Ansprüche in einer Partnerschaft die Du nicht mehr eingehen möchtest

in „Rundum Leben“

Zu diesem Thema gibt es 187 Antworten

@liebeslust: So abfällig wie du es formuliert hast, verbunden mit der Behauptung, daß ich mich nur jedes zweite Wochenende um meine Kinder kümmern würde, blieb doch als einziger Rückschluß übrig, daß du mir nicht abnimmst, daß ich ein guter Vater sei. So komme ich zu der Unterstellung, vielleicht kannst du es ja jetzt nachvollziehen.
Ich widerspreche dir auf das Allerheftigste, daß ich egoistisch meinen Standpunkt hervorhebe; es ist auch nicht unfair dem anderen gegenüber. Wieso kannst du das nicht verstehen? Es ist doch nur fair, wenn von anfang an klar ist, was nicht geht; ehrlicher kann ich doch gar nicht sein. Jede Frau soll wissen, woran sie mit mir ist und was sie erwartet. Deswegen nenne ich klar meine Ausschlußkrriterien. Wenn meine Forderungen (kinderlieb, politisch nicht extrem, nicht drogensüchtig) für dich so radikal sind, daß du es gleichsetzt mit "komplett in mein Leben einfügen", dann haben wir wirklich sehr deutliche Ansichten (was ich jetzt nicht schlimm finde, jeder ist eben so wie er/sie ist). Ich bitte vielmals bei allen drogensüchtigen und kinderfeindlichen Politradikalistinnen um Entschuldigung, daß ich keinerlei Interesse an euch als potentielle Partnerin habe! Ist es das, was du hören wolltest? Kannst du haben, kein Problem, da steht es jetzt. Du unterstellst mir, daß ich völlig überzogene Forderungen stelle und genau dies weise ich aufs Schärfste zurück; ich fordere lediglich Selbstverständlichkeiten, ich glaube auch, daß dies so ziemlich alle Leserinnen hier nachvollziehen können.
Zu den anderen Punkten (Bücher, Berge, Musik) habe ich weiter oben ebenfalls etwas geschrieben; ich bin überzeugt, das ist verständlich und klar, daß ich da zu Kompromissen bereit bin, aber zu diesen Bereichen keine absolut kompromißlose Frau suche. Was wiederum auch nachvollziehbar sein sollte. Eine Frau, die von mir verlangen würde, daß ich sso ziemlich alle Bücher aus meiner/unserer Wohnung verbannen solle oder die mir verbietet Klassische Musik zu hören (im Gegenzug verlangt, daß ich mich rund um die Uhr mit Techno beschallen lasse) oder die mir verbietet ins Gebirge zu fahren (wenn sie nicht mitkommen will, dann gibt es da Lösungen), die verbiegt mich so sehr, daß ich nicht ansatzweise mehr der bin, der ich bin und dann werde ich entsprechend unglücklich sein. Ist das dein Ziel? Ein Mann muß alles preisgeben für "seine" Frau, nur dann ist er es überhaupt wert, daß sich Frau mit ihm befaßt? Ich kann mir nicht vorstellen, daß dies deine Meinung ist.

Weil du bemängelst, daß ich das Thema Kompromiß so spät erst erwähnt habe, nur soviel: Erstens geht es hier im Thema ja explizit um Ansprüche, die jemand nicht mehr eingehen möchte, also habe ich sie erst so spät erwähnt, weil es anscheinend da Mißverständnisse gab. Zweitens sind Kompromisse für mich in einer Partnerschaft/Beziehung so selbstverständlich wie wichtig, daß ich es für völlig überflüssig hielt, dies überhaupt zu erwähnen; ohne Kompromisse von beiden ist es nämlich für mich keine Beziehung.

Wenn du meine Antworten merkwürdig findest, dann sei es so. Mir fehlt immer noch der Punkt, wo ich etwas Unmögliche fordere. Ich halte meine Forderungen für absolut normal bzw. selbstverständlich.

Was konkret findest du so völlig daneben?

-Ablehnung extremer politischer Ansichten?
-Ablehnung von Drogenkonsum?
-Forderung nach einer kinderlieben Frau?
-Forderung nach einfacher Akzeptanz von Büchern in meinen vier Wänden?
-Forderung nach Akzeptanz meines Musikgeschmacks?
-Forderung nach Akzeptanz meiner Vorliebe fürs Gebirge?

