Warum glaubt ihr an Gott oder warum nicht

in „Politik und Weltgeschehen“

Zu diesem Thema gibt es 292 Antworten

„Nidderau“ (Pseudonym)

"Möchtet ihr mich jetzt angreifen, weil ich an eine höhere Macht glaube oder weil ich gerne mal ein Steak esse? Entscheidet euch"

Ich möchte dich gar nicht angreifen, *Vanille*, zumal mir das wirklich egal ist, ob jemand glaubt oder nicht, ich wollte dir nur sagen, dass ich deinen Satz nicht neutral empfand.


Persönlich habe ich mich übrigens noch nicht entschieden, ich hab ja bis zum Tod noch etwas Zeit, in verschiedenen Abschnitten meines Lebens, habe ich die Frage ob ich glaube (und wenn ja was) verschieden beantwortet. Interessant finde ich jedoch, dass ich immer dann, wenn ich Gläubigen zuhöre oder zulese (mit Ausnahme von zwei Menschen), mir dann sicher werde (zumindest über einen gewissen Zeitraum), dass ich nicht glaube.

„Nidderau“ (Pseudonym)

Deshalb, liebe *Vanille*~, habe ich ergänzt, dass ich dich nicht angreifen möchte. Mir ist die mangelhafte Kommunikation per Forum sehr klar. Ich kann jedem nur empfehlen, seine eigenen Beiträge mal zum Spaß z.B. wütend, ironisch, liebevoll, laut, leise, zynisch usw. laut vorzulesen. Überraschend wie Worte, die für einen selbst eigentlich sehr eindeutig (im Ton) geschrieben waren, plötzlich ganz anders klingen können.

„Erfurt“ (Pseudonym)

@IstErMix 2 Minuten Googeln:

- Es gibt die Vergewaltigung von Küken und Leichen bei Kaiserpinguinen.
- Otter vergewaltigen Baby-Robben bis zum Tod.
- Schimpansen töten die Babys von Schimpansinnen, um sie wieder brünftig werden zu lassen.. Aber: Auch weibliche Schimpansinnen töten die Babys anderer Affenfrauen, zerteilen und essen die Baby vor ihren Augen.
- Delfine verprügeln oft schwächere Artgenossen. Gerade in Gruppen und bringen sie manchmal ohne ersichtlichen Grund auch dabei um.

„Nidderau“ (Pseudonym)

~*Vanille*~, eigentlich dachte ich genau das gesagt zu haben ...

„Wiesloch“ (Pseudonym)

@~*Vanille*~

Es gibt Nutztiere, diese wurden von den Menschen zu Nutztieren gemacht. Das stammt auch nicht aus der Biologie. Es steht vielleicht im Biologiebuch zur Unterscheidung zu Wildtieren.

Der Mensch ist das einzige Wesen, dass seine Umwelt mit Absicht ändert oder auch zerstört.

OK Elefanten können auch viel kaputt machen und Heuschrecken können ganze Landschaften kahl fressen. Aber auch nur dort, wo der Mensch vorher Monokulturen angelegt hat.

Das Beispiel mit der Stockente, erscheint uns fies, aber der Erpel tut das, was ihm sein Trieb vorgibt. Er tut dies nicht aus Grausamkeit. Auch der männliche Löwe tötet die Neugeborenen Löwenbabies der Löwinnen, wenn er ein Rudel übernimmt. Das gibt ihm sein Instinkt vor, weil die Natur immer steuert dass möglichst die eigenen Erbinformationen überleben bzw. weitergegeben werden. Das erscheint uns grausam, aber es ist biologisch sinnvoll.

Nur der Mensch tötet und quält mit Begeisterung. Jeder noch so bestialische Herrscher fand und findet willige Gefolgsleute, die für ihn die Drecksarbeit leisten. Da brauch man auch nicht bis zur Inquisition zurück gehen. In der Nazizeit oder in der DDR gab es auch solche willigen Helfer. auch zu alt?
Schauen wir nach Syrien, Saudi Arabien oder in den Iran. Nordkorea kann man auch erwähnen. OK dort wird überall aus ideologischen Gründen gemordet und gefoltert, aber ich sehe zwischen Religionen und Ideologien keinen Unterschied.

