Bestätigung durch Andere

in „Rundum Leben“

Zu diesem Thema gibt es 40 Antworten

„Gladbeck“ (Pseudonym)

Uns mit der Hinterpfote am Ohr zu kratzen?

„Nordenham“ (Pseudonym)

genau, eine portion schoggi, wirken manchmal Wunder

„Neu-Isenburg“ (Pseudonym)

Wirken...vor allem auf den Hüften ^^

„Haßloch“ (Pseudonym)

Ich sehe in den Spiegel und denke mir:"Wow, was ist das denn für ein Supertyp, bevor ich mich darin rein zufällig erkenne"! :-)

Io amore mio heißt, dass ich diese innere Selbstliebe auch nach draußen transportieren kann.

In der Bibel steht:"Liebe deine Nächsten wie dich selbst", "Ehre den, dem Ehre gebührt"! Sowie:"Du sollst kein falsches Zeugnis ablegen"!

Ein Lob und Anerkennung von mir zu bekommen, ist sicher eine Rarität. Ich brauche definitiv keine äußeren Liebkosungen, weil ich immer weiß, woher ich komme, wer ich bin und was ich alles kann.

Viele Frauen sehen sich an und sagen sich:"Ach Manno, andere haben viel schönere Beine, Po und andere Details"! Und wer bei sich nach weiblichen Defiziten sucht, wird garantiert fündig !

Es gibt einen kleinen Trick.

Wenn du einen Querschnittsgelähmten siehst, ist der nicht zu Tode betrübt. Er akzeptiert seinen Zustand bewusst und macht das Beste daraus.

Akzeptiere dich selbst und deinen Körper, in dem du wohnst, da
du bei einem Einpersonenhaushalt die Schönste in der Wohnung bist, die auch am meisten kann.

Dein Spiegel wird es dir tagtäglich aufs Neue bestätigen !

„Herdecke“ (Pseudonym)

ich glaube wenn man nicht grade mit einer everest-mässigen portion selbstvertrauen auf die welt gekommen ist dann ist das einfach ein lernprozess im leben.
meine trennung und scheidung - und daraus resultierend was ich alles schaffen kann - hat z.b. nen ganz erheblichen teil dazu beigetragen, mich in der hinsicht gelassener und unabhängiger zu machen. klar bekomme ich auch gerne positive bestätigung. aber ich hab irgendwann mal erkannt, dass ich ein ganz wunderbares umfeld habe (freunde / familie), und dass ich mich wirklich so mag, wie ich bin. klar gibts auch das ein oder andere an mir, was mich bisl stört. aber das bin nun mal eben ich! und ich mag einfach das fröhliche gesicht, dass mir morgens im spiegel entgegenguckt!
auch durchs internet immer mal wieder kontakt mit leuten zu haben, die sich einfach irgendwann nicht mehr melden (obwohl man sich am tag davor noch stundenlang ganz klasse unterhalten hat), hat geholfen zu sowas eine viiieeel entspanntere einstellung zu bekommen. und nach nem kurzen "HÄ??" sach ich mir dann inzwischen einfach immer "hm, gibt schon seltsame leut"! ;o) und denke einfach nicht weiter drüber nach...

Die Hammer-Geschichte ist aus dem Buch "Anleitung zum Unglücklich sein" von Paul Watzlawick.



Zu der Eingangsfrage kann ich nur sagen, dass ich nicht das bin, was andere von mir denken. Ich muss auch nicht ihre Erwartungen erfüllen. Es ist gar nicht möglich es allen Menschen Recht zu machen.

Wie kann ich mit mir glücklich und zufrieden leben?
Das ist doch die eigentliche Frage hinter der Frage.

Sobald ich mich erkannt habe und akzeptiere wie ich bin, wird die Abhängigkeit von der Bestätigung durch andere wegfallen. Die alten Verletzungen werden jedoch weiterhin solange in Resonanz gehen, bis wir uns bewusst sind, dass es alte Verletzungen bzw. daraus resultierende Minderwertigkeitsgefühle sind.

„Rinteln“ (Pseudonym)

zitat meatlove: "...dass ich nicht das bin, was andere von mir denken."

ich glaube, so einfach läßt sich das gar nicht sagen. sind wir nicht alle auch ein produkt dessen, was andere in uns sehen, von uns erwarten, wofür wir von kindesbeinen an gelobt, worin wir gefördert werden? und auch dessen, wovon wir abgehalten werden, was uns nicht zugetraut wird?
wenn mir - nur mal als beispiel - in meinem arbeitsleben zugetraut wird, in irgendeiner form die leitung von etwas zu übernehmen, kann ich daran meine qualitäten als führungspersönlichkeit entwickeln. wird mir dies von vornherein nicht zugetraut - egal ob begründet oder nicht -, werde ich mich in dieser hinsicht nicht entwickeln können. das, was andere von mir denken, entscheidet somit gravierend, wie meine entwicklungsmöglichkeiten aussehen. haben meine eltern mein interesse für technik bemerkt und gefördert, als ich ein kind war? oder wurde mir wieder und wieder gesagt, daß mädchen keine begabung für technik haben, bis ich es geglaubt habe? die beispiele ließen sich beliebig fortsetzen.

ich vermute, das was andere von uns denken, wie sie uns sehen, ihre erwartungen an uns, all das hat sogar einen gar nicht unerheblichen einfluß darauf was und wie wir sind. im positiven wie im negativen sinne.