Ich habe es bewußt als "Forderung nach Akzeptanz..." geschrieben, damit es einen negativen Touch bekommt. Forderung klingt so herrlich negativ.

Im Gegenzug fordere ich doch nicht, daß sie ihren Musikgeschmack ändert oder auf einmal die Berge toll findet oder sie sich Bücher kauft. Nirgends habe ich eine derartige Forderung gestellt, lediglich mein bisheriges Leben möchte ich einigermaßen respektiert wissen. Ist das wirklich so unerhört? Ich versuche deine Vorwürfe zu verstehen, aber ich schaffe es nicht.

Mich würden ja die Reaktionen interessieren, wenn vom (zukünftigen) Partner eine totale Umstellung des Musikgeschmacks gefordert würde. Irgendwie werde ich die Vermutung nicht los, daß da sehr deutlich über 75 Prozent nur verständnislos mit dem Kopf schütteln würden.

„Kempen“ (Pseudonym)

Das Thema hier lautet "Ansprüche in einer Partnerschaft die Du nicht mehr eingehen möchtest", wurde mehrfach beantwortet.
Dem einen oder anderen gefallen diese Antworten nicht, weil es bedeutet das der "zukünftige Partner sich an gewisse Regeln zu halten hat",so denken, glaube ich, viele.
Dem ist doch aber nicht so. Wenn ich jemanden kennenlerne, dann erfährt er von mir im laufe von Gesprächen, was mir wichtig ist und was ich nicht haben kann und mein Gegenüber hat die FREIE WAHL sich für oder auch gegen mich zu entscheiden.
So habe ich doch auch die Wahl in einem Gespräch zu erfahren, dass mein Gegenüber zB Hunde im Haus nicht duldet oder zum Frühstück erstmal eine rauchen muss und ich für mich entscheide will ich nicht.
Empfinde ich als ein ganz normales Gangbild eines Kennenlernens.
Vielleicht trennen sich die Wege wieder oder vielleicht befreundet man sich, weil neben den Eckpunkten es bereichernd ist mit diesem Menschen Kontakt zu haben.

Es ist alles Theorie was wir hier machen, was passiert, wenn es in die Praxis geht steht doch nochmal auf einem anderen Blatt (kann auf einem ganz anderen Blatt stehen). Da wird die eine oder andere Grenze vielleicht etwas niedriger gesetzt oder gar ganz beseitigt.

Ich kann nicht nachvollziehen (wieder mal) warum man Menschen herabsetzt, negativ belegt, weil er eine andere Sicht der Dinge hat.
Warum nicht einfach mal nachfragen, wenn es einen wirklich interessiert um vielleicht zu verstehen warum etwas empfunden wird, wie es empfunden wird.

„Suhl“ (Pseudonym)

@KatrinLa
sign......genau so.
Mein jetziger Partner hat auch ein paar Marotten, die ich wohlwollend hin nehme. Zuvor in einem "Kennenlern -Katalog" wären sie eher unter "och nööö, muß nicht sein" gefallen, lach. Und ich bin sicher, ich habe auch so ein paar Macken, die ihn gewaltig nerven.....aber eben zum Gesamtpaket gehören.....und daher mit in Kauf genommen werden. Weil das Gesamtpaket halt ziemlich überzeugt und liebende Gefühle auslöst .

Nicht jeden Menschen, den man im Leben kennen lernt, taugt für eine Beziehung. Aber ggf zur Freundschaft /Bekanntschaft. Vllt auch nur zum momentanen Wegbegleiter.....auf einer Reise, von der man /frau das Ziel noch nicht so genau kennt.
Und Kennenlernen von Menschen erweitert den Horizon. Das habe ich hier sehr deutlich "gelernt" ;-))

Anderen Interessen, anderer Musikgeschmack usw können ja auch weiterhin getrennt ausgelebt werden.
Nur weil man ein Paar ist, muß man doch nicht zur Symbiose verschmelzen , rätsel.
Ich werde das Hobby meines Partners sicherlich nie teilen.....warum auch. So lange genug Zeit zu zweit bleibt, sehe ich da keine "Konkurrenz ".
Wichtig sind eher Werte, Normen, Haltungen und Vorstellungen zum Leben. Wenn es da gewaltig knirscht, dann wird es auf Dauer wohl zu anstrengend und sich wieder entzweien.