Ob sich jetzt jemand aufs Podest stellt und ausruft "Religion ist Opium fürs Volk" oder ob jemand ausruft "Ich bin Dein Gott, Du sollst keine Götter neben mir haben" macht für mich keinen großen Unterschied.

„Nidderau“ (Pseudonym)

Damit übrigens bleibt für mich persönlich an dieser Stelle abschließend festzuhalten, dass ich glaube, dass ich nach wie vor nicht weiß ob ich glaube oder glauben werde und wenn dann ob für mein ganzes Leben. Usw. 🙋

„Erfurt“ (Pseudonym)

OK Elefanten können auch viel kaputt machen und Heuschrecken können ganze Landschaften kahl fressen. Aber auch nur dort, wo der Mensch vorher Monokulturen angelegt hat.


Glaube, du bist da etwas naturromantisch unterwegs. Tiere würden auch ihren Lebensraum zerstören, um zu überleben. Das führt dann im nächsten Schritt aber meistens dazu, dass sie sterben, weil das Futter fehlt.
Ihr Nachteil - gegenüber dem Mensch- ist nur, dass sie weniger planen. Ihr Wesen ist ähnlich. Noch nie so einen richtigen Arschlochhund oder eine Arschlochkatze kennengelernt? :P ("Okay, ich bin zwar satt, aber meine Mitbewohner-Katze, bekommt trotzdem kein Futter." "Wie, dich nervt es, wenn ich hier hin pinkle oder Kissen kaputt mache? Okay, das mache ich jetzt jedes Mal, wenn ich etwas will und du nicht.")

@IsterMix

Ach immerhin sind wir jetzt schon von der Kinderbibel zum Biologiebuch übergegangen ;-)

Les mal PdT Ausführungen, danke. Ich würde mal meine Quellen überprüfen.

"Der Mensch ist das einzige Wesen, dass seine Umwelt mit Absicht ändert oder auch zerstört."
Und was möchtest du mir damit sagen anderer Mensch? Wer ist jetzt böse? Du oder ich oder wir beide? Was hat das mit Religion zu tun? Wir Menschen können aber auch neue Bäume anpflanzen und der Natur wieder helfen.

„Wiesloch“ (Pseudonym)

@PdD

- Es gibt die Vergewaltigung von Küken und Leichen bei Kaiserpinguinen.
- Otter vergewaltigen Baby-Robben bis zum Tod.
- Schimpansen töten die Babys von Schimpansinnen, um sie wieder brünftig werden zu lassen.. Aber: Auch weibliche Schimpansinnen töten die Babys anderer Affenfrauen, zerteilen und essen die Baby vor ihren Augen.
- Delfine verprügeln oft schwächere Artgenossen. Gerade in Gruppen und bringen sie manchmal ohne ersichtlichen Grund auch dabei um.


Was daran ist grausam und was kommt uns einfach grausam vor?

Die Stärke des Triebes ist bei verschiedenen Gattungen sehr unterschiedlich ausgeprägt. Aber Du kannst doch nicht wirklich triebgesteuerte Handlungen bei Tieren als Grausamkeiten bezeichnen.

Das Beispiel mit den Löwen passt mit dem Beispiel von den Schimpansen.

Erdmännchenweibchen, die es wagen, Kinder auf die Welt zu bringen obwohl sie keine Alpha-Tiere sind, werden aus der Gruppe ausgeschlossen, was meist den sicheren Tod bedeutet. Das mag uns grausam vorkommen, weil es gegen unsere ethischen Grundsätze verstößt. Aber solche Regeln in der Gruppe haben seit vielen hunderttausend Jahren das Überleben dieser Spezies geschützt.

Wer gibt uns das Recht solche Handlungen zu verurteilen, die wir vor gerade einmal zehntausen Jahren aufgehört haben uns gegenseitig mit Keulen den Schädel einzuschlagen?

Grausamkeit setzt bewusstes Handeln voraus, Da bin ich mir bei Delfinen oder Schimpansen nicht sicher. Die unterscheiden sich von ihren intellektuellen Fähigkeiten nicht so sehr von uns Menschen.

