Wer zehn ist, kann auch schuften

in „Politik und Weltgeschehen“

Zu diesem Thema gibt es 39 Antworten

„Albstadt“ (Pseudonym)

Lach - na wenn nur noch kluge Kinder zur Schule gehen, dann haben wir in Deutschland bald jede Menge leere Schulen.

Willst du jeden 5 jährigem einen Intelligenztest unterziehen und das möglichst in Ländern, in denen die Kinder nicht mal anständige Schuhe haben? Das ist wahrlich lächerlich!

Schlimm find ich, dass zB in Brasilien Millionen für eine WM (zB für neue Stadien) ausgegeben wird, während Kinder auf den Straßen hungern und betteln. Es ist immer genug Geld für Bildung da - in allen Ländern. Nur obliegt es der politischen Führung des jeweiligen Landes, dieses auch entsprechend zu verwenden - und eben nicht für unnützige Events, eigene Befindlichkeiten oder Prestigeobjekte auszugeben.

„Wittmund“ (Pseudonym)

Cocoa, währest Du nach Deinem Model zur Schule oder zur Feldarbeit eingeteilt worden?
Und wie findet man bei Deinem Model die Ausnahmetalente? Genau, auf den Knien bei der Arbeit.
Unterm Strich sieht das dann so aus wie die Rekrutierung bei der US Armee, Armer Leute Kinder , gröstenteils farbige, lassen sich erschiessen und die Blagen der vermögenden und Mächtigen werden auf der Uni rumlungern.

„Albstadt“ (Pseudonym)

schmunzel... nicht nur Farbige lassen sich erschießen - sonst gäbs im weißen Haus ja keine Schwarzen...

„Neukirchen-Vluyn“ (Pseudonym)

Ihr solltet euch mal nicht soweitaus dem Fenster hängen. Bis vor 25 Jahren gab es auch in einem deutschen Staat Kinderarbeit, sogar unbezahlt. Dort nannte es sich UTP ( Unterichtstag in der Produktion ) und ESP ( Einführung in die sozialistische Produktion ) und 1x pro Woche in die Schule eingebunden. Daneben wurde man noch in der Freizeit zu diversen Arbeitseinsätzen verpflichtet, z.B. Kartoffeln lesen, Kohlen schaufeln, Schule putzen, Altpapier/ Schrott sammeln oder Seniorenhilfe. Geschadet hat es uns nicht, aber ein bisschen Taschengeld wäre nicht schlecht gewesen.

„Wittmund“ (Pseudonym)

Die Deutsche Demokratische Republik war nicht und ist nicht mit der Bundesrepublik zu vergleichen, Rene2.


Ausserdem ist 1 Tag die Woche noch lange nichts im Vergleich zur Arbeit die Kinder zum Lebensunterhalt in 2te - 4te Welt Ländern leisten.

„Albstadt“ (Pseudonym)

Wurde in der DDR nicht aussortiert? Oder waren da schon welche in der "Arbeiter-Klasse"?
;-)

„Meerbusch“ (Pseudonym)

Zum Thema zurück . Klar ist das nicht mit anderen Ländern zu vergleichen, wo Kinder die Familie ernähren.
ABER, auch in Deutschland ist es brutale Ausbeutung der Kinder. Ich bekam den vollen Postwagen wie jeder normale Zusteller, mit dem Kommentar das der Zusteller der einen Route in Urlaub ist und ich seinen Dienst übernehme. Also volles Programm und nichts mit leichtere Variante für Kinder. Das für nen lächerliches Taschengeld !
Was die maximal zulässige Stundenzahl für Kinder betrifft, bekam ich den nächsten Kommentar - da musste dich halt mit dem Austragen ein bisschen beeilen damit du in der Zeit bleibst- ! Im Klartext renn mal noch mit deiner randvollen Postkarre, und das als Kind !!!

„Neukirchen-Vluyn“ (Pseudonym)

Hallo Paul, dass war genau so eine Ausbeutung und dazu noch unbezahlt. Ich musste mehrere Jahre immer 4h die Woche am Fließband Bügeleisen für Universum/Quelle montieren. Daneben gab es als Strafarbeit nach den Schulstunden eine LKW-Ladung Briketts in den Heizungskeller schaufeln oder die ganze Schule kehren. Wer nicht auf Linie war, wurde auf Linie gebracht, Lehrer waren da erfinderisch.
Ferienarbeit war anders, weil freiwillig und gut bezahlt. Ich habe im Glaswerk in der Produktion gearbeitet. Da habe ich in Schicht die glühenden Gläser auf Bruch sortiert. Das wäre heute vom Arbeitsschutz gar nicht mehr möglich. Selbst damals verstieß vieles gegen DDR-Gesetze, aber da sah man weg.