„Ahaus“ (Pseudonym)

@ll also vielleicht mal kurz reingeworfen.. ich bin ja auch die Fraktion die quasi bestimmte Dinge für sich ausschließt in einer künftigen Partnerschaft. Das ist allerdings kein Regelwerk, und so verstehe ich es auch nicht bei anderen die ähnlich geschrieben haben wie ich. Regeln an einen neuen Partner hieße ja, das ich mich trotzdem auf eine Beziehung einlassen würde - auch wenn zB der Partner raucht. Es würde bedeuten das ich dann meinem Partner meine Regeln aufzwingen würde - böse formuliert. Gerade das aber möchte ich nicht. Denn aus meiner Erfahrung raus geht das immer schief. Und bei den Punkten die das bei mir betreffen würde reichen mir mögliche Kompromisse nicht. Ergo eben dann die Konsequenz daraus - Sollte ich jemanden tollen kennenlernen der zB. raucht - dann würde es vielleicht nur für eine Freundschaft reichen. Aber keine Beziehung. Das muss niemand teilen, aber zumindest stehen lassen und als Meinung respektieren.

„Kamp-Lintfort“ (Pseudonym)

@El Diablo

"Wenn der Kieselstein zum Edelstein wurde und dann von einer anderen Frau abgegriffen werden konnte, dann ist das Schicksal, allerdings wird er seinen Glanz nicht ganz verloren haben.
Einige Dinge bleiben für immer."


Nun..das sehe ich anders..
Mir ist aber schon bewußt, dass Du das sehr gern so sehen möchtest.
(das war mein rosa Elefant ;-))
Fakt ist aber:
Eine "Diamant" entsteht unter extremem Druck und nur mit großem Substanzverlust.
Ich finde "Diamanten" schon immer bedauernswert und wenig sympathisch..
Und „umerzogene“ Menschen, die sich von ihrer Herkunft und Wesensart entfremdet haben bereiten mir Unbehagen.

Einer der Ansprüche an mich, in einer Partnerschaft, auf die ich definitiv nicht eingehen werde:
"Angleichung" der sozialen Unterschiede (womit wohl eher Herkunft gemeint sein soll..!??)
Jemand der sich aus (falsch verstandener) Liebe in eine Form pressen lässt, wird sich irgendwann befreien (müssen)
Und Jemand der seine Position ausnutzt um genau diese „Angleichung“ zu erreichen, überschreitet Grenzen, die Menschen die sich auf Augenhöhe begegnen (wollen), respektieren (sollten)

„Ahaus“ (Pseudonym)

@Skipper1964 ach das sind so fiktive Fragen... keine Ahnung. Es wäre mit Sicherheit problematisch aber das hängt von so vielem ab. Ändert aber nichts an der Tatsache das ich keine Beziehung zu einem Raucher eingehen würde.

Also,bestimmt steht doch außer Frage, dass 'der Kieselstein' extremes Glück gehabt hat, der 'Diamantenschleiferin' vom Haken gesprungen zu sein.
Diese Person hat wirklich nichts, außer menschenverachtenden Intentionen. Nicht mal im Spaß gesagt, ist solche Denke als "normal" zu betrachten. Verrückt sowas..

Insgesamt finde ich es aber schon befremdlich soviele konkrete Eigenschaften anderer auszuschließen. (Kein Rauchen, keine Tattoos, Musikgeschmack etc)
Ist es nicht viel wichtiger, klar zu definieren, wie mit einem selbst umzugehen ist? Mag doch jeder seine Ticks haben, muss man diese jedem gegenüber ausgeleben?
Das würde heißen, eben nicht in meiner Wohnung zu rauchen, seine eigene Musik mit Kopfhörer zu hören etc. Den Wunsch auf Rücksichtnahme finde ich legitim, aber Veränderung zu fordern, schwierig.

Ich traf schon Menschen mit in meinen Augen komischen Allüren, Macken u.ä., die aber mein Leben oder der Abschnitt des Weges auf dem ich mich befand, trotzdem bereichert haben.

„Ahaus“ (Pseudonym)

@Hmmm.. und nun ... du findest es befremdlich weil du es für Dich anders handhabst. Menschen sind unterschiedlich. Ich zB kann mir überhaupt nicht vorstellen das es Menschen gibt die keine Punkte ( wie auch immer man das jetzt nennen mag) haben die sie ausschließen für sich. Und es geht auch nicht darum mit den Menschen nicht befreundet sein zu können. Ich habe gute Freunde die rauchen. Aber es ist ein Unterschied befreundet zu sein oder ein Paar zu sein. Ich rede hier im Tread über Ansprüche in einer Partnerschaft die für mich nicht in Frage kommen

@Herbstlicht:
Da hast Du Recht, Menschen handhaben es unterschiedlich.
Aber würde es nicht einen Unterschied machen, ob derjenige in meinem Beisein, meine Grenzen (welche auch immer es sind) wahrt, aber in seinem ureigenen Bereich, der keine Berührungspunkte zu mir hat, macht was er möchte?
Oder beeinflusst jedes Handeln gleich die charakterliche Grundeigenschaften bzw. meine persönliche Wertung dazu?

