tod her zu begreifen und bekommt seinen Wert durch die Endlichkeit.
Ein bloßes “dahin-leben“ ist für mich undenkbar. Wem das reicht - bitteschön; jede/r muss ja sein Leben selbst leben und irgendwann sterben!
Und wer sich sicher ist, dass dann einfach nur der Hammer fällt, der möge Dr. med. Kübler-Ross lesen: “Interviews mit Sterbenden“ wäre ein guter Einstieg...
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„Castrop-Rauxel“ (Pseudonym)
@B-Engel...natürlich weiß ich das...am Ende des Satzes war ein Augenzwinkern ;)
Und trotzdem denke ich nicht, dass das Feiern von bestimmten Daten einen Christen ausmacht oder der Besuch der Kirche. Zu meinem Glauben gehört nicht unbedingt das "Christenjahr" dazu...das ist von der Kirche konstruiert.
Wie ich im ersten Beitrag erwähnte empfinde ich die Kirche bzw den organisierten Glauben nicht per se als christlich.
Wenn andere Menschen den Besuch von Messen und due Zugehörigkeit zu einer Kirche als wichtig und schön empfinden, kann ich es jedoch auch verstehen. Es passt nur nicht zu meinem christlichen Glauben.
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„Neumarkt in der Oberpfalz“ (Pseudonym)
Ich habe mich verabschiedet von der Kirche nach dem Verlust meiner Tochter!
Die kurze Frage ...Warum Gott sowas zu lässt...stand in den Raum...und wurde in meinem Schmerz und tiefen Trauer nicht beantwortet!
Meine Brüder und ich sind alle getauft konfirmiert und es war immer ein Kontakt zum Glauben da!
Für mich war damit am 28 Februar 2013 Ende,!°
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„Waren“ (Pseudonym)
@ Klickediklack
Dein Verlust tut mir leid und ich kann nachvollziehen wie man nach so einem Verlust an einem gutigen und liebenden Vater zweifeln kann.
Trotzdem würde ich gerne für dich beten. Ich glaube an die Macht von Gebet und trotz allem glaube ich an Gott.
@raiders
Ich bin nicht der Meinung dass man als Christ zwingend in die Kirche muss. Da hast du mich falsch verstanden.
Ich selber glaube -wenn auch nicht so fest wie ich es gerne würde -bin aber aus der kirche ausgetreten. Unterstüze lieber einige Projekte von meinen Bekannten.
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„Dorsten“ (Pseudonym)
Liebe Klickediklack,
Ich werde jetzt nicht versuchen, Deinen Schmerz und Deine Enttäuschung klein zu reden! Ich werde Dir auch nicht “Licht und Liebe“ senden, das mögen andere versuchen - ich kann das nicht...
Ich bitte Dich statt dessen, das Buch von Esther Maria Magnis zu lesen: “Gott braucht Dich nicht“ !! Du wirst Dich von ihr verstanden wissen, weil sie ähnliches erlebt hat. Es ist keines dieser Friede-Freude-Eierkuchen-Bücher sondern erzählt von nackter Angst, Hoffnung, Enttäuschung, abgrundtiefer Verzweiflung und Enttäuschung. Und doch macht es Mut...
Ich kann dieses Buch allen empfehlen, die nicht nur einfach dahin-leben wollen.
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magmoll, definiere oder erkläre doch mal bitte, was dieses Dahin-Leben bedeutet bzw. wie du es meinst.
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„Neumarkt in der Oberpfalz“ (Pseudonym)
magmoll71
brauche ich Glaube um zu leben?
brauche ich Gott um zu existieren?
Ich brauchte ihn um zu verstehen...Wo war er denn da?
los lassen zu müssen...wo du weisst ...nie wieder zu sehen...
Verzweiflung?war da viel zu milde.
Nein ich bin durch mit ihm da oben.
Mut der war da...denn sonst wäre ich mit gegangen.
Ich bin mutig...denn ich stelle mich Jeden Tag den Leben ohne Sie!
Kein Mensch kann an nährend vermuten wie ich meine Tochter vermisse wie ich nach ihr weine
wie sehr sie mir fehlt!
Ich habe ihre Stimme schon verloren und ihren Geruch und ihr lachen...und vielleicht ist es gut so.
Der Schmerz verwandelt sich in tiefer Trauer...
Gott hat mir das genommen ..was ich am meisten geliebt habe...es mir entrissen und damit das Band nach oben zerschnitten!
Ich kann ohne in sehr gut leben!
und ich lebe nicht nur dahin....Ich habe und finde langsam zurück...
Ich kann wieder lachen mich erfreuen Ich kann wieder arbeiten mit Eifer .
Ich lebe anders wie ich es mir gewünscht habe..
Ich brauche keinen Glauben ...Ich habe meine Prüfung schon hinter mir...
Ich werde meine Tochter wiedersehen..Irgendwann und daran muss ich nicht glauben...
sondern mir selbst nur vertrauen!
einen schönen 3 Advent!
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„Ibbenbüren“ (Pseudonym)
Klickediklack, Du sprichst aber immernoch als wäre Gott existent auch wenn Du ihm nicht verzeihen kannst.
Also glaubst Du an Gott, aber bist sauer auf ihn.
verstehe ich das richtig?
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„Neumarkt in der Oberpfalz“ (Pseudonym)
Nein ich glaube nicht mehr an Gott.
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„Ibbenbüren“ (Pseudonym)
Aus meiner atheistischen Sicht also zur Vernunft gekommen.
Der Glaube an Gott, egal ob im Sinne der Kirchen oder auf eine freidenkende Weise, ist mir schon immer suspekt.
Durchaus Vergleichbar mit dem kindlichem Glauben an den Weinachtsmann.
Nichtsdestotrotz ist die Weinachtszeit eine gute Gelegenheit sich über Nächstenliebe Gedanken zu machen.
Sich einmal bewusst zu machen, dass auch das eigene Umweltverhalten Einfluss auf das Wohlergehen anderer hat.
Durchaus grad anlässlich des Konsumrausches, einmal an die Menschen zu denken, welche in Fernost, Asien und sonstwo in den 75% der Welt die nicht den europäischen Lebensstandart haben, all das herstellen was wir in diesen Tagen einkaufen.
Humanität, Umweltbewusstsein, Nächstenliebe und Achtsamkeit muss einem niemand vorschreiben, das sind in meinen Augen Grundeigenschaften jedes zivilisierten Menschen.
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„Dorsten“ (Pseudonym)
Mit “dahin-leben“ meine ich, den sog Alltag als das einzige zu erleben, was es gibt. Dinge und Konsum als das Wichtigste zu sehen. Zerstreuung, Abschalten, ...
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„Radebeul“ (Pseudonym)
Ich glaube an eine höhere Macht, die alles irgendwie am Laufen hält....
Einer nennt es Gott, einer nennt es Allah, einer nennt es Odin, oder wie auch immer.
Für mich braucht es keinen Namen, es ist einfach da!
Und die Geschichten drumherum sind von Menschen für Menschen gemacht, in allen Religionen.
religiöse Feiertage haben für mich keine höhere Bedeutung, außer dass es Gelegenheiten sind, wo die Familien zusammen kommen.