Audio-Tinder.... Die Stimme machts

in „Rundum Leben“

Zu diesem Thema gibt es 101 Antworten

„Bad Kissingen“ (Pseudonym)

Man könnte natürlich auch einfach telefonieren.
So total oldschool... 😉

Rückschlüsse auf Persönlichkeit und Charakter werden aber mit Bild/Text auch gerne gezogen.
Schwierig.
Aber für mich selbst, kann eine Stimme ein weit größerer Auslöser für Neugier werden, als Bild/Text im Profil.
Würde sogar so weit gehen, zu behaupten, mir würde eine tolle Stimme ehr den Boden unter den Füssen weg beamen, als ein tolles Foto, toller Text.

„Neuwied“ (Pseudonym)

Oder auch nicht. (Telefonieren) Ich bin alt und habe nichts gegen oldschool, aber etwas gegen telefonieren. Ich habe an Dates schon Sprachnachrichten verschickt, zum Stimme anhören, aber mit keinem meiner Realdates habe ich bisher vorher telefoniert und es bis jetzt nicht bereut, auch wenn ich mit einer Sprachprobe vorher (Telefonat hätte es nicht sein müssen) mir ein Date vorher gespart hätte, schlimm war das allerdings auch nicht, es war nur klar für mich, dass daraus dann nichts wird. Mit keinem Mann bisher, mit dem ich telefoniert hatte, wurde auch ein Date im Anschluß daraus und da gab es ein paar, die das dann überhaupt nicht verstehen konnten, weil sie die Telefonate super fanden.

>>Wobei das ja ein ungleicher Vergleich ist, das Pendant zu Foto und Profiltext wäre ja die anzuhörende Stimmaufnahme, um die es ja auch hier geht, nicht Telefonate.

Es erfolgte auch keine Gleichsetzung. Abgesehen davon würde die reine Sprachaufnahme ggü. dem Telefonat nur die Interaktionsfähigkeit vorenthalten, weshalb ich sie ebenfalls Profiltext + Foto vorziehen täte.

>>wobei ich persönlich das krass finde, wenn jemand anhand von Sprachlautstärke z.B. Rückschlüsse auf "Persönlichkeit u. Charakter" zieht.

Vermutung: du ziehst diese Rückschlüsse im Zweifelsfall ebenfalls, mindestens unterbewusst.

„Radebeul“ (Pseudonym)

"aber mit keinem meiner Realdates habe ich bisher vorher telefoniert "

Ich nur mit einem nicht (weil er 5 Minuten von mir entfernt wohnte) und DAS habe ich bereut. ;)
Spontanität und eine gute Mischung aus intellektuellem Tiefgang und gerne auch mal geistreich-derbem Humor sind mir wichtig. Laissez-faire Gespräche über eigentlich gar nichts und im nächsten Moment über Politik disutieren: Ich liebe so etwas. Erst während eines Telefonats merke ich, ob z.B. mein Gegenüber meinem Humor und meinen Gedankengängen folgen kann oder ob er das überhaupt will und daran Spaß hat. Ob sich ein fließendes Gespräch entwickelt, von dem man gar nicht genug bekommen kann, oder ob das Gegenüber quasi abwartet "abgefragt" und "unterhalten" zu werden. Ob die Stimme einfach klug und sympathisch wirkt.

„Osterode am Harz“ (Pseudonym)

Ich denke, das Gesamtpaket machts. Eine Stimmprobe, kann das Gesamtbild abrunden.

Und mir gings wie Eliza Day, ich habe mich bis auf einmal nur mit Männern getroffen, wenn ich vorher mit ihnen telefoniert hatte. Schreiben kann man viel, aber nur im Gespräch erkenne ich, ob der Interlekt, der Humor passt, man sich überhaupt was zu sagen hat und ob man auf einer Wellenlänge liegt, zumindest annähernd. Ein einziges Mal hatte ich auch darauf verzichtet vorher miteinander zu sprechen, und was soll ich sagen, der totale Reinfall, die Zeit hätte ich mir echt sparen können. Und bei meinen Telefonerfahrungen war stimmlich auch alles dabei, den Ausschlag mich mit einem Mann zu treffen, lag dann aber nicht bei der Stimme sondern an dem was er erzählt hat.

Audio-Tinder ist nun echt etwas anderes, als vorab mit jemanden zu telefonieren. Ein aufgesprochener Text, kann vorher so eingeübt werden, bis das er gefallen könnte. Versuche das mal im Gespräch, das funktioniert nicht wirklich.
Und das alles, obwohl es die selbe Stimme ist.

Telefonieren ist doch das, was man(n) eben zzgl. zu dem evtl. Bild und Text, auch machen kann, wenn ein Treffen im Raum stehen sollte.
Alles ist da doch ein 'Kann', kein 'Muss'. Allerdings es gibt auch mindestens eine Plattform, wo man(n) Bilder einstellen muss.
Jeder sollte doch sich so, ich schreibe mal, 'verwalten' können, wie er/sie es gerne möchte.