„Ahaus“ (Pseudonym)

Gibt es denn noch jemanden der noch erzählen möchte was für Ihn nicht machbar ist in einer Partnerschaft? Also weniger jetzt warum er oder sie das nicht versteht das andere das so handhaben? Nicht das ich die laufende Diskussion kaputt machen will, aber ich hab den Eindruck das es sich etwas festgefahren hat. Manche Meinungen kriegt man eben nicht unter einen Hut.

„Ahaus“ (Pseudonym)

@Hmm..und nun.... also klar geht das manchmal. Ich denke das viele das viel zu starr verstehen. Wenn ich zB drei vier Punkte aufzähle in denen ich nicht kompromissbereit bin ...so gibt es dagegen bei anderen Punkten durchaus Spielraum. Und das ist denke ich bei vielen Leuten so. Das was du meinst das geht eben nicht immer. Ich bleibe mal bei meinem langsam wahrscheinlich ausgelutschten Beispiel das Rauchen. Mir persönlich reicht es nicht wenn mein Partner nur nicht bei mir raucht. Ich bin da tatsächlich sehr empfindlich - ich weiß nicht ob es daran liegt das ich Exraucher bin. Aber ich ertrage den Rauch - und ich rieche es - absolut nicht. Nicht bei einem Menschen der mir nahe ist. Ich bin sehr sehr froh das auch keiner meiner Kinder raucht. Da hatte ich Glück was das angeht sag ich mal. Was den Partner angeht so kann ich das aber entscheiden was ich an mich ran lasse und was nicht. Wie gesagt - man darf den einen Punkt nicht pauschalisieren. Wenn man in wenigen Punkten aus persönlichen Gründen nicht abweichen kann dann bedeutet das nicht das das beim nächsten Punkt auch so ist.

„Weingarten“ (Pseudonym)

Ich bin bei Alkohol noch nicht so weit zu sagen... In meiner Bude nicht, aber ich denke aus der Erfahrung steuer ich da irgendwann hin. Ich selbst trinke gar nicht. Keinen Schluck seit zwanzig Jahren. Auf Feierlichkeiten stört es mich zu sehen und mit den Augen daran teil zu nehmen. Doch 2 Beziehungen bräuchten immer ihren Wein zum Mittag und abends ihr Bier oder Whiskey. Wenn aus gerne mal oft und dann ständig wir habe ich damit ein Problem. Leicht angesaeuselt und immer eine leichte Fahne hebt nicht meine Stimmung.Es ist das mal ein Wein im Gespräch was aber leider nicht stand hielt. Wuerde Mann mir sagen oft... koennte ich gleich agieren.
Tja kein Raucher vielleicht auch noch Jemanden der sein Alkohol nur bei sich einnimmt grenzt ab. Kann ich mit leben. Ich brauche deswegen keinen mit den Hammer wie Diablo es ausdrueckte.... Ich bin da sehr realistisch. Ich sehe mein Wohlergehen an erster Stelle und mit mir lebe ich schon in einer Beziehung seit meiner Geburt. Es darf sich gern Jemand dazu gesellen... wenn er das Wort Liebe nicht zu weit dehnt bis es reisst.

Herbstlicht: OK, also beim Rauchen ist das vielleicht am Verständlichsten von diesen Beispielen. Da muss man sicher in Betracht ziehen, dass man immer die Gesundheit anderer beeinflusst.
Aber Musik hören, Tattoos?
Wo ist der Berührungspunkt zum Anderen (unter der Annahme, dass Rücksichtnahme erfolgt)?

