
„Mühlhausen/Thüringen“ (Pseudonym)
Ja, ich verstehe deine "Entscheidungsgrundlage" sehr gut. So ähnlich habe ich auch immer gedacht und dann kam der Vater meiner Tochter..hat nicht gehalten, that´s life. Er ist und bleibt ihr Vater, auch wenn sie ihn seit der Trennung (sie war erst 9 Monate) nur über skype gesehen hat, weil er im Ausland lebt.
Meine Eltern sind sehr tolle Großeltern und meine Großeltern, der Rest der Familie und der Freundeskreis tun das übrige zum Thema "Bezugspersonen". Da haben wir sehr viel Glück aber ich weiß auch, das wenn ich das nicht hätte, ich sie genauso gut aufziehen kann, denn wie schon geschrieben, es kommt immer darauf an, was man aus seiner Situation macht, bzw. machen kann.
Durch meine Arbeit kenne ich auch genug "schlechte" Beispiele, was bei mir dazu aber eher dazu geführt hat, das ich auf eine Beziehung verzichte, weil ich meiner Tochter keine - mal überzogen ausgedrückt- ständig wechselnde Partner und die dazugehörenden Dramen zumuten möchte.
Wenn sie größer wird und ich als Mama doof werde, kann ich wieder aufdrehen und Party machen :P
Sollte jetzt aber wirklich -DER MANN- auftauchen, der mich aus den Socken haut, überlege ich es mir natürlich ..

„Strausberg“ (Pseudonym)
Kann ich absolut verstehen. Manchmal weiß man einfach nicht ob es hält. So etwas hatte ich auch in den letzten Jahren aber auch nie. In der vorletzten Beziehung hätte sich mein Freund von mir ein Kind vorstellen können, da hatte ich aber Zweifel an der Beziehung.
Für mich wars da wichtig das was ich will frühzeitig zu durchdenken, um nicht irgendwann an dem Punkt, an dem die Uhr aufhört zu ticken, mir selbst große Vorwürfe zu machen, weil ich mit der Entscheidung mich zu trennen letztendlich auch eine Entscheidung gegen ein eigenes Kind getroffen habe.
Habt ihr eigentlich das Gefühl, dass euch der Status "alleinerziehend" bei der Partnersuche behindert? Oder was denkt der Threadersteller über Alleinerziehende?

„Zerbst“ (Pseudonym)
Mit meiner nicht ganz unerheblichen Lebenerfahrung kann dazu nur sagen. Es gibt keine Garantien, aush keine für die Pläne, die man sich so schön einichtet. Ich war mit Mitte Zwanzig gerade verheiratet und mit meinem Wunschkind schwanger und dann haben sich die ganzen Pläne in einem großen Knall in Rauch aufgelöst, als mein Mann tödlich verunglückte, peng...so schnell kann das gehen. Plötzlich stand ich unfreiwilligerweise in Schwangerschaft, bei der Geburt und bei der Erziehung alleine da. Ich hab das hinbekommen und ich hab auch wieder einen Parner gefunden und kann jetzt nicht sagen, dass das Kind gestört hat. Er hat es miterzogen wie sein eigenes und das ist auch heute noch noch so, obwohl wir uns getrennt haben.
Das Leben pfeift auf Pläne. Ich bin froh, dass es sie gibt, auch wenn das nicht immer leicht war

„Bad Nauheim“ (Pseudonym)
Wenn eine Ehe (Partnerschaft) nicht mehr funktioniert, ist es meistens für die Kinder besser die Eltern gehen den Schritt und trennen sich, wenn kein Weg mehr zusammen führt. Da Kinder sehr feine Antennen haben und die Disharmonien erspüren, selbst wenn die Eltern sehr bemüht sind, nichts vor den Kindern auszutragen.
Allerdings, wenn es irgendwie möglich ist, sollte auch der Elternteil, der nicht mehr bei den Kindern wohnt viel Zeit mit ihnen verbringen.
Ich kenne leider auch Mütter und Väter die vom Partner verlassen wurden, dieser sich ständig versucht vor dem Unterhalt zu drücken und nicht mehr für die Kinder da ist.Vielleicht wieder eine neue Familie gründet , wieder mit Kind. Man muss sich nur mal überlegen, wie die Kinder aus der ersten Beziehung sich fühlen müssen, einfach vergessen zu werden.
Da hört für mich jegliches Verständnis auf !
Auch , wenn einem Mann einfach ein Kind untergeschoben
wird , weil Frau unbedingt ein Kind haben möchte.
Ich kann es nachvollziehen, dass eine Frau unbedingt ein Kind haben möchte aber nicht auf diesem unfairen Weg.

Alleinerziehend zu sein, gehörte jetzt nicht unbedingt zu meiner Lebensplanung dazu. Ein Zusammenleben mit dem Vater meines Sohnes war leider nicht mehr möglich. Für den Sohn ist es besser, mit mir alleine zu leben, als dem ständigen Stress einer nicht funktionierenden Beziehung ausgesetzt zu sein.