Wir sind dem nur so lange unterworfen, bis uns bewusst wird, dass wir darauf Einfluss haben. Ob privat, in der Schule /Ausbildung oder im Arbeitsleben, ich habe öfter erlebt, dass mir manches nicht zugetraut wurde. Dennoch war und bin ich nicht von der geistigen Begrenztheit meines Umfeldes abhängig.
Es fängt schon bei dem an, was ich über mich denke, ob ich mich begrenzen lasse.
Vor einiger Zeit habe ich einen einarmigen Gitarrenspieler in Würzburg beim Straßenmusikfestival kennengelernt. Dem hatte man nach seinem Unfall, bei dem er seinen Arm verlor, auch gesagt, dass er nie wieder Gitarre spielen könne. (Falls es jemanden interessiert, er heißt Andres Godoy.)

Wer lebt dein Leben, Du oder die anderen?

Mir fällt zu dem Thema noch "Die Allegorie der Frösche" ein.
Die findet man auch im Internet.

„Rinteln“ (Pseudonym)

@meatlove: ich habe nie behauptet, daß wir vollkommen abhängig davon sind, was andere über uns denken - jedenfalls nicht mehr ab einem gewissen grad des heranwachsens.
ich glaube aber auch nicht, daß wir jemals vollkommen frei davon sind. das würde ich dann doch für eine illusion halten.

Wir sind in den Bereichen vollkommen frei, in denen wir nicht von der Meinung anderer abhängig sind. Damit fängt die Abhängigkeit bei der Partnersuche an und ist sicherlich auch im beruflichen ein Schwerpunkt.

Mit dieser Betrachtung bewegen wir uns jedoch auf zwei verschiedenen Ebenen. Es macht für mich einen Unterschied, ob ich auf meine Entwicklung schaue oder auf mein Zusammenleben mit anderen Menschen. Das ist so, als ob ich eine Wohnung im Hochhaus mit einer freistehenden Villa vergleiche. Es ist klar wo sich die Nachbarn eher beschweren, wenn ich jeden Tag Party mache.

„Kyffhäuserkreis“ (Pseudonym)

"Zu der Eingangsfrage kann ich nur sagen, dass ich nicht das bin, was andere von mir denken. Ich muss auch nicht ihre Erwartungen erfüllen. Es ist gar nicht möglich es allen Menschen Recht zu machen."

Das stimmt allerdings und das lerne ich jeden Tag dazu. Und es tut gut! Und NEIN zu sagen hat noch lange nichts mit Egoismus zutun!

Manchmal bin ich aber auch froh, dass - im Umkehrschluß - nicht alle wissen, was ich wirklich denke und bin.... uiuiui... *ggg*

„Gladbeck“ (Pseudonym)

Leben ohne Bestätigung durch andere? Wir stehen ständig mehr oder weniger bewusst in Resonanz mit unseren Mitmenschen. Unsere Spiegelneuronen nehmen Gefühle aus der Umwelt auf und ahmen sie nach. Ein Weg aus der Abhängigkeit von anderen könnte sein, sich selber im Spiegel anzulächeln. Funktioniert garantiert noch in derselben Sekunde. Du lächelst gleich zurück...
Die Sache hat nur einen Haken. So wie wir uns nicht selbst kitzeln können, kann der beschriebene Trick nicht auf Dauer Sinn stiftend sein.
Außerdem spielen mit dem Oxytocin auch noch unsere Hormone eine Rolle. Es ist nur menschlich, wenn wir dazugehören, gerufen und gemeint sein wollen. Ein Loslassen dessen kann meiner bescheidenen Meinung nach nicht die Antwort sein. Ein in der Konsequenz komplett spirituell ausgerichtetes Leben gehört wohl eher ins Kloster. Meditation kann ganz nett sein, aber das Schönste an ihr ist doch, aus der Versenkung wieder aufzutauchen.
Wie komme ich also aus dem Dilemma heraus, von anderen abhängig zu sein? Womöglich müssen wir das gar nicht. Es gibt Höhen und Tiefen. Na und? Genieße die Höhen und erkenne die Tiefen als Gelegenheit zur Veränderung der aktuellen Situation.
Was mich jetzt nach all diesen Kalendersprüchen besonders beschäftigt, ist die Frage, warum auch Männer das Stillhormon Oxytocin produzieren.