„Ahaus“ (Pseudonym)

@Hmmm..und nun ... die Punkte Musik und Tattoos kamen nicht von mir. Aber wenn ich mich recht entsinne war es eher so das es darum ging das der potenzielle Partner mit dem eigenen Musikgeschmack klar kommen sollte... und ich denke das ist dann doch verständlich. Man möchte doch auch keinen Partner der da ständig Probleme macht und gegensteuert. Tattoos weiß ich jetzt grad nicht wessen Punkt das war... aber ich denke es ist einfach Geschmacksache. Muss man ja nicht so sehen. Für mich wäre es kein Problem. Bei mir sind zB. andere Punkte wichtig. Einer meiner Punkte wäre es zB das ich keine Beziehung eingehen würde mit einem Langzeitarbeitslosen. ( auch wenn vielleicht jetzt ein shitstorm über mich einbricht ) Auch ein Mensch mit Psychiatrieerfahrung wäre absolut nichts für mich. Alles Bereiche wo ich wirklich weiß wovon ich rede.

„Ibbenbüren“ (Pseudonym)

Ich verstehe die Diskussion über Wünsche an den Partner und Grenzen in der Partnerschaft nicht. Ist es nicht Sinn der Partnersuche, einen Menschen zu finden, der die gleichen Prioritäten setzt und ein ähnliches Lebensmodell bevorzugt? Und da wir alle so verschieden sind und andere Lebenshintergründe haben...sind auch unsere Vorstellungen unterschiedlich, was wir ja in unseren Profilen ausdrücken. Mein Partner darf keine Katze haben. Ich bin hochgradiger Allergiker, bis hin zur Atemnot. Da gibt es für mich keinen Kompromiss. Ich möchte miemanden vor die Entscheidung stellen, das Tier oder ich... und deshalb ist das für mich bei der Partnerwahl ein Ausschlusskriterium. Ein Partner mit Katze passt nicht zu mir. So einfach ist das.

Vielleicht bin ich ja extrem hinterm Mond, aber verliebt man sich nicht erst, und guckt dann was der/die so macht?
Ich stelle mir das schwer vor, eine Partnerschaft mit echten Gefühlen zu beginnen, wenn erstmal das leben des anderen abgestimmt wird. Wie funktioniert das, mit dem Knopf "passt" und jetzt verliebt? Riskiert man heute nichts mehr, und klärt erstmal den Tagesablauf ab, bevor man tiefer in die "Materie" eintaucht?

Da kommen dann die Punkte, die nicht so gefallen, aber wenn das Herz spricht, werden auch Kompromisse gemacht, mal mehr mal weniger. Meistens jedenfalls. Zumindest ist das bei mir so. Kann mich nicht erinnern, jemals das Leben des anderen vorher durchleuchtet zu haben.

„Ahaus“ (Pseudonym)

@Rudi. Nu erkläre mir mal wie das auf online Partnersuchportalen gehen soll...das „zuerst verlieben „ 😃 also ich kriege das nicht hin. Da gibt’s Profile mit Infos, digitale Gespräche wenn’s gut läuft...auch wieder Infos...und dann entscheidet man den Menschen real (zum kennenlernen) ins eigene Leben zu lassen...man datet. Weshalb entscheiden wir uns? Weil wir uns digital verliebt haben? Quatsch...weil wir schauen ob die Infos ins eigene Leben passen könnten...auf was auch immer jeder einzelne Wert legt. Wenn du das mit Liebe auf dem ersten Blick haben willst dann musste zu Penny einkaufen gehen 🤪

Gut Herbstlich, wenn ich mal von den letzten 1-2 Jahren hier... ab sehe, ist das doch ohne weiteres möglich. Durch das lesen im Forum oder Chat, Unterhaltungen zu führen, die früher mit den Richtigen Usern super liefen, teilweise bis in den Morgenstunden,
Blinddates per Telefon, wo man nichts vom anderen wusste.
Das ist doch wunderschön, wenn das Herz schon im Bauch liegt und das erste Treffen in Reichweite liegt.
Natürlich kann man sich dabei verlieben, ohne vorher zu -sortieren-. Wenn das Bild sichtbar ist, ist doch alles vorhanden.

Aber Du hast natürlich recht, Online auf der Suche kann man sich sein Wunschpartner besser zusammen stellen, Auswahl unendlich, aber dann doch eine Frage an Dich,

neigt der moderne Mensch nicht dazu, wenn was doch nicht so 100% passt, selbst nach längerer Partnerschaft, einen -besseren- zu nehmen und den -alten- auszutauschen?
Auf den Online-Knopf drücken, jetzt verliebe ich mich in genau den.