Sparkle hat es ja eben auch kurz angemerkt. Vorab, vllt. mal 'oldschool' zu telefonieren?! 😉

„Radebeul“ (Pseudonym)

Doppelt, genau wegen ihrem Einwurf kam doch die Diskussion übers Telefonieren zustande. ;)

„Neuwied“ (Pseudonym)

"Sparkle hat es ja eben auch kurz angemerkt. Vorab, vllt. mal 'oldschool' zu telefonieren?! 😉"

Wenn wir WIRKLICH einen auf oldschool machen wollen, dann schreiben wir uns aber Liebesbriefe und telefonieren nicht. 😉

"Joa, aber warum dann noch Stimm-Tindern? 🤷‍♀️😁😉 "

Die Frage könnte ja auch sein: warum nicht?

Es könnte übrigens zu dem Text einüben auch ein Argument geben: jemand hat sich Mühe gemacht. Ich finde das ist ein Pro-Argument, auch wenn jemand vielleicht anfangs schüchtern ist und nicht so sprechen kann. Sich Mühe geben finde ich total gut.





Eliza Day und Emotion telefonieren gern vorher, ich nicht, wir alle drei haben jedoch unsere Wege herauszufinden ob es passen KÖNNTE oder nicht. Ich bspw. hatte ein Date mit einem 5min. Entfernten, der nicht das eine oder andere per Chat vorher abklären wollte. Wegen dieser minimalen Entfernung habe ich mich darauf eingelassen - und es bereut.
Mich wundert dieses "so ist es richtig", es kann doch jeder halten wie er mag, flirtet er lieber real - bitte, kein Ding, muss aber nicht für jeden richtig sein, er findet telefonieren den einzigen Weg vorher rauszufinden ob man Bock hat sich zu treffen - bitte, kein Ding, muss aber nicht für jeden das richtige sein.





"Vermutung: du ziehst diese Rückschlüsse im Zweifelsfall ebenfalls, mindestens unterbewusst."

Also, aufgrund von Inhalten, Sprachfluß u.ä. ziehe ich definitiv Schlüsse, finde ich auch logisch, aber Sprachlautstärke u.a.? Unbewusst kann man sicher nie 100%ig ausschließen, aber ich halte es für sehr unwahrscheinlich, aber vielleicht auch nur deshalb, weil es mich bei mir so aufregt.

>>ziehe ich definitiv Schlüsse, finde ich auch logisch, aber Sprachlautstärke u.a.? <<

Ist gewiss nicht rational festzumachen, eher eine Art instinktiv-inneres Abrücken oder Zugeneigtsein, das sich nicht auf Anhieb erklären lässt. Vorstellbar z.B., dass kultivierte, reflektierte Menschen von lautdröhnenden/schrillen Kneipenstimmen abgeturnt werden, andersrum impulsive Powertypen eher von verhuschtem Gesäusel. Es gibt auch raumfüllende, sonore Politstimmen a la Manfred Stolpe, ebenso bei Verkäufern/Vertretern usw. anzutreffen, die als wohltuend empfunden werden. Lautstärke könnte insofern Anhaltspunkte (nicht Gewissheiten) bezüglich Extrovertiertheit/Introvertiertheit des Gegenübers liefern.

>>Ein aufgesprochener Text, kann vorher so eingeübt werden, bis das er gefallen könnte.<<

Mhm, in begrenztem Maße. Denke, es fällt durchaus auf, ob jemand halbwegs authentisch von sich erzählt, oder zu künstlich aufträgt, so dass der Gesamtvortrag eher unbeholfen bzw. unrund wirkt. Ebenfalls Vorteil bei Audio-Tinder: Die tiefschürfenden Geisteszitate, lustigen Sprüche oder beliebten (doch sinnlosen) Belehrungen männlicher Profilleser in manch' weiblichen Textprofilen entfielen evt., weil in gesprochener Form noch lächerlicher wirkend.

„Paderborn“ (Pseudonym)

Also ich finde die Stimme unendlich spannend... und so ein Stimm Tinder dient ja nur dazu da einen reiz auszulösen ob dann hinter der Stimme auch der richtige Typ steckt stellt sich erst später heraus..

„Horb am Neckar“ (Pseudonym)

Stimmen sind ein wesentlicher Teil der Atraktivität.

Allerdings habe ich zu einer Stimme auch eine Vorstellung von dem Aussehen, was naturgemäß so gut wie nie zutrifft.

Das Extrem eine Stimme sehr symphatisch zu finden aber bei realem Treffen die Person nicht leiden zu können ist mir schon mehr als einmal passiert.

Dagegen ist ein Photo wesenrlich aussagefähiger für mich.

Gibt es schonb einen Fleischtresen "hust" Eine Singlebörse mit Videos?
Da hätte man nicht bloss ein statisches Photo.

So unterschiedlich können Erfahrungen sein: ich habe noch nie eine gute Stimme am Ende total blöd gefunden. Aber Optik eben wird durch gewisse Stimmlage oder Farbe auch ganz schnell unattraktiv.
Man gut, dass es beide Varianten gibt, so bleibt 'der Markt' ausgeglichen.