„Erfurt“ (Pseudonym)

[Aber Du kannst doch nicht wirklich triebgesteuerte Handlungen [...] als Grausamkeiten bezeichnen. ]

Mit dem Todschlagsargument kannst du ALLES Elend der Welt als "völlig okay" rechtfertigen. :)
Der Mensch ist auch nur ein Tier.

Fast alle Grausamkeit der Welt kommt zustande, wenn der Mensch keine (egoistischen) Triebe nicht zügeln kann. (z.B. "MEIN Land und MEINE Familie soll an die Macht. Dein Leben und Familie sind mir egal.")

"Grausamkeit setzt bewusstes Handeln voraus" - Nein, Grausamkeit entsteht durch unbewußtes, unkontrolliertes Handeln. Das Bewußtsein und die Erkenntnis der Folgen des eigenen Handelns ermöglicht es erst, die Graumsamkeit zu erkennen und zu vermeiden.

Trieb: "Du nervst, ich schlag dich und bring dich dazu ruhig zu sein".
Bewußtes Handeln: "Lass uns reden und den Konflikt klären".

„Wedel“ (Pseudonym)

Also wenn ich mir diese Diskussion (die ja inzwischen weitab der eigentlichen FRAGESTELLUNG ist) so zu Gemüte führe, werde ich immer überzeugter, dass mancher Vorfahre niemals die Meere hätte verlassen dürfen...

„Erfurt“ (Pseudonym)

@Vanille Vermutlich meint er die Entstehung des Lebens bzw. der Säugetiere, die ja einen großen Schub bekommen hat, als die Tiere an Land gingen.

Kurvendriver Deutsch-Deutsch Kurvendriver: "Wenn ich mir diese Diskussion hier zu Gemüte führe, werde ich immer überzeugter, dass es besser wäre, wenn die meisten von euch nie gelebt hätten."

Na, DAS ist doch dann ein Diskussionsstil, der auf einen fortgeschrittenen eigenen evolutionären geistigen Entwicklungsstand hinweist. ;) Versuchs mal mit Argumenten und verlasse den geistigen Kleiderschrank.

„Erfurt“ (Pseudonym)

Stimmt, könnte sein, dass das mit dem aus dem Wasser kommen, noch nicht so lange her ist. :P

„Nidderau“ (Pseudonym)

Da denke ich an meinen Vater, bzw. an etwas, das er immer sagte. Es hatte mit einem Sack zu tun.

„Salzwedel“ (Pseudonym)

So jetzt gehen wir alle mal kalt duschen ... :-D

„Erfurt“ (Pseudonym)

Genau. :) So Gott will. Amen! :P

„Wiesloch“ (Pseudonym)

Mit dem Todschlagsargument kannst du ALLES Elend der Welt als "völlig okay" rechtfertigen. :)
Der Mensch ist auch nur ein Tier.

Nein, kann ich nicht. Schon garnicht als völlig Okay.

Früher hat man Sexualstraftätern einen überstarken Trieb diagnostiziert. Das hat sich aber als falsch herausgestellt. Die überwiegende Mehrheit der Täter hat in späteren Therapiegesprächen zugegeben, sich über die Strafbarkeit ihrer Handlungen stets bewusst gewesen zu sein.

Die Grausamkeit lag hier stets darin, sich bewusst dafür zu entscheiden, seinem "Trieb" nachzugehen.

Handlungen aus reinem Egoismus heraus sind auch nicht triebgesteuert. Egoismus ist kein Trieb sondern eine Charaktereigenschaft.

Trieb: "Du nervst, ich schlag dich und bring dich dazu ruhig zu sein".
Falsch Ist auch ein bewustess Handeln

Bewußtes Handeln: "Lass uns reden und den Konflikt klären".
Ist eher ein vernünftiges Handeln.

Aber ich denke gerade, wir sollten als "bewusste Handlung" mit unserer Diskussion diesen Thread verlassen. Das hat alles weder mit Gott noch mit Glauben zu tun.

„Erfurt“ (Pseudonym)

@Ist Ist aber interessant. Vielleicht im nächsten Thread :)