Für mich (nur für mich) zählt nicht was sie ist, woher sie kommt, was sie tut, sondern was mein Herz sagt.
Auch wenn man mal mit Vollgas gegen die Wand fährt.
Dann auch zum Thema, nur Plaudermenschen, die nichts für sich behalten können, sich von Dritte beeinflussen lassen, die schrecken mich ab.

Obiges ist meine Meinung und persönliche Erfahrung, also locker bleiben.

„Bad Rappenau“ (Pseudonym)

Warum muss man das immer von den beiden äußeren Rändern des ganzen Spektrum betrachten? Das Dazwischen bietet doch genug Spielraum ;)… Ich meine, gewisse Rahmenbedingungen müssen halt unter bestimmten Lebensbedingungen sein und in die eigene Lebenssituation passen...dass ist doch noch kilometerweit davon entfernt, sich seinen "Wunschpartner" zusammenzustellen...sicherlich tun das einige heutzutage....aber davon war ja hier nicht die Rede...

Eine Partnerschaft ist doch in vielen Punkten genau das: Ein Kompromiss. Bis zu einem gewissen Grad, empfinde ich das auch als völlig selbstverständlich, dem Partner auch einmal entgegenzukommen. Allerdings gibt es auch Bereiche in meinem Leben, die mich als Person ausmachen, mir extrem wichtig sind oder die ich niemals verändern würde. Ich würde also situationsbedingt immer abwägen. ;)

„Schwabach“ (Pseudonym)

@moai
"Eine "Diamant" entsteht unter extremem Druck und nur mit großem Substanzverlust.
Ich finde "Diamanten" schon immer bedauernswert und wenig sympathisch..
Und „umerzogene“ Menschen, die sich von ihrer Herkunft und Wesensart entfremdet haben bereiten mir Unbehagen."

Ich bin so ein geschliffener Kieselstein und ich bin meinen Ex-Partnerinnen dankbar dafür, dass sie für mich einen Plan hatten und das Potential gesehen haben.

Natürlich hat alles im Leben einen Preis und so habe ich mich über meine Herkunft erhoben und meine Wurzeln abgetrennt.
Der Kontakt zu meiner Verwandtschaft wurde von mir auf ein Minimum beschränkt und passiert teilweise nur über Anwälte.

Ich bin ein anderer Mensch geworden - ich habe mich weiterentwickelt. Böse Zungen könnten von einer Umerziehung sprechen, aber meine Erziehung war falschen - sie wurde nur korregiert um in dieser Gesellschaft erfolgreich sein zu können.

Natürlich wird man im Leben in Formen gepresst, das wird teilweise erwartet und gerade hier auf Rubens sind viele die klischeehaft denken. Erfüllst du das Klischee, dann bist du erfolgreich, wehrst du dich, dann bleiben nur die Krümmel für ich übrig.

Unabhängig von der Partnersuche empfehle ich, sich für die Gesellschaft zu optimieren, dann geht vieles leichter. Ausbildung, Weiterbildung, Netzwerke ....

Es kommt immer nur auf das Potential an, nicht auf Status oder Herkunft.

Wenn ich bei der Partnersuche schon Katzenhalter oder Raucher ausgrenze, wo endet das Selektieren? Es ist einfach nur dumm.

Mit Ausgrenzung hat noch niemand etwas gewonnen, man kann nur verlieren.

Ich hatte da immer einen anderen Ansatz ... .

Wenn ich bei der Partnersuche schon Katzenhalter oder Raucher ausgrenze, wo endet das Selektieren. Es ist einfach nur dumm.

Nein. Dumm ist es, so etwas zu schreiben. Du bist wahrscheinlich nicht betroffen sonst hättest Du das niemals gepostet und wenn, dann ist es erst recht dumm.

Ich stimme Penny62 voll zu mit dem, was sie u.a. geschrieben hat:

Mein Partner darf keine Katze haben. Ich bin hochgradiger Allergiker, bis hin zur Atemnot. Da gibt es für mich keinen Kompromiss. Ich möchte miemanden vor die Entscheidung stellen, das Tier oder ich... und deshalb ist das für mich bei der Partnerwahl ein Ausschlusskriterium. Ein Partner mit Katze passt nicht zu mir. So einfach ist das.

Mir geht es genau so und ich denke und handle wie sie. Für mich muss niemand sein Haustier abgeben, ich kann mich dem aber auch nicht aussetzen. Weder dort noch bei mir (die Haare und der Speichel der Katzen sind ganz oft auch auf der Kleidung und manchmal sogar am Körper). Das lässt sich einfach nicht verhindern.