„Radolfzell am Bodensee“ (Pseudonym)
ich glaube die meisten haben das nicht geplant, aber wenn es so ist, machen fast alle das Beste daraus...aber ist nur meine Erfahrung

@Mellis:
Gott ist nicht weiblich, bei allem Respekt. :-)
In diesem Thread wurde gefragt, warum es heutzutage SO VIELE Alleinerziehende Mütter gibt, nicht warum es sie gibt.

„Strausberg“ (Pseudonym)
@bricriu Hat Gott denn ein Geschlecht deiner Meinung nach und wenn ja welches?

„Zerbst“ (Pseudonym)
Gott ist nicht weiblich, bei allem Respekt. :-)
...und woher weißt du das?

@Hanna:
Gott ist kein Mensch, deshalb ist es schon komisch, wenn man von Seinem Geschlecht spricht.

@Lunatic:
Falsche Frage... Fragen Sie Mal Hanna, sie weiß die Antwort.

„Hoyerswerda“ (Pseudonym)
Also ist Gott logischerweise auch nicht männlich wenn es geschlechtslos ist.
Um welchen Gott geht's hier eigentlich?
Der der Bibel kanns ja nicht sein, denn:
1.Mose 1:27 lt. Lutherbibel 1912:
Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie einen Mann und ein Weib
Hier die physikalische Definition von Gott:
Ladung: neutral
Masse: ca. 2,25 · 10−25 kg
125,36 ±0,37(stat.) ±0,18 (syst.) GeV/c2
Spin:0
mittlere Lebensdauer: ca. 10−22 s
Wechselwirkungen:
1. Schwache Wechselwirkung
2. Wechselwirkung nach dem Higgs-Mechanismus mit allen Teilchen mit Masse
3. Gravitation

@rk76de:
In Ihrem blasphemisch-naiven Hochmut haben sie Gott mit dem Boson verwechselt. Schaffen Sie sich einen Physik-Thread und schreiben Sie dort über das "Gottesteilchen". :-)

„Trier“ (Pseudonym)
Hallo zusammen, ich habe allen Respekt vor alleinerziehenden Müttern und Vätern. Ich selbst habe mich vor einigen Jahren mal so entschieden, falls ich mit 40 nicht den richtigen Partner fürs Kinder kriegen an der Seite haben, werde ich nie welche bekommen. Und so ist es eingetreten. Ich finde meine Entscheidung vernünftig. In Anbetracht meiner Lebensumstände wäre es nicht gerade gut, wenn ich auch noch Kinder in die Welt gesetzt hätte. Aber Hut ab, vor allen, die es gewagt haben. Ich nehme an, dass viel erstmal zusammen als Paar die Kinder bekommen haben, und sich dann trennten. Dass eher die Mutter die Kinder behält hängt in meinen Augen mit vielen Faktoren zusammen. Die Arbeitssituation bei beiden ist da wahrscheinlich mit ausschlaggebend. ..Lg Nina

„Zerbst“ (Pseudonym)
Ich nehme mal an, dass die wenigsten Alleinerziehenden sich das freiwillig so ausgesucht haben. Beziehungen gehen halt heutztage eher in die Brüche, beispielsweise weil die Abhängigkeiten nicht mehr so groß sind.
Ehrlich gesagt stehe ich auch auf dem Standpunkt, dass es einem Kind bei einem zufriedenen Elternteil besser geht als in ständig angespannten oder gar katstrophalen Familienverhältnissen leben zu müssen.

Nochmal auf die Eingangsfrage zurück: Im Verhältnis WOZU so viele? Schaue ich ins 19. Jahrhundert, gab es schon viele - meist Frauen - die mit oft viel mehr Kindern alleine klar kommen müssten. Sie waren entweder verwitwet (was bei damaligen Arbeitsbedingungen nicht verwundert), oder der Mann war auf Arbeitssuche irgendwo als Gelegenheitsarbeiter, oder er war an der Front oder einfach abgehauen. Im letzten Jahrhundert gab es wegen der Kriege viele Alleinerziehende, und danach wegen des Männermangels - der musste erstmal aufgeholt werden. Etliche unserer Prominenten oder Politiker sind allein bei Muttern aufgewachsen, z. B. Erich Kästner oder Gerhard Schröder. Ich habe den Eindruck, es gibt nicht wirklich "mehr" Alleinerziehende als zu einigen Zeiten früherer Jahrhunderte, sie haben vielleicht sogar eine größere Lobby.
Aber darüber müssten eigentlich Daten und Studien Auskunft geben, da muss ich mich erstmal vertiefen...

„Filderstadt“ (Pseudonym)
Und was schon erwaehnt wurde, partner sterben auch..u schwupps..bist du allein erziehend.nicht gewollt, aber damit musst du plus kind dann klarkommen.

„Radolfzell am Bodensee“ (Pseudonym)
@ hungry2017 ...stimmt

„Waldkirch“ (Pseudonym)
Oder die, bei denen der "Partner" Zigaretten holen geht.. und schwupps.. bist Du alleinerziehend. Nicht gewollt aber musst auch damit zurecht kommen.

„Wiesbaden“ (Pseudonym)
Zwei Dinge mag ich kurz erwähnen...
Es ist auch ein großer Unterschied , ob man mit NUR einem Kind alleinerziehend ist oder mindestens zwei oder drei Kinder hat...denn allzu oft wird ein Erwachsener der nur ein Kind hat bedauert, von sich selbst oder anderen -das ist unpassend.
Generell sind Kinder Glück und es ist wundervoll und erfüllend Mutter zu sein.
Es ist auch eine herausfordernde Aufgabe,mehrere Kinder gut zu erziehen...ein einziges Kind zu haben recht problemlos (sofern das Kind generell gesund ist).
Man muss sich nicht allein auf verschiedenen Elternabenden aufteilen, bekommt ein einziges Kind immer problemlos mal drei Stunden betreut, kann voll auf Wünsche und Bedürfnisse eingehen,vollkommen problemlos gut organisiert seinem Job nachgehen ... bei mehreren Kindern die von nur einem Erwachsenen aufgezogen,geliebt und versorgt werden ist das gesamte Leben eine Leistung die etwas mehr wert geschätzt werden könnte.
Jedes der Kinder - und auch die Mutter natürlich als gesamte Persönlichkeit -hat andere schulische,gesundheitliche,individuelle Bedürfnisse
und wenn das Eine Kind gesund ist , ist das andere krank...etc.pp.
Warum sind viele, meist Frauen,allein erziehend war hier die Frage. ..
Genannte Dinge wie sterben und Unfall eines Elternteils sind dramatisch und schlimm,zum Glück nicht ganz so oft.
Ein sehr häufiger Grund ist aber,
dass viele Mütter ihre Kinder mehr lieben als alles Andere und daher immer für ihre Kinder da sind,für sie in jeder Form sorgen und sie trösten.
Anders als einige " Väter"...deren Priorität allein sie selbst sind.

Die Väter, mit denen ich über solche Themen gesprochen habe, scheuten meist einfach die Armutsfalle und zogen es vor, im Job zu bleiben.
Denn Job und Kinderbetreuung sichern sind anstrengender und bedeuten finanzielle, freiheitliche und persönliche Einbußen.
Unterhalt zahlen und jedes zweite Wochenende den Sonntagspapa mimen ist einfacher. Und die These, dass Kinder zu ihren Müttern gehören, ist in unserer Gesellschaft eben auch unter Männern noch weit verbreitet.
Das meine ich jetzt nicht böse.
Und natürlich gibt es auch die Väter, die nichts und niemanden scheuen, um ihre Kinder bei sich zu haben. Genau so, wie es Mütter gibt, die den Vätern die Kinder vorenthalten.

„Waldkirch“ (Pseudonym)
Ist es Dein Ernst, dass Du es unpassend findest wenn ein Erwachsener mit NUR einem Kind bedauert wird? @sweetmolli? Das bedeutet ja nicht im Umkehrschluss, dass ein Erwachsener mit 2-3 Kindern nicht auch bedauert wird. Ist man mit NUR einem Kind nicht... ähm ich lasse es.. Schon gut. Jedem Tierchen sein Pläsierchen. Interessant zu lesen.

„Filderstadt“ (Pseudonym)
Völlig bescheuert finde ich die these, dass allein erziehende mit einem kind es easy peasy haetten.

Danke @ hungry und @sonne
Ich dachte echt ich hätte etwas falsch verstanden. Scheint wohl nicht so zu sein ...
Manchmal kann man hier echt nur den Kopf schütteln ...

ich weiß ja nicht, in welchem Film du lebst sweetmolli... ich habe NUR ein Kind. Und das ist keinesfalls easy going. Ich bin Vollzeit berufstätig, arbeite teilweise nachts und am Wochenende. Da macht es überhaupt mal überhaupt gar keinen Unterschied, ob ich ein Kind oder drei Kinder unterbringen muss. Fakt ist: ich brauche Kinderbetreuung. Ansonsten bin ich für mein Kind komplett allein verantwortlich, auch finanziell. Klar habe ich mehr Zeit für das Kind, weil es eben nur eines ist und ich die vorhandene Zeit nicht aufteilen muss. Aber ansonsten ist es völlig egal, ob ich eins oder zwei oder drei Kinder habe. Die aufgewendete Kraft als Alleinerziehende ist die Gleiche.
Allerdings möchte ich auch nicht "bedauert" werden, da ich mit meinem Leben grundsätzlich sehr zufrieden bin. Und ich finde grundsätzlich müssen Alleinerziehende nicht "bedauert" werden.