@*.*.*

Den Grottenolm sieh einfach als Stilmittel um es plastischer zu machen.

Ich halte einfach nichts davon, sich hinter Wort, Stimme, gefakten Fotos oder was auch immer zu verstecken.
Ich will wissen, mit wem ich es zu tun habe. Ja und das auch optisch. Weil das für mich ein Teil der ersten Anziehung ausmacht. Ich habe das schon x-mal geschrieben... spricht mich die Optik gar nicht an, wird es keinen zweiten Blick geben.

Und dieses Recht auf meine subjektive Entscheidung habe ich auch, wie ich finde. Was mir nicht gefällt, kann dir gefallen und wenn es ein Grottenolm sein sollte.

@ 93,

richtig 'oldschool' wäre, in den Hinkelstein eine Botschaft zu meißeln und per Bollerwagen dat Dingen rüber zukarren...😁😉

@ Marrs,

deswegen schrieb' ich ja auch:
es könnte/kann sein, dass...
und nicht dass es so sein muss.

Sprach-Tinder ist doch "nur" eine weitere Zutat im "Dschungel", ob es dann eine Berreicherung für ein date ist, sieht jeder für sich im Endeffekt selbst.

„Neuwied“ (Pseudonym)

"Ist gewiss nicht rational festzumachen, eher eine Art instinktiv-inneres Abrücken oder Zugeneigtsein, das sich nicht auf Anhieb erklären lässt."

Also ein Abgeneigt- oder Zugeneigtsein auf Lautstärke und Klangfarbe das finde ich VOLLKOMMEN ok, das geht mir nicht anders. Manche Stimmen kann ich auch nicht ertragen, manche sind nervig, zu leise kann auch einfach nur anstrengend sein, weil man dauernd nachfragen muss usw. Also eine Sympathie/Antipathie auf Lautstärke/Klangfarbe finde ich vollkommen ok. Was mich massiv stört, aber sehr gut möglich, weil ich davon persönlich betroffen bin und inzwischen muss ich auch sagen darunter leide, das sind Rückschlüsse auf Persönlichkeitsmerkmale, Charakter usw. deshalb, also z.B.
"Lautstärke könnte insofern Anhaltspunkte (nicht Gewissheiten) bezüglich Extrovertiertheit/Introvertiertheit des Gegenübers liefern."
Ich will aber nicht ausschließen, dass ich da nicht so pienzig wäre, wenn nicht genau das mir passieren würde (und mich belasten). Da ist man dann ja immer vorsichtiger.

"oder beliebten (doch sinnlosen) Belehrungen männlicher Profilleser in manch' weiblichen Textprofilen entfielen evt., weil in gesprochener Form noch lächerlicher wirkend"

Gibt es umgekehrt übrigens auch zuhauf, fällt dir wahrscheinlich weniger auf, weil du mehr Frauenprofile liest. Ich finde solche Profile bei beiden Geschlechtern recht unsympathisch.

Ach ja Audio Tinder! Yep, habe ich getestet.. Mein persönliches Fazit:
Es ist eigentlich noch praktischer, sollte man wirklich ernsthaft suchen, als jede andere Internetplattform.
Die Menschen stellen zusätzlich ein Bild ein, dazu die Tonaufnahme.
Für die Menschen, für die Optik auch ein Faktor ist, und sei es nur, um die absoluten Nogo's vorher auszuklammern, wird etwas erfüllt. Für Stimmliebhaber, wie mich z.B. passt's, da man ja einen Eindruck über die Stimmfarbe bekommt.
Und für beide Arten von Menschen, da der Inhalt der Tonaufnahme durchaus die Kreativen und Lustigsten von den absolut unspannenden Menschen, also ähnlich der leeren oder der 'frag mich' Profile hier, trennt.

Klar, alles zusammen hört sich nach Supermarkt Verhalten an, aber ist es das nicht immer, dieses Internet Dating - Geschäft? 😉

„Radebeul“ (Pseudonym)

Es gab relativ viel Rückmeldung obwohl ich das mit dem "dick" recht deutlich erwähnt habe. Ich habe die Plattform aber aus Zeitgründen nicht so viel genutzt. Muß ich demnächst mal "abarbeiten" was da reingekommen ist. :)

„Neuwied“ (Pseudonym)

Hast du das dick in irgendeiner Form präzisiert oder könnten das auch 5kg zu viel sein, Eliza Day?

„Radebeul“ (Pseudonym)

Schon deutlich und Fotos sind ja auch drin. Aber ich hab mich jetzt nicht als "fetten Pommespanzer" oder ähnliches bezeichnet, d.h. mich nicht selbst abgewertet.

.... ;)

„Neuwied“ (Pseudonym)

Das wäre ja auch noch schöner. Ne, ich dachte an eine schnöde Gewichtsangabe.

„Radebeul“ (Pseudonym)

X Kilo können so und so aussehen, das ist jetzt auch kein klarer Hinweis