Aberdas ist aber trotzdem nicht mehr vergleichbar. Heute sollten Kinder nicht arbeiten müssen.
Wenn sie es möchten und körperlich dazu in der Lage sind, wenn sie auch ihr Taschengeld damit aufbessern wollen...
ich hatte vor einigen Jahren nichts dagegen, dass unsere Kleine in den Ferien im hiesigen "Märchenwald" als Ponymädchen arbeitete. Das ist sogar Tradition hier in der Stadt, und die Mädels schwärmen alle noch von dieser Zeit, auch wenn sie schon längst erwachsen sind. Unsere Kleine war neun Jahre alt, und hat in den Sommerferien jeden Tag mindestens 15 € verdient. Und sie hatte jahrelang ihre Freude daran, bis es wieder genug neue Ponymädchen gab.
Das ist "Kinderarbeit", die sogar ich befürworte. Wenn sie von klein auf Verantwortung für andere Wesen übernehmen, mit vielen Menschen in Kontakt kommen, in soziale Systeme eingebunden sind und auch ihren eigenen Wert begreifen können. Und außerdem noch viel lernen, was man Zuhause nicht so vermitteln kann. Diese Absicht wurde leider in der DDR pervertiert.

Aber Kinderarbeit, die korrupte Wirtschaftssysteme unterstützt und uns T-Shirts für 3 € ermöglicht - Nein.

„Oberursel“ (Pseudonym)

Wenn ich täglich durch Funk, Fernsehen und die Tageszeitung schaue/höre, dann frage ich mich, ob es nicht auch bei uns sinnvoller wäre unseren Kindern frühzeitig eine richtige Aufgabe zu geben. Vielleicht werden die Schlagzeilen über das Zusammentreten von Leuten die falsch geguckt haben oder nur einfach am "falschen" Ort waren, das Schlagen anderer Menschen mit Fäusten im Vorbeigehen, welches dann natürlich mit dem Handy gefilmt und stolz eröffentlicht wird.......

Ganz ehrlich....solche Dinge machen mir wesentlich mehr Sorgen als Kinder die mit 10 Jahren zum Unterhalt der Familien beitragen.

„Brühl“ (Pseudonym)

man kann sehr wohl die dinge von hier aus lenken...durch den eigenen Einkaufskorb...ist mühselig...schränkt ein...ist teuerer...stimmt...Ignoranz ist einfacher....

„Albstadt“ (Pseudonym)

Meine Eltern hatten ein Restaurant/Hotel und ich musste mitarbeiten - unentgeltlich und jeden Tag nach der Schule sowie jedes WE. Geschadet hat es mit nicht, allerdings hätte ich sicher einen besseren Abschluss, ggf hochwertiger, wenn mir meine mom nicht beim abspülen sondern beim Hausaufgaben machen über die Schulter gesehen hätte.
Arbeit grundsätzlich ist auch nichts schlimmes - allerdings nimmt man vielen Kindern die Möglichkeit zum Schulbesuch - und nur der würde sie aus dieser Spirale aus Hunger und frühen Familiengründung mit vielen eigenen (arbeitende) Kindern befreien. Die Eltern allein können sich ab einem gewissen Alter nicht mehr selbst versorgen - das ist eben das Rentenprinzip in Drittländern - viele Kinder, damit man im Alter von diesen finanziell versorgt ist. Leider reicht bei vielen Kindern das Geld für Bildung nicht - und alles beginnt von vorne. In Deutschland im 19. Jahrhundert waren 10 Kinder auch nichts ungewöhnliches. Nur hat zu dieser Zeit der Staat schon mit der Schulpflicht gegen gesteuert.
Allerdings sind bis heute in Bayern und baWü die Sommerferien im August - da in diesem Monat Erntezeit ist und die Landkinder zum arbeiten mit aufs Feld müssen. Und wenn man sich dann mal die "strengsten Eltern der Welt" ansieht, schadet es auch verwöhnten Stadt-Rotzlöffeln nicht, wenn sie ihren Wohlstandshintern mal bewegen müssen - ich würde denen meine Mutter wünschen, da wär gleich Schluss mit lustig